Anfängerfragen, traut Euch!

  • Ersteller des Themas violetta
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StefanN
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(Die deutsche Wikipedia leitet Fingerpedal auf Handpedal um und erläutert es sehr knapp [s.u.].

Auf der Diskussionsseite erklärt es ein Benutzer mit indisch anmutendem Benutzernamen so, wie es hier im Thread ausgebreitet wird.

Auffallend ist, dass dieser Artikel keine Links zu entsprechenden Artikeln in anderssprachigen Wikipedias enthält.

Der Wikiartikel erklärt das stumme Niederdrücken. Ich glaube, es war bei Schönberg, wo stumm niederzudrückende Töne mit Flageolettköpfchen und angehefteten Bindebögen notiert werden. Ich meine, Schumann hätte diesen Effet auch schon irgendwo eingesetzt... Davidsbündler?!)
 
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Alter Tastendrücker
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Flieger
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Schwer zu sagen. Im Gegensatz zu mathematischen Aussagen, denen man eindeutig wahr oder falsch zuordnen kann, ist die Bedeutung eines Wortes nur eine Konvention, die sich auch noch mit der Zeit ändern kann. Oder je nach Gebiet oder sozialer Gruppe zur gleichen Zeit unterschiedlich ist. ZB das Wort laufen.
 
rolf
rolf
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Karl Betz: richtiges pedalisieren & künstlerisches Klavierspiel
Kapitel 7 erklärt aus praktischer Perspektive alle Facetten des "Fingerpedal"
(gab es früher als PDF, mittlerweile als Taschenbuch erhältlich)
 
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Jsp
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"Fingerpedal" :008: :013:
Warum nicht "Fingerlegato"?!
Wieso arbeitest du dich an diesem Begriff so ab? Er ist, wie hier schon mehrfach ausgeführt, völlig gängig. Welche schlimmen Gefahren drohen denn durch seinen Gebrauch? Der Begriff "Fingerlegato" kommt dafür nicht in Frage, denn er meint etwas anderes.
Das Pedal ist primär für Klangveränderung gedacht und nicht als Klebstoffspender, um Töne aneinanderzuheften.
Falsch. Das rechte Pedal ist sowohl für Klangveränderung (in vielerlei Abschattierung) als auch an vielen Stellen für das Erreichen eines (unangestrengten) Legatos da. Natürlich immer dort, wo rein manuell ein Legato gar nicht möglich wäre, aber nicht nur.
Legato mit Pedal zu erzeugen, ist schwierig und von Anfängern nicht leistbar.
Falsch. Es ist Aufgabe eines guten Klavierunterrichtes, den sachgemäßen Gebrauch des Pedales zu vermitteln und zwar frühzeitig, nicht erst nach langer Zeit als nette Zutat. Das ist durchaus möglich und auch nicht schwerer als vieles andere, was man beim Klavierspielen lernen muss.
Im übrigen verweise auch ich auf das Buch von Karl Betz, wo dies alles sehr gut, auch mit Übehinweisen, dargestellt ist.
Oder das Buch von G. Philipp.
Kennst Du diese Bücher? Dort kannst du bestimmt mehr lernen als bei Wikipedia.
 
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DerOlf
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Gibt es eigentlich Digitalpianos, die das rechte Pedal akustisch so umsetzen, wie es ein Klavier oder Flügel tut?
Also auch mit all den Resonanzen, die bei getretenem Pedal an akustischen Instrumenten auftreten.

Drücke ich bei meinem Digi (Kawai cn290 ... ein etwas älteres Modell) nur eine Taste, so wird der Ton durchs Pedal in erster Linie länger und es hallt auch etwas mehr (das Reverb mache ich grundsätzlich aus ... mit ist es zu einfach, "gut" zu klingen).
Aber an meinem alten Klavier verändert sich der Klang an sich merklich (obertonreicher, "voller").

Dadurch ist mir heute der Gedanke gekommen, dass man den künstlerischen Pedalgebrauch doch eigentlich nur an einem akustischen Instrument ordentlich üben kann. Oder gibt es mittlerweile Digitalpianos, die das auch können?

Ich bin froh, fast 20 Jahre lang nichts anderes zum Üben gehabt zu haben, als akustische Klaviere oder Flügel.
Und ich bin sehr froh, ab Februar 2023 wieder mit meinem alten Klavier zusammen zu wohnen.
 
B
brennbaer
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Gibt es eigentlich Digitalpianos, die das rechte Pedal akustisch so umsetzen, wie es ein Klavier oder Flügel tut?
Also auch mit all den Resonanzen, die bei getretenem Pedal an akustischen Instrumenten auftreten.
Ja, gibt es, bspw. das FP-90X von Roland.
Man kann sogar die Stärke der Resonanzen einstellen.
Sowie die mechanischen Pedalgeräusche beim Treten und Loslassen des Pedals.

Man kann auch ohne Pedal Tasten stumm herunterdrücken und wenn man dann andere Tasten anschlägt, resonieren die "Saiten" der stummen Tasten.
Auch Dinge wie Duplex Skala werden simuliert und können sogar eingestellt werden.
 
Häretiker
Häretiker
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Gibt es eigentlich Digitalpianos, die das rechte Pedal akustisch so umsetzen, wie es ein Klavier oder Flügel tut?

Ja, seit Ende 90er. Das macht schon mein GEM RealExpander.

Also auch mit all den Resonanzen, die bei getretenem Pedal an akustischen Instrumenten auftreten.

Ja, incl. stumm Tasten drücken, anderen Ton anschlagen und den Resonanzen lauschen.
Und Halbpedal, wenn man einen entspechenden Controller anschließt.

OT:
Bei Rhodes-Patches mit Release-Dynamik, die mein Steuerkeyboard (Roland D-70) auch gesendet hat.

Drücke ich bei meinem Digi (Kawai cn290 ... ein etwas älteres Modell) nur eine Taste, so wird der Ton durchs Pedal in erster Linie länger und es hallt auch etwas mehr (das Reverb mache ich grundsätzlich aus ... mit ist es zu einfach, "gut" zu klingen).

Von wann ist das, Anfang 2000er? Da war das noch nicht Standard.

Grüße
Häretiker
 

B
brennbaer
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laut Bedienungsanleitung ist es von 2002, also mindestens 20 Jahre alt.
Alleine die 32- fache Polyphonie spricht ja schon Bände :005:
 
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DerOlf
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Granados
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Und noch eine Frage zu dieser Sonate.
Man kann das zum Beispiel auch an diesen Takten sehen, aber eigentlich überall im Text. Die Phrasierungsbögen machen doch keinen Sinn. Eine Phrase sollte ja von einer anderen abgegrenzt werden, durch eine vielleicht kleine, aber hörbare Pause. Wenn ich das spielen würde, wie in den Noten, wäre das unmusikalisch. PAUSE - Lauf zu der - PAUSE - Zielnote. Statt PAUSE - Lauf zu der - Zielnote - PAUSE
Ich glaube auch nicht, dass das jemand so spielt. Was wird denn mit dieser Schreibweise bezweckt?

545.PNG
 
S
StefanN
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Das wurde hier im Thread doch erst letzte Woche erläutert.

Es ist keine PAUSE, sondern nur eine pause.

Ja, es wird mit minimalstem Luftloch gespielt. Hört man nicht, aber klingt dann anders.
 
A
Alter Tastendrücker
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glaube auch nicht, dass das jemand so spielt. Was wird denn mit dieser Schreibweise bezweckt?
Das sind Spielbewegungen. Einsetzen und Abziehen. Belebt diese Melodie ungemein, im krassen Gegensatz zum platten Dauerlegato. Insbesondere das Binden in Schwerpunkte hinein (Takt-Eins, melodischer Höhepunkt, Synkope, ...) ist in der älteren Musik eher unüblich.
Ohne praktische Demo leider nicht zu vermitteln! In der LH Fingerpedal!
 
G
Granados
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Alter Tastendrücker
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Auftaktig spielen und empfinden und in die Takt-Eins hineinbinden sind zwei Paar Stiefel!
 
 

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