Alternative zu meinem Boston 118

  • Ersteller Ersteller MilkaFred
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  • #41
Man spürt die zu späte Auslösung auch bei dünnem Filz. Nur halt stärker bei dickem Filz. Und wenn dann zusätzlich der Filz einige mm weg von der Saite ist, dann halt noch stärker.
 

  • #42
Man spürt die zu späte Auslösung auch bei dünnem Filz. Nur halt stärker bei dickem Filz. Und wenn dann zusätzlich der Filz einige mm weg von der Saite ist, dann halt noch stärker.
Also wird bei Klavieren mit Moderator bei der Auslösung ein Kompromiss gemacht, sodass sich die Spielart wesentlich verbessern ließe, wenn die Auslösung auf das Spiel ohne Moderator optimiert würde?
 
  • #43
"wesentlich" ist Geschmackssache. Manche Pianisten reagieren stark auf die frühere Auslösung, anderen ist so etwas ziemlich egal.

Aber ja, wenn man den Moderator nicht berücksichtigen muss, kann man die Regulierung optimieren.
 

  • #44
Das ist ein Br.Jorgensen. Ein dänisches Kleinklavier. Dort habe ich den Moderator selbst nachgerüstet. Vom Petrof habe ich noch gar kein öffentliches Video.
Da sind Klaviere in Gebrauch wie dieses Jorgensen, mit wartungsfeindlicher Untertasten-Mechanik und stark verkürzter Klaviatur mit allen spieltechnischen Nachteilen , vom Klang ganz abgesehen, und dann wird über Vor-oder Nachteil von von 2 mm früherer oder späterer Auslösung diskutiert ?
 
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  • #45
Also wird bei Klavieren mit Moderator bei der Auslösung ein Kompromiss gemacht, sodass sich die Spielart wesentlich verbessern ließe, wenn die Auslösung auf das Spiel ohne Moderator optimiert würde?
Genau.

Aber weil nun mal mit Moderator produziert und ausgeliefert wird, wird die Auslösung wesentlich weiter eingestellt. Genau so wie bei Stummschaltung.
 
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  • #47
Da sind Klaviere in Gebrauch wie dieses Jorgensen, mit wartungsfeindlicher Untertasten-Mechanik und stark verkürzter Klaviatur mit allen spieltechnischen Nachteilen , vom Klang ganz abgesehen, und dann wird über Vor-oder Nachteil von von 2 mm früherer oder späterer Auslösung diskutiert ?
Ja wartungfeindlich auf jeden Fall. Es macht schon mehr Aufwand, als 3 Schrauben zu lösen, um die Mechanik zu warten.
Aber bei Spielgefühl und Klang muss ich widersprechen, außer Bass, das kann es wirklich nicht. Stark verkürzt ist die Klaviatur auch nicht, 85 statt 88 Tasten. Ich halte es jedenfalls für ein sehr inspirierendes Instrument, auch wenn es von Klavierbauern meist belächelt oder gar schlecht geredet wird.
 
  • #48
Weil es eine gruselige Spielart ergibt. Erst spürt man den Anschlag auf den Filz und dann erst die Auslösung. Geht gar nicht. Besonders schlimm bei Klavieren mit dickem Filz.
Also wenn da ein Perserteppich dazwischen hängt sicher ;) aber bei dünnem Filz spüre ich da gar nix. Da müsste der Filz den Hammer schon abbremsen, damit man das spürt, das soll er ja nicht.
 
  • #50
Da müsste der Filz den Hammer schon abbremsen, damit man das spürt, das soll er ja nicht.
Das tut er aber. Und dann spürt man zwei mal einen Widerstand. Zuerst das Abbremsen des Hammers am Filz und danach spürt man die Auslösung. Wie gesagt: absolut gruselig. Und so auch von den Herstellern nicht vorgesehen. Daher dann auch die weite Regulierung der Auslösung.
 
  • #51
Zum Thema Moderator kann ich nicht viel beitragen, aber ich wollte mal ein kleines Update geben:

Ich habe mich mittlerweile fest entschieden, dass es keine Silent-Funktion werden wird. Und ich bin bei meiner Suche auf ein Grotrian-Steinweg 114 (90er) gestoßen. Das Instrument liegt in meinem anvisierten Budget und richtig gut ist, dass der Abstand vom Boden zur Unterkante vom Spieltisch 1,5 cm größer als beim Boston ist. Ich kann also auch mit meinen fast 2 m richtig gut sitzen. Das hätte ich bei der Größe zunächst nicht gedacht.

Ich hatte vor ein paar Wochen schon mehrere Grotrian angespielt, die mich klanglich sehr angesprochen haben, aber meistens passte dann die Höhe nicht oder aber es lag deutlich über meinem Budget.

Trotz der 114 (Ich hatte ja überlegt, ob ich nicht gerne ein höheres Instrument hätte) habe ich es dann vor kurzem angespielt.
In den ersten Minuten habe ich den Klang als dumpf wahrgenommen und war dann erst ein bisschen enttäuscht. Interessanterweise legte sich das aber nach sehr kurzer Zeit und ab dann fand ich den Klang richtig schön! Ich kann gar nicht sage, ob ich dann anderes gespielt habe oder ob sich vielleicht auch mein Gehör neu kalibriert hat? :denken:
 
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  • #52
Da kann es mehrere Effekte geben. An manche Sachen gewöhnt man sich; manchmal sogar sehr schnell. Und anderes kompensiert man unbewusst. Eine Freundin von mir hat mal am Abend gemeint, sie spielt jetzt den Nachbarn zuliebe mit Moderator - und hat dann fast identisch geklungen, weil offenbar die Klangvorstellung vorhanden war, die sie dann mit etwas (viel) mehr Anschlagskraft auch erreicht hat.

Wenn du gerne und entspannt am Instrument sitzt, ist ja alles wunderbar.
 
  • #53
Wenn du dich damit wohl fühlst, hast du alles richtig gemacht. Das Ohr gewöhnt sich teils recht schnell an verschiedene Klänge. Ich würde auch eher den etwas zurückhaltenderen Klang bevorzugen. Damit kann man auch länger ermüdungsfrei spielen. Ein eher "brillianter" Klang kann auch schnell nerven.
 
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