Welches sind die besten Klaviere?

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von hpesch, 20. Feb. 2018.

  1. joeach
    Offline

    joeach

    Beiträge:
    621
    Hier gehts weiter:
    http://ericjohnsonpianos.com/whats-in-a-name/
    http://www.jfhessenpiano.com/our-story.html
    https://www.pianobuyer.com/Resources/Piano-Brands-Profiles/Detail/ArticleId/78/Brand/HESSEN-J-F
    http://www.artfieldpiano.com.cn/Feurich/Index.asp

    Die, die vom Original am weitesten weg sind, genauso wie jedes andere bessere Chinaklavier, sind die Hailun Klaviere, die ein österreichischer Markenrechteinhaber mit dem Markennamen Feurich beklebt.
    Andere kleben da andere, meist altehrwürdige, aber genauso irrführende Markennamen drauf.
     
    Ambros_Langleb gefällt das.
  2. maxe
    Offline

    maxe

    Beiträge:
    2.318
    @joeach
    na gut, ich verstehe (bzw. wusste schon das das Handelsmarken und keine Urenkel der Gründer sind)

    jetz abgesehen vom Äußeren, wie macht sich das so ganz stark bemerkbar, dass dieses feurich vienna 123 so extrem weit weit weg ist vom letzten Feurich, haben die nicht auch irgendwelche dt/öster. Techniker einfliegenlassen ?
    Feurich wien 123 wird soweit ich weiss in/bei Wien produziert oder sind die nun auch weg 8und feurich123 hat doch wenigstens einige interessante details, die sogar in manchen Fachblättern besprochen wurden, wobei man natürlich nnicht weiss wer welchen Einfluss hat...


    ich meine Essex wird auch dort in China gebaut und Steinway wird doch nicht absoluten schrott in die repräsentanz Hamburg odr Berlin stellen, die müssten ja mit schmähungen und veriss rechnen...
    Bechstein und Zimmermann das gleiche schauspiel,

    aber von den Chinateilen meine ich , ist feurich 123 doch ganz ansehnlich und meines wissens auch eher im oberen Preissegment der Billigheimer angesiedelt?
     
  3. joeach
    Offline

    joeach

    Beiträge:
    621
    Dann nochmal:

    FeuLich Klaviere haben mit FeuRich Klavieren genauso viel zu tun wie mit Schimmel, Grotrian, Seiler; Sauter, Seiler, Förster, Steingraeber und Steinway Klavieren, nämlich nichts.
    Mit Bechstein gibt es insofern Berührungspunkte, als das die auch ihre Zimmermann Aufkleber auf Hailun Klaviere kleben.
     
  4. maxe
    Offline

    maxe

    Beiträge:
    2.318
    @joeach

    ja ich hab das verstanden, soll heißen feurich alt komplett-ganz anders Feurich neu/Feulich

    aber wenn du feurich/feulich beurteilst, wäre es doch schön, wenn du mir sagtest, ob deine Einschätzung lautet Totalschrott, oder ob du irgendwas mir mitteilen könntest was dir an Feulich nicht ganz schlecht in Erinnerung ist, Material, Resonanzboden, Tiefe vs Diskant, straffer/matschiger anschlag usw, Pedalverhalten,

    ich meine die Autobild schafft es doch auch ein fiat panda mit einem VW Polo zu vergleicghen oder liegen deiner Ansicht Welten dazwischen sagen wir wie zwischen fiat Panda und Legoauto?

    Ich habe nur ein einziges mal vor vielen Jahren auf einem uralt Feurich gespielt sodass mir der Vergleich nun fehlt...

    Herzliche Grüße

    PS: wenn steinway oder Bechstein oder wer auch sonst draufschreibt ingenieurmäßig erstellt von Bechstein oder Steinway ist das so gesehen Kundenirreführung, etwa so wie wenn Deichmann sagt in Italien hergestellt (wobei die nur noch die Sohle angeklebt haben...)

    PS 2: eine russische Pianistin meinte, es wäre zwar nicht soo dolle aber sie würde auch sehr guten schülern bis zur Hochschule davon nicht abraten, sie hat es mit Yamaha und Kawai auf eine fast ähnliche Stufe gestellt und das bezog sich sogar auf eine etwas günstigere Version als 123 vienna (nämlich 122) (es sei denn man könnte einen guten Flügel berappen, geldlich als auch räumlich)
     
  5. joeach
    Offline

    joeach

    Beiträge:
    621
    Ich hatte bislang nur wenig Berührung mit FeuLich, du kannst mich genausogut über irgendeine andere Chinamarke ausfragen.

    Als ich damals meinen FeuRich 220 kaufte, stand daneben ein gleich großer, gleich teurer aber 46Jahre jüngerer, neuer FeuLich 218.
    Das war absolut kein Vergleich, was Klang und Spielart anbelangte und das Ergebnis ist Geschichte.
    Die Klaviere beim Händler sind mir damals vor allem durch hängende Tasten aufgefallen.
    Sie mögen für Chinaklaviere und im Vergleich mit anderen Klavieren aus der gleichen Region mit japanischen Aufklebern ganz gut sein, aber sie sind bis auf die ständigen und leider auch verständlichen, da beabsichtigten Verwechselungen, außerhalb meines Interesses.
     
  6. maxe
    Offline

    maxe

    Beiträge:
    2.318
    Verstehe Dich.

    Ein bisschen haben die Chinesen aber dazu gelernt und meine allgemeine Erfahrung mit chinesischen Produkten ist die, dass sie inner kürzester Zeit riesige Veränderungen erledigen können, wenn sie "müssen", also der Markt zb das erfordert.
    Was stimmt ist, dass ich auch Beispiele kenne (insbesondere abseits der Musik), wo man auf dortiger Seite erstmal versucht, mit billigerer Produktion (schlechteren ergebnissen) durchzukommen,
    Wenn der Kunde aber kritisch genug reagiert, wird schnell auf Qualitätssteigerung umgeschaltet.

    Und da Du ja für Dich ein "Lebenszeit"instrument suchtest, kann ich voll verstehen, wie du Dich entschieden hast, und ich hätte als Instrument auf Lebenszeit sicher auch kein FeuL/Rich angeschafft.
     
  7. Tarchen
    Offline

    Tarchen

    Beiträge:
    131
    Ich bin auch ein definitiver Liebhaber von FeuRich. Allerdings beruht diese Zuneigung auf wenigen Flügeln dieser Marke, die mich im wesentlichen ziemlich überzeugt haben. Gemessen an Alter und Pflegezustand waren sie scheinbar recht genügsam und robust, wie man es von einem Spitzeninstrument erwarten dürfen sollte. Für die "Lebenszeit" eines Menschen ist ein FeuRich also meiner persönlichen Meinung nach gut geeignet. Was den pianistischen Anspruch eines Profis angeht, kann ich nicht mitreden, ich hab mich an den ~2m FeuRichs aber immer besser supportet gefühlt als an so manchem Steinway zwischen A und C.

    Von FeuLich hab ich bisher nur Uprights gespielt. Klanglich und vom "Gefühl" gefielen sie mir - meistens - besser als Yamahas der gleichen Preisklasse und Größe. Mit dem allgemeinen "Schrott", der aus Asien kommt, möchte ich FeuLich also eher nicht auf eine Stufe stellen. Aber mein Ohr ist auch nicht verwöhnt von immer wieder Steinway auf den Bühnen dieser Welt, die die Experten dieses Forums wohl bespielt haben ;)
     
  8. maxe
    Offline

    maxe

    Beiträge:
    2.318
    schön auch mal solche Erfahrungen zu hören,

    viele kaufen ja einen Flügel/Klavier nach Klang, Qualität UND Budget und sind dann nahzu gezwungen bestimmte Kriterien zu wichten...

    PS: ich weiß nicht wie ehrlich der Gold DIAPASON preis ist, den hat aber Feurich 3mal schon bekommen und Kawai und yamaha? geschlagen....
     
  9. Ambros_Langleb
    Offline

    Ambros_Langleb

    Beiträge:
    7.096
    Prima Link, @joeach, vielen Dank, den kannte ich noch nicht. Wie es mit den Eigentumsverhältnissen seit 2002 aussah, von denen da die Rede ist, weiß ich nicht. Aber dass zwischen 2002 und 2011 in GUN produziert wurde, was der Beitrag in Frage stellt, ist unzweifelhaft. Und dass die Instrumente in Leipzig vorgefertigt waren, war kein Geheimnis, schließlich war Feurich ja neben Pfeiffer *) auch Teilhaber - im Netz findet man sogar noch einen ellenlangen EU-Beihilfeantrag. Die Flügel wurden nicht in Gunzenhausen gebaut bzw. endgefertigt, sondern bei einem ehmaligen Feurich-Meister in der Nachbarschaft.

    *) der ja genau dasselbe Modell verfolgt(e), und das mit exzellenten Ergebnissen. Nur - wo bezieht der seine Rohware eigentlich heute her?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Feb. 2018
    Klein wild Vögelein gefällt das.
  10. joeach
    Offline

    joeach

    Beiträge:
    621
    Hat nicht irgendwer kürzlich geschrieben, daß der momentan nicht neu produziert?
     
  11. UpRightPiano
    Offline

    UpRightPiano

    Beiträge:
    49
    Ambros_Langleb gefällt das.
  12. UpRightPiano
    Offline

    UpRightPiano

    Beiträge:
    49
    Das stimmt meines Wissens bei Feulich nicht (mehr) ganz. Die erste Generation der Feulich Klaviere waren wohl noch 1zu1 die Wendl und Lung Modelle. Für die aktuellen Klaviere wurde wohl schon jede Menge Know-How eingekauft, so dass man eher sagen muss, sie lassen ihre Klavier von Hailun produzieren.

    Für das Modell Vienna 123 wurde in Wien eine Produktion aufgebaut, die Mechanik stammt aus dem Hause Renner(aber von Feurich/Wien weiterentwickelt). Sie scheinen ihre Gewinne zumindest sinnvoll zu investieren.
     
  13. Shigeru
    Offline

    Shigeru

    Beiträge:
    1.042
    Wieso und von wem?

    Die Leute, die viel Geld haben, kaufen sich einen Steinway, auch wenn sie ihn nicht spielen können. Dann evtl auch noch mit Spirio als Selbstspieler
    Die interessiert ein Essex nicht

    Die Leute, die wenig Geld haben, möchten gerne ein Intrument bei dem Designed by Steinway draufsteht und sind dann zufrieden. Einen richtigen Steinway können sie sich eh nie leisten. (Ich mir auch nicht) Und oft kennen sie auch keinen Unterschied zwischen Essex und xyz (ich schon)
     
    Barratt gefällt das.
  14. Ambros_Langleb
    Offline

    Ambros_Langleb

    Beiträge:
    7.096
    Ist aber auch schon weitgehend überholt, und teilweise erzählt er einfach die Version von Bittner nach. Wo wäre denn eine größere "Produktionsstätte" in Wien? Da werden halt im Wesentlichen Hailun-Instrumente ausgepackt und verkaufsfertig gemacht. Und welchen Umfang hat die Eigenproduktion an dem Vienna-Klavier? Irgendwo auf der Website fällt der Begriff "Serienklavier" - das spricht dafür, dass in Wien v.a. Veredelung stattfindet, nicht eine Produktion "ab Baumstamm" wie etwa bei Blüthner oder Steingräber.

    Was Julius Feurich betrifft, so den Versuch, in Weißenburg eine eigene Produktion unter dem Namen "J.F. Pianos" aufzuziehen, schon längst wieder aufgegeben. M.W. hat er einen einzigen Flügel dieses Namens an die MH Nürnberg liefern können. Er ist inzwischen Betriebsleiter bei Seiler, was die Bemerkung über den "noch lebenden Herrn Feurich" ein wenig makaber rüberkommen läßt und auch der Sachkenntnis des Seitenbetreibers kein allzugutes Zeugnis ausstellt. Zur Frage eines asiatischen Eigentümers bereits 2002 habe ich da nichts gesehen - habe ich was überlesen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Feb. 2018
  15. UpRightPiano
    Offline

    UpRightPiano

    Beiträge:
    49
    Ich habe zumindest die persönliche Einladung von Herrn Bittner, die Produktion in Wien zu besichtigen. Sollte ich mal Zeit finden nach Wien zu fahren, berichte ich hier gerne.
    Laut Feurich Homepage wird das neue Modell Vienna komplett in Wien gefertigt.

    https://eu.feurich.com/de/produktion/feurich-wien/

    Hm, da muss ich irgendwo anders noch was gelesen haben, was sich in meinem Gedächtnis in diesen Artikel geschlichen hat. Ich meinte zu wissen, dass Wendl und Lung bereits 2002 auf irgendeine Weise eingestiegen sei.
     
  16. Ambros_Langleb
    Offline

    Ambros_Langleb

    Beiträge:
    7.096
    Das wäre sehr interessant! Ebenso, wer die Klavierbauer da sind (B. ist keiner, aber offensichtlich ein guter Kaufmann).
     
  17. Barratt
    Offline

    Barratt Lernend Mod

    Beiträge:
    7.022
    Aber nein. :-)Steinway macht überhaupt keinen Hehl daraus, dass die enormen Preisunterschiede einen Grund haben. ;-)

    Selbstverständlich sind die Essexe kein "absoluter Schrott", das sind nette, gefällige Instrumente. Aber sie stehen in einem Verkaufsraum neben Steinways. :lol: Ich behaupte, es ist mehr oder weniger unmöglich, sich in einem Steinway-Verkaufsraum für ein Instrument der Essex-Reihe zu begeistern. :teufel:



    Mich würden die Verkaufszahlen der
    Essex- und auch der Boston-Reihe (Neuinstrumente)
    interessieren im Vergleich zur Originalmarke. :konfus: So wie ich die Verkaufsstrategie wahrgenommen habe, müssten die Zahlen sehr überschaubar sein. :heilig:
     
  18. Klavierbauermeister
    Offline

    Klavierbauermeister

    Beiträge:
    1.564
    Es ist wohl keine Strategie wenig zu verkaufen sondern das hat sich so ergeben - irgendwann spricht es sich herum daß umgelabelte Klaviere zu überhöhten Preisen auf dem Markt nicht bestehen können ...
     
    xentis und Shigeru gefällt das.
  19. Shigeru
    Offline

    Shigeru

    Beiträge:
    1.042
    Unter gefällige Instrumente stelle ich mir was anderes vor.

    Anscheinend gibt es immer wieder Leute, die sich (kurzzeitig) dafür begeistern können. Sonst würde die Dinger ja auch nicht in Ebay auftauchen
     
  20. Klaus6
    Offline

    Klaus6

    Beiträge:
    255
    Wenn man seine Schule/Uni/... mit diesem Logo schmücken möchte:
    [​IMG]
    dann ist man quasi gezwungen Essex oder Boston zu kaufen wenn man nicht so viel Geld für ein Steinway Klavier ausgeben möchte.

    Ich weiss zwar nicht genau was der Vorteil ist, eine "all Steinway school" zu sein, aber ich vermute, dass im institutionellen Bereich dadurch eine veritable Anzahl von Essex/Boston Klavieren verkauft wird.