Wertverlust gebraucht Steinway K 132 vs Neu Seiler 132 Konzert SMR

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Kaiser, 8. Jan. 2018.

  1. ehenkes
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    ehenkes

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    Wie weit zurück kann man da bei gebrauchten Yamaha U1 gehen? Es gibt günstige Angebote aus den 60ern und 70ern, teilweise mit Silent-System-Nachrüstungen. Gibt es diesbezüglich eine Übersicht über die (Weiter-)Entwicklung des Yamaha U1?

    Das Kawai K3 oder K300 (An einigen Stellen: Nutzung von Kohlefasern (stabil, leicht) anstelle Holz) wird oft verglichen mit dem Yamaha U1, etwas preisgünstiger (ca. 10%) angeboten, und der Sound soll dem Steinway & Sons mehr ähneln. Im Endeffekt Gefühlssache.

    Hier findet sich eine Darbietung des K300:

    View: https://www.youtube.com/watch?v=8ywEXcW9Da4
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Feb. 2018
  2. fisherman
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    WENN es gut gepflegt und/oder exzellent überholt wurde sind m.E. sogar die berüchtigten Grauimporte aus dem 70ern gut brauchbar (meines war so eines). Bei nachgerüsteten alten Silents wäre ich allerdings vorsichtig. Hier gilt: Je neuer, desto besser. Ich würde keine Silenttechnik kaufen, die älter als 3-5 Jahre ist.

    Was ist besonders? Nix. Ist ein sehr ordentliches Klavier mit einem wirklich guten Preis-Leistungsverhältnis und eben einer ungeheuren Marktgängigkeit, was den Wiederverkauf enorm vereinfacht. Ab 90/2000 dürften auch div. Kawai-Modelle ähnliches bieten - davor allerdings würde ICH keine Kawai in Erwägung ziehen. Mir liegt aber auch deren Klangausrichtung weniger.
     
  3. ehenkes
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    Zuletzt bearbeitet: 10. Feb. 2018
  4. Klaus6
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    Klaus6

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    Ich finde die gebrauchten U1 sind in der Regel zu teuer. Oft soll man ja 3000 oder gar 4000 Euro für ein 40 Jahre altes U1 bezahlen. Ein neues K300 wurde mir vom Händler für 4800 Euro angeboten. Da ist es aus meiner Sicht klar was das bessere Angebot ist, zumal mir der Kawai Klang mehr liegt als der der Yamaha Klaviere (wobei das wirklich Geschmackssache ist).
     
  5. fisherman
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    fisherman

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    Ich sagte ja schon: Erstaunlich wertstabil. Schlecht beim Gebrauchtkauf - gut beim Wiederverkauf. Im übrigen finde ich die genannten Preise bei (sehr) gutem Zustand als durchaus angemessen - man nimmt als Vergleichsmaßstab immer den AKTUELLEN NP!


    Berüchtigt deshalb, weil manche Händler(gruppen) containerweise ausgemusterte Musikschulklaviere in Asien aufkaufen, diese oberflächlich (in Polen) aufhübschen lassen und mit Mega-Gewinn an Leute verscherbeln, denen es gar nicht glänzend genug sein sein kann.

    Aaaaber: Es gibt auch seriöse Leute, die solche Containerware abrufen. Da werden dann die wirklich kaputten Teile entweder an Billighöker weitergereicht oder dienen als Ersatzteillager. Die besseren Klaviere aber werden sorgfältig technisch aufgearbeitet und mit ordentlicher Garantie angeboten.

    Wenn ein Yamaha aus den 70ern glänzt wie neu, werde ich vorsichtig. Sieht es aber aus wie eben ein vernünftig gepflegtes Klavier nach 40 Jahren aussieht UND klingt gut und lässt sich auch noch hervorragend spielen, hätte ich keine Bedenken, zu einem angemessenen Preis zu kaufen.

    Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser Simplifizierungs"regel"!
     
  6. FünfTon
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    FünfTon

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  7. ehenkes
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    ehenkes

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    Das ist sehr interessant, was er da bezüglich zerfallende Hammernusskordeln, die die Hammernussfedern halten, zeigt. Das bedeutet, man muss entweder selbst etwas davon verstehen und das Innenleben prüfen (lassen) oder man kauft mit einer 5-Jahresgarantie vom Händler, der das Klavier überarbeitet hat. Das Thema "taube" Basssaiten sollte man beim Spielen (Deckel öffnen) merken.

    Von diesem Klavierbaumeister Lang kann man eine ganze Menge lernen, falls man im Ruhestand an Klavieren anstelle des eigenen Hauses arbeiten will. :party:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=XxUVH793ogM
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Feb. 2018
    FünfTon und joeach gefällt das.
  8. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Klaviaturen, bei denen die Fronten an den Rändern Wulste (Alterung des Kunststoffes) haben, können ein Hinweis auf mürbe Kordeln sein. (gleiche Serie)
     
  9. ehenkes
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    ehenkes

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    Welche Jahrgänge des U1 waren das denn genau?
     
  10. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Das kann die sicher das Team vom Piano-Palme mitteilen.
     
  11. meierzwo
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    meierzwo

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    Das in dem Video ist aber doch kein U1?
    Es nicht heißt, dass man im U1 damals noch auch das gleiche Material verbaut hat...
     
  12. ehenkes
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    ehenkes

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    Dieses Klavier von Grotrian hat es mir klanglich angetan:
    View: https://www.youtube.com/watch?v=K0LKqVGti-g

    Welches Modell ist das? Noch erhältlich?
    Habe auf YT diesen warmen, vollen Klang nicht wieder gefunden, auch nicht bei Grotrian-Klavieren.
     
  13. fisherman
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    Klingt eher wie mit Equallizer kastriert ;-) Solange er spielt, hört man auch keine Umgebung - sobald er spricht, ist das Umgebungs"rauschen" da. (2:12). Mal drauf achten!
     
  14. ehenkes
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    Ja, Du hast recht. Da dreht jemand die Umgebungsgeräusche ab. Vielelicht fehlen daher die höheren Frequenzen. Interessanter Effekt. Das Klavier ist hoch, sollte wohl eher ein 132 sein. Neues Modell?
     
  15. marhof
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    marhof

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    Wahrscheinlich wurde einfach bei der Sprache die Lautstärke erhöht, damit man ihn besser versteht. Das Klavier tönt wesentlich lauter bei den paar Tönen, die er während des Sprech-Teils spielt. Die Nebengeräusche sind dann natürlich auch besser hörbar.

    Während des Spielens wurde die Aufnahmelautstärke wohl abgesenkt, um ein Übersteuern zu vermeiden.
     
  16. Shigeru
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    Shigeru

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    Das müsste das Concertino sein
     
  17. fisherman
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    fisherman

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    Aber beim Soprechen sind auch deutlich mehr Höhen dabei. Ebenfalls gut am Schluss-Klavierklang hörbar.
     
  18. ehenkes
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    ehenkes

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    View: https://www.youtube.com/watch?v=V4m0tUAzRNo

    Das klingt wirklich schön. Kostet neu ca. 30 T€ (gebraucht ca. 10 jahre alt, 14 T€), offenbar der Star der Klaviere bei Grotrian-Steinweg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Feb. 2018
  19. FünfTon
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    FünfTon

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    Übrigens ein klassischer Fehler bei kommentierten Klavieraufnahmen auf YouTube: Kein Ansteckmikrofon verwendet, um den Sprachkanal getrennt aufzuzeichnen und abzumischen.

    Ergebnis: Das Klavier ist immer mindestens viermal so laut wie der Mensch spricht. Immer wieder lustig, wenn man sich ein Klaviervideo spät abends auf der Heimkino-Anlage ansieht. Erst spricht der Pianist/Klavierlehrer kaum hörbar, dann haut der Mensch in die Tasten und die eigenen Nachbarn stehen senkrecht im Bett. :lol:
     
    Barratt gefällt das.
  20. ehenkes
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    ehenkes

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    Ja, ihr habt recht. Man muss da sehr auf die Feinheiten achten bei den Aufnahmen. Heutzutage kann man einiges tricksen bzw. einfach falsch machen.

    Hier habe ich eine interessante Übersicht über Namen und Hersteller gefunden:
    http://www.piano-dilger.de/Wer_baut_was-/wer_baut_was-.html
    Das habe ich schon länger gesucht. Vielleicht auch für andere hilfreich, die ein Piano oder einen Flügel suchen, denn die Landschaft ist in den letzten Jahren massiv im Umbruch. :-)