"Albumsonate As-Dur"


rolf
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mal was weniger bekanntes, wenn man so will exotisches: zwischen Lohengrin (romantische Oper) und Rheingold (Musikdrama) lagen etliche Jahre beim Wagner Richard -- und just da, parallel zu aber unabhängig von Liszt hatte der tatsächlich eine einsätzige Klaviersonate komponiert!
der genaue Titel:
"Eine Sonate für das Album von Frau M.W."
...die Musikwissenschaft urteilt insgesamt folgendermaßen: ernstzunehmende ambitionierte Komposition, double function design, aber dürftiger Klaviersatz...

ob irgendjemand von euch im Forum Lust hätte, das Unikum "Sonate als Albumblatt" mal auszuprobieren? Das Stück selber ist viel besser, als sein schlechter Ruf! hier wurde mal eine Schwierigkeitsskala a la Wolters von 1 bis 15 diskutiert, geht man von der aus, dann dürfte die Albumsonate je nach Tempowahl im Mittelteil (ein permanentes accelerando) so ca. von 8-12 eingeordnet werden.

der Vorteil, ein ziemlich unbekanntes (übrignes bis dato nicht wirklich gut aufgenommenes) Stück zu versuchen, kann darin bestehen, dass man nicht von irgendwelchen berühmten Interpretationen beeinflusst bzw. voreingenommen sein kann.

Gruß an alle,
Rolf

(p.s.: "Ankunft bei den schwarzen Schwänen" (Albumblatt) ist auch ein sehr schönes Klavierstück von Wagner, M. Rudy hat es aufgenommen, spielt es auch gelegentlich als Zugabe)
 
netti
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Danke für den Tipp, Rolf. 'Ankunft bei den schwarzen Schwänen' ist ja super. Das andere Stück habe ich online nicht gefunden, und bevor ich es meiner KL vorschlage (die es sicher auch nicht kennt), hätte ich gerne mal reingehört.... nicht um mich zu beeinflussen sondern um zu schauen, ob ich Lust drauf habe.
Vielleicht finde ich ja noch was... die Noten hab ich mal besorgt, ich schau mal rein.

Immer auf der Suche...
Gruß
Netti

vielleichst spielst du es mir ja mal vor? ;-)
 
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rolf
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Hallo,
ja das mit den Schwänen mag ich auch sehr, hübsch wie es "beinahe" aus dem Tannhäuser zitiert, toll wie dort der Tristanakkord anders verwendet wird, als im Tristan! übrigens sind Wagners Verzierungen was ganz eigenes, unwiederholbares... ok, am Klavier war er kein Liszt oder Chopin, aber das wollte er ja auch nicht: Wagner über etwas ganz leichtes von Liszt: "ja, das hat er für mich geschrieben - jetzt bin ich auch ein Lisztspieler!" --- der hatte sogar Humor!
die Sonate ist quasi ein Blick in seine "Komponier-Werkstatt": hier werden Themen, Strukturen und Harmonien von "Walküre" und "Tristan" quasi vorbereitet oder ausprobiert - klanglich ist der dritte Abschnitt mit seinen sanften Triolen wunderbar geraten, der Schluß nimmt im Prinzip Skrjabins Schluß der Etüde op.2 vorweg!

was anderes, wo Wagner dieselbe Qualität des Klaviersatzes erreicht wie die allergrößten Klavierkomponisten: die Begleitung des Liedes "Träume" aus den Wesendonckliedern...

also wenn du das (die Sonate) probiertst, wünsche ich dir viel Freude an dem Stück!

Gruß, Rolf
 
netti
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Ich hab jetzt mal in beides 'reingespielt' und mir gefällt das mit den Schwänen besser.. ist auch Kürzer und darum werde ich das wohl mal ernsthaft angehen.
Obwohl wir etliches von Wagner in der Schule hören durften (ähem...), kenne ich mich da überhaupt nicht aus und kann somit auch keine Schrägbeziehungen zu den bekannten Opern ziehen. Aber das macht ja nichts.
Nochmal 'merci' für die Ideengebung :keyboard:
 
rolf
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gern geschehen!
viel Spaß bei den Schwänen, besonders der tannhäuserige Schluß ist hübsch
Gruß, Rolf
 
 

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