Wie weit ist das Gehör entwickelbar?

aichi337
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Welche Fähigkeiten des Gehörs kann man entwickeln, und wie weit?
 
Welche Fähigkeiten des Gehörs kann man entwickeln, und wie weit?
Wie Du schon an der ersten Antwort gesehen hast, ist Deine Frage viel zu allgemein formuliert. ;-) Welche Fähigkeiten Deines Gehörs willst Du denn entwickeln? Willst Du Dur und Moll unterscheiden können, Intervalle erkennen können oder eine Melodie nach Gehör nachspielen können, eventuell auch Akkorde nach Gehör? Und dann gibt es noch vieles andere. Also was genau willst Du lernen?
 
Welche Fähigkeiten des Gehörs kann man entwickeln, und wie weit?

Welche? Alle außer physiologisch bestimten (Frequenzbereich).
Wie weit? Das Gehirn wächst an seinen Aufgaben, allerdings ist die Frage: Was bringt das Individuum (also, wahrscheinlich Du) mit, was kannst Du schon, wo willst Du hin? Ist das intrinsisch motiviert (Ich will dass, weil es mich interessiert!) oder extrinsisch (Ich brauche das für eine Prüfung.)

Spielst Du z.B. nach Gehör? Kannst Du sofort erkennen "Ah, Dur-Akkord, zweite Umkehrung!" oder "Das Stück ist in dorisch!"?

Grüße
Häretiker
 
Welche? Alle außer physiologisch bestimmten (Frequenzbereich).
Wie weit? Das Gehirn wächst an seinen Aufgaben,
In der Tat, so ist es.

@aichi337 , wenn Dich diese Frage interessiert, dann sei Dir das Kapitel 2 "Musik hören" aus dem Buch "Vom Neandertal in die Philharmonie - Warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann" (Springer Verlag, 2018) von Eckart Altenmüller empfohlen .

Am Ende dieses Kapitels schreibt Altenmüller (Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule in Hannover)

"Der Hörsinn verfügt wohl von allen Sinnen über die größte Lernfähigkeit, er hat die größte Plastizität. (...) Unser Gehör lernt also in Sekundenschnelle und zugleich über Jahre hinweg. Ein aus dem Alltag von Musikern herausgegriffenes Beispiel ist das "Einhören" in eine veränderte Akustik im vollbesetzten Konzertsaal. Auf langfristigen Lernvorgängen beruht beispielsweise das feine Gehör eines Geigers in Bezug auf kleinste Tonhöhendifferenzen beim Einstimmen." (S. 142)
 
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