Coole Version von Dat-Dere

Dieses Thema im Forum "Klavier und Jazz" wurde erstellt von Heglandio, 18. Feb. 2007.

  1. Heglandio
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    Heglandio

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  2. Heglandio
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    Heglandio

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    Bobby Timmons haut auch richtig in die Tasten. Schöne Block-Akkorde... Es kursieren natürlich noch einige andere Aufnahmen, welche auch in besserer Qualität sind.
     
  3. Fred
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    Fred Guest

    Hi Heglandio,

    Das Jazz Messanger Video mit Bobby Timmons am Piano ist wirklich sehenswert.
    Zu dem Begriff "Blockakkord" wäre allerdings zu sagen, dass man damit im eigentlichen Sinne Enge Lage bezeichnet., d.h. man spielt in der RH einen vier-stimmigen Akkord in Enger Lage und verdoppelt unmittelbar darunter den Melodieton mit der LH. Das typische Block-Voicing ist also 5-stimmig und umfasst immer genau eine Oktave. Man nennt diese Technik auch "Locked Hands" weil beide Hände praktisch immer parallel eng zusammen geführt werden.
    Im Video wird genau diese Technik von Bobby Timmons allerdings nur im Intro angewandt. Den 2. Teil seines Solos hingegen spielt er im sogenannten Red Garland-Style den manche Leute komischerweise auch Block Chord Style nennen. Dieser Style funktioniert folgendermaßen:
    RH spielt ein Oktavintervall das je nach harmonischer Situation mit einer Quinte oder Quarte ausgefüllt wird. Die LH spielt dazu ein 3- oder 4- stimmiges Voicings in Enger Lage, allerdings ohne Grundton. Die LH wechselt den Akkord nur bei Harmoniewechsel.

    Block Chords sind übrigens ursprünglich nicht von George Shearing wie viele Leute meinen (man nennt sie deshalb auch Shearing-Style), sondern von Milt Buckner.
     
  4. Heglandio
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    Heglandio

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    Man unterscheidet glaube ich die Technik von:

    Garner, Garland und Shearing

    Habe ich mal in einem amerikanischen Jazz-Lehrbuch aus den 60-gern gelesen. Prinzipiell kann man ja Block-Akkorde ziemlich frei spielen… Das beschreibt ja nur das spielen von Akkordketten (Teppichen) die mehr oder weniger parallel oder entgegengesetzt laufen? Ob man jetzt in der rechten den Akkord oder in der linken den Akkord spielt, macht einfach klanglich andere Färbungen aus.

    Wenn ich mehr rhythmisch spiele, benutze ich oft in der linken zwei oder einen Ton und einen vierstimmigen Akkord in der rechten.
     
  5. Heglandio
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    Heglandio

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  6. Fred
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    Fred Guest

    Da bin ich anderer Auffassung Heglandio. Wie oben schon gesagt, unter Blockakkorden versteht man einen in Enger Lage gesetzten 5-stimmigen Satz, wobei die 5. Stimme immer die Dublikation der 1. Stimme ist und ausschließlich mit der LH gespielt wird. Nur dadurch ensteht der typische Blockakkord-Sound.

    Zu den Regeln dieses Satzes gehört u.A.,
    - keine kleine Sekunde zwischen 1. und 2. Stimme.
    - Bei Dominantseptakkorden mit Grundton in der Melodie wird die Septime durch die None (klein oder groß) ersetzt.
    ...um nur mal einige zu nennen.

    Beim Blockakkordstil handelt es sich prinzipiell um eine Harmonisation einer Melodielinie. Um diese Technik anzuwenden, muss man zunächst im Stande sein ein Melodieanalyse zu machen. Danach erfolgt die Reharmonisation. An diesem Punkt jedoch fängt bei vielen Pianisten das Problem an. Wie reharmonisiere ich eine Melodie damit sie die zugrunde liegenden Harmonien wiedergibt?
    Beim Red Garland Style ist das ja relativ einfach, da es sich ja um keine Reharmonisation handelt.
    Locked-Hand-Style allerdings ist eine Welt für sich, die sehr viel Übung/Routine erfordert.
     
  7. Heglandio
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    Heglandio

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    - keine kleine Sekunde zwischen 1. und 2. Stimme.

    Wie meinst du das? Man spielt ja Akkord und die bestehen ja klassisch betrachtet eigentlich nur aus Abfolgen von kleinen und großen Terzen? Wie soll da eine kleine Sekunde entstehen? Meinst du Alterationen?

    Und wenn ich den maj7-Sound in der vierten (sorry, korrigiert) Umkehrung spiele, dann wäre die große Septime die erste Stimme? oder doch nur die vierte?

    Spielt man Locked-Hand nur in einer Hand? der Linken? Dann ist es schon ziemlich hart... Ich spiel meistens die Oktavierung mit der Rechten.
     
  8. Fred
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    Fred Guest

    Die leitereigenen Septakkorde entstehen durch Übereinanderschichtung von Terzen. In der Grundlage eines 4-stimmigen Septakkordes kommt somit keine Sekunde vor. Bei den Umkehrungen dieser Akkorde sieht es allerdings schon anders aus. Nehmen wir z.B. mal die 1. Umkehrung eines Dur Akkordes mit der großen Septime. Hier bekommen wir einen Konflikt zwischen der 1. Stimme, = Grundton, und der unmittelbar darunter liegenden 2. Stimme. Die so entstandene Dissonanz eines Halbtones ist an dieser Stelle unerwünscht, da sie die Klarheit der 1. Stimme merklich beeinträchtigt.

    Ein Septakkord hat nur 3 Umkehrungen.

    Die 1. Stimme ist immer die Oberste. Denke dabei an die 1. Trompete, dann kannst Du Dir das gut merken.
     
  9. Heglandio
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    Heglandio

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    Dankeschön :-)