zeitgenössisches für orgel

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carO

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hullo!

ich bin auf der suche nach zeitgenössischer literatur für orgel.
bis jetzt hatte ich da mal was von planyavsky (sehr genial) und ich durfte mal kropfreiter probieren (nicht so mein ding).
Mir gefallen viele "moderne" harmonien und ideen, aber ich habs nicht so mit atonaler musik, ich brauch was, bei dem ich noch eine melodie o.ä. "erkennen" kann, der großteil dessen, was mir bis jetzt untergekommen ist, war aber eher aus der kategorie viele-töne-unlogisch-aneinandergereiht....

kennt ihr "erträglich" moderne musik für orgel? kann ruhig auch schwerer sein, ich hab zeit und geduld :)

lg
 
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Atra

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hullo!

ich bin auf der suche nach zeitgenössischer literatur für orgel.
bis jetzt hatte ich da mal was von planyavsky (sehr genial) und ich durfte mal kropfreiter probieren (nicht so mein ding).
Mir gefallen viele "moderne" harmonien und ideen, aber ich habs nicht so mit atonaler musik, ich brauch was, bei dem ich noch eine melodie o.ä. "erkennen" kann, der großteil dessen, was mir bis jetzt untergekommen ist, war aber eher aus der kategorie viele-töne-unlogisch-aneinandergereiht....

kennt ihr "erträglich" moderne musik für orgel? kann ruhig auch schwerer sein, ich hab zeit und geduld :)

lg
Matthias Nagel
Kirchenmusiker in Westfalen. Aber was der zur Zeit an Musik rausbringt - einfach genial. Nciht zu schwer (üben muss man schon), Modern, aber dennoch wohlklingend.
 
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Nasard

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>> ich bin auf der suche nach zeitgenössischer literatur für orgel.
bis jetzt hatte ich da mal was von planyavsky (sehr genial) und ich durfte mal kropfreiter probieren (nicht so mein ding). (...)
kennt ihr "erträglich" moderne musik für orgel? kann ruhig auch schwerer sein, ich hab zeit und geduld :)

Hallo,

ich unterstelle mal, daß "zeitgenössisch" das 20. Jahrhundert weitgehend einschließt. (Der erwähnte Augustinus Franz Kropfreiter lebte von 1936 bis 2003.) Etliche der wichtigsten Komponisten des 20. Jh. haben leider wenig bis nichts für die Orgel geschrieben (Strawinsky, Debussy, Ravel, Bartok, Schönberg....), da gibt es dann oft nur "Bearbeitungen", ein Beispiel (von vielen) wäre die Toccata op. 11 von Prokofjew.

Trotzdem herrscht kein Mangel an interessanter Orgelmusik nach ca. 1920. An vorderster Stelle möchte bzw. muß ich den Komponisten Olivier MESSIAEN nennen, der für die Organisten gewissermaßen der "Bach des 20. Jh." ist. Wer sich mit seinen Orgelwerken befassen möchte, sollte mit den früheren Zyklen (Nativité, Ascension, Les corps glorieux) beginnen, sie sind eher leichter zu hören. Die spieltechnische Schwierigkeit ist sehr unterschiedlich, manche Sätze sind sehr langsam, andere extrem virtuos (etwa das beliebte "Transports de joie...." aus dem Himmelfahrtszyklus "L' Ascension"). Gute Aufnahmen gibt es mittlerweile viele.

An weiteren französischen Komponisten möchte ich mal nennen:
- Maurice Duruflé
- Marcel Dupré
- Jehan Alain
- Jean Langlais
- Gaston Litaize
- Flor Peeters (Belgier)
- Naji Hakim (www.najihakim.com)

Was Deutschland angeht, wäre u.a. Hindemith zu nennen (3 Orgelsonaten, vielleicht erst mal die zweite vornehmen), dann Komponisten wie Genzmer, Krol, Reda, Hermann Schroeder, Distler, Ahrens, Micheelsen, Medek; von den jüngeren etwa Johannes M. Michel, Roland Leistner-Mayer und Andreas Willscher (www.willscher.com). Der tschechische Komponist Petr Eben. Und Österreicher (2 hast Du schon genannt), Engländer, Amerikaner....

Nützliche Literaturangaben z.B. im Wikipedia-Artikel "Orgelmusik".

Für Spezialfragen empfiehlt sich www.orgelforum.de

Grüße vom
Nasard

P.S. Zu Planyavsky möchte ich noch seine Homepage (www.peterplanyavsky.at) sowie sein Buch "Gerettet vom Stephansdom" empfehlen. Sehr unterhaltsam!
 
Axel

Axel

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Hallo,

es gibt tatsächlich erdrückend viel. Im amerikanischen Bereich auch viel Literatur, die noch weitgehend tonal ist. D. Gawthorp hat sogar einige Stück zum Download im Netz, einfach mal schauen: http://www.dunstanhouse.com/catalog

Ansonsten ein paar Favoriten, die ich persönlich gerne spiele:

Alain: Je jardin suspendu, Litanies
Peeters: Concertstück op. 52a
Hakim: Sinfonia in honorem S. Joh. Bap.
Hindemith: 2. Sonate (Nasard hatte dieses schöne Stück schon empfohlen)
einige Sachen von Andreas Willscher (www.willscher.de)
einige Stücke des Hindemith-Schülers H. L. Schilling, z. B. die Partita "Allein Gott in der Höh"
Einige eher romantische Stücke von Hielscher: www.hielscher-music.de
Trexler: Epiphanie-Suite a.d. Gregorianischen Orgelwerk
Litaize: Prélude et danse fugée
Preston: Alleluyas

Was jetzt wirklich etwas für Dich ist, ist natürlich schwer zu sagen. Die Frage ist, ab wann es für Deinen Geschmack einen Aneinanderreihung von Tönen wird. Und natürlich, wieviel Du üben willst, Litaize geht nicht in 3 Tagen ;)

Gemäßigt modern sind einige Post-Impressionisten, Jongen z. B. mit einigen sehr netten Sachen (Chant du Mai könnte ich empfehlen). Oder Paul Benoit, dessen Musik es über die Buchhandlung der Abtei Clairveaux gibt.

Viele Grüße
Axel
 
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carO

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wow, danke für die tollen antworten!!

ich werd mich mal durch die ganzen vorschläge rackern :)
jean langlaises Epilogue pour pédale solo find ich toll, das werd ich mir mal vornehmen...
und messiaen hab ich auch gleich ge-youtubet ;) das is ja auch schwer genial!
ich sehe, mir wird bestimmt nicht fad werden in der hinsicht

großes dankeschön nochmal!

lg

@Nasard: ein buch von planyavsky? na das is ja mal was :) wenn das nur annähernd so unterhaltsam ist, wie das willkommen auf seiner website.....
 
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Christoph

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Wolfram Rehfeld - Orgelimpressionen - super Stücke für den Gottesdienst, auch reine Manualliteratur dabei, die du wegen deiner Orgel ja glaube auch händeringend suchst, oder?;)
 
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carO

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jaaaaaaa manualiter such ich wie verrückt^^
ich bin schon 2 mal durch mit meiner auszugs-sammlung, hab schon überlegt ob ich den werten gottesdienstbesuchern meine improvisationskünste aufzwingen soll. das wär dann wohl auch zeitgenössische musik. aber meistens atonal. unfreiwillig.

lg)
 
 

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