Wie lange hattet ihr Klavierunterricht?

  • Ersteller des Themas Sabrina-von-der-Ostsee
  • Erstellungsdatum

es gibt Stücke, die ich schon mit 18 oder 20 Jahren probiert habe, aber an denen ich mehrere Dekaden lang gescheitert bin, weil ich einfach nicht wußte, dass ein bestimmtes Bewegungsmuster die Lösung ist. Erst meine dritte Klavierlehrerin brachte mich vor 1-2 Jahren drauf (es mag wahrscheinlich so sein, dass meine vorangegangenen Klavierlehrerinnen nicht explizit danach gefragt wurden). Viele Stücke, die mir jahrzehntelang versperrt blieben, kommen in den Bereich des Denkbaren, Möglichen. Ich bin froh, den Unterricht wiederaufgenommen zu haben und glaube tatsächlich, dass ich mittlerweile so weit bin, wie ich vorher nie war. Darum werde ich Unterricht nicht leid, weil es immer noch eine großartige Entdeckungsreise ist.
 
Lange her, brauche einen Taschenrechner:003:, vor etwa 67 Jahren bekam ich unfreiwillig für einige Jahre bis zum Studium wenig fordernden Klavierunterricht. Ich war wohl 15 und wollte eher Fussballspielen. Aber das Klavier faszinierte mich danach doch sehr. Mit etwa 35 kaufte ich mir ein Kleinklavier und spielte alte Sachen (Burgmüller) ohne jeden Fortschritt. Mit ca. 50 dann wieder Klavierunterricht. Seitdem weiß ich, daß ich auch wegen der Kommunikation einen Klavierlehrer brauche. Wer ein Hobby hat möchte sich schon auch mal ein wenig austauschen. Bis Clavio 2009 kannte ich niemanden sonst, der so ein exotisches Hobby hatte (so empfand ich es). Nun habe ich immer noch Unterricht und freue mich immer auf ein nicht ganz regelmäßiges Treffen beim KL. Es geht weniger um Fortschritt, sondern um das Klavierspielen an sich. Vielleicht ist es das letzte Hobby, was ich beim Älterwerden noch pflegen kann...solange die Arthrose noch mitspielt.;-)

Manfred
 
"We would play faster if we could" oder so ähnlich hieß es im Film "I walk the line" über das Leben von Johnny Cash. :party:

Ich lerne unheimlich gerne dazu und finde den Austausch mit Kolleg*innen darüber sehr wichtig und hilfreich. Und ich gönne mir auch heute noch die ein oder andere Unterrichtseinheit, seit es an der Orgel oder für die Stimme. Vielleicht nehme ich auch eines Tages wieder ein paar Klavierstunden, aber dazu bräuchte ich erstmal wieder Zeit zum Üben. Stunden nehmen und dann die Impulse aus Zeitgründen nicht umsetzen können mag ich nicht so gerne.
 
Ich lerne unheimlich gerne . Vielleicht nehme ich auch eines Tages wieder ein paar Klavierstunden, aber dazu bräuchte ich erstmal wieder Zeit zum Üben. Stunden nehmen und dann die Impulse aus Zeitgründen nicht umsetzen können mag ich nicht so gerne.

Das ist mein jetziges Problem Nummer 2 .
Daher schiebe ich auch die Anschaffung von einem neuen Klavier nach hinten raus. Weil ich noch viel von der Welt sehen will solange es die Gesundheit zu lässt .
 
In meinem Sprachverständnis ist Neid wie alle anderen der sieben Todsünden ausschließlich negativ behaftet (s.o.).
Was geht dann in dir vor wenn du jemandem „Hals und Beinbruch“ wünscht?

Deshalb macht man Klavierunterricht im Einzelunterricht und behandelt die Schüler unterschiedlich!!
Dem einen Zuckerbrot, dem anderen Peitsche? ( 🤪)
 

Entscheidend ist, zu welchem Zeitpunkt sich Off-Topic entwickelt. Ich zitiere mal aus den Forumsregeln:

„2. Off-Topic: Besonders in neu erstellten Themen [ab wann ist ein Thema nicht mehr neu erstellt?] ist Off-Topic unerwünscht. Jede ernsthafte Frage oder Überlegung soll die Chance auf eine sachliche Diskussion haben, ohne sofort in Ironie, Sarkasmus oder flache Plauderei abzuschweifen. Wenn sich der Inhalt im Verlauf in eine andere Richtung entwickelt, ist das natürlich interessant und in Ordnung (wird ggf. ausgelagert).“
 
Das bissi Disziplin und die Höflichkeit, ein Off-Thema nicht über Gebühr auszuwalzen, wird man hier doch noch zusammenkratzen können.
 
Gehört es nicht zur Natur eines lebendigen Forums, dass es immer auch um etwas anderes geht?

Aus meiner Sicht gehört das zu jeder lebendigen Unterhaltung. Nicht selten fragt man sich im Laufe eines Gesprächs doch: "Wie sind wir denn jetzt darauf gekommen?" Und dann wird der Weg dahin mühsam rekonstruiert.

In diesem Faden sehe ich überhaupt kein off topic. Bedeutet die Frage des Themas denn wirklich nur, wie lange jemand Klavierunterricht hatte, oder beinhaltet die Frage nicht auch, welche Wege jemand ganz generell geht, um sein Klavierspiel zu verbessern? "Neid", wie auch immer man den jetzt versteht, auf Früheinsteiger ist kontraproduktiv (wie generell jeder Neid auf Kindheiten anderer sinnfrei ist), das hat chopinfan abschließend schön zusammengefasst. Wenn Missverständnisse oder Meinungsverschiedenheiten auftreten, dann sollte man das thematisieren, das hat mit off topic nichts zu tun (und das bezieht sich nicht selten auf unterschiedliche Definitionen von Begriffen). Und wenn dann noch jemand schreibt, wie man denn dann "Hals und Beinbruch" verstehe, dann finde ich das einfach nur witzig, das bewegt sich alles im Rahmen der Verhältnismäßigkeit und ist okay.

Was übrigens meinen Klavierunterricht angeht: Ich bin im dritten Jahr und habe mir die Frage, wie lange das noch gehen soll, noch nie gestellt. Über die ferne Zukunft mache ich mir ebensowenig Gedanken wie über die Vergangenheiten oder Kindheiten anderer. Ich ziehe das Leben im Hier und Jetzt vor. Wer weiß denn auch, was kommt? Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten. Dann ergibt sich daraus vielleicht ein Lehrerwechsel, vielleicht eine Pause, vielleicht auch eine komplette und längere Auszeit vom Unterricht. Das sind für mich ungelegte Eier. Selbst ein David Garrett war phasenweise ohne Unterricht und das war noch vor seinem Studium. Es kommt auf so vieles an, auf die Schüler-Lehrer-Konstellation, auf die eigenen autodidaktischen Fähigkeiten, auf die Lebenssituation, wie gut oder schlecht der Unterricht gerade läuft ... ich habe auf die Frage des Fadens von daher keine Antwort. Ich finde es auch müßig, mir die Frage zu stellen, ob ich irgendwann fertig gelernt habe. Man ist in nichts je fertig und bzgl. der Musik schreibt Schumann das treffend in seinen Haus- und Lebensregeln: "Es ist des Lernens kein Ende!" In diesem Sinne begebe ich mich nun wieder ans Lernen und verabschiede mich aus diesem Faden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hätte Vanessa richtig mitgelesen, hätte sie gesehen, dass es mir nicht darum geht, wann ich endlich mit dem Unterricht aufhören kann 😅
Sondern generell darum, wann die Pianisten, so sie denn aufgehört haben, die Ausbildung beendeten. Oder auch warum. Ob sie sich ausreichend ausgebildet fühlten, keine Lust mehr hatten, ihnen die Luft ausging oder mit dem Musikstudium abgeschlossen hatten, oder wie so viele - als Kind zum Klavier genötigt und als Teenager aufgehört und als Erwachsene wieder eingestiegen...
Außerhalb dieses Forums kenne ich ein paar Pianisten, die aber alle irgendwann aufgehört haben, sei es nach dem Abi, als es ins Studium ging (nicht musikalischer Natur) oder nach dem Studium (Lehramt) usw, ich kenne niemanden, der bereits als Kind anfing, der im Erwachsenenalter noch Unterricht nimmt.
Ich, die erst vor ein paar Jahren anfing, werde sowieso länger brauchen und finde den Unterricht sehr erfüllend.
 

Zurück
Top Bottom