Claudia Rojahn für Anfänger?

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tymanis

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Hallo Leute,

auf der Suche nach leichten Stücken bin ich auf eine kleine Sammlung von einer Komponisten namens Claudia Rojahn gestoßen. Hier mal 3 Stücke von Ihr:

http://www.klavier-noten.com/claudia-rojahn/03.A song for me.pdf

http://www.klavier-noten.com/claudia-rojahn/06.Romantic song.pdf

http://www.klavier-noten.com/claudia-rojahn/11.Das Spiel der Wellen.pdf

Diese Noten stellt sie kostenlos zur Verfügung.

Darf ich die Experten mal fragen, in welche Schwierigkeitsstufe diese Noten einzuordnen sind? Vielleicht mit einer Skala von 1-10 aber auch, wie lange man vorher lernen sollte, um diese Stücke zu spielen.


Danke
 
hasenbein

hasenbein

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Man sollte, ungeachtet ihrer sehr geringen Schwierigkeit, diese Stücke gar nicht spielen, da das keine guten Stücke sind.

Es gibt genug Klavierschulen und Sammlungen, in denen leichte, aber geschmackvolle und gut komponierte Stücke sind. (Sachen von Heumann gehören da nicht dazu, aber z.B. vieles aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach von J.S. Bach oder auch im U-Musik-Bereich von Christopher Norton die "Microjazz"- bzw. "Microlatin"-Reihe.)

LG,
Hasenbein
 
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tymanis

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Warum sind das keine guten Stücke ? Weil es nicht deinem Geschmack entspricht, oder weil sie keinen Lerneffekt beim Spielen haben ?
Das Notenbüchlein von Bach entspricht zum Beispiel gar nicht meinem Geschmack. Selbst wenn dort einige Stücke sehr leicht sind, so werde ich sie nicht spielen wollen. Früher habe ich halt auch gespielt, was meine KL für gut empfand oder was eben als nächstes in meinen Notenbüchern stand. Jetzt versuche ich Stücke zu finden, die meinem Schwierigkeitsgrad entsprechen und mir gleichzeitig gefallen.
 
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Manha

Guest
Das Notenbüchlein von Bach entspricht zum Beispiel gar nicht meinem Geschmack. Selbst wenn dort einige Stücke sehr leicht sind, so werde ich sie nicht spielen wollen.
Ah wie wohlbekannt erscheint mir dieser Gedanke :D
Was das Notenbüchlein von Bach angeht, da habe ich früher genau so gedacht.
Bis ich mich trotz allem mal rangesetzt habe.
Und erstaunliches entdeckte. Wenn man diese ganzen Verzierungen weglässt (öhm bei mir eh am Anfang notgedrungen weil ich sie noch nicht spielen kann) und dafür ein wenig mit Dynamik arbeitet gewinnen diese Stücke eine richtige Tiefe.
Versuch es z.B. mal mit dem menuet g-moll, aber lass mal die Vorstellung weg das es ein Tanzstück ist.

Wenn Bach in der heutigen Zeit, frei von den damaligen gesellschaftlichen und finanziellen Zwängen hätte komponieren können mit einem richtigen Pianoforte, ich glaube du würdest diese Musik mögen.

Lach, für diese Aussage hier würden mir einige Bachliebhaber mit Sicherheit an die Gurgel gehen.
Aber es ist halt einfach mein Weg sich Bach anzunähern und dazu stehe ich :D

Zu dem Schwierigkeitsgrad der verlinkten Stücke:
Ich denke sie sind für Anfänger geschrieben worden, dafür reichen ein paar Monate Spielpraxis durchaus.
 
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Razo

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Also für einen Anfänger sind die Stückchen doch sehr niedlich und schön. Gerade die Akkorde (herausfinden, um welche es sich handelt) oder das Zusammenspiel li/re Hand. Genauso kann man daran das Zählen, das Binden und so weiter üben. Da gibt´s für einen Newbíe auf jeden Fall ne Menge zu entdecken. Also nicht einfach so von vorneherein pauschalisieren und abqualifizieren, besser wär´s, so denke ich ...

Insoweit denke ich, man sollte nicht aktionistisch urteilen (wie hasenbein), nur um was zu melden zu haben und mit der eigenen Kompetenz "zu pranzen" (gell, Herr "Jazz-Improvisator"?) Für das sanfte, angstlose und hemmungsfreie Heranführen sind die sehr gut geeignet. Man kann natürlich "auch ein Feuerwerk" abbrennen und zeigen, "hier - so geht´s" und gleich mit Impro und so weiter anfangen, aber wenn die Grundlagen dann nicht mitkommen und Angst und Hemmung entsteht, wenn man auf dieser Basis "einfach straight weiter unterrichtet, ohne auf den Anfänger und seine Belange/Bedürfnisse richtig einzugehen", dann wird´s ziemlich trübe mit der eigenen "Lehrerskunst", glaube ich.

Bitte rein hpothetisch zu verstehen: Sollte ich gebeten werden, jemanden das Klavierspielen beizubringen, so würde ich das gerne zunächst auf Basis solcher oder ähnlicher Stücke tun, denn ein Anfänger entwickelt sich nun mal "von den Basics" an. Mal ehrlich: Haben wir doch alle durch, denn kaum einer von uns dürfte "bereits mit Klaviertasten im Kinderwagen" aufgewachsen sein, oder?

Wie gesagt, ich bin kein Klavierlehrer (habe einen ganz anderen Beruf und das ist auch gut so!), sondern spiele seit mehr als 15 Jahren autodidaktisch, nachdem ich 6 Jahre Unterricht hatte. Da waren zwar 10 Jahre Pause dazwischen, so what? Ich liebe das Spielen (derzeit Chopin-Etüde, wunderschöne Schumann-Lieder (z. B. "Ein Jüngling liebt ein Mädchen" - keine Angst, ich singe nicht dazu! :D) und meine geliebten Lieder ohne Worte, davon so Einiges "quer durch den Garten").

Das ist jetzt mein Beitrag, quasi im Sinne eines "anti-bullshit-detectors")

Gruß

Razo!
 
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tymanis

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Danke für eure Antworten. Wenigstens einer, der die Stücke nicht für "schlecht" hält.

Ich bleibe leider dabei, auch wenn ihr einen anderen Geschmack habt, dass ich Bach nicht mag. Wenn ich mir die Noten so ansehe, so denke ich haben viele Stücke aus der Notenbüchlein den gleichen Schwierigkeitsgrad. Aber die anderen Stücke finde ich dann noch nett dabei, Bach klimpert mir dann doch zu altmodisch.

Aber die Diskussion ist alt. Über Geschmack kann man streiten.
 
hasenbein

hasenbein

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Über Geschmack kann man streiten, das ist richtig.

Und Diskussionen diesbezüglich hatten wir hier bereits reichlich, das ist auch richtig.

Aber es gibt nun mal objektive Qualitätsunterschiede in Musik, peng, aus.

Du würdest ja auch nicht sagen, daß es lediglich Geschmackssache sei, ob man einen "Dr. Frank"-Groschenroman liest oder was von Hermann Hesse. Oder???

Daß Du das anders siehst und keine Qualitätsunterschiede erkennst, liegt ja nur an Deiner bislang (noch!!) nicht so entwickelten musikalischen Bildung.

Wie gesagt, man muß ja nicht unbedingt uralte Musik spielen - es gibt auch neue(re), die qualitativ hochwertiger ist. Rojahn, Tiersen oder Heumann gehören da nicht dazu.

Bartoks "Mikrokosmos" hingegen sehr wohl.

LG,
Hasenbein
 
rolf

rolf

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Aber es gibt nun mal objektive Qualitätsunterschiede in Musik, peng, aus.

Du würdest ja auch nicht sagen, daß es lediglich Geschmackssache sei, ob man einen "Dr. Frank"-Groschenroman liest oder was von Hermann Hesse. Oder???

Daß Du das anders siehst und keine Qualitätsunterschiede erkennst, liegt ja nur an Deiner bislang (noch!!) nicht so entwickelten musikalischen Bildung.

Wie gesagt, man muß ja nicht unbedingt uralte Musik spielen - es gibt auch neue(re), die qualitativ hochwertiger ist. Rojahn, Tiersen oder Heumann gehören da nicht dazu.

Bartoks "Mikrokosmos" hingegen sehr wohl.
...hm... Hasenbein... Du formulierst es recht rigide... aber: da hast Du recht!! :)

Gruß, Rolf
 
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tymanis

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Naja das ist auch eine Meinung, die ich vollkommen nachvollziehen kann. Du kannst recht haben, aber der Thread war doch erstellt worden, weil ich diese Noten gefunden habe und einfach wissen wollte, ob die Stücke nicht vielleicht doch viel zu einfach sind!

Ich habe nämlich ein paar Stücke probiert, bei denen ich nicht weiter komme. Daher bin ich zu dem Entschluss gekommen, diese weg zu legen und weiter unten etwas zu versuchen.

Fakt ist doch, das was ich da gefunden habe ist doch super einfach. Ich bekomme das schnell gespielt und hab dabei einen positiven Effekt. Ich gehe davon aus, dass ich was lerne, wenn ich ein neues Stück gelernt habe, lass es mal besser oder schlechter sein.
Solange es mir nicht den Eindruck vermittelt, ich könnte wie ein junger Gott Klavier spielen, obwohl ich noch ganz am Anfang stehe, ist doch nichts schlechtes dabei.

Außerdem muss ich ja Spass haben. Ich spiele ja nciht Klavier, um jemandem etwas zu beweisen, sondern weil ich Feierabend eine Stunde dran sitzen möchte und Musik machen, die mir gefällt!

Hasenbein, deinen ersten Beitrag fand ich sehr schwach, weil du ziemlich herrablassend diese Stücke einfach abgeschmettert hast. Bei blutigen Anfängern prägt doch so ein Stück nicht viel. Zu sagen, man sollte diese Stücke nicht spielen, sondern lieber das Notenbüchlein, finde ich auch nicht ratsam. Andere Anfänger wären diesem Rat vielleicht blind gefolgt und säßen jetzt an Bach ohne Spass beim Spielen zu haben. Würdest du das besser finden?
 
fisherman

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Tja, Manha, Hasenbein, Razo, Ihr habt alle recht. Jeder aus seiner Sicht. Für mich alles nachvollziehbar.

Aber: @ Tymanis: Lass Dir versichern - irgendwann entdeckst Du Barockmusik! Viele lassen sich von der vermeintlichen Starrheit ("das MUSS so und so gespielt werden") abschrecken. Schade. Und Quatsch. Denn diese Musik "funktioniert" immer: Man kann sie "richtig" spielen oder gaaaanz romantisch mit Pedal (pfui!), meditativ in slow motion oder zerrissen (jazzig). Es ist immer MUSIK! Macht das mal mit Beethoven, oder Chopin. Pustekuchen.:D. Bach war in meinen Ohren der erste Jazzer (Grüße an Manha)!

@ Razo: Das war mal ein lebendiger Post von Dir. Da kam der Mensch hinter dem Beamten durch. Mach weiter so, Mr. Anti-Bullhit-Dedector (was immer Du damit meinst):D
 
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Nuri

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Hallo tymanis,

ich bin auch Anfängerin (spiele seit ziemlich genau einem halben Jahr Klavier).

aber der Thread war doch erstellt worden, weil ich diese Noten gefunden habe und einfach wissen wollte, ob die Stücke nicht vielleicht doch viel zu einfach sind!
Ob die Stücke für dich zu einfach sind, vermag hier sicherlich niemand zu beurteilen. Letztendlich hängt das von deinem Leistungstand ab und davon, ob du sie als schwierig oder einfach empfindest. Zu leichte Stücke werden einen kaum voran bringen, und zu schwere frusten. Vielleicht kommt man mit „geht gerade noch so“ am weitesten … Wenn du fragst, ob die Stücke zu einfach sind, sind sie wahrscheinlich zu einfach, oder? (Ich jedenfalls würde bei zu schwierigen Stücken nicht auf die Idee kommen, so etwas zu fragen :rolleyes:

Solange es mir nicht den Eindruck vermittelt, ich könnte wie ein junger Gott Klavier spielen, obwohl ich noch ganz am Anfang stehe, ist doch nichts schlechtes dabei.
Ähm, doch, oder? Wie soll man sich denn zum „jungen Gott“ entwickeln, wenn man glaubt, man sei schon einer? :confused:

Andere Anfänger wären diesem Rat vielleicht blind gefolgt und säßen jetzt an Bach ohne Spass beim Spielen zu haben. Würdest du das besser finden?
Tymanis, man muß nicht Bach spielen, wenn man Bach nicht mag. Die Geschmäcker sind verschieden.

Ich habe mir „A song for me“ mal ausgedruckt und gespielt. Nein, schwierig fand ich’s nicht, aber ein bisschen langweilig vielleicht.

Und wenn du es eher mäßig findest: Ich bin anfangs dem Irrglauben verfallen, dass einfache Stücke nicht so toll klingen können, und toll klingende Stücke eben schwierig und für Anfänger ungeeignet sein müssen. Mit dieser Überzeugung habe ich mich wacker durch 9/10 der Heumann-Schule gekämpft. Um danach festzustellen: Das ist Blödsinn. Es gibt wunderschöne Werke, die ganz einfach sind. Und an anderen bricht man sich die Finger ab, und Käse klingt’s trotzdem, weil man auch durch 10 Stunden Üben keine Musik herausholen kann, wo gar keine drin steckt.

Ich glaube, die Einstellung zur Musik ändert sich auch mit den eigenen spielerischen Fähigkeiten. Anfangs fand ich den Heumann ganz okay. Wenn heute jemand sagt: „Nuri, spiel doch mal was“, ist das Heumann-Heft definitiv das letzte, das ich heraushole. Dann noch eher eine von Krentzlins Operetten-Bearbeitungen. Ganz toll finde ich zurzeit Schumanns „Album für die Jugend“, auch wenn es im Klavierunterricht noch nicht dran kommt.

Aber jeder muss seine Erfahrungen selbst machen.
Wenn du Claudia Rojahn magst, dann spielst du Claudia Rojahn.
Und wenn du Claudia Rojahn leid bist, dann schaust du nach was anderem.
Es gibt soooo viel unglaublich gute Musik, unabhängig vom Genre …

Ich kenne eine Gitarristin/Sängerin/Bandmitglied aus Chicago (nein, nichts bekanntes, ‚just for fun’, weil man es liebt und kann, in kleinen Kneipen und auf Festivals, ), die zur Frage der Stilrichtung (querbeet) mal schrieb:

„Honestly, if one loves music … one can’t limit themselves to just ONE GENRE …“

That's it.
Und liebe Grüße,
Nuri
 

hasenbein

hasenbein

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Wenn du Claudia Rojahn magst, dann spielst du Claudia Rojahn.
Und wenn du Claudia Rojahn leid bist, dann schaust du nach was anderem.
Der Witz ist, er "mag" ja gar nicht Claudia Rojahn.

Er hat ja bloß im Internet nach kostenlosen einfachen Noten gesucht und ist dabei zufällig auf diese gestoßen, und sie erschienen ihm vom optischen Erscheinungsbild irgendwie "machbar".

Er hat die Stücke ja vermutlich noch nicht mal gehört!!

Trotzdem ist er lustigerweise ein wenig beleidigt, wenn man ihm sagt, daß die Stücke Mist sind...

LG,
Hasenbein
 
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chiarina

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Es gibt genug Klavierschulen und Sammlungen, in denen leichte, aber geschmackvolle und gut komponierte Stücke sind. (Sachen von Heumann gehören da nicht dazu, aber z.B. vieles aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach von J.S. Bach oder auch im U-Musik-Bereich von Christopher Norton die "Microjazz"- bzw. "Microlatin"-Reihe.)

Hallo hasenbein,

da freue ich mich aber, dass mal einer diese wie ich finde tolle Reihe erwähnt. Ich habe leider null Ahnung von Jazz, mache aber diese Stücke sehr gern im Unterricht. Es gibt sie auch für sechs Hände.

Viele Grüße

chiarina
 
hasenbein

hasenbein

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Bitte Vorsicht mit derartigen Bekanntgaben.

Dadurch, daß immer mehr Hefte mit Klavierstücken für mehrere Schüler rauskommen, wird dem Gruppenunterrichts-Unwesen (das NUR aus finanziellen Gründen solche Ausmaße angenommen hat!) weiter Vorschub geleistet!

Denn die, die über uns KL bestimmen, sagen: "Siehste, geht doch prima, 3 oder mehr Klavierschüler gleichzeitig zu unterrichten" - und schon haben wir den Salat.

LG,
Hasenbein
 
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chiarina

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Ach so, das hatte ich nicht bedacht. Bei mir ist es so, dass ich zufällig drei Mädels im gleichen Alter habe (Einzelunterricht :D ), die diese Stücke, die ja sehr leicht sind, zum Spaß zusammen spielen.

Viele Grüße

chiarina
 
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tymanis

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Der Witz ist, er "mag" ja gar nicht Claudia Rojahn.

Er hat ja bloß im Internet nach kostenlosen einfachen Noten gesucht und ist dabei zufällig auf diese gestoßen, und sie erschienen ihm vom optischen Erscheinungsbild irgendwie "machbar".

Er hat die Stücke ja vermutlich noch nicht mal gehört!!

Trotzdem ist er lustigerweise ein wenig beleidigt, wenn man ihm sagt, daß die Stücke Mist sind...

LG,
Hasenbein

Das ist leider nicht richtig. Hätte ich von mir aus schrieben können. Ich bin nur auf die Noten gestoßen, weil direkt ein Hörbeispiel dabei lag. Mein Gedanke war; "Die Noten sehen einfach aus und was dabei herraus kommt ist ganz okay."

Nagut ihr habt mich ein wenig überzeugt. Nicht was Bach angeht, das Notenbüchlein mag ich noch immer nicht ;) , aber vielleicht was meine Weise angeht, die richtigen Stücke auszusuchen.
Wenn ich etwas gehört habe was mir gefiel dachte ich mir, Noten suchen und versuchen. Manche Stücke habe ich direkt abgehakt, andere habe ich versucht. Viele habe ich geschafft. Manche Stücke spiele ich ganz gut, aber nicht vollständig, weil mir vielleicht 1/3tel des Stückes einfach zu schwer ist. Ist also nichts ganzen und nichts halbes, weg damit.

Gut, es gab schonmal eine lange Diskussion über meine Lage. Ich bin nach 10 Jahren Wiedereinsteiger. Vielleicht muss ich mich mal richtig beraten lassen und dann die richtigen Stücke für mich finden, die mir gefallen und die ich spielen kann, früher oder später.

Im Grunde damit "Danke" an alle in diesem Thread. Trotzdem finde ich müsst ihr die Anfänger hier etwas anders beraten. Dieses "das ist schlecht, spiel das" kann bei niemandem etwas bringen. Auf Umwegen habt ihr mir wahrscheinlich doch sehr geholfen. Dafür auch das "Danke" ;)
 
fisherman

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Auf Umwegen habt ihr mir wahrscheinlich doch sehr geholfen. Dafür auch das "Danke"
Genau darum geht es. Du musst Deinen eigenen Weg finden! Absolutismus ist Käse.

Nuri z.B., hat sehr vernünftig geantwortet - aber jeder muss wohl seine Erfahrungen machen. Es gibt Stücke, die geben einem kurzfristig was und es gibt welche, die begleiten Dich durchs Leben. Wichtig ist, mit den richtigen Vorstellungen an die Stücke heranzugehen, sonst gibt es Frust.

Zu JSB: Vergiss das Notenbüchlein. Schau Dir irgendwann mal die Inventionen an, wenn Du magst.
 
hasenbein

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Ich habe auch "vernünftig" geantwortet.

Nur nicht halt in windelweichem Nett-Stil, sondern direkt und schnörkellos. Und ich habe von vornherein nicht einfach rumgemosert, sondern gleich konstruktiv Alternativen benannt.

Dadurch habe ich ja, wie Ihr seht, überhaupt erst diese Diskussion, die am Ende zu einer doch recht deutlichen Klärung führen konnte, angestoßen.

Da hätte doch keiner was von gehabt, wenn jeder hier auf die von Tymanis vielleicht imaginierte Art geantwortet hätte ("Ja, die Stücke sind sehr einfach. Müßtest Du gut schaffen. Guck' Dir auch mal "Comptine" von Yann Tiersen an, ist auch ein Superstück. Viel Spaaaaß! Busssii! Tschüsssi!" :D :D :D)

LG,
Hasenbein
 
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Nuri

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Hallo tymanis,

Das ist leider nicht richtig. Hätte ich von mir aus schrieben können. Ich bin nur auf die Noten gestoßen, weil direkt ein Hörbeispiel dabei lag. Mein Gedanke war; "Die Noten sehen einfach aus und was dabei herraus kommt ist ganz okay."
dein Hörbeispiel kenne ich natürlich nicht, aber „A song for me“ fand ich relativ dröge. Es beginnt im ersten Takt noch halbwegs viel versprechend, aber das war's dann auch schon …

Nagut ihr habt mich ein wenig überzeugt. (…) aber vielleicht was meine Weise angeht, die richtigen Stücke auszusuchen. Wenn ich etwas gehört habe was mir gefiel dachte ich mir, Noten suchen und versuchen.
Irgendwelches Zeugs aus dem Internet ausdrucken, das „ganz okay“ klingt, ist sicher nicht die beste Lösung. Wenn nicht sehr viel gegen Unterricht spricht, dann eventuell mal ernsthaft darüber nachdenken. Und falls es autodidaktisch bleiben soll, dann würde ich systematischer vorgehen.

Trotzdem finde ich müsst ihr die Anfänger hier etwas anders beraten. Dieses "das ist schlecht, spiel das" kann bei niemandem etwas bringen.
Wie soll das funktionieren? Niemand hier kennt deinen Leistungsstand und niemand hier weiß, welche Musikrichtung/-en du bevorzugst.

Liebe Grüße,
Nuri
 
hasenbein

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Generell wäre es ohnehin zweckmäßig, bei der Stücksuche danach zu gehen, was man gerne hört, statt primär nach Noten Ausschau zu halten, die leicht aussehen.

Du suchst Dein Urlaubsziel ja auch nicht danach aus, ob es direkt an der A9 liegt (und damit leicht zu finden ist) oder ob man es mit der Bahn ohne Umsteigen erreicht! Sondern Du suchst es aus, weil Du denkst, daß es dort schön / interessant ist.

So sollte man bei Musikstücken auch vorgehen.

LG,
Hasenbein
 
 

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