Aufnehmen, jetzt mal richtig

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virtualcai

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Hier ein paar Schnipsel, die ich gerade aufgenommen habe.
https://soundcloud.com/user-280653546/aufnehmen-aber-wie

Verwendet habe ich zwei lineaudio CM4, die über ein 15 Jahre altes Mackie Firewire Interface mit der ersten Generation Onyx Preamps gewandelt werden. Der Raum ist 6x7x4m, die Mikros sind in ORTS auf ca. 2m Höhe etwa 1,50 vom Flügel entfernt platziert.
Ich bin von der Aufnahmequalität eigentlich positiv überrascht. Falls man das noch verbessern will, wo sollte man ansetzen?
- andere Positionierung der Mikros (habe schon einiges probiert, so hats mir bisher am Besten gefallen)
- Postprocessing?
- besserer Wandler?
- noch zwei Kugelmikrofone für mehr Raumklang?
- ?
- zufrieden sein, wie es ist, weil weiterer Aufwand riesig und Veränderung gering?
 
Gernot

Gernot

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Gleichfalls :-)
Also wie beim Synchronsieren von Audio- und Videospur?
Ja, wobei du im gegebenen Setting eigentlich nichts tun musst. Der Rekorder startet ja die Aufnahme für alle Spuren synchron. Jedes Audio, das du in ein bestehendes Projekt importierst, wird automatisch als neue Spur angelegt. Da die Audiodateien von Mehrspuraufnahmen im Rekorder synchron erzeugt wurden, brauchst Du auch hier nichts tun, um sie zu synchronisieren. Es sei denn, du verschiebst im Audacity-Projekt einzelne Spuren oder Clips innerhalb einer Spur und möchtest/musst danach wieder Synchronität mit anderen Spuren herstellen.
Liebe Grüße
Gernot
 
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virtualcai

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So klingt es es übrigens, wenn die Mikrofone näher dran stehen:
https://soundcloud.com/user-280653546/aufnehmen-aber-wie-naher-dran
29634-c081327306da332261f2e65d443a2658.jpg
und auch von mir: Gutes 2020
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Falls man das noch verbessern will, wo sollte man ansetzen?
Das ist immer schwer zu sagen. Willst Du ein möglichst reales Abbild, kannst nur Du das beantworten.
Ich finde, es kommt auch immer auf das jeweilige Stück bzw Genre an. Mir gefallen beide Aufnahmen, passend zur Musik, sehr gut.
Btw., schön gespielt!

Clipping ist nicht direkt hörbar, kann also nicht als gewollter Effekt eingesetzt werden.
Clipping direkt nicht, aber der Klirrfaktor.
Es gilt: Je teurer das Equipment, desto präziser die Wiedergabe und desto höher die Gefahr von Schäden.
Sehr pauschal und so nicht richtig. Hier mal bissel Lesestoff.
 
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Gernot

Gernot

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@virtualcai ich finde, das klingt sehr gut. Zu den technischen Fragen kann ich leider nichts beitragen, außer, dass man immer wieder liest, dass es für jede Instrumen-Raum-Konstellation einen oder mehrere "sweet spots" gibt, die zu suchen sich lohnt. Da warst Du aber ohnehin schon aktiv. Mit Nachbearbeitung habe ich mich bisher praktisch gar nicht befasst, abgesehen ovn ein paar Versuchen, Hall hinzuzufügen. Das habe ich aber bald sein lassen, weil ich gesehen bzw. gehört habe, dass das nicht ganz so einfach ist. Mich würden die Möglichkeiten der Nachbearbeitung zwar schon interessieren, mag die dafür nötige Zeit aber lieber anders nutzen. Ganz ohne Grundlagenwissen ist mir das zu langwieriges Trial-and-error.

Liebe Grüße
Gernot
 
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virtualcai

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Danke für die Antworten, also, wenn ich kritisch höre:
- bei der ersten Aufnahme hätte ich gerne auch ein wenig mehr den silbrigen Obertonklang, der auf der zweiten Aufnahme deutlicher ist (weil die Mikros näher an den Saiten sind!?), aber dann würde die Räumlichkeit fehlen (dazu die Idee mit noch zwei Mikrofonen)
- generell könnte es noch etwas luftiger klingen (der Wandler?)
- während des Spielens kommt mir alles dynamischer vor

@ Gernot:mit der Nachbearbeitung geht es mir genauso wie Dir.
Wie beim ganzen Aufnehmen weiß ich auch nicht genau, was ich eigentlich klanglich genau erreichen will. Offenbar ist es für jazzige Sachen leichter auf den Raumklang zu verzichten.

Danke :-), irgendwann möchte ich dann auch mal ganze Stücke einspielen.
 
Kalivoda

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Danke für die Antworten, also, wenn ich kritisch höre:
- bei der ersten Aufnahme hätte ich gerne auch ein wenig mehr den silbrigen Obertonklang, der auf der zweiten Aufnahme deutlicher ist (weil die Mikros näher an den Saiten sind!?), aber dann würde die Räumlichkeit fehlen (dazu die Idee mit noch zwei Mikrofonen)
Die meistgesehene(*) Mikrofonierung für Flügel solo verwendet vier Mikrofone. Zwei sehr nah am Flügel, fast "im Flügel drin". Dazu zwei Mikrofone etwa in 2m Höhe und 3m vom Flügel entfernt, um den Raumklang einzufangen. Die Positionierung hängt natürlich stark vom jeweiligen Raum ab, da ist experimentieren angesagt. Beide Paare jeweils in AB-Anordnung. Der Abstand der Raummikrofone von den Mikrofonen am Flügel sollte mindestens das Vierfache des Abstands der Mikrofone am Flügel zu den Saiten betragen, um Kammfiltereffekte (Auslöschungen bestimmter Frequenzbereiche) zu vermeiden.

*) das heisst nicht, dass sie "die Beste" ist. Sie lässt sich aber zuverlässig und schnell mit wenig Experimentieraufwand einrichten

Ansonsten ist diese Seite sehr informativ:
http://www.sengpielaudio.com/Klavieraufnahme.htm
 
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virtualcai

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Dafür bräuchte man dann vier unidirektionale Mikrofone? Die nächste Frage ist, ob der Raumklang überhaupt nutzbar ist... für ein Wohnzimmer zwar groß, für einen Konzertsaal aber sehr klein.
 
Kalivoda

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Dafür bräuchte man dann vier unidirektionale Mikrofone?
Für die Mics am Flügel Nieren. Für die Raumklangmics Kugel, wobei wahrscheinlich auch Niere geht.

Die nächste Frage ist, ob der Raumklang überhaupt nutzbar ist... für ein Wohnzimmer zwar groß, für einen Konzertsaal aber sehr klein.
Da habe ich keine Erfahrung. Probier's einfach aus.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Dafür bräuchte man dann vier unidirektionale Mikrofone? Die nächste Frage ist, ob der Raumklang überhaupt nutzbar ist... für ein Wohnzimmer zwar groß, für einen Konzertsaal aber sehr klein.
Das kann man zum Testen auch erst mal sehr sehr einfach halten. Ich habe für mich! gute Ergebnisse erzielt, in dem ich einfach das Handy für den Raumklang genommen habe. Irgend wo weiter weg platzieren und das Signal später einfach schwach dazu mixen. Für mich! ist es am einfachsten, Mikros direkt über den Saiten zu platzieren (für den "klaren, brillanten, silbrigen, obertonreichen Klang") und dann das Raumsignal vom Smartphone in gewünschter Stärke dazu mixen. Mit halbwegs vernünftiger aber leicht bezahlbarer Hard- und Software geht das Mixen (bzw. Rendern vom Gemixten) in Echtzeit, so dass man den Effekt direkt hört.
 
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virtualcai

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Sehr gut, dann kann ich auch mit vier Mikrofonen die vorhandenen mit Nierencharakteristik nutzen. Gute Idee mit dem Smartphone, da ich sowieso auch gerne mal mit Kugelcharakteristik aufnehmen will, habe ich mir jetzt aber noch zwei zusätzliche Mikrofone bestellt.
Ich habe das mit Reaper aufgenommen. Damit kann man vermutlich wirklich alles machen, wenn man es schafft, den Durchblick zu haben.
Fortsetzung folgt, wenn die anderen Mikrofone da sind.
 

instrumentenfreak

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Man kann die Raummikrofone noch etwas besser separieren (weniger Direktschall), wenn man sie hinter ein Hindernis, und vom Klavier wegzeigend platziert. Das Hindernis kann z.B. eine 1m² große Spanplatte sein.
Interessant kann es sein, Mikrofone auch mal in andere Räume zu stellen.
 
Marlene

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Da die Audiodateien von Mehrspuraufnahmen im Rekorder synchron erzeugt wurden, brauchst Du auch hier nichts tun, um sie zu synchronisieren.
Das ist leider nicht der Fall, denn der Rekorder nimmt jedes Mikrofonpaar separat auf, er erstellt also zwei Dateien. Und die muss ich demnach synchronisieren.

In Sachen Clipping danke ich für Eure Rückmeldungen. Ich höre keine unangenehmen Klänge und bin gespannt auf die Einschätzung der Pianistin, deren Interpretationen ich aufgenommen habe. Sie kennt die selten gespielten Stücke besser als ich.
 
Gernot

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Das ist leider nicht der Fall, denn der Rekorder nimmt jedes Mikrofonpaar separat auf, er erstellt also zwei Dateien. Und die muss ich demnach synchronisieren.
Glaub mir, die beiden Dateien, werden zeitgleich angelegt. Das ist ja der Sinn von Mehrspurrekodern, dass man von einem akustischen Ereignis synchrone Aufnahmen aus unterschiedlichen Quellen (Mikros) erhält.
Liebe Grüße
Gernot
 
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hpesch

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Wie kann ich direkt aufzeichnen? Statt alles Stuhleknarren und Atemgeräusche etc. möchte ich direkt vom Kopfhöreranschluss auf mein Android-Telefon übertragen und aufzeichnen. Kann mir jemand verraten, was für ein Kapel dafür taugt und ob das andere Ende in den Kopfhörer-Mikrofonanschluss des Telefons gehört oder in den USB?
 
Stilblüte

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Ich habe eine Frage zum Aufnehmen mit Handy und Mikro:

Wenn ich mein Mikrofon (ZoomH2) mittels USB und Adapter an mein Handy anschließe (HTC), kann ich damit aufnehmen. Allerdings wird alles einen Halbton zu hoch aufgenommen. Ich habe es zunächst mit dem vorinstallierten Diktiergerät versucht, eben noch eine andere App zum Aufnehmen heruntergeladen - selbes Ergebnis.
Wenn ich das Mikrofon an Tablet oder Computer anschließe, besteht das Problem nicht.

Hat jemand eine Ahnung, woran das liegt oder wie ich es beheben könnte? Es wäre echt praktisch, wenn ich mit Handy und Mikro aufnehmen könnte.
 
Kalivoda

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Wenn ich mein Mikrofon (ZoomH2) mittels USB und Adapter an mein Handy anschließe (HTC), kann ich damit aufnehmen. Allerdings wird alles einen Halbton zu hoch aufgenommen.
Ich vermute, dass da irgendwo eine fehlende oder falsche Übertragung oder Angabe der Sample Rate verantwortlich ist. Die Wiedergabe sollte dann nicht nur zu hoch, sondern auch ein wenig zu schnell sein.

Prüfe doch mal, welche Sample Rate das Zoom verwendet und welche die App beim Abspielen angibt. Im Zweifelsfalle solltest Du am Zoom die Sample Rate auf diejenige einstellen, die die App angibt.
 
 

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