Yamaha YDP-163 Klang der Lautsprecher

Tyr
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Guten Tag zusammen,

momentan plage ich mich ein wenig mit dem oben genannten Digitalpiano herum. Ich wollte ein Upgrade von meinem Yamaha P-115B hin zu etwas größerem machen, da ich mir davon noch mehr Spielkomfort von der Tastatur versprach und der Sound noch ein bischen satter rüber kommen sollte. Testberichte auf verschiedenen Seiten (sowohl deutsch als auch englisch) haben dann mein Interesse am YDP-163 geweckt. Ich habe ich das Piano im Laden angespielt und da gefiel es mir eigentlich auch gut.

Zuhause folgte dann ein wenig die Enttäuschung. Zwar ist die Klaviatur sehr gut und insgesamt spielt es sich auch hervorragend, aber der Sound über die Lautsprecher klingt extrem mager, will sagen, es ist fast unerträglich. Es klingt extrem hölzern schwammig. Über den Kopfhöreranschluss ist es wirklich gut. Satte Bässe, schöne Mitten und bissige Höhen und dabei trotzdem sanft. Man merkt zwar die 13 Watt mehr im Gegensatz zum P-115 aber von der Klangqualität ist erschreckenderweise das alte Piano dem neuen beim Spielen über die Lautsprecher deutlich überlegen.

Ich bin heute nochmals zum Laden gefahren und habe um eine Hörprobe gebeten und es scheint zumindest nicht am Instrument zu liegen. Auch im Laden klang es als würde man in eine Dose sprechen. Diesen klang kannte ich von meinem alten Piano (so ein Thomann 08/15 Gerät).

Soll dies ein Qualitätsmerkmal des Instruments sein? Bei jedem Test wurden die Lautsprecher gelobt, ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass das der gewünschte Klang sein soll. In dem Fall würde ich mit zwei Kissen auf meinem alten Instrument günstiger fahren und hätte das gleiche Ergebnis.

Hat jemand ebenfalls dieses Instrument? Wenn ja wären einige Erfahrungen interessant. Ich überlege, das Gerät wieder auseinander zu nehmen und zurückzugeben.

Grüße

Tyr
 
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Jeder Raum ist anders und die Aufstellung bestimmt ganz wesentlich, wie es klingt.

Wenn Instrument und Raum bei Dir partout nicht zusammenpassen, wirst du um eine Rückgabe nicht herumkommen.
 
Tyr
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Mein P-115 klingt, egal wo es steht gleich gut. Dieses klingt dagegen, egal wo es steht gleich schlecht. Ich kann es am Freitag zurück bringen und der Verkäufer war auch verständnisvoll. Eine Alternative habe ich bereits ins Auge gefasst, werde aber alles was da steht mal ausprobieren. :)
 
Manuela
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Neuer ist nicht immer besser ;-)

Hast du schon überlegt, externe Boxen anzuschließen?
 
Tyr
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Externe Boxen wären zwar eine Idee, aber da ich das Piano im Wohnzimmer aufstellen möchte, fällt die Option eher raus. =)
 
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Bassplayer
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Design und Anspruch an die Klangqualität mit dem gesetzten Budget umzusetzen dürfte nicht leicht werden, aber ich wünsche gutes Gelingen. Ich hätte es auch mit externen LS probiert, aber ein Stage sieht natürlich nicht wie ein upright aus.
 
Tyr
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Das YDP-163 ging jetzt zurück zum Händler und habe im Austausch das CLP-545 zu einem guten Kurs mitgenommen. Spielerisch und klanglich eine völlig andere Welt.
 
Riesenpraline
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Man merkt zwar die 13 Watt mehr im Gegensatz zum P-115 aber von der Klangqualität ist erschreckenderweise das alte Piano dem neuen beim Spielen über die Lautsprecher deutlich überlegen.
Das P-115 klingt besser als das YDP-163???

Kann ich fast gar nicht glauben.
Ich habe selbst ein P-115 und das klingt gerade so befriedigend.
 
Tyr
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Ich empfand es so. Das P-115 hatte einen volleren, harmonischeren Klang. Beim 163 wirkte es als fehlen sämtliche Bassfrequenzen, es schepperte geradezu aus den internen Boxen.
 
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Ich empfand es so. Das P-115 hatte einen volleren, harmonischeren Klang. Beim 163 wirkte es als fehlen sämtliche Bassfrequenzen, es schepperte geradezu aus den internen Boxen.
Die Bassfrequenzen fehlen allerdings auch beim echten Klavier. Unter 100 Hz passiert da nicht mehr viel, weil der Resonanzboden dort nicht mehr antwortet.
 
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Also ich habe ein P-35 und das YDP-163. Das P-35 hat die GHS-Tastatur, kein Vergleich zur GH3 des 163, allerdings sind die Yamaha Holztastaturen dann noch mal ein Stück besser.
Der Klang aus den kleinen Breitbandlautsprechern des 163 ist den hochwertigen Verstärker-Lautsprecher-Kombinationen der teuren CLPs natürlich hoffnungslos unterlegen, aber ich hab das 163 in einer Raumecke stehen, was den Bass etwas anhebt, und zusätzlich das 163 ein gutes Stück von der Wand weggerückt, was dem Klang gut tut.
Ich wollte einfach für eine Zweitwohnung eine gute Tastatur, guten Klang über Kopfhörer und akzeptablen Klang über Lautsprecher, und das bietet das YDP-163. Dass doppelt und dreimal so teure Digis auch entsprechend besser sind, liegt in der Natur der Sache.
Glückwunsch zum CLP-545, das hast du was wirklich feines...
 

mick
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Die Bassfrequenzen fehlen allerdings auch beim echten Klavier. Unter 100 Hz passiert da nicht mehr viel, weil der Resonanzboden dort nicht mehr antwortet.

Hä? Vielleicht bei einem kleinen Klavier, aber ein großer Flügel hat auch weit unterhalb von 100 hz noch jede Menge zu bieten. Das 2. Brahms-Konzert beginnt mit einem 30 hz-Ton, und den hört man auch in sehr großen Sälen noch klar und deutlich bis in die letzte Reihe.
 
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@mick Nein, du bekommst bei so tiefen Frequenzen hauptsächlich die Obertöne in die Ohren und dein Gehör (Gehirn) bildet daraus dann einen 30Hz-Ton.
 
Steinbock44
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Eine 32'-Pfeife einer Orgel (etwa 10,39m lang) schwingt mit 16,4Hz. Diese Pfeife kann nicht gehört sondern nur mehr gefühlt werden.

P.S. mir war nach einem Orgelkonzert in einer Kirche richtig schlecht ..... kurz vor dem Kotzen ..... ja nu, man soll sich NIE einen Orgelkonzert mit vollen Magen anhören.
 
Andre73
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Interessantes Thema. Hört hier jemand 30Hz?

Ja, 30 Hz höre ich mit Nubert NuPro A200, aber noch gedämpft (bis etwa 28 Hz, dann nix mehr)
Bei 35 Hz wirs schon recht heftig und bei 40 Hz wackelt die Bude.

Ich glaub aber im Bezug auf Flügel hat FünfTon recht, es gibt so Frequenzanalysen von Flügeln, die zeigen, dass da unten gar nicht so viel passiert.
(Ich denke mal, dass Orgelpfeifen wirklich so tiefe Frequenzen erzeugen, sie liefern ja auch gefühlt die dazu notwendige Energie mit).

Dem Ohr kann man durch bestimmte Obertonreihen vorspiegeln, dass eine tiefere Basisfrequenz bestimmend ist. Viele moderne Minilautsprechersysteme nutzen das wohl auch aus. Sie spielen scheinbar erstaunlich tief, obwohl das wegen der Gehäusegröße physikalisch gar nicht gehen sollte. Die schummeln halt, knackscharfe energiereiche Bässe sind das nicht, aber wir hören tiefe Töne.

Leider grad keinen Link parat, aber es gab dazu interessante Darstellungen, die auch die messenden Leute verwunderten.
 
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Andre73
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Leider grad keinen Link parat, aber es gab dazu interessante Darstellungen, die auch die messenden Leute verwunderten.

Einen Link dazu gefunden:
http://forum.pianoworld.com/ubbthreads.php/topics/2647315/1.html

Das Video im ersten Beitrag zeigt, selbst für C2 und C1 passiert da unten ganz ganz wenig.
Die tiefen Töne nimmt das Ohr nur durch die Obertonreihen wahr.
Auch nachfolgende Beiträge/Analysen dort zeigen, unter 60 Hz passiert auf dem Flügel sehr wenig Energietransport.

Man müsste auch massig viel mehr Energie in tiefe Töne stecken, damit wir dieselbe Lautstärke wahrnehmen wie bei mittelhohen Tönen. So sehr könnten wie mit unserem Finger die Saite + Resonanzboden gar nicht anregen. Deshalb haben Subwoofer absurde 500 Watt und mehr, im Gegensatz zu den <100 Watt der Mitteltöner.

Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Gehörrichtige_Lautstärke

Mit Bild https://de.wikipedia.org/wiki/Gehörrichtige_Lautstärke#/media/File:Kurve_gleicher_lautstärke.svg
Geh%C3%B6rrichtige_Lautst%C3%A4rke
 
 

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