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  • Ersteller des Themas amicusrarus
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@amicusrarus
Hießt Du nicht eigentlich amicus carus ...? jetzt rarus? na egal, "mer wätt nätt alt, mer iss alt" (© Oma)
nein, das war immer , seltener und nicht lieber....Freund
Und nun zu deiner lustigen These der depressiven Episode.
Ich könnte jetzt den Ball zurückspielen und sagen, du leidest an Imaginites...oder besser gesagt an einer Entzündung deiner Vorstellungskraft !!
ich habe nur gesagt: dass ich feststelle: Mit den Worten des griechischen Philosophen Sokrates
gesagt und aufs Klavier spielen bezogen: je mehr ich weiss weiss ich dass ich nichts weiss
( und auch nichts kann, für meine Ansprüche gesehen ) und das an der Behauptung des autodidaktischen Geklimpers was dran ist.....
und ich mich nun entscheiden muß, nehme ich den schweren Weg und auch die Kosten für einen Lehrer auf mich und lerne das Klavierspiel richtig, dann eben auf Kosten der Trompete und des Keyboards.
oder klimpere ich lustig weiter und behalte Trompete und Keyboard bei....und das !!!..........ist mir nur durch die Forenbeiträge klar geworden......
was hat das jetzt mit einer Depression zu tun ????
Und nachdem ich noch einmal eine Nacht drüber geschlafen habe:
ich lasse es laufen....nur brauche ich mir jetzt nicht mehr vormachen, ich lerne Klavier spielen....
Zu meiner Freunde und Erbauung klimpere ich am E-Piano und Keyboard und tröte auf der Trompete
so gut es eben geht, und mit jedem mal, lerne ich dazu....
Nun stimmt mein Bild wieder .......wer verliert schon gern vor sich selbst das Gesicht.....
 
ich habe nur gesagt: dass ich feststelle: Mit den Worten des griechischen Philosophen Sokrates gesagt und aufs Klavier spielen bezogen: je mehr ich weiss weiss ich dass ich nichts weiss

Das ist das Schöne an Musik und dem Erlernen eines Musikinstruments. Und, glaube mir, das Gefühl hat man auch mit Lehrer. Man muss auf den einen Gipfel gekommen sein, um den nächsten zu sehen.

Aber genau deswegen lohnt sich das.

Wenn man nur schnell was lernen möchte, um es perfekt zu beherrschen, kann man Tic-Tac-Toe lernen. Einmal begriffen und man spielt perfekt. Laaaaaangweilig.

Grüße
Häretiker
 
Ich glaube, daß die 'Welten' zwischen älter und jünger etwas mehr zusammen gewachsen sind. Wir sind uns etwas näher gerückt. Und die 'Alten' sind aktiver geworden.

Ich glaube, dass das eine typische 60+ Wahrnehmung ist, die auf der Illusion "ich bin ja noch so vital" basiert. Ich war auch in Versuchung, ihr zu erliegen, bis ich beschlossen habe, meine Altersgenossen und mich ein wenig distanzierter als üblich zu beobachten ...

  • sich darauf freuen, am nächsten Tag noch ein bisschen weiser, kompetenter, erfüllter zu werden als am vergehenden Tag?
Und worauf gründet sich diese Gewissheit? ;)

Mit den Worten des griechischen Philosophen Sokrates
gesagt und aufs Klavier spielen bezogen: je mehr ich weiss weiss ich dass ich nichts weiss

Wo hat er das denn gesagt, unser Lieblingsheiliger?
 
Wo hat er das denn gesagt, unser Lieblingsheiliger?
Es ist schon bei Cicero bezeugt, es handle sich um eine bekannte Aussage des griechischen Philosophen Sokrates.
Dies sei den Schriften der Sokratiker, der Schüler des Sokrates, zu entnehmen. Cicero bezieht sich dabei in erster Linie auf Platons Apologie
Vielmehr besagen die Äußerungen des Sokrates nach Platons griechischem Text nur, dass er sich des Umstands bewusst sei, dass ihm Weisheit oder ein wirkliches, über jeden Zweifel erhabenes Wissen fehle.
 

Nun, jetzt sagst Du es ja selber. Cicero, Academica 1.16 ist alles andere als eine "Bezeugung", sondern eine auf den erkenntnistheoretischen Kontext zugeschnittene freie Paraphrase. Wollen wir dem Altmeister also doch nichts, um mit Voß zu sprechen, ins Gehege seiner Zähne legen, das nicht aus diesem entfleucht ist. ;)
 
Wollen wir dem Altmeister also doch nichts, um mit Voß zu sprechen, ins Gehege seiner Zähne legen, das nicht aus diesem entfleucht ist. ;)
Na gut... dann zerre ich eben Einstein heran..
Albert Einstein hat den berühmten Satz des Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ so formuliert:
Je mehr ich weiß, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß.
 

Na gut... dann zerre ich eben Einstein heran..
Albert Einstein hat den berühmten Satz des Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ so formuliert:
Je mehr ich weiß, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß.

Wann und in welchem Zusammenhang soll Einstein das so formuliert haben?


einstein_zitat.png


https://www.google.de/url?sa=i&url=...ved=0CAIQjRxqFwoTCNjflanatukCFQAAAAAdAAAAABAE


Das hier ist echt:

suchen wissen

ich was suchen
ich nicht wissen was suchen
ich nicht wissen wie wissen was suchen
ich suchen wie wissen was suchen
ich wissen was suchen
ich suchen wie wissen was suchen
ich wissen ich suchen wie wissen was suchen
ich was wissen

(Ernst Jandl)
 
Nana! Wenn man Dir das mit 18 gesagt hätte? Klingt eher nach 50+ ;-)

Nee, ich war schon immer so sonderbar drauf. :005:

Und worauf gründet sich diese Gewissheit? ;)

Empirie. :super:

das war immer , seltener und nicht lieber....Freund

Ein weiterer Beweis für die These: Nicht das Auge liest, sondern das Gehirn. Ich weiß aber, dass es noch einigen Anderen hier so ergangen ist.

Ich könnte jetzt den Ball zurückspielen und sagen, du leidest an Imaginites...oder besser gesagt an einer Entzündung deiner Vorstellungskraft !!

Mag sein. Die Exploration beschränkte sich darauf, was Du schriebst. Wollte dir keineswegs zu nahe treten und versuchte, diese Intention durch angemessen vorsichtige Formulierungen durchschimmern zu lassen. Ist mir offenbar nicht gelungen. Ich bitte Dich um Entschuldigung.

Die Erkenntnis, dass man umso deutlicher weiß, wie wenig man weiß, je mehr man weiß ... tja, das ist halt so und bleibt auch lange Zeit so. Davon kann man sich entmutigen oder anspornen lassen. ;-)
 

Wann und in welchem Zusammenhang soll Einstein das so formuliert haben?
http://arnetietz.de/artikel/je-mehr-ich-weiß-um-so-mehr-weiß-ich-dass-ich-nichts-weiß

https://anthrowiki.at/Ich_weiß,_dass_ich_nichts_weiß

Lies....am Ende ist es auch Sch....egal ob er es gesagt hat oder nicht...darum dreht es sich ja auch nicht !!
@Barratt
vielleicht gab es ja mal einen amicus carus aber ich bin, nee... ich nenne mich amicusrarus...
Hatte Deine Exploration als diagnostische Erhebung des Kranken und seiner Krankheit aufgefasst !
Von Deiner Seite war es aber wohl, eine Untersuchung von Daten zur Gewinnung von Hypothesen!
aber danke für Deine Entschuldigung, das zeugt von wahrer Größe... bin aber nicht wirklich so empfindlich, denke nur über alles nach !!
Wie war das mit : Bevor Ihr Euch streitet, klärt die Begriffe !!!
@P82
Motivation und Alter ??.....nein,....eher die Angst....hab 40 Jahre lang Taxe gefahren und Tag- Täglich gesehen was passiert wenn man keine Interessen mehr hat und sich hängen lässt, das ist wie warten auf den Tod !! Aber auch das Gegenteil.....Körper und Geist ist unser Werkzeug, es verfällt, aber wenn wir es nicht mehr benutzen, verfällt es doppelt so schnell !!
Verliere nie das Gefühl, morgens aufzustehen und zu denken, wo liegt die Axt wo ist der Wald,
auch wenn du nach dem ersten Bäumchen zusammen brichst.....Pause und weiter....oder am nächsten Tag...oder besser gesagt: höre nie auf anzufangen und fange nie an aufzuhören...
 
Genau! Wenn man immer etwas neu anfängt, muss man nie damit abmühen, etwas wirklich abzuschließen.

Wenn ich mir das Geschwurbel hier so durchlese, wird mir klar, warum das nix wird.
Oh..oh...ich liebe Aphorismen, und über diesen hast Du wohl nicht lange nachgedacht, aber genau dafür sind sie da !!!
Aufs Klavierspiel bezogen bedeutet es doch, höre nie auf mit dem Wunsch das Klavierspiel zu erlernen und dann, fange nie an damit aufzuhören...
Für Dich mag es " Geschwurbel ein, Für mich ist diese Maxime schon fast ein kategorischer Imperativ.

Mir ist besonders sch...egal, mit welchen Falschzitaten die Herren Arne W. Tietz und Joachim Stiller ihre Artikel schmücken.
Tschuldige, habe mich etwas unglücklich ausgedrückt, so war es nicht gemeint, wer sich in der Materie so auskennt wie Du, für den ist es natürlich nicht sch....egal, wollte nur damit ausdrücken, mir kam es nicht so darauf an wer was und wo gesagt hat, obwohl es interessant ist, mir lag an der Bedeutung des Aphorismus. Im Internet kann man sich zwar ( angeblich ) schlau machen, aber ob es alles so stimmt können nur die Fachleute beurteilen.
 
Für Dich mag es " Geschwurbel ein, Für mich ist diese Maxime schon fast ein kategorischer Imperativ.

Doof ist nur, dass der Teil deiner restlichen Lebenszeit, den du mit dem Ablassen von Geschwurbel verbringst, und dich womöglich ganz toll damit zu fühlen, den Teil deiner restlichen Lebenszeit verringert, den du dafür nutzen könntest in einem Gebiet noch zu wirklichen Höhen vorzudringen, anstatt nur darüber nachzudenken, oder darüber zu fabulieren.

P.S.: Um's mit Fußball zu sagen: Wichtig ist auf'm Platz!
 
P.S.: Um's mit Fußball zu sagen: Wichtig ist auf'm Platz!
Du scheinst von der äußeren Realität noch völlig absorbiert zu sein !!
Vergiss Deine spirituelle Entwicklung nicht, sie sollte Hand in Hand mit der geistigen gehen.
Des Äußere entsteht durch das Innere und dahin gelangst Du nur durch Einkehr und Komtemplation.
Millionen von Menschen meditieren über ein Mantra oder eine ganze Phrase und sie vergeuden damit bestimmt nicht ihr Leben, sondern beziehen daraus Weisheit und Kraft !!! Es gibt innere Höhen, dagegen verblassen die Äußeren....aber na gut.....


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Du scheinst von der äußeren Realität noch völlig absorbiert zu sein !!

Im Gegenteil!

Das eingebildete Philosophieren und Theroetisieren habe ich in der Pubertät und Adoleszenz erledigt.

Ganz praktisch betreibe ich meine Kunst seit 1984. Leider habe ich zum klassischen akademischen Tanz erst mit 40 gefunden, aber ich ziehe das einfach durch, als hätte ich noch keine morschen Knochen zum Brechen.
(Sorry, dass das Tanzen gegen das Klavier verloren hat, aber das spiele ich auch einfach, statt drüber sinnieren.)

Gerade Ballett muß man auch intellektuell durchdringen, was aber, genau wie beim Klavier, nichts mit irgendwelcher mystischer Aufladung zu tun hat, in die sich viele leider verlieren, sondern mit dem eigentlichen Verstehen, was man warum tut oder lieber lässt.

Und auch da gibt es mehr Parallelen, als man vordergründig denken mag:
Es gilt auch hier alles zu entspannen, was man nicht braucht, und was man braucht nur so weit anzuspannen, wie es dienlich ist.
Und auch hier macht eine gute Technik noch keinen schönen Tanz, und nur Talent, Musikalität oder Sendungsbewußtsein auch nicht.
Sondern nur ein Minimum an Talent ergänzt um harte, regelmäßige, oft langweilige und repetitive Arbeit.

Beides, Klavier und Ballett, ist - wie man so schön sagt - slow grind. Man arbeitet lange und hart, um relativ wenig zu erreichen. Es locken kaum kurzfristige Erfolge. Wer die sucht, ist nach spätestens drei Jahren wieder weg, meistens nicht ohne über die zu jammern, die nach drei Jahren komplett woanders stehen, weil sie ganz anderen Fleiß gezeigt hben. Gejammert wird natürlich gerne über sowas wie Talent.

Kiffen ist nicht das, was einen Rockmusiker gut macht, die Beethofenbüste und das Schwadronieren macht keinen guten Pianisten und Tanzfilme Gucken macht keinen guten Ballerino.

Ich bleibe dabei: Die Qualität kommt nur durch die Qual.
 

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