Als Späteinsteiger Klavier lernen

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Reynard

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Hallo zusammen! :)

Ich bin 19 Jahre alt und habe mich endlich dazu entschlossen, Klavier an einer Kreismusikschule zu lernen. Ich bin bereits länger von diesem Instrument fasziniert, nur hab mich nie dazu gebracht, es auch mal lernen zu wollen. Muss dazu sagen, dass ich eigtl. noch nie ein Instrument gespielt habe und auch nicht wirklich musikalisch bin, dennoch höre ich gerne Musik (da ein ziemlich breites Spektrum) und bin auf jeden Fall motiviert, endlich das Instrument zu erlernen. Nur habe ich, bevor ich mich anmelde, noch einige Unsicherheiten bzw. Fragen, die ich gerne beantwort hätte.

1) Bei einem kurzen Gespräch mit der KMS wurde mir empfohlen, dass ich als Erwachsener am besten 30 min Unterricht nehme. Nur frage ich mich, ist es als totaler Neuling nicht besser, ich würde gleich 45 Minuten pro Woche Unterricht haben? Preis hier jetzt mal unbeachtet.

2) 30 Minuten kosten übrigens jährlich 651,00€, d.h pro Monat 54,25€. Ist das ein guter Preis?

3) Mir ist bewusst, dass ich natürlich neben dem Unterricht auch sehr viel daheim üben muss. Ich hab noch ein altes (ca. 15 Jahre alt) Keyboard stehen, genauen Namen kann ich nachreichen. Meint ihr für den Anfang reicht das (um zu sehen, ob mir das dann auch wirklich gefällt) oder wäre eine Neubeschaffung sofort sinnvoller? Da ich mich noch nicht wirklich auskenne, weiß ich nicht so recht, welche Mindestanforderungen ein Keyboard heute haben sollte ;)

Danke schonmal für die Antworten!
 
J

jensen1

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30 min. Unterrichtszeit sind aus meiner Sicht für den Einstieg ganz gut. Du kannst ja später, wenn Du entsprechend Übungszeit zu Hause investierst und schnelle Fortschritte machst, immer noch auf 45 min. aufstocken.

Für den Klavierunterricht sind Keyboards nicht so gut geeignet, da sie nicht ein Spielgefühl wie ein richtiges Klavier vermitteln. Für Anfänger eignen sich E-Pianos oder besser noch ein gutes Klavier. Gut heißt hier: das Klavier sollte nicht zu alt und defekt sein, da ein Anfänger nicht abstrahieren kann, ob ein Stück schlecht klingt, weil der Spieler das Instrument nicht unter Kontrolle hat, oder ob wirklich das Instrument schuld ist. Sehr geübte Spieler können sich auf gewisse Unzulänglichkeiten in der Mechanik einstellen. Für gute Fortschritte sind akustische Klaviere ab einem bestimmten Punkt unerlässlich, aber man kann immer ein E-Piano in Kombination dazu nehmen (beispielsweise um auch die Abendstunden noch zum Üben nutzen zu können).
 
fisherman

fisherman

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Hallo Reynard; der MS-Preis ist ganz normal. Ich muss Jensen noch deutlich ergänzen: Keyboard geht definitiv nicht!!!! Sonst solltest Du Keyboard-Unterricht nehmen - das sind ganz verschiedene Instrumente! Ich würde Dir für den Einstieg zu einem Mietklavier raten - nach einem halben Jahr wirst Du schon etwa wissen, wohin die Reise geht.

Einen guten Start wünsche ich Dir! Die allerersten Stunden sind die schönsten!
 
R

Reynard

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Danke für eure Antworten. Hmm hätte gar nicht gedacht, dass es so ein großen Unterschied zwischen Klavier und Keyboard gibt. Hab da gleich mal gegoogelt und sind ja doch einige Unterschiede. Naja ich tendiere da jetzt immer noch zum Klavier, ein späteres Lernen von Keyboard dürften ja dann keine allzu großen Probleme bedeuten.

Ich denke übrigens, dass ich mir ein (zunächst erstmal günstigeres) E-Piano holen werde.
 
Sesam

Sesam

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Hallo Reynard!

Erst mal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! zu deiner Entscheidung und Willkommen im Club!

Was das Instrument betrifft würde ich dir empfehlen einfach selbst den Unterschied zu erspüren. Wenn du die Möglichkeit hast, dann geh` in ein Klavierhaus und teste alle Varianten durch: Klavier, E-Piano und Keyboard. Das kannste auch ohne schon toll darauf zu musizieren. Einfach nur spüren, wie verschieden das Tast(en)gefühl dabei ist. Vielleicht (hoffentlich) dämmert es dir dann, was fisherman und jensen1 mit ihrer Empfehlung ansprechen.

30 Minuten Unterricht finde ich ein wenig kurz. Nach dem Motto: wenn es am schönsten ist, soll man gehen :D Bis man so richtig bei der Sache ankommt, vergehen schnell mal 10 Minuten. Ich würde schätzen, dass letztlich 15 Minuten übrigbleiben, in denen man intensiv arbeitet. Das ist sehr wenig. Die 30 Minuten Empfehlung kenne ich vor allem im Zusammenhang mit Unterricht für kleinere Kinder, deren Konzentrationsspanne kürzer ist, aber bei Erwachsenen sollten 60 oder 45 Minuten kein Problem sein.

Im Zweifelsfall gilt aber wohl: lieber mit geringeren, suboptimalen Mittel überhaupt ein Instrument spielen (lernen), als aufgrund zu hohen Aufwands ganz drauf zu verzichten.

LG, Sesam
 
 

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