Besuch in Wien

Moderato

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Hallo Wien-Kenner,

durch eine private Einladung werde ich vom 3. bis 6. Mai in Wien sein. Schade, daß ich das nicht mit dem kleinen Clavio-Treffen zum Gedenken an Michael verbinden kann.

Ich möchte aber natürlich auch die Dinge besichtigen, von denen ich schon aus den Beschreibungen der Clavio Treffen gelesen habe. Außerdem habe ich mir schon einen Beitrag von sla19 kopiert, wo einige Tipps enthalten sind.

Das Haus der Musik ist doch auch sicher den Besuch wert. Kann man bei Bösendorfer (keine Führung) und Bernhard Balas einfach so reinschneien?

Kennt noch jemand den Link über die TV Wien-Reportage?

Ich denke, ich kann auf die von mir und von meiner Gastgeberin angedachten Aktivitäten auch ein wenig Einfluss nehmen.

Gruß
Manfred
 
Gernot

Gernot

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Kann man bei Bösendorfer (keine Führung) und Bernhard Balas einfach so reinschneien?
In Wien hat Bösendorfer nur den "Stadtsalon". Das ist im Grunde ein regulärer Klaviersalon. Den kann man daher zu den regulären Öffnungszeiten ohne Vorwarnung besuchen. Man kann da auch Studios mieten, unter anderem eines mit einem Imperial. Weiß nicht was das kostet, sollte aber das Urlaubsbudget nicht sprengen. In diesen Räumen finden manchmal auch Meisterkurse u.ä. statt. Als ich mal da war waren diese Räume belegt. Von daher ist es nicht blöd, voher Kontakt aufzunehmen. Der Stadtsalon ist nicht besonders groß (Steinway und Blüthner habe ich größer in Erinnerung, Stingl und Klaviergalerie sowieso). Einen Besuch ist der Stadtsalon für Klavierbegeisterte aber sicher wert, würde ich sagen.

Die Fabrik mit dem großen Auswahlsaal ist in Wienerneustadt. Da würde ich vorher auf jeden Fall Kontakt aufnehmen.

Auch Bernahrd Balas führt ein Geschäft, das man zu den Öffnungszeiten besuchen kann. Siehe Webseite. Wenn Du ihn persönlich treffen möchtest, kontaktiere ihn einfach. Ich habe ihn als total unkompliziert kennengelernt. Er freut sich sicher über Leute, die sich für seine Arbeit interessieren. Wenn er gerade keine Zeit für ein Kaffetratscherl hat, wird er's Dir sagen.

Schöne Tage in Wien!

LIebe Grüße
Gernot
 
Klimperline

Klimperline

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In Wien lohnt sich schon allein das Herumschlendern durch die Innenstadt, vor allem rund um die Hofburg herum! Das Haus der Musik ist natürlich auch interessant und Bösendorfer (Verkaufsraum, nicht Manufaktur!) sowie Bernhard Balas solltest Du besuchen können, sofern nicht gerade Betriebsferien herrschen. Die Manufaktur befindet sich übrigens nicht in Wien sondern ca. 50 km südlich von Wien in "Wiener Neustadt.

Hier kannst Du Dich sicherheitshalber vorinformieren:

http://www.boesendorfer.com/de/kontakt-registrierung/so-finden-sie-uns
http://www.klavierbau-balas.at/kontakt.htm
 
Ambros_Langleb

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Klein wild Vögelein

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Der Besuch der Staatsoper ist unbedingt zu empfehlen, wobei es so kurzfristig eher unwahrscheinlich ist, noch Karten zu bekommen.

Unser Besuch dort: 10857-130905d469fed62e076162d4e9b0840c.jpg

Für die Hofreitschule haben wir damals keine Karten bekommen, es gab aber einen seitlichen Eingang zu einem Gebäude mit einem großen Fenster durch dass man in eine Stallgasse sehen sehen konnte und in mehrere Pferdeboxen mit edlen Hengsten.

Im Figaro- Haus waren wir als Mozartverrückte auch.

https://www.clavio.de/klavierforum/threads/wo-steht-dieses-gebaeude.20377/page-17#post-416681

Beim nächsten Wienbesuch steht die Werkstatt von Bernhard Balas ganz oben auf der Liste. Hoffentlich gibt es den Sommer in Wien bald als DVD!

Kleine Anekdote zum Besuch der Oper: mein Mann, der liebenswerte Chaot, fühlte prompt im letzten Akt ein dringendes Bedürfnis, trotz des von mir leise gezischelten Hinweis, dass ich in diesem Fall sofort das e Scheidung einreichen würde. Das Wiener Publikum bewahrte Contenance, der Saaldiener bekam aber nach Aussage meines Gatten eine leichte Schnappatmung. :herz:
 
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Moderato

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Danke für die Infos.
Friedrich, ich meinte dann den Trailer "Sommer in Wien", hatte nur vergessen, daß es ein Spielfilm ist und so kein Link auf den kompletten Film.
Eine DVD wäre natürlich toll, ich bitte um Nachricht, falls die erscheint, auch wenn es noch dauert.
 
thinman

thinman

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Danke für die Infos.
Friedrich, ich meinte dann den Trailer "Sommer in Wien", hatte nur vergessen, daß es ein Spielfilm ist und so kein Link auf den kompletten Film.
Eine DVD wäre natürlich toll, ich bitte um Nachricht, falls die erscheint, auch wenn es noch dauert.
Die DVD erscheint im September 2016.
Du kannst die DVD selbst vorbestellen:

http://www.fortuna-media.com/portfo...ortfolio_sommerinwien_dvd_bestellformular.php
 
Moderato

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Danke thinman. Nach dem Reservierungsvorgang verhält sich das Formular merkwürdig. Es ist leer bis auf "_LANG_FRM_STK". Eine Emailbestätigung erfolgte auch nach mehreren Minuten noch nicht. Geht vielleicht nicht automatisch.
 
Henry

Henry

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Der 3. Mann...passt gerad so schön zu Wien:

:-D

LG
Henry
 

Musikanna

Musikanna

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Falls Du etwas Zeit über haben solltest: ein Uhrenmuseum direkt in der Nähe der Petri(?)kirche (irgendwo ganz im Zentrum, in einer Nebenstraße in der Nähe der Pestsäule). Kleines Haus, Uhren aus mehreren Jahrhunderten auf 3 Stockwerken - wer sowas mag, wird begeistert sein, tolle Sammlung.
 
Moderato

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Danke Musikanna, Uhrenmuseum habe ich notiert
 
Gomez de Riquet

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Dann auf jeden Fall noch ein Besuch bei Doblinger in der Dorotheergasse 10, vor allem wegen des großen Antiquariats (Noten und Bücher), ferner im Roten Antiquariat in der Florianigasse 36. Ein Ganztagsbesuch ist einzuplanen für den Zentralfriedhof, um seinen Vor- und Leitbildern die Reverenz zu erweisen. Danach - falls noch ein Tisch frei ist: Verschnaufspause im Café Hawelka; reizvoll dort das unauffällige Studieren der Gäste drumherum (aber Vorsicht: Es können Piefkes sein!). Ferner empfehlen sich Ganztagsbesuche im Arnold-Schönberg-Center am Schwarzenbergplatz 6 und im Literaturhaus Wien in der Seidengasse 13.

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: sein ganzes Leben in Wien verbringen (ohne daß man je alles gesehen hat) - oder ein ganzes Leben lang davon zu träumen. Ich habe mich für den Traum entschieden.
 
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fisherman

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Die Pathologisch-anatomische Sammlung am Narrenturm soll Hartgesottennen viel Vergnügen bereiten...

Mit seinen vielen Präparaten in allen Variationen, die Fehlbildungen, Krankheiten, aber auch tragische Unfälle veranschaulichen, fesselt das Museum seine Besucher. Für die Mediziner der vergangenen Jahrhunderte erfüllten diese Präparate mehrere Zwecke. Sie dienten der Dokumentation und dem „Sichtbarmachen“ medizinischer Fälle, fungierten als Anschauungsmaterial für Mediziner und deren Studenten und unterstützten so auch die Weiterentwicklung der Medizin.

Das Museum gilt in Fachkreisen als weltweit größtes und wahrscheinlich bestes seiner Art. Zu sehen gibt es dort alle Arten pathologischer Präparate: mißgebildete Embryos, rachitische Skelette, Moulagen von Haut- und Geschlechtskrankheiten, kranke Organe in Spiritus, peinlich genau dokumentierte Eileiterschwangerschaften usw. usf.

.
 
Moderato

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Mein Besuch in Wien ist nun leider wieder vorbei. Ich habe meine Wünsche bezüglich der Musik verwirklichen können. Zuerst das Haus der Musik

Zuhörer


Trommel für Riesen


Trommlerin


Tafelklavier, so waren zur Zeit der Wiener Klassik kleine Klaviere neben den Flügeln. Die Bauart erhielt sich bis in das 20. JH.


Nur zum Vergleich: Der Bösendorfer Imperial im Bösendorfer Stadtsalon mit erweiterten Tasten im Bass.


Ich hatte mich für 40 € eine Stunde bei Bösendorfer am Imperial angemeldet. Es gefiel mir sehr gut , so fragte ich, ob ich nachmittags nochmal spielen könnte. Nachdem ich das auch bezahlen wollte, bekam ich die Antwort "das geht aufs Haus", sehr nett.

Straßenmusik gab es auch, wunderschöner Harfenklang in toller Akustik einer Einkaufspassage beim Cafe´ Zentral.



Das Mozarthaus in der Domgasse war sehr interessant. In einem der Stockwerke befindet sich Mozarts Wohnung und zwar die größte, die er je hatte. 4 Zimmer um das Treppenhaus herum gebaut. Er hatte als Spielefan sogar ein eigenes Zimmer dafür. Spielen war wohl das damalige Fernsehen. (neben Cafetrinken*)


Treppenhaus


Virtuelle Bühne für bewegte Bilder (Hologramme?) zur Zauberflöte.


Fotografieren war dort verboten


*Das richtige Schreiben und sprechen von Kaffee, Cafe, Café, Caffee oder gar Kaffehaus und die verschiedenen Sorten ist eine Wissenschaft für sich und wohl nur mit einem Ausdruck aus Wikipedia beherrschbar.


Ein Besuch bei Bernhard Balas war dann auch möglich. Wir kannten uns ja noch nicht, haben uns nicht nur mit ihm nett unterhalten, sondern ich hatte auch ein anregendes Gespräch mit seinem jungen Mitarbeiter, der dabei war einen 200 Jahre alten Flügel mit möglichst alten Teilen wieder herzustellen.

Das letzte touristische Highlight war dann das Konzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, bekannt aus den berühmten Neujahrskonzerten der Wiener Philharmoniker. Wir haben noch Karten an der Abendkasse bekommen. Der Saal war sehr gut gefüllt aber nicht ausverkauft.
Es spielte das Mozart Orchester, Durchführung und Programm war so gestaltet, wie es im 18. JH zur Zeit der Frühklassik/Wiener Klassik üblich war. Musiker in Trachten und Perücken, Mozart Sinfoniesätze, Arien und Duette aus Don Giovanni, Figaro und Zauberflöte nach Art eines Wunschkonzerts oder "Best off..", wie man es sonst nicht mehr kennt. Als Zugabe dann unvermeidlich Johann Strauss An der Schönen Donau und den Radetzky-Marsch zum Mitklatschen, sozugsagen Neujahrsfeeling für Touristen, denn ich vermute meine Begleiterin war dort die einzige Person im Publikum aus Wien.

Wichtig erschien meiner Gastgeberin mir auch Wiener Spezialitäten Essen und Trinken nahe zu bringen.

Die Hauptsache war natürlich echtes Wiener Essen, Cafe´, und Wein und Essen im Heurigen.

wo das war, weiß ich nicht mehr.


Folgende Bilder aus dem Griensteidl, rundherum wimmelt es von Touristen, dort sitzen nur Wiener und ein emigrierter Hamburger











Heuriger Wieninger in Stammersdorf, auch hier scheinen Touristen seltener zu sein.



Ich vermute, daß war nicht der letzte Besuch in Wien. Denn wie Ihr bemerkt habt, habe ich viele Eurer Empfehlungen noch nicht besuchen können.

Viele Grüße
Manfred
 
lavendel

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@Moderato: Danke für den Bericht und die schönen Bilder. Besonders die aus den Cafés finde ich sehr stimmungsvoll. Macht Lust, da mal wieder hinzufahren ...
 
 

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