Wie lange hattet ihr Klavierunterricht?

  • Ersteller des Themas Sabrina-von-der-Ostsee
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Zur Ausgangsfrage: ich hatteals Jugendlicher 4 Jahre Klavierunterricht und habe ihn beendet, weil ich mich auf den Schulabschluss konzentrieren wollte und der Wunsch, Musik zu studieren, weggefallen war.

Viele Jahre später hatte ich noch mal ein Jahr Unterricht und habe damit aufgehört, weil irgendwie alles nicht passte. Vor allem war ich unzufrieden mit dem Unterricht, weil der Lehrer nicht engagiert war. Ich war auch nicht glücklich mit dem Digitalpiano, auf dem ich übte, obwohl es einen guten Klang hat. Zum Kauf eines akustischen Klaviers konnte ich mich jedoch nicht durchringen. Nach einem Jahr Orientierungsphase mit verschiedenen Instrumenten habe ich dann mit dem Saxophon begonnen und inzwischen seit über fünf Jahren guten Unterricht, den ich zunehmend seltener in Anspruch nehmen müsste.
 
wann die Pianisten, so sie denn aufgehört haben, die Ausbildung beendeten. Oder auch warum.
Ich kenne etliche PianistInnen, die nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium sich beruflich anders orientiert haben. Wenn dann noch Familiengründung etc. ansteht, verschieben sich halt die Prioritäten. Für Unterricht und regelmäßiges „Üben“ fehlen Zeit und/oder Muße - ob temporär oder auf Dauer? Wer weiß.
 
Erstmal noch OT: Ich fand dass das hier ja eine interessante Entwicklung einer Fragestellung war. Wer einen von Moderatoren zugespammten Thread sehen will, hier entlang: https://www.clavio.de/threads/klavier-praxisorientierte-mensuration-mit-dem-computer.31394/

Das Problem bei regelmäßigem Unterricht für mich als Dilletant ist, dass es sich wenig effizient anfühlt, wenn ich wieder einmal wegen der Lebensumstände nicht genug zum Üben gekommen bin. Dann die Einheiten auf alle paar Wochen einmal zu reduzieren, bringt aber auch wenig, dann spiele/übe ich noch weniger konsequent. Also es ist sehr hilfreich, ein konkretes Übeziel zu haben - eine Probe oder Aufführung oder eben auch eine Klavierstunde.
 
Bei mir war es wöchentlicher Einzelunterricht von 5 -19 Jahren. Nach den ersten beiden Jahren Unterricht bei einer Klavierlehrerin, die an der Musikhochschule Weimar unterrichtete, und dazu ein paar Privatschüler hatte. Auf dem Gymnasium hatte ich den Schulchor begleitet, obwohl die Klavierlehrerin davon abriet (ich würde da nur das schlampig spielen kultivieren🙂).
Ab 15 dann zusätzlich Gitarre in der Schulband (Blues), ebenso als Student. Heute hängen nur noch die Klampfen, darunter eine Fender Strat und eine Dobro, an der Wand - aber mein Herz hängt immer noch am Blues. Die Vernunft sagt mir, ich sollte wegen schwacher Stimme und mangels Übung mich lieber aufs Klavier und seit 18 Jahren auf die Kirchenorgel konzentrieren.

Jetzt bin ich im Vorruhestand angekommen und habe vor, täglich eine Übeeinheit am Klavier und eine an der Orgel hinzulegen, jeweils so 1-2h. Spiele seit 10 Jahren regelmäßig Orgelvespern und Gottesdienste, und Klavier hörte nie auf, aber auf kleiner Flamme. Seit einiger Zeit auch wieder Klavier bei Veranstaltungen, im Quartett oder Trio, Begleitung bei Buchlesungen etc. Hab auch mal den Kirchenchor am Klavier begleitet, Korrepetition (brauche aber die Noten vorher, prima vista Spiel ist ziemlich mäßig)

Vielleicht mache ich einen Faden auf bzgl. Hammerkopfaustausch-Odyssee (gut ausgegangen, aber wahrscheinlich ungewöhnlich) an meinem Steinway-O (Bj.1935). Den hatte ich vor mittlerweile 50 Jahren🤔 bekommen, eines Tages stand der im Wohnzimmer statt des Klaviers, und ich werde ihn bis zum Ende meiner Tage bespielen, so Gott will.
Sorry, Nachricht ist sehr lang geworden,
Gruß Olaf
 
Nachtrag: bzgl. Orgel hatte ich auch regelmäßig Unterricht. Jetzt gehe ich projektmäßig ran, vor einer Orgelvesper nehme ich 1-2h Unterricht am Stück, ebenso wenn was mit Klavier ansteht, bei einer Konzertpianistin aus Rinteln. Seit einiger Zeit also klar projektgetrieben.
 
Ich kann es gar nicht genau sagen - angefangen hab ich mit 5 - alsdann Lehrerwechsel mit zwischenzeitlichen Pausen.

Meinen Oberstufenabschluß machte ich 1987, da war ich wohl so um die 25 rum.
 
Evgeny Kissin hatte seine erste Klavierlehrerin Anna Kantor bis zu ihrem Tod im Alter von 98 Jahren im Jahr 2021. Er war zu dem Zeitpunkt 50 Jahre alt. Sie wohnte sogar bei ihm.

"Soon after I began my studies with her, Anna Pavlovna became for me much more than just a teacher: during all these years she has been a real friend, like a family member," Kissin wrote. "She became very close to our whole family, and 30 years ago she moved to live with us."
"She was my only piano teacher, and everything I am able to do on the piano I owe to her. She was a truly remarkable woman, a person of rare integrity and purity,"


Sicher ein seltener Fall, aber einen kritischen Begleiter zu haben ist sicher auch für einen langjährigen Profi sehr vorteilhaft.
 

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