yundi li - um himmels willen!

Dieses Thema im Forum "Werke, Komponisten, Musiker" wurde erstellt von konstantin, 31. Aug. 2006.

  1. konstantin
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    konstantin Guest

    welche FS meinst du eigentlich, karl? die crhomatik mit 1-4 usw ? das ist doch eher eine vereinfachung/hinweis von liszt, damit man die läufe in dem tempo hinbekommt.
    oder gehts um die pralltriller/vorschläge?
     
  2. Karl
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    Karl

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    im genauen geht es um

    1) erste variation die vorschläge im hauptthema mit 1-2 anstatt mit 2-3 (ist ziemlich happig)
    2) das triolenthema aufsteigend nach dem erste durchlauf mit 2 händen
    3) das thema mit den trillern 1-3-4-3 1-3-4-3, er spielt 1-4-5-4 - erleichtert die variation enorm. machen eigentlich fast alle sie mit 4-5-4 zu spielen.
     
  3. Karl
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    Karl

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    sehe ich nicht so,

    cortot erwähnete einmal, rach3 la campanella wären die 2 schwersten stücke überhaupt, rach3 seiner länge wegen, la c auf grund der technischen barrieren die dieses stück auf 10 seiten bietet. es gibt eine vielzahl werke die auf problematiken abzielen wie unabhängikeit 3-4 o.ä. aber kein stück das damit anfängt den daumen zu trainieren, dann zeigefinger, 3,4,5... ist in meinen augen ein unikat, deswegen auch so selten adäquat professionell vorgetragen.
    das ist mein antrieb ihn zu kritisieren :)
     
  4. konstantin
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    konstantin Guest

    wenn cortot das meint, dann fange ich an, an cortot zu zweifeln. diese "rach3 ist das schwerste stück der welt" - leier ist doch mittlerweile sowas von überholt. zu cortots zeiten war rach3 neu, auch la c. war auch immer gefürchtet. aber im 20. jhdt hat sich soviel getan... allein schon die ausnahmepianisten wie godowsky oder alkan bieten stücke, die locker an rach3 rankommen, godowsky wohl noch eine viel filiganere virtuosität als die eher vulgäre virtuosität eines alkan, liszt oder tausig.
    zur erleichterung: sicher, so lernt man viel.
    aber ich hatte in einem klavierkurs mal feux follets gespielt und der prof (klaus hellwig, durchaus renommiert) erwähnte, dass es durchaus legitim ist, F.F. durch zuhilfenahme der l.h. am anfang beim ersten thema zu variieren - nicht unbedingt zu vereinfachen. ebenso, erstaunlicherweise, chopin 10/2. nun, die "vereinfachungen" für 10/2 sind scheinbar nicht der rede wert, an der gesamtzahl der noten kommt man wohl nicht mal auf 0.1%, die dadurch erleichtert werden. dennoch spielt es sich angenehmer und wenn es ums vortragen geht, darf man sich das imo durchaus gewähren. klar, man kann alle gemeinen fingersätze zur eigenen übung trainieren - wenn mans damit schafft, umso besser. man muss auch bedenken: wenn liszt ausnahmslos _keine_ veränderung des FS gewollt hätte, hätte er es doch auch so komponiert, dass das gar nciht erst möglich ist, da gibt es ja genügend beispiele von ihm.
    however, ich persönlich finds zum vortragen niicht schlimm. und keiner wird anzweifeln, dass li wohl ziemlich gut technisch klavierspielen kann, auch mit den kleinen veränderungen. ob er nun aufgrund seiner albernen theatralik und nicht vorhandenen, bzw. künstlichen musikalität oder der von dir bemängelten "vereinfachung" der lisztschen etüde (für mich) nicht zu einem _guten_ pianisten zählt, sei dahingestellt...
     
  5. Windir
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    Windir

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    Ich find das video irgendwie kitschig/heuchlerisch, naja wems gefällt...