Welches sind die besten Klaviere?

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von hpesch, 20. Feb. 2018.

  1. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Ist aber auch schon weitgehend überholt, und teilweise erzählt er einfach die Version von Bittner nach. Wo wäre denn eine größere "Produktionsstätte" in Wien? Da werden halt im Wesentlichen Hailun-Instrumente ausgepackt und verkaufsfertig gemacht. Und welchen Umfang hat die Eigenproduktion an dem Vienna-Klavier? Irgendwo auf der Website fällt der Begriff "Serienklavier" - das spricht dafür, dass in Wien v.a. Veredelung stattfindet, nicht eine Produktion "ab Baumstamm" wie etwa bei Blüthner oder Steingräber.

    Was Julius Feurich betrifft, so den Versuch, in Weißenburg eine eigene Produktion unter dem Namen "J.F. Pianos" aufzuziehen, schon längst wieder aufgegeben. M.W. hat er einen einzigen Flügel dieses Namens an die MH Nürnberg liefern können. Er ist inzwischen Betriebsleiter bei Seiler, was die Bemerkung über den "noch lebenden Herrn Feurich" ein wenig makaber rüberkommen läßt und auch der Sachkenntnis des Seitenbetreibers kein allzugutes Zeugnis ausstellt. Zur Frage eines asiatischen Eigentümers bereits 2002 habe ich da nichts gesehen - habe ich was überlesen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Feb. 2018
  2. UpRightPiano
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    UpRightPiano

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    Ich habe zumindest die persönliche Einladung von Herrn Bittner, die Produktion in Wien zu besichtigen. Sollte ich mal Zeit finden nach Wien zu fahren, berichte ich hier gerne.
    Laut Feurich Homepage wird das neue Modell Vienna komplett in Wien gefertigt.

    https://eu.feurich.com/de/produktion/feurich-wien/

    Hm, da muss ich irgendwo anders noch was gelesen haben, was sich in meinem Gedächtnis in diesen Artikel geschlichen hat. Ich meinte zu wissen, dass Wendl und Lung bereits 2002 auf irgendeine Weise eingestiegen sei.
     
  3. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Das wäre sehr interessant! Ebenso, wer die Klavierbauer da sind (B. ist keiner, aber offensichtlich ein guter Kaufmann).
     
  4. Barratt
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    Aber nein. :-)Steinway macht überhaupt keinen Hehl daraus, dass die enormen Preisunterschiede einen Grund haben. ;-)

    Selbstverständlich sind die Essexe kein "absoluter Schrott", das sind nette, gefällige Instrumente. Aber sie stehen in einem Verkaufsraum neben Steinways. :lol: Ich behaupte, es ist mehr oder weniger unmöglich, sich in einem Steinway-Verkaufsraum für ein Instrument der Essex-Reihe zu begeistern. :teufel:



    Mich würden die Verkaufszahlen der
    Essex- und auch der Boston-Reihe (Neuinstrumente)
    interessieren im Vergleich zur Originalmarke. :konfus: So wie ich die Verkaufsstrategie wahrgenommen habe, müssten die Zahlen sehr überschaubar sein. :heilig:
     
  5. Klavierbauermeister
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    Klavierbauermeister

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    Es ist wohl keine Strategie wenig zu verkaufen sondern das hat sich so ergeben - irgendwann spricht es sich herum daß umgelabelte Klaviere zu überhöhten Preisen auf dem Markt nicht bestehen können ...
     
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  6. Shigeru
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    Shigeru

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    Unter gefällige Instrumente stelle ich mir was anderes vor.

    Anscheinend gibt es immer wieder Leute, die sich (kurzzeitig) dafür begeistern können. Sonst würde die Dinger ja auch nicht in Ebay auftauchen
     
  7. Klaus6
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    Klaus6

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    Wenn man seine Schule/Uni/... mit diesem Logo schmücken möchte:
    [​IMG]
    dann ist man quasi gezwungen Essex oder Boston zu kaufen wenn man nicht so viel Geld für ein Steinway Klavier ausgeben möchte.

    Ich weiss zwar nicht genau was der Vorteil ist, eine "all Steinway school" zu sein, aber ich vermute, dass im institutionellen Bereich dadurch eine veritable Anzahl von Essex/Boston Klavieren verkauft wird.
     
  8. Barratt
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    Barratt Lernend Mod

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    Das kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Diejenigen, die ich kurz angespielt habe, waren so garstig nicht. :-) Der Kontrast zu den "echten" Steinways, die daneben stehen, lässt sie rasch vergessen. :blume:
     
  9. Shigeru
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    Shigeru

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    Bei einem Steinway und 9 Essex hat man 90% minderwertige Instrumente. Bei 5 S und 5 E hat man 50% minderwertige Instrumente und man könnte für wesentlich weniger Geld (ca 50%) 10 hochwertige Japaner kaufen. Dann hat man 0% minderwertige Instrumente

    Wahrscheinlich ist die Strategie: Jeder verkaufte Essex ist kein verkaufter Japaner. Draufzahlen wird Steinway mit Essex sicher nicht. Dazu sind die Margen zu hoch.
     
  10. maxe
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    maxe

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    Ja so habe ich auch überlegt, nun vielleicht ist es etwa wie Mercedes A Klasse oder Polo oder 1er BMW oder Audi A1/2 nur hinkt mein vergleich etwas, weil die Kleinautokäufer wenigstens die große Marke als silbernes Symbol auf Auto und Autoschlüssel stolz zeigen können, das essex oder zimmermann Nobelmarkentöchter/söhne sind wissen die allerwenigsten....

    - und vielleicht vetrauen einige der Seriosität von der Nobel/Qualitäts-mutter-marke,

    -bei Bechstein frage ich mich aber wirklich ob das Zimmermannklavier hätte sein müssen, dessen Qualität m.E. sehr schlecht ist und Bechstein nicht angemessen

    - auch ist komisch das einer wie der andere die gleichen Konzepte kopieren Bechstein- (C.Bechstein) Hoffmann- Zimmermann,,,,, Steinway-Boston-Essex.

    absatzsteigernd wäre wahrscheinlich folgende Variante:

    bei offensichtlichen Konzert(saal)modellen (die sowieso nur potente öffentl od priv Kunden kaufen9 die Preise moderat erhöhen
    und preisgünstigere deutsche privatmodelle zu erstellen, die aber Qualität hoch ansiedeln, es geht nicht um schleuderpreise,
    auch eine Deutsche Klavier Union (DKU) so eine art Klaviergenossenschaft,für gemeinsame wettbewerbsvorteile, könnte helfen

    Ja das wäre leider ein Trauerspiel, wie einfallslos sind eigenlich unsere Betriebswirte in der Klavierindustrie, dass ist fast BWL Zwischenprüfungsniveau
     
  11. Barratt
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    Ich vermute, die Strategie ist die "Eintauschmöglichkeit" gegen einen echten Steinway. :-)
     
  12. Shigeru
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    Shigeru

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    Ich habe bisher nur Essex Klaviere und Flügel gespielt, die alle unterste Schublade aber preislich Mittelklasse waren
     
  13. Barratt
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    Ich erwähnte ja, der Kontrast überzeugt. :lol: Mein Eindruck ist eher, dass die Strategie funktioniert. Der Verkäufer braucht ja nur den potenziellen Käufer aufzufordern, einen einzigen Ton auf dem Essex oder dem Boston anzuschlagen, und er schlägt einen Ton auf einem Steinway an. Wer dann noch den Essex kauft, hat einen Hörschaden.
     
  14. Shigeru
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    Shigeru

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    Ja genau: Wenn die Kunden wenig Geld haben, tauschen sie in 10 Jahren ihr Essex gegen einen B-Flügel und sparen in der Zeit 120000€ an

    Entweder hat man das Geld oder meistens eben nicht.

    Auch andere Mütter haben schöne Töchter...
     
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  15. maxe
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    maxe

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    wer potent genug ist für steinway NEUkauf, müsste blöd sein essex zu kaufen,
     
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  16. Shigeru
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    Sehr reiche Leute sind oft blöder als man es sich vorstellen kann.
    Viele haben nur ein Problem: Was kaufe ich mir als nächstes (um mein Geld vor einem evtl. Crash zu schützen). Da sie schon 20 Wohnungen haben, muss dann halt auch mal ein Flügel her. Schaut doch gut aus und das Wohnzimmer ist nicht mehr so leer. Und wenn es nur ein Essex ist, bei dem man sein Geld (ohne Steuer) wieder zurück bekommt, wenn man sich in den nächsten Jahren einen Steinway kaufen sollte
     
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  17. Barratt
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    *schnupper* ... was ist das ... *schnüffel*

    Ist das eine gewisse Abneigung gegen Steinway, was hier in der Luft liegt...? ;-)
     
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  18. Peter
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    Wohl eher gegen Essex.
     
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  19. DonMias
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    DonMias

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    Es gibt in Deutschland eine Klavierindustrie?
     
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  20. Tastenscherge
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    Tastenscherge

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    Ich komme recht häufig in sehr wohlhabende Haushalte. Was meinst du wohl, wie viele schlechte und billige Klaviere ich dort schon gesehen habe......
     
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