Anfänger:Wann ein Klavier besitzen?


walzerfloh
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Hallo zusammen =D

ich habe vor kurzer Zeit mit dem Klavierspielen begonnen und habe zuhause ein ("No-Name") Keyboard mit sensationellen 61 Tasten stehen... ;)

Nun stellt sich mir die Frage, ab wann ein Anfänger ein eigenes Klavier benötigt. Ich denke dass ich für die erste Zeit auf keinen Fall eines brauche, nur wie lang ist diese Zeit? Ab wann reichen meine 61 Tasten nicht mehr aus?
Es ist nicht so, dass ich unbedingt ein klavier besitzen MUSS, weil ich es besitzen will, ich möchte mir nur vorher ausreichend Gedanken machen. Es würde sich für mich wahrscheinlich sowieso anbieten eines zu Mieten.

Danke im voraus für eure Infos

liebe Grüße
Walzerfloh
 
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Moehre
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Das optimale wäre natülich von Anfang an auf einem richtigen Klavier zu lernen, um sich von Beginn an an das Instrument so wie an die Spielart eines akkustischen Klavieres zu gewöhnen.

Wobei ein Keyboard zum Noten bzw. Tasten lernen ausreichend ist. Viel weiter würde ich es aber ehrlich gesagt nicht nutzen.

Hast du dich mit diesem Mietsystem schon mal beschäftigt?
 
Guendola
Guendola
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Ein normales Klavier hat 88 gewichtete Tasten und der Ton wird lauter oder leiser, jenachdem wie stark man eine Taste anschlägt. Im Prinzip sollte man das alles von Anfang an haben. Das wäre dann ein Klavier, Flügel, Digitalpiano oder Stagepiano. Meine Klavierlehrerin empfiehlt nach spätestens 6 Monaten ein echtes Klavier zum üben zu haben. Ich bin allerdings nicht sicher, ob sie sich mit Digitalpianos und Stagepianos auskennt und glaube, daß man auch auf einem vernünftigen elektronischen Instrument ziemlich weit kommen kann.

Kannst du mit deinem Keyboard laut und leise spielen, indem du die Tasten stärker oder weniger stark anschlägst?
 
walzerfloh
walzerfloh
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Nein, der Ton ist immer gleich, das stört mich auch.
Meine Klavierlehrerin ist der Ansicht, man sollte so schnell wie möglich ein Klavier haben, bzw. eines zur Verfügung haben, an dem man üben kann. Und sie sagt, ein E-Piano (oder was es sonst noch so gibt) ist kein Ersatz. Das denke ich auch, aber was weiß ich schon =)
Wann habt ihr denn euer eigenes Klavier gehabt? Schon immer? Oder wann habt ihr eines gehabt?
liebe Grüße
Melanie
 
thepianist73
thepianist73
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Hallo Melanie

Meine Klavierlehrerin ist der Ansicht, man sollte so schnell wie möglich ein Klavier haben, bzw. eines zur Verfügung haben, an dem man üben kann.

Ich meine entschieden: Von Anfang an!
Und sie sagt, ein E-Piano (oder was es sonst noch so gibt) ist kein Ersatz. Das denke ich auch, aber was weiß ich schon =)

Stimmt. E-Pianos sind grossartig. Aber kein ebenbürtiger Ersatz für ein klassisches Klavier.
Natürlich ist jedes gute E-Piano sicher besser als ein altes, durchgelutschtes Klavier (auch liebevoll "Drahtkommode" genannt).
Ich würde aber dennoch wenns immer geht kein E-Piano zum a) Klavierlernen und b) klassisch spielen benutzen.
Mit E-Pianos, Stage Pianos etc mache ich ganz andere Dinge.

Wann habt ihr denn euer eigenes Klavier gehabt? Schon immer?

Ja. Zuerst ein Klavier, das mein Vater schon hatte (kein neues, aber ein gutes), dann ein neues Klavier, dann ein neuer Flügel, dann noch 2 weitere Klaviere, E-Pianos, Keyboards,Orgeln etc.
Momentan 1 Flügel, 3 Klaviere, 1 E-Piano, 1 Hammond B3, 1 Wersi Helios.

Die elektronischen Instrumente habe ich erst gekauft, als ich schon ein gewisses Niveau hatte, also Klavier spielen konnte. Ich spiele sehr gern alles was Tasten hat (auch Cembalo, Kirchenorgel etc), aber lernen und üben (v.a. Klassik) würde ich nur auf einem Klavier.
Natürlich übe ich selber auch auf dem E-Piano oder der B3.
Je nach Musik halt.
Ich übe oder komponiere auch manchmal am Flügel Dinge, die dann in erster Linie vielleicht fürs E-Piano gedacht sind.

Liebe Grüsse, Stephan
 
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pille
pille
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Mehr gibt es zur ursprünglichen Frage eigentlich nicht zu sagen!


Mit E-Pianos, Stage Pianos etc mache ich ganz andere Dinge.

Yepp! Ich auch!


Momentan 1 Flügel, 3 Klaviere, 1 E-Piano, 1 Hammond B3, 1 Wersi Helios.

Neid, gelb werd....
 
bechode
bechode
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Hallo!
Das man nur Klavier an einem richtigen Klavier lernen kann ist denk ich klar. Ich denke, falls man noch nicht Noten lesen kann, ist ein epiano für den anfang auch noch ok, aber eben nicht optimal.
Ich hab jetzt immer noch ein Epiano (LEIDER!!!). bei mir kam das Verlangen nach einem richtigen Klavier so nach meinem 3. Klavierjahr, wo ich von selbst gemerkt habe, dass einfach ein richtiges Klavier her sollte, einfach wegen dem Anschlag, Klang, Mechanik... Da kann selbst ein Epiano nicht mithalten, ist aber immer noch besser als ein Keyboard. Ich bin aber der Meinung, dass man für Stücke niedrigen Niveaus noch kein echtes Klavier braucht. "Alle meine Entchen" geht auch auf dem Epiano;)

Wenn ich aber mal die Ehre hab an einem richtigen Klaiver spielen zu dürfen ist das immer eine enorme Umstellung. Auf einmal gibts da sowas wie Anschlag, anderer Klang, Pedale und noch andere Sachen. Da bin ich jedesmal wieder überrascht was für ein Unterschied das doch ist. Da denk ich immer sowas wie "huch, was ist denn das??? das kenn ich so gar nicht"
Ein Epiano kann aber auch Vorteile haben, da man zum Beispiel auch mit Kopfhörer spielen kann. So kann man sich auch noch spät abends dran setzen und auch so stört man am Tag niemanden. Ohne das könnte ich bestimmt nur halb so lange üben.

Zitat von thepianist73:
Momentan 1 Flügel, 3 Klaviere, 1 E-Piano, 1 Hammond B3, 1 Wersi Helios.
:shock:
Gibts du mir eins ab? :wink:

lg bechode
 
B
Bernd_MUC
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Hallo zusammen,

ich habe jetzt seit ca. 10 Wochen meinen Yamaha C1 Flügel mit Silent System. Davor habe ich ausschließlich auf meinem Kurzweil Stage-Piano gelernt. Der Unterschied ist gewaltig! Irgendwo hab ich mal gehört dass jeder Forschritt zunächst ein kleiner Rückschritt ist. Das kann ich in diesem Fall bestätigen, ich war kurz vorm verzweifeln. Das Spielgefühl und die Klangkontrolle sind so unterschiedlich dass ich das Gefühl hatte noch einmal von vorn mit dem Lernen zu beginnen. Nach ca. 6 Wochen bei täglich Minimum 1,5 Stunden üben war ich über den Berg und mache seitdem wieder gute Forschritte.

Meinem Klavierlehrer mal Glauben schenkend, hat meine Klang- und Dynamikkontrolle auf dem Klavier unglaublich zugenommen. Früher hatte ich immer Probleme mich auf den Flügel meines Lehrers im Unterricht einzustellen, die Tasten des Vollgewichteten Kurzweil gehen viel leichter, die Anschlagsdynamik und somit die Klangkontrolle ist komplett anders. Ich habe im Unterricht dadurch immer verkrampft gespielt weil ich bedingt durch die Unterschiede mit meiner eigenen Leistung mehr als unzufrieden war. Spielen auf einen Flügel/Klavier war für mich zu der Zeit eine Kraftanstrengung in den Fingern. Mir sind ständig bei leisen Stücken (z.B. Schumann Album der Jugend/Lied 4 "Stückchen") die Töne verreckt, sprich Taste gedrückt nur leider war kein Ton zu hören.

Durch das Silent System im Flügel kann ich spät abends sowie mitten in der Nacht (ja kommt auch vor) auf meiner gewohnten Tastatur üben. Der Klang reißt einem nicht vom Hocker reich allerdings für das nötigste, die Anschlagsdynamik sowie die Pedal Funktionen sind dem natürlichen Flügel sehr gut nachempfunden. Da ich nicht immer mit Kopfhörer spielen mag habe ich mir ein PC Lautsprechersystem (2 Satteliten + Subwoofer in schwarz) an den Line-Ausgang angeschlossen. Sieht zwar nicht so hübsch aus, erfüllt aber seinen Zweck sodass ich auch spät mit sehr gemäßigter Lautstärke spielen kann.

Zusammenfassend kann ich als Anfänger (ernsthaft klassisches Klavier sein März 2007, davor Keyboards und Digi-Piano in Rockbands) sagen, Klavier lernt man nur gescheit auf einem richtigen Klavier/Flügel. Ich habe mein Stage-Piano behalten und werde es auch weiterhin benutzen, allerdings nicht mehr für meine täglichen Klavierübungen. Ich könnte mir vorstellen dass bei jemand, der viele Jahre nur auf einen Digitalpiano spielt hat und dann auf ein „echtes“ Klavier umsteigt, der Frust in der ersten Zeit noch wesentlich größer ist.

Ich hoffe diese Anfänger Erfahrung hilft ein wenig weiter.

Gruß Bernd
 
Guendola
Guendola
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Ein Digital- oder Stagepiano mit 88 gewichteten Tasten und Hammermechanik ist auf jeden Fall ein großer Sprung von deinem Keyboard aus in Richtung "echtes" Klavier.

Darüber, wie lange man an solchen Instrumenten Klavier lernen kann bzw. darf, gehen die Meinungen auseinander während sich die Industrie Mühe gibt, mit jeder Generation näher an das Klavier und dessen Möglichkeiten heranzukommen. Darauf zu warten würde allerdings ziemlich lange dauern aber was sich in den letzten Jahren getan hat ist schon dramatisch.

Preislich sind diese Instrumente deutlich günstiger als vernünftige Klaviere (es gibt auch akkustischen Schrott) aber ich merke bei mir selber, daß ich lieber ein richtiges Klavier - besser noch einen Flügel - hätte. Wunsch und Möglichkeiten klaffen da leider auseinander.
 
T
Tamerlana
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Hallo Walzerfloh

Den bisherigen Statements bleibt eigentlich fast nichts mehr hinzuzufügen. Ich will dir nur meine Erfahrung nicht vorenthalten:
Begonnen hatte ich auf einem Digitalpiano (Clavinova CLP-955) mit gewichteter Tastatur (die kompletten 88 Tasten). Das Instrument war tadellos, doch war ich jedes Mal nach der Klavierstunde frustriert, wenn ich wieder auf dem EPiano üben musste. Seit knapp einem Monat habe ich jetzt ein echtes Klavier und bin sehr glücklich damit.

Erkundige dich doch mal bei den Klavierhäusern in deiner Gegend nach günstigen Mietinstrumenten, wenn das Ersparte nicht gleich für den Kauf ausreicht. Die meisten Klavierhäuser haben auch gute Gebrauchtinstrumente im Angebot, die günstig gemietet werden können. Wenn du dich dann später entscheidest, das Instrument endgültig zu kaufen, wird im Normalfall die Miete der ersten 12 Monate voll angerechnet (die Bedingungen sind natürlich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich).

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Keyboard gegen ein richtiges Klavier auszutauschen.
 
walzerfloh
walzerfloh
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hallo ihr alle,

danke schön für die vielen Antworten, jetzt habe ich schonmal ein paar mehr meinungen das hilft mir schon sehr weiter :D
kennt ihr euch mit dem mietsystem aus? WO liegen da so die moantlichen Kosten (Im Schnitt)?
Liebe Grüße
Walzerfloh :p
 

B
Bernd_MUC
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Hallo,

die meisten Mietmodelle die ich gesehen habe gehen wie folgt:

10% vom Neupreis müssen als Kaution hinterlegt werden.
1% vom Neupreis ist die monatliche Mietgebühr.

Bis zu 12 Mieten werden beim Kauf des Instruments rückwirkend angerechnet. Mindestmietzeit meist 6 Monate.

Da die Händler bei Miete sehr oft mit dem Listenpreis kalkulieren kommst du mit Barkauf (und verhandeln wie auf einem Basar) und evtl. Finanzierung über eine Hausbank unterm Strich besser raus.

Gruß Bernd
 
 

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