Bach/Siloti Präludium h-Moll

irgendwann mal was gelerntes unveränderlich ins Hirn eingebrannt haben.

Zitat von Sendung von Deutschlandradio 8. Juni 2004:
Die Frage nach einer gültigen Stimmung ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts ganz offensichtlich so wenig gelöst wie anno 1722 – und manch eine „lernbegierige musicalische Jugend“ ist während des „Zeit-Vertreibs“ mit dem „wohltemperierten Clavier“ schon alt und grau geworden. Möglicherweise schwebte dem Altmeister aus Köthen überhaupt keine einheitliche Stimmung für eine geschlossene Aufführung seiner Sammlung vor, als er in kühnen Lettern deren Frontispiz zeichnete, und vielleicht geht es auch überhaupt nicht um einen Schlussstrich unterhalb der Debatte, sondern vielmehr um den Fortbestand eines Diskurses selbst.
 
irgendwann mal was gelerntes unveränderlich ins Hirn eingebrannt haben.


Naja, vielleicht hältst Du ja den Tagespiegel für unseriös (ich mag das Blatt ja auch ned so sonderlich) jedoch ist es da dringestanden , daß Bach explizit für die Werckmeisterstimmung das WTK komponierte. Sozusagen als Werbung für die von ihm empfundene wohltemperierte Stimmung.
Die gleichstufige Stimmung hingegen verwendete Bach wohl nie - wie denn auch, die kam ja erst im 19.Jahrhundert auf.
 

Die gleichstufige Stimmung hingegen verwendete Bach wohl nie - wie denn auch, die kam ja erst im 19.Jahrhundert auf.
Die hat Werckmeister auch schon beschrieben:
"daß alle Quinten 1/12 Commata [...] schweben [...] so dann gewiß eine wohltemperirte Harmonia, durch den gantzen Circul und durch alle Clavis sich finden wird."
https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/goToPage/bsb10527832.html?pageNo=118
 

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