Ausdauersport schlecht für Triller?

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deltafox

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Hallo zusammen!

Ich spiele seit meinem 6 Lebensjahr Klavier und treibe seit einigen Jahren Ausdauersport.
Physiologisch gesehen, kontraktieren die Muskeln im Ausdauersport langsamer. Kann das ein Grund dafür sein, dass ich lange Triller (generell schnelle Passagen) nicht spielen kann? Wenn ich einen langen Triller versuche, dann verkrampfen die Finger irgendwie und nichts geht mehr. Oder fehlt es mir einfach an Übung?

Beste Grüße Markus
 
killmymatrix

killmymatrix

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Dazu mal einen Link: http://clavio.de/forum/showthread.php?t=1804

Zuviel Ausdauertraining wird auf lange Sicht die Geschwindigkeit der Muskeln verringern, fürchte ich.

Aber dass Ausdauertraining dazu führt, dass schnelle Passagen überhaupt nicht mehr klappen (wenn sie nicht horrend schnell sind) kann ich mir nicht vorstellen.
 
Hartwig

Hartwig

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Ausdauertraining

Hallo,
beim Ausdauertraining werden nur die Muskeln trainiert und in ihrem Tonus und ihrer Struktur angepaßt, die auch beansprucht werden. Ich kenne keinen Klavierspieler, der stundenlang die Finger trainiert mit Gewichten und Belastungsänderungen.

Also nicht relevant für Pianisten.

Gruß Hartwig
 
jomo

jomo

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...Rennradfahren ist z.T. vielleicht problematisch. Hier sitzt man relativ lange in der selben Haltung. Bei mir schlafen da immer die Finger ein, was darauf hindeutet, daß da etwas abgeklemmt wird (Nerv oder Blutgefäße).
Dies dürfte dem schnellen Spiel zumindest nicht zuträglich sein.
Bisher habe ich mich aber immer wieder davon erholt und nach dem Radeln kaum Schwierigkeiten gehabt.

Gruß
Josef
 
Guendola

Guendola

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Ich sehe keinen physiologischen Zusammenhang zwischen schnellen Fingern und Dauerlauf. Muskeln werden beim Dauerlauf kaum verändert, es wirkt sich vor allem auf den Kreislauf aus, und je nach Intensität auch auf den Stoffwechsel.

Um die Finger langsamer zu machen, muß man Muskelmasse aufbauen. Diese Handgriffe zum zusammendrücken wären da ideal.

Finger schlafen ein beim Radfahren: Greif öfter mal um, vielleicht den Lenker etwas drehen, Sattelposition überprüfen (Abstand zum Lenker), Lenker- und Sattelhöhe checken... Jedenfalls machst Du was falsch.
 
J

Jakob Ullmann

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Ich weiß nicht, ob das hier herein passt, aber nach längerem Tennisspielen geht das bei mir auch nicht so gut.
Selbst beim Ausdauerlauf: Nach einem Ausdauerlauf zittere ich immer ein bisschen und bin für die nächsten 10 Minuten irgendwie verkrampft und dann kann man die Finger eig auch nicht bewegen - jedenfalls nicht so gut.
Wenn du's genau wissen willst, mach doch mal 1 - 2 Monate keinen Sport und probiere, ob es besser, schlechter oder genauso geht. :lol:
 
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Wu Wei

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Also das Lauf-Ausdauertraining hat natürlich keine direkten Auswirkungen auf die Muskulatur deines Spielapparates, wie es vielleicht bei Krafttraining vorstellbar wäre. Wenn du allerdings seit deinem Trainingsbeginn gravierende Probleme in Koordination und Schnelligkeit deiner Feinmotorik zu erkennen glaubst, solltest du mal einen (Sport-)Arzt aufsuchen. Vielleicht hängt es mit Verschiebungen im Elektrolythaushalt oder anderen klinischen Werten zusammen. Kann ich mir aber ehrlich gesagt auch nur bei Extremsportlern vorstellen, allerdings reagiert vielleicht mancher physiologisch wirklich empfindlicher. :confused:
 
Guendola

Guendola

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Ich weiß nicht, ob das hier herein passt, aber nach längerem Tennisspielen geht das bei mir auch nicht so gut.
Selbst beim Ausdauerlauf: Nach einem Ausdauerlauf zittere ich immer ein bisschen und bin für die nächsten 10 Minuten irgendwie verkrampft und dann kann man die Finger eig auch nicht bewegen - jedenfalls nicht so gut.
Wenn du's genau wissen willst, mach doch mal 1 - 2 Monate keinen Sport und probiere, ob es besser, schlechter oder genauso geht. :lol:
Das ist doch völlig normal und nennt sich Erschöpfung.

Falls es also darum geht, ob man ausgepowert nach einem Ausdauertraining noch Triller spielen kann, hab ich vorher das Thema verfehlt, welches dann aber auch schlecht zu erkennen war.
 
klavigen

klavigen

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lange Triller

Glaub mir, der Sport hat damit rein garnichts zu tun - Viele Pianisten können auch nicht Klavier spielen, nachdem sie im Meer geschwommen sind, da muss man eben ne Stunde warten, oder nach langem Radfahren usw. aber das erholt sich völlig.

Ich denke, der Triller wird meist falsch verstanden. Er ist ja ein Sonderfall des Tremolos bzw. des Vibratos. Um die Temposchranke zu überwinden oder zu durchbrechen hier mal ein Tip:
spiele den Triller und kümmer dich nicht um das Tempo, spiel ihn langsam und schaukele die beiden tasten wie als wenn sie auf einer Spielplatzwippe stünden, hin und her und minimiere den Tastenhub. Es ist egal, wenn mal ein Ton oder auch mehrer nicht anschlagen, hauptsache, die Bewegung bleibt erhalten. Variiere das Trillerspiel, indem dem du es in allerlei Gruppen aufteilst, 4er, 3er 2er Gruppen usw. und dann, wenn dies geht, spiel in der anderen Hadn etwas dazu, was du leicht kannst: z.B. Alle meine Entchen, vielleicht noch in einer anderen Tonart, wobei das Tempo des Liedes und das Trillertempo völlig abgekoppelt voneinander sein müssen. Über das in beiden Händen, indem du die rollen vertauschst. Dann kommst du auch schnell dahinter, dass langsame Triller schneller klingen können als schnelle, weil die Abstände, mit der die töne der linken und rechten Hand erfolgen, bei unterschiedlichem Tempo höher sind, als wenn synchron gespielt wird. Ich bin sicher, nach kurzer Zeit wird das trillerproblem behoben sein. Ja, und natürlich auch alle Fingerkombinationen ausprobieren. So findest du heraus, was du am besten kannst. Z.G. 2und 4, oder 1 uns 3, oder 1 uns 2, Wenn du es dann noch schaffst, dass dein Unterarm während des Trillers minimal aber ungehindert mitschwingt, also die sogenannte Unterarmrotation, dann wirst du ein Meister in diesem Fach.
 
 

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