ärgerlich...

violetta

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Seit gegrüßt,

Im Moment brauche ich Ca. 2 Wochen für ein neues Leicht arrangierte Stück, womit ich eigentlich zufrieden bin. Ich spiele jetzt ein bisschen länger als ein Jahr. Am liebsten würde ich natürlich mittlerweile vom Blatt spielen können, aber das ist halt noch nicht :-( Ab wann kann man das ungefähr?
Was aber viel ärgerlicher ist, ist das ich schon mal gekonnte Stücke wieder verlerne, sobald ich sie nicht täglich spiele. Wird das besser? Vermutlich erst dann sobald ich so halbwegs vom Blatt spielen kann? Bitte um eure Erfahrungen ;-)

Danke
 
fisherman

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Die gute Nachricht: Es wird besser! (bei mir v.a. spürbar im Jahr 2 und 3) Von täglicher "Pflege" wirst Du Dich mit der Zeit bis hin zu gelegentlicher Pflege (14 Tage) entwickeln.
Die schlechte: Ich fürchte aber -aus eigener Erfahrung als "Nur-Auswendigspieler", dass dem Grenzen gesetzt sind, die nur durch flüssiges Notenlesen ausgedehnt werden können. Das Ganze ist natürlich stark abhängig von der Komplexität der Stücke. Aber in einem Jahr bist Du sicher soweit, dass Du noch 10 Tagen Skiurlaub nicht wieder von vorne anfangen musst.

Motiviert?
 
Barratt

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Alles normal. Alles wird auch besser, wenn Du fleißig dran bleibst.

Hast Du eine Lehrkraft an Deiner Seite? Sie kann Deine Fortschritte besser einschätzen als Leute, die Dich nicht kennen, aufgrund solcher bloßer Zeitangaben.
 
L

Lustknabe

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Wird das besser? Vermutlich erst dann sobald ich so halbwegs vom Blatt spielen kann? Bitte um eure Erfahrungen ;-)
Es wird besser wenn du die Stücke begriffen hast. Einerseits die Melodie / Harmonien im kopf und andererseits das Stück theoretisch durchdrungen. Je mehr du aus den Noten, abgesehen von den Namen, lesen kannst, desto eher prägen sich brauchbare Muster ein. Verspielen geht dann immer noch, aber es stottert nicht. Ähnlich als wenn du dich verplapperst, du kannst da ja auch reagieren. Das dauert aber und erfordert unbequemeres üben. Besser eine Stunde hochkonzentriert als 3 Stunden Dauerrepeat.

Lg lustknabe
 
40er

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Ich glaube Du solltest Dich von der Vorstellung lösen, dass Du in absehbarer Zeit original Stücke im mittleren bis einfacheren Schwierigkeitsgrad so einfach vom Blatt spielen können wirst, zumindest wenn Du diese nicht im Schneckentempo spielen möchtest.

Ich spiel jetzt knappe drei Jahre und nehme mir immer wieder eines der einfachsten Stücke, z. Bsp. von Bach vor, und übe daran das Blattspiel. Um solch ein Stück dennoch in akzeptabler Geschwindigkeit und ohne grössere Unfälle zu spielen, ist trotzdem noch viel zusätzliches Üben notwendig. Das finde ich ehrlich gesagt auch absolut normal.
 
cwtoons

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Ich glaube Du solltest Dich von der Vorstellung lösen, dass Du in absehbarer Zeit original Stücke im mittleren bis einfacheren Schwierigkeitsgrad so einfach vom Blatt spielen können wirst, zumindest wenn Du diese nicht im Schneckentempo spielen möchtest.
Genauso ist es, sehr richtig.

Und dass man eingeübte Stücke peu a peu wieder vergisst, ist völlig normal. Die schwierigsten und am meisten geübten Stellen sind sogar als erstes wieder weg.

CW
 
S

Sonatina

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Dass deine Blattspiel Fähigkeiten nach einem Jahr noch nicht befriedigend sind, ist völlig normal. Die Blattspiel Fähigkeit kann aber verbessert werden. Wenn du das täglich 10 - 15 Minuten übst, sind die Fortschritte bald erkennbar. Die Blattspiel Stücke sollten jeweils etwas unter deinem Niveau liegen. Es gibt auch Notenhefte, die das Blattspiel nach Schwierigkeit aufbauen. Auch im Netz findest du unter Sight Reading oder Piano Sight Reading, Informationen.

Dass du Stücke wieder vergisst, nachdem du sie eine Weile nicht gespielt hast, ist auch normal. Allerdings sollten die schnell wieder da sein, wenn du sie aufwärmst. Zum Warmhalten von Stücken empfiehlt es sich, die Dinger alle zwei bis drei Tage durchzuspielen. bei Stücken die du schon länger im Repertoire hast, kannst du diese Zeitspanne nach einem Weilchen etwas ausdehnen.
 
C

Curby

Guest
Das Rätsel musst Du mir erklären. Das ist ja gegen jede Logik und entspricht überhaupt nicht meiner Erfahrung.
Er meint wohr eher folgendes (so ergeht es zumindest mir):
Wenn ich ein Stück übe kann dies schwere und leichte Stellen haben. Nun kann ich die leichten verhältnismäßig locker spielen, die schweren muss ich intensiv üben.

Wenn ich das Stück jetzt beiseite lege und in einem halben Jahr erneut aufgreife sind die Stellen, die ich nicht zu vollendung geübt habe wieder futsch. Den Rest kann ich sofort wiederrufen. In diesem Fall sind dann eben die schweren Stellen, die ich am meisten übte, jedoch nicht vollendet habe zuerst wieder weg.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Mir geht es generell mit schwierigen und lang geübten Stücken so: Lange nicht gespielt --> weg.
Ich kann auch nicht behaupten, dass das Vergessen besser wird. Ich gehe davon aus, dass es mit zunehmendem Alter schlechter wird. Alle 14 Tage reicht bei mir oft schon nicht mehr.
 

Peter

Peter

Bechsteinfan
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Biste ja auch! ;-)
 
cwtoons

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Das Rätsel musst Du mir erklären. Das ist ja gegen jede Logik und entspricht überhaupt nicht meiner Erfahrung.
In jedem Stück gibt es schwierige Stellen. Manchmal sind es nur zwei oder drei Takte. Die muss man dann viel mehr als den großen Rest üben, damit es insgesamt flüssig läuft. Und diese Stellen sind als erstes wieder " 'raus".

CW
 
S

Schuberto

Guest
Seit gegrüßt,

Im Moment brauche ich Ca. 2 Wochen für ein neues Leicht arrangierte Stück, womit ich eigentlich zufrieden bin. Ich spiele jetzt ein bisschen länger als ein Jahr. Am liebsten würde ich natürlich mittlerweile vom Blatt spielen können, aber das ist halt noch nicht :-( Ab wann kann man das ungefähr?
Was aber viel ärgerlicher ist, ist das ich schon mal gekonnte Stücke wieder verlerne, sobald ich sie nicht täglich spiele. Wird das besser? Vermutlich erst dann sobald ich so halbwegs vom Blatt spielen kann? Bitte um eure Erfahrungen ;-)

Danke
Wenn du nur 2 Wochen für Stück investierst und dann zum nächsten übergehst dann ist es normal, dass du es schnell wieder vergisst. Ich halte für die Lösung dieses Problems besser ein Stück aller drei Tage 30 min (mind 5-6 Wiederholungen besser 10) zu spielen als jeden Tag 10 Min (mit 1-3 Wiederholungen). Ausserdem sind 2 Wochen zu kurz um das Stück wirklich aufzunehmen. Ich denke mal 2-3 neue Seiten pro Monat (im passenden Schwierigkeitsgrad bei 30 min täglich) sind passend/machbar, bei mehr leidet die Qualität und die Vereinnahmung des Langzeitgedächtnisses mMn.
 
Klafina

Klafina

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Seit gegrüßt,

Am liebsten würde ich natürlich mittlerweile vom Blatt spielen können, aber das ist halt noch nicht :-( Ab wann kann man das ungefähr?
Was aber viel ärgerlicher ist, ist das ich schon mal gekonnte Stücke wieder verlerne, sobald ich sie nicht täglich spiele. Wird das besser? Vermutlich erst dann sobald ich so halbwegs vom Blatt spielen kann? Bitte um eure Erfahrungen ;-)

Danke
Man kann meist nur etwas vom Blatt spielen, was deutlich leichter ist als die Stücke, die man mit Üben meistert. (Gut, es gibt Ausnahmen - sehr Musikalische und Naturbegabungen in diesem Bereich.) Es ist kein Zufall, dass in irgendwelchen Musikprüfungen beim Vom-Blatt-Spiel immer ein deutlich niedrigeres Niveau verlangt wird als bei den Vortragsstücken.

Interessant für Dich könnte eventuell sein: "Paul Harris, Fit vom Blatt, Band 1 für Anfänger".

http://www.stretta-music.com/search/klavier/q/Piano Vom Blatt Spiel/harris-fit-vom-blatt-band-1-anfanger-nr-633943.html
 
Zuletzt bearbeitet:
thomas 1966

thomas 1966

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...
a) Die Blattspiel Fähigkeit kann aber verbessert werden.
b) Wenn du das täglich 10 - 15 Minuten übst, sind die Fortschritte bald erkennbar.
c) Die Blattspiel Stücke sollten jeweils etwas unter deinem Niveau liegen.
d) Es gibt auch Notenhefte, die ...
... ohne Noten sind. Also machbar. :-D

a) Zuerst machst Du Hoffnung,
b) dann knüpfst Du Bedingungen daran
c) und dann zerstörst Du alles wieder.
 
I

Infinity

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Hi violetta,

Ich versuche mal zu erklären:

Im Moment brauche ich Ca. 2 Wochen für ein neues Leicht arrangierte Stück, womit ich eigentlich zufrieden bin. Ich spiele jetzt ein bisschen länger als ein Jahr.
Dein Lehrer wählt die Übungsstücke so aus, dass Du sie seiner Meinung nach in 2 Wochen fertig bekommen kannst. Wenn Du die Stücke schneller fertig bekommen kannst, sind sie zu leicht für Dich, wenn Du länger brauchst, sind sie zu schwer.

Am liebsten würde ich natürlich mittlerweile vom Blatt spielen können, aber das ist halt noch nicht :-( Ab wann kann man das ungefähr?
Du kannst jetzt schon bestimmt ganz leichte Stücke (wie die, die Du vor einem Jahr gespielt hast) vom Blatt.

Die neuen Übungsstücke wirst Du nicht vom Blatt spielen können und das ist auch gut so (siehe oben).

Was aber viel ärgerlicher ist, ist das ich schon mal gekonnte Stücke wieder verlerne, sobald ich sie nicht täglich spiele. Wird das besser?
Freue Dich, dass die Stücke weg sind. Die Übungsstücke für Anfänger sind zum Lernen da, nicht zum Wiederholen und Warmhalten. Halte Deinen Kopf lieber für neue Stücke frei.

Vermutlich erst dann sobald ich so halbwegs vom Blatt spielen kann?
Dann kannst Du die Stücke wieder vom Blatt spielen, auch wenn Du sie verlernt hast.
 
Bernhard Hiller

Bernhard Hiller

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Das Rätsel musst Du mir erklären. Das ist ja gegen jede Logik und entspricht überhaupt nicht meiner Erfahrung.
Der menschliche Geist funktioniert leider nicht so, wie wir glauben (oder gerne hätten), daß er es tut. Da ist ziemlich viel im Wirren.

Möglicherweise passendes Stichwort ist hier "Memory Reconsolidation".
Wenn man ein Stück zum ersten Male spielt, landet es im flüchtigen Arbeitsgedächtnis. Was als Wichtiger erachtet wird, findet mal seinen Weg in den Langzeitspeicher (Memory Consolidation heißt dieser Vorgang).
Wenn man es später erneut spielt, wird es aus dem Langzeitgedächtnis ins Arbeitsgedächtnis kopiert. Aber das ist leider kein sauberer Lesevorgang. Bildlich gesprochen werden dabei die Seiten des Buches locker und können herausfallen. Damit die Erinnerung bleibt, müssen diese Seiten erneut eingeleimt werden - das ist Memory Reconsolidation.

Was soll so ein wirrer Prozeß im Hirn - der bringt doch nur die Erinnerung / das Wissen ins Wanken?
Während dieses Wissen im Arbeitsspeicher ist, kann weiteres Wissen hinzukommen, und diese zusätzlichen Seiten werden auch an passender Stelle mit ins Buch geleimt. Z.B. besuchst du einen dir bekannten Ort, und dort wurde ein neues Gebäude errichtet - so lernst du das. Oder das Wissen ändert sich - du besserst einen Fehler im Spiel aus, oder ein Gebäude existiert nicht mehr - und nun kann das Update locker eingefügt werden.

Wenn man verhindert, daß das Wissen zurückgeschrieben wird, kann es verloren gehen. Dies ist noch weit von einer medizinischen Anwendung am Menschen entfernt (z.B. für post-traumatischen Streß), aber in Tierexperiment zeigbar.

Natürlich hat das System auch Nachteile: man kann Erinnerungen verfälschen, und merkt nichts davon...

Also: wenn ihr von irgendwelchen wirren Phänomenen des menschlichen Geistes hört, können sie trotzdem so im Hirn ablaufen.
 
violetta

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Hallo,

danke für eure Antworten, Erfahrungen und Tipps bin jetzt wieder ein bisschen motivierter ;-)

Das Stück, dass mich so ärgert hab ich mir selbst raus gesucht, und ich denke ich werde es jetzt mal ein bisschen beiseite legen. Ich finde es absolut frustrierend wenn ich nicht vorwärts komme.... Im Moment zumindest.

Hab es dann versuchsweise mit einem anderen, vermutlich leichtern Stück probiert. Melodie von Album für die Jugend, das geht erstaunlicherweise besser, und ich komme viel schneller voran :-)

Ich weiß mein Spiel kann jetzt nur mein Lehrer einschätzen, trotz allem, gibt es irgendeine Faustregel ab wann man über oder unterfordert ist?

Ich selbst bin ja absolut unfähig, beim Anblick des Stückes zu sagen, ja, ist machbar, oder nein ist nicht :-( Erst wenn ich über 3 Stunden, jetzt nicht auf einen Schlag, sondern immer so 20min nicht über die ersten Takte rauskomme, das frustriert mich das, und das ist dann glaub ich der Zeitpunkt zu sagen, nein ist zu schwer, oder bin ich nicht ehrgeizig genau dafür? hmmmm

Und neue Stücke? Wie viel Zeit sollte man dafür benötigen, das man sagen kann, ja, das Stück ist für meinen Level.

Danke und lg
 
Barratt

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Erst wenn ich über 3 Stunden, jetzt nicht auf einen Schlag, sondern immer so 20min nicht über die ersten Takte rauskomme, das frustriert mich das, und das ist dann glaub ich der Zeitpunkt zu sagen, nein ist zu schwer, oder bin ich nicht ehrgeizig genau dafür?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Ich erinnere mich, dass ich schon mal zwei Tage à 5 Stunden am ersten Takt eines Stückes gesessen habe, bis der im Tempo schön rund lief. :lol:
 
 

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