Alternative zu meinem Boston 118

  • Ersteller Ersteller MilkaFred
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  • #21
Stimmt, Bechstein Vario und Schimmel Twin Tone gibt es ja auch noch. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass man die in jedes beliebige Instrument nachrüsten kann. Twin Tone ist mir noch nie begegnet. Vario bereits zwei mal. Einmal fand ich das überraschend gut. Ein anderes Mal total schlecht: schlechter Klang, schlechte Abtastung. Aber das war älter als das, welches ich für gut befand. Aber grundsätzlich ist es bei Vario ein ziemliches Gehampel, die Mechanik auszubauen. Dazu hat Bechstein dann auch gleich zwei verschiedene Inbus Schlüssel beigelegt.

Wenn AdSilent jetzt noch einen guten Klavier/Flügel Sound anbieten würde, wäre das System echt super. So aber finde ich es viel zu teuer und schlecht. Das war übrigens genau die Kritik, die meine Kundin diese Woche dazu hatte. Dynamisches Spiel super, aber klanglich indiskutabel.
 

  • #22
Hallo,
ich von meinen Erfahrungen her von einem Silent System abraten, zumindest nachgerüstete. Was mich vor allem stört, ist die technisch bedingt etwas andere Regulierung (größere Auslösung), die es schwierig macht, wirklich gefühlvoll und leise zu spielen. Daher vielleicht auch dein Eindruck das Boston würde etwas "bollerig" klingen.
Was die klanglichen Eigenschaften des Silent Systems angeht - da kann man nachrüsten. Midi über ein Plugin (VST) spielen, da gibt es unendliche Möglichkeiten, auch was über den Klavierklang hinaus geht.
 
  • #23
Am Wochenende habe ich mir erst mal bessere Kopfhörer zugelegt, und das hat die Klangqualität nach meinem Empfinden zumindest ein bisschen verbessert. Für das Üben sollte das auf jeden Fall reichen. Pianoteq habe ich noch nicht ausprobiert.

Ich hatte aber außerdem noch die Idee, dass ich ja vielleicht auch mit Moderator spielen kann. Oder aber ich gehe den Weg und schaffe mir für ein paar Euro noch ein E-Piano an, falls ich abends oder nachts üben möchte.
So hätte ich bei der Wahl eines gebrauchten Instruments eine viel größere Auswahl.

Ich habe mir nämlich außerdem am Wochenende noch ein paar gebrauchte Klaviere ohne Silent-Funktion angeschaut und bin unter anderem auf ein T128 von W. Hoffmann von 2012 gestoßen. Das hat mir vom Klang echt gut gefallen hat und ist auch ein bisschen günstiger als das Boston.
 
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  • #24
Mit Moderator spiele ich auch sehr gerne, ich weiß daran scheiden sich die Geister. Aber man kann damit eine unglaubliche klangliche Wärme und Tiefe erzeugen. Auch mit anderen verschiedenen Filzen oder Stoffen kann man experimentieren. Auch die Position des Moderatorfilzes ist entscheidend.
Mein Klavier hatte ein nachgerüstetes Silent System (adsilent) - die Stopleiste habe ich rausgebaut, mit der Elektronik kann man allerding feine Sachen anstellen. Sofern man eher auf der kreativen Seite unterwegs ist.

Auf jeden Fall ist die Entscheidung zugusten eines rein akustischen Klaviers und zusätzlich, wenn es sein muss, noch ein extra E-Piano/Stagepiano vorzuziehen. Damit liegst du auf der richtigen Seite. Flexibel uns sicher auch günstiger.

Pianoteq hat sich mit den letzten Versionen stark verbessert, Spielbarkeit ist sehr gut. Klanglich kann ich mich aber immer noch nicht damit anfreunden. Sicher auch Geschmackssache, aber wenns ein Plugin sein soll, dann lieber NI Noire oder Gentleman.
 
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  • #25
Hallo,
ich von meinen Erfahrungen her von einem Silent System abraten, zumindest nachgerüstete. Was mich vor allem stört, ist die technisch bedingt etwas andere Regulierung (größere Auslösung), die es schwierig macht, wirklich gefühlvoll und leise zu spielen.
Bei Deinem Moderator brauchst Du auch diese Einstellung aber da stört es dann nicht ?
 
  • #26
Ich habe gestern zum ersten Mal ein Klavier mit AdSilent 2 gestimmt und das System bei der Gelegenheit natürlich getestet. Positiv: die Abtastung und Dynamik. Man kann auch digital schön pianissimo spielen.
Genau darin liegt aber auch die Gefahr, dass man dann nur noch auf digitalen oder perfekt regulierten akustischen Instrumenten richtig gut spielen kann. Als ich vom E-Piano auf Flügel / Klavier gewechselt habe, musste ich mich erstmal daran gewöhnen, dass eben nicht bei jedem sanften Tastendruck dergleiche Ton entsteht, sondern dass es da Unzulänglichkeiten gibt. Mein Klavierspiel ist dadurch besser geworden.
 
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  • #28
Mein Moderatorfilz ist ziemlich dünn, Auslösung max. 1mm mehr. Stört gar nicht. Mit Stopleiste kam ich nicht unter 6mm.
Was für ein Klavier hast du denn? Da muss der Moderatorfilz ja extrem eng an den Saiten dran sein.
 
  • #29
Was für ein Klavier hast du denn? Da muss der Moderatorfilz ja extrem eng an den Saiten dran sein.
Ein Petrof. Der Filz ist jetzt nicht besonders weit dran, nur gerade so, dass er nicht übermäßig die benachbarten Saiten berührt. Meiner Erfahrung nach ist der Abstand zu den Saiten für die Auslösung wenig relevant.
 
  • #30
  • #31
ist das das Klavier, welches du auf deinen Videos spielst? Pianoday und so. Das ist ja offen, da kann man dann ja den Moderator eventuell sehen.
Das ist ein Br.Jorgensen. Ein dänisches Kleinklavier. Dort habe ich den Moderator selbst nachgerüstet. Vom Petrof habe ich noch gar kein öffentliches Video.
 
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  • #32
Meiner Erfahrung nach ist der Abstand zu den Saiten für die Auslösung wenig relevant.
Doch, der ist sogar alles entscheidend. Wenn der Moderatorfilz sagen wir mal 4mm Abstand zu den Saiten hat und 2 mm dick ist, dann muss die Auslösung ja mindestens 6 mm haben. Wenn der Filz aber die Saiten fast schon berührt und somit minimalen Abstand zu den Saiten hat, dann kann man die Auslösung logischerweise recht eng regulieren. Die China Feurich z.B. haben einen recht eng anliegenden Moderator.
 
  • #33
Doch, der ist sogar alles entscheidend. Wenn der Moderatorfilz sagen wir mal 4mm Abstand zu den Saiten hat und 2 mm dick ist, dann muss die Auslösung ja mindestens 6 mm haben. Wenn der Filz aber die Saiten fast schon berührt und somit minimalen Abstand zu den Saiten hat, dann kann man die Auslösung logischerweise recht eng regulieren. Die China Feurich z.B. haben einen recht eng anliegenden Moderator.
Der Filz fliegt beim Anschlagen praktisch mit dem Hammer mit, daher würde ich die Luft zwischen Saiten und Filz eher nicht mit rechnen. Kommt auch sicher auf die Art und Dicke des Filzes an. Original war beim Petrof auch ein eher unbrauchbarer eingebaut. Der jetzige hat 1mm und auch von der Struktur her sehr luftig.
Aber wir kommen hier, glaube ich, zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Vielleicht gibt es hier im Forum einen Betrag nur über Moderatorfilze?
 
  • #34
Wer spielt denn überhaupt mit Modarator ?
 
  • #35
Wenn der Moderatorfilz sagen wir mal 4mm Abstand zu den Saiten hat und 2 mm dick ist, dann muss die Auslösung ja mindestens 6 mm haben.
Wieso? Der Hammer muss doch nicht vor der Berührung des Filzes auslösen. Er soll nur nach dem Anschlag nicht den Filz gegen die Saite drücken.
 
  • #37
Warum? Der Filz des Moderators in Ruhelage ist keine 'harte' Grenze wie die Saite.
 
  • #38
Warum? Der Filz des Moderators in Ruhelage ist keine 'harte' Grenze wie die Saite.
Weil es eine gruselige Spielart ergibt. Erst spürt man den Anschlag auf den Filz und dann erst die Auslösung. Geht gar nicht. Besonders schlimm bei Klavieren mit dickem Filz.
 
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  • #39
Oder aber ich gehe den Weg und schaffe mir für ein paar Euro noch ein E-Piano an, falls ich abends oder nachts üben möchte. So hätte ich bei der Wahl eines gebrauchten Instruments eine viel größere Auswahl.
Das gilt in zweierlei Hinsicht: vom Preis-Leistungs-Aspekt her ebenso wie für die in Frage kommenden Hersteller und deren vielfältige Produkte.

Zusätzlich gewinnst du mit dem "Stromklavier" vielfältige Möglichkeiten, die kein Klavier mit Stummschaltung bietet. Wenn du primär mit dem Kopfhörer spielst tut es ja auch ein Stagepiano (also ohne integrierte Lautsprecher), was Raum und Gewicht spart und "hinter der Tür" verstaubar ist. Da gibt es durchaus akzeptable Klaviaturen.

Meine Frau spielt recht gerne an ihrem akustischen Klavier (YUS5), fallweise auch mit dessen Silent-System (TA3), aber öfter als mit diesem dann doch sogar auf dem Stagepiano (RD-2000 EX).

Ich habe mir nämlich außerdem am Wochenende noch ein paar gebrauchte Klaviere ohne Silent-Funktion angeschaut und bin unter anderem auf ein T128 von W. Hoffmann von 2012 gestoßen. Das hat mir vom Klang echt gut gefallen hat und ist auch ein bisschen günstiger als das Boston.
Auf unserer Einkaufstour ist uns auch ein W. Hoffmann angenehm aufgefallen. Meine Erinnerung ist schon ein wenig unscharf, aber es könnte ein solches gewesen sein. Korrektur, es war ein W. Hoffmann Professional 126.
 
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  • #40
Weil es eine gruselige Spielart ergibt.
Danke für die Erklärung!

Ich hatte bisher nur 1 Instrument mit Moderator. Bei dem war der Filz alt und vermutlich dünner und weicher als bei neuen Instrumenten. Den hätte man nicht gespürt.
 
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