Begleitung finden


I
ironica
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Hallo,
hab nach knapp 2 Jahren Abstinenz wieder angefangen, Klavier zu spielen. Hab zum Einstieg ein paar Fingerübungen gespielt und hab nun ein anderes tolles Lied gefunden:
Welcome to the Black Parade
Ich üb das ganze Stückchenweiße (Noten hab' ich). Mit der rechten Hand hab' ich keine Probleme und die linke geht eigentlich auch soweit.
Im Video an Stelle 0:42 spielt aber die linke Hand eine "flüssigere" Begleitung (ich nehm' an, da wurden die Akkorde zerlegt).
Die Akkorde kenn ich: G D Em D Am C D
Allerdings macht mir das Zerlegen große Schwierigkeiten - wie zerleg' ich sowas, dass es sich gut anhört?

Gruß
 
mUsIcFrEaK
mUsIcFrEaK
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das interssiert mich eigentlich auch mal ...
weil ich selber spiele (leider) auch viel zu sehr nach Noten und viel zu viel Klassisches...
Wenn ich jetzt mal nen Mädel begleiten soll bei irgendnem Disneylied oder so können die Noten noch so einfach sein ich habe damit voll probleme...
Wenn ich dann erstmal die Akkorde habe gehts eigentlich...
aber ich teile sie dann auch nur in ihre Grundstellung auf sprich: Grundton Quinte Oktave evtl Terz... ( vllt schon als knappe antwort auf deine Frage^^ ) aber mein Problem liegt dann noch darin das ich diese Reihenfolge: Grundton Quinte Oktave auch nie geändert bekomme und so spiele ich halt immer nur meine Akkorde dazu was mich aber eigentlich auch ziemlich nervt...
 
I
ironica
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ich werd's mal versuchen (Grundton Quint Oktave Terz) und über (Miss-)Erfolg berichten, danke!
Gibt's eigentlich Programme oder "Standards" nach denen man sich Akkorde zerlegen kann?
 
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mUsIcFrEaK
mUsIcFrEaK
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also ich weiss ja nicht wie du Akkorde gelernt hast...
aber in dem Sinne bestehen Akkorde ja immer aus GRUNDTON -> TERZ und QUINTE.
je nach dem ob du Moll oder Dur hast ergeben sich halt andere Intervallabstände soll heißen die 2 Halbtonschritte die in einer Tonleiter vorkommen verschieben sich nach vorne...
öhhm ja xD bisschen doof für mich grad auch ist schon nicht mal eben zu erklären das ganze^^

aber da gibts auf jeden Fall Standarts müssen wir uns aber beide halt nochmal schlau machen^^
aber kann mir halt nicht vorstellen dass sie sich groß von dem grad genannten unterscheiden das problem liegt halt auch bei mir eher nur in der Anwendung...
 
I
ironica
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Ja wie Akkorde aufgebaut sind weiß ich ;) Logischerweiße auch wie man sie zerlegen kann.
Aber das ganze noch "flüssig" in nen Takt verpacken, da scheiter ich
 
T
Tim99
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Und? Seid Ihr mittlerweile weiter? Ich hab auch dauernd Noten vor mir, bei denen nur die Melodie und die Akkorde angegeben sind und bin auf der Suche nach ner ansprechenden Standardbegleitung, die etwas über einfaches Akkorde zerlegen hinausgeht.
 
B
Bachopin
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Hi,

sorry, also wenn ihr Beginner seid, habt ihr euch da aber ein ganz schön schweres Stück vorgenommen. Ausserdem bin ich mir nach dem Anhören ziemlich sicher, dass da auch mit Overdubs gearbeitet wurde. Ihr bräuchtet also eigentlich 4 oder 6 oder 8 Hände. :-)

Gibt es davon nicht ein Songbook? Das würde ich mir mal zulegen.

Ein paar Grundlagen:
Eine (Pop) Begleitung besteht aus Basstönen und Akkorden. Der Basston (Akkordgrundton) wird im einfachsten Fall auf der 1 gespielt danach kommen dann die Akkorde entweder als gemeinsam angeschlagene Töne oder als Arpeggio.
Einfache Akkorde bestehen immer aus Grundton, Terz, Quinte und ev. noch eine Septime. Wie die Töne angeordnet sind spielt harmonisch keine Rolle (Umkehrungen), sondern nur der Klang ist etwas unterschiedlich.
Die Akkorde möglichst im Bereich e-e' spielen, da hören sie sich am besten an.

Einfachste 4/4 Begleitung:
Auf der 1 den Grundton in tieferer Lage, auf der 2 und 3 und 4 den Akkord spielen.
Wenn allerdings die Harmonie innerhalb des Taktes wechselt, dann immer zuerst wieder den Grundton spielen.

Wenn die Melodie rhythmisch und synkopisch ist, wie in diesem Fall, reicht das sogar meistens und hört sich gar nicht so schlecht an.


Gruß
 
J
just listen!
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Das Nonplusultra ist die richtige Stimmverteilung.
Hier mal ein paar Faustregeln:

Grundton und Quinte eines Akkordes sind statisch. Der Grundton bestimmt den Akkord und die Quinte geht zwingend daraus hervor. Deshalb sollte man sie nicht überbetonen. Beliebter Fehler: Grundton im Bass oktaviert und zusätzlich im Akkord der rechten Hand. Da die Quinte den Charakter nicht wesentlich beeinflusst, muss die Terz also gegen vier Töne anklingen.

Der Begleitung eine klare Rhythmik geben z.B. durch Brechung der Akkorde.

Akkorde durch weitere Stufen anreichern. Sehr beliebt: die None bzw. Sekunde. Im Country gern als Preller vor der Terz, im Jazz häufig im Bass, bei Balladen als Vorhalt zur Oktave genommen usw..

Je tiefer man spielt, desto weiter sollte man die Akkorde auseinander ziehen, da sich die Obertöne schnell gegenseitig stören. So kann ich z.B. einen c-dur Akkord auch im Bassbereich spielen, wenn ich die Terz aus der Grundstellung eine Oktave höher spiele, also: c1, g1, e2 - erfordert natürlich eine gewisse Übung.

Es muss nicht immer der Grundton im Bass liegen. Z.B. Terz oder auch Septime lassen sich im Bass sehr gut als dramaturgische Mittel einsetzten, wenn man sie richtig plaziert. Da lohnt es sich zu experimentieren.

Das Thema ist wirklich unerschöpflich, und es ist sehr hilfreich vor allem bei den Klassikern und Jazzern genau und analytisch hinzuhören.
 
I
ironica
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Oha :) vielen Dank. War jetzt schon länger nichtmehr im Forum aber ich werd die tipps gleich ausprobieren.
Dann muss ich ja gar nicht mehr nach Noten suchen, die sich authentisch anhören, wenn das mit mehr Händen ist =)
Ich versuch dann halt das beste draus zu machen (stellenweise kann ich das Lied mit 2 Händne ja schon und das hört sich auch ganz gut an).
Ein Songbook dazu hab ich leider nicht gefunden :-/
Dumme Frage: Was ist denn ein "Overdub"?
Edit: Ich rate mal: das gleiche stück mit anderer Begleitung wurde nochmal gespielt und drüber gelegt?
 
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