Welches sind die besten Klaviere?

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von hpesch, 20. Feb. 2018.

  1. hpesch
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  2. joeach
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    Welches sind die besten Klaviere?


    Meine natürlich.
     
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  3. cwtoons
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    cwtoons

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    Die teuersten Klaviere sind auch immer die besten. Da kann man kaum etwas falsch machen.

    CW
     
  4. altermann
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    altermann

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    Mein's, weil ich habe keines. Ich verschandele meine Wohnung doch nicht mit so einem jämmerlichen Drahthaufen :super::lol::angst:
     
  5. bebob99
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    bebob99

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    Diejenigen die Dich animieren, sie ausgiebig zu spielen.
     
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  6. fisherman
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    fisherman

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    America first! So ein Depp. :lol:
     
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  7. Steinbock44
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    Steinbock44

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    Auch nicht viel besser ;-)

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  8. Ragtimer
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    Ragtimer

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    Das hab ich mir auch gedacht...
    Aber man kann es dem Ami glaub ich nicht verübeln... Die kommen halt nicht nach Europa und der Nationalstolz ist da halt deren Ein und Alles.
     
  9. fisherman
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    fisherman

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    Zu diesem permanent aus dem Zusammenghang gerissenene Zitat sag ich gar nichts.

    Ich verüble es DIESEM Typen! Wäre er ein Fachmann, so würde er die einschlägigen Listen der US-Fachpresse kennen. Und da kommt erst mal S&S Hamburg, Steingraeber, Fazioli und bestenfalls (aber ich glaube, die sind noch weiter hinten, nämlich hinter den Top-Linien der Japaner!) S&S NY als einsamer US-Hersteller.

    Die Position Europas ist übrigens entlang der US-Küsten sehr wohl bekannt und teilweise bewundert - Amerika first glaubt man erst im Hinterland.
     
  10. maxe
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    maxe

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    wollen wir nicht auch
    -Bösendorfer eines Blickes würdigen?

    -Steingräber Klaviere ebenfalls
     
  11. Steinbock44
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    Steinbock44

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    @Fischi, Bevor du jemanden als Depp oder nicht Fachmann titulierst, dann bleib bitte korrekt. S&S ist eine amerikanische Firma und im 1900 Jahrhundert in den USA gegründet und NICHT IN DEUTSCHLAND. Da staune ich, dass Herr Horowitz auf so einem US-Klavier gespielt hat. Der Depp, hat auch fairer weisse erwähnt, dass im Europa gute Brands vorhanden sind. Die Produktion wurde jedoch viel später in Europa durch einen der Söhne aufgenommen. Er hat auch viele Europäische Marken genannt, sogar diejenige aus Osteuropa z.B. Petrof.

    Da irgendwann die Steinways aus Europa Produktion besser wurden …. ja nu, es ist halt jetzt so. OK, er dürfte auch neben Essex, Boston auch Hamburg erwähnen. Er bezog sich hautsächlich auf Brands of Original Countries und nicht auf weitere Feinheiten der einzelnen Modelle. Deswegen ist es und bleibt S&S ein US Brand (=Marke).

    Und so nebenbei America first hat er nirgends erwähnt. Diese politische Schaumschläger-Parole hast du ins Spiel gebracht. Ja die Politiker: Obama «Yes, we can do it» , Merkel «Wir schaffen das», Trump «America First» etc. …. Tja, die Politiker, grosse Klappe …. gleich aus welcher Ecke oder Land. Da du das gleiche nachplapperst erstaunt mich. Deswegen habe ich auch den doofen Spruch, wir schaffen das als kleiner Kontrast eingeschoben und sogar mit Augenzwinkern Smileys.

    @Fischi ….. ist Apple China Brand?
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Feb. 2018
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  12. Ragtimer
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    Ragtimer

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    So nicht korrekt. Die Steinwegs stammen aus Seesen bei Hamburg und haben da bereits die ersten Klaviere gebaut, soweit ich weiß auch den ein oder anderen Flügel. Erst ein paar Jahre später sind sie nach New York emigriert.
    Wie man da jetzt die Nationalität definieren will ist zumindest streitbar... ;-)
     
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  13. Wiedereinaussteiger
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    Wiedereinaussteiger

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    ...najaa...

    Seesen ist nicht wirklich "bei Hamburg", sondern am Harz in der Südwestecke. "Bei Hannover" wäre schlauer, noch schlauer "zwischen Göttingen und Hannover". Von Seesen nach Hamburg sind es über 220km. Ihr dürft mir glauben, ich bin die Route paarmal gefahren..

    Die Steinwegs/Steinways sind deutsche Immigranten gewesen zum Zeitpunkt ihrer Firmengründung 1853, dann großenteils naturalisierte Amerikaner ab 1864 bis 1871. Die Frau Heinrichs, Juliane Steinweg, z.B. wurde nie Amerikanerin.

    Heinrich S war ein seitwärts ins deutsche Handwerkskasten(un)wesen eingestiegener "nicht-Gelernter": Er hatte nach einem Stadtbrand in Seesen die Chance ergriffen, eine Schreinerbude zu machen, weil man sowas wie ihn dringend brauchte. Sondererlaubis des Stadtrates Seesen, ohne die siebenjährige Lehrzeit. Heinrich konnte das auch "ohne". Die Lehrzeit wäre ihm zu lang gewesen, denn er war wegen seiner Beteiligung an den napoleonischen Kriegen schon etwas älter, als er hätte in die Lehre gehen können.

    Er begann 1835 mit einem Tafelklavier und baute 1836 gleich auch mal seinen "Küchenflügel", als Hobby nebenbei. Die Muster hatte er bei dem Sohn eines Goslarer Freundes gesehen, und sich gesagt, "Das kann ich auch, will ich auch." Seine Flügel wurden so gut, dass sie der Herzog des Herzogtums Braunschweig in Wolfenbüttel für derbe Talers ankaufte.

    Dann gabs die deutsche Revolution 1848, mit Beteiligung des zweiten Sohnes Karl..,. bei dem Papa in Sorge war, dass des Herzogs Büttel aus Wolfenbüttel sich den Revoluzzer vielleicht würden schnappen wollen - also schickte Papa ihn weg, Paris, London, New York, sieh dich da mal um, und erzähl uns was, ob das da was taugt ...

    Es taugte..., aber Karl/Charles vergaß zu erwähnen, dass das Klima an der US-Ostküste ein hartes ist, und New York eine böse Stadt war - voller krankmachender Schwaden, ohne Kanalisation, mit stinkenden Pferdekadavern in den Straßen, mit einem gewaltigen Problem mit Alkohol (auf 11 Häuser eine Kneipe...) und noch einem, Prostitution (bei 250.000 Einwohnern 12-15.000 Armuts-Huren).

    Egal, Karl unterschlug das mal in seinen zweidrei Briefen.... Die Steinwegs machten herüber im Frühsommer 1850, gingen bei verschiedenen Klavierbuden arbeiten, um sich für die USA aufzuschlauen, und gründeten im Frühjahr 1853 dann ihre eigene Bude, per Handshake unter den Jungs. Die Ladys ließen sie hübsch sexistisch draußen (#noGroKo), obschon Sister Doro die top Verkäuferin war.

    Den ersten US-Flügel, mal gleich ein Päärchen #751 und #752, bauten sie erst 1856, drei Jahre nach Firmengründung. Gerade besaitet, wie noch bis 1863 vereinzelt. Ab 1858 die erfolgreichen Arbeiten, die Bassüberkreuzung der Tafelklaviere auf den Flügel zu übertragen, wozu eine ausgefeilte Gießereitechnik notwendig war, große Hartnäckigkeit in der Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Gießereien. Denn die eigene Gießerei bekamen sie erst 1872 ans Laufen, in Queens, wo sie noch heute arbeiten. Als Papa gerade gestorben war.

    Für das Klima bezahlte die Familie einen bitteren Zoll. Der Sohn Charles starb auf Besuch 1865 bei seinem Bruder Theo in Braunschweig, ältester, der in D geblieben war und mit dem aus St. Petersburg zurückgekommenen Klavierbaumeister Grotrian im Team arbeitete. 20 Tage später starb in New York der zweitjüngste, Henry junior, das Technik-Genie und technische "Vater" der ersten, herausragend stark gebauten frühen Steinway-Flügel (vor #50.000). Theo konnte nicht länger am Harz bleiben, auf Papas Geheiß und flehentliche Bitten des Jüngsten, Wilhelm/William, musste er auch noch herübermachen. Er hatte keinen Bock auf New York., insbesondere seine Frau hasste die große Stadt. Auch Albert verabschiedete sich früh, 1877, im Jahr meines Flügels. Alle diese Brüder wurden nur um die 35. Und so früh es ging, um 1880, als sie die Bude in Hamburg machten, machte Theo wieder herüber und war dann in Braunschweig ein angesehener "Älterer Herr" der Zunft der "Ehrlichen Kleiderseller zu Braunschweig", ein Wanderverein von Natur- und Kunstfreunden, eine Kongregation nicht ganz armer Firmenmacher und Stadtöberer, die noch heute existiert und sich für Kunst, Kultur, ein Museum (u.v.a. mit Theos Sammlung von mehr als 400 Musikinstrumenten) und für die Freundschaft unter Männern einsetzt.

    Die späteren üblen Streitereien derer Steinway-Marketing-Genies und kiebigen Grotrians um die Namensrechte hätte Onkel Theo mit dem Grotrian Junior bei einem Kleiderseller-Spaziergang nach Cremlingen und ordentlichen Schnitzeln im Dorfgasthaus beigelegt. Theo hatte mit all dem Marketing-Gehänsel und -Gegretel keine Verträge.

    Theo wurde dann der Vater der erneuerten Flügel A-D, alle bissl leichter, kostengünstiger und schlauer gebaut... So schlau, dass sie bis auf wenige Details bis heute genauso gebaut werden, wie Theo es zwischen 1872 und 1886 ausbaldowerte. (Centennial D 1875 mit Vollpanzer, A und B 1878 mit Rim, 1884 der neue D, fast 200 Kilo leichtere Konzerter, und 1886 der C, ein verkürzter D). 1889 hatte dann auch Theo es geschafft. William 1896.

    1888 fertigten sie ihr letztes Tafelklavier. Auf dem Haufen, den die amerikanische Klavierbauer-Vereinigung bei ihrem Jahreskongress 1906 aufschichtete und dann anzündete, waren auch noch zwei unverkaufte Steinway-Tafis.

    OT Und nicht meckern über die Länge...!.... Um das schreiben zu können, hatte ich >>8.000 Seiten Bücher gelesen; ihr lest nur eine Seite... Ein Steinway-Konzentrat.
    :super: :teufel: :cry2: :müde:

    = = = = Add On Exzerpt = = = =

    Krass OT... Tafelklaviere und ihre Vollendung abseits Europa in Steinways Zeiten...

    Betreffs Tafis, man lese https://squarepianos.com/square.html und spiele das grandiose Mathushek-Tafi von 1875 an. Friedrich Matuschek war das eigentliche Genie der technischen Entwicklung. Einer, der immer die Hummeln im Hintern hatte, zu verbessern, aber keine Lust hatte, auszuentwickeln und dann zu verkaufen. Weil er schon wieder an anderen genialen Dingen dran war...

    Man stelle sich Sysiphos als glücklichen Menschen vor.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Mathushek

    Wie der Julius Schiedmayer war auch Friedrich Matuschek ein Kumpan von Theo Steinweg. Alle hatten sie ganz erheblich die dicke Ahnung. Frederick war der härtere beim Fighten um den Fortschritt. Für sich selber nichts zu wollen außer eine gut ausgestattete Werkstatt, Experimentierbude. Alle zeit der Welt. Keinen lästigen Kaufmann an den Hacken, der einem in den empfindsamen Ohren dauerjammert wegen der Kosten. ... "Intrinsische Motivation" nennt man das heute. Alles an Einsatz für den guten Sound.

    Gibt es sowas noch, heute, im Zeitalter der Neocon? Wer arbeitet für den Fortschritt statt fürs Geld..., der ist doch doof, wenn er dabei nicht schweinereich wird? So jedenfalls verhalten sie sich oft, die Controller, Bankster und BWLler. Die Politiker. Die Lobbyisten. Die CEOS des Dax.

    Ich habe das mein Leben lang verachtet.

    Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte.
     
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  14. Wiedereinaussteiger
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    Wiedereinaussteiger

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    ...ähm, beste Klaviere: Mathushek? :teufel:

    Immer die, die so gut waren wie die besten ihrer Zeit, und wo der Macher immer noch weiter auf der Suche war, nach dem besseren sound.

    Ganz oft "to no avail", also ohne dass dabei was rauskam, außer das biblische "blood sweat and tears".

    Manchmal aber mit bahnbrechenden Neuerungen. Die einem niemals nur so zufielen, sondern das Ergenis jahrelanger, harte Arbeit waren. Oft erkämpft gegen die Widerstände der Zeitgenossen. Gegen Geldmangel. Gegen das Geschwätz all derer überaus schlauen "fach- und sachkundigen" Eckensteher, die immer schon "wussten", dass das Alte das Bewährte sei, und besser gehe angeblich nicht. ...
     
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  15. fisherman
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    fisherman

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    Der amerikanische Piano Buyer's Guide macht sehr wohl eine Unterscheidung zwischen Hamburg und NY und stuft letztere deutlich geringwertiger ein.

    Ansonsten hast Du natürlich recht.
     
  16. Wiedereinaussteiger
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    Wiedereinaussteiger

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    Genau das - jahrelange Klagen der US-Kunden über inkonsistente Qualität..., und die mit bis zu 35% höheren Preise für HH-Instrumente... - hatte das Management von Steinway vor ca. zweidrei Jahren zum Anlass genommen, in der New Yorker Fertigung mal gründlich durchzuräumen, auch technische Änderungen in Richtung des Hamburger Klavierbaus einzuführen, und unter anderem den Amerikanern auch die Option auf Polyesterbeschichtung anzubieten.

    Bei dieser Gelegenheit sind neben dem Michael Mohr (Boss der Instrumentenbau-Abteilung) dann etliche Leute aus Hamburg auch in New York tätig geworden. Ein gewaltiges "Intensification program", das auch einigen widersetzlichen Leuten den Job gekostet haben solle.

    Die nach diesen Änderungen gebauten Flügel sollen sehr erheblich an Qualität gewonnen haben.
    Ob sie nun auf Hamburger Niveau sind, weiß ich nicht zu sagen: Der jüngste Steini, den ich aus New York spielte, war wohl einer aus den 60er Jahren.
     
  17. Klaus6
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    Klaus6

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    Das Video ist doch völlig in Ordnung. Nix mit "America first". Natürlich gibt es dort Marken die hier kaum jemand kennt (Mason&Hamlin, Charles Walter) sowie zahlreiche Marken die hier geläufig sind aber dort fast niemand kennt, und da ist es ihm als Amerikaner mit amerikanischem Zielpublikum wohl kaum zu verübeln dass er mehr über Mason&Hamlin redet als über Steingräber.

    Wenn jemand Herrn Estrin deswegen "Depp" nennt sagt das wohl mehr über diese Person als über Herrn Estrin.
     
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  18. fisherman
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    fisherman

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    Nun mal langsam! Das ist nicht Lieschen Müller, die in einer Ecke vor sich hinbrabbelt! Das ein Typ, der schwer von sich überzeugt ist und sich sich als Mega-Fachmann darstellt, so sehr, dass er eigens ein Filmchen dreht und veröffentlicht. Und er startet:

    "Essentially the best Pianos made are the ones made in the United States (...)".

    Und das ist schlichtweg - auch und erst recht aus amerikanischer Sicht - falsch. Sämtliche US-Marken, außer S&S NY, liegen im US-Ranking (!!!) bestenfalls im Mittelfeld. Natürlich darf er als Fachmann über amerikanische Marken reden, aber er darf nicht behaupten, diese seien somit "the best Pianos". Dass er dann noch gnädig Europa hinzunimmt ist genauso ein Schwachsinn, aber DAS sei dem (amerikazentrischen) Inselbewohner eben mal nachgesehen. (Dennoch: Europa hat viele Länder und darunter nicht wenige, die eben nur schlimme Pianos bauen! - und die hievt ermal ganz generös nach oben!). Dann aber dürfen erst die Japaner ran - obwohl wir alle (und erst recht amerikanische Fachleute!) wissen, dass deren Premiumlinien ganz sicher auf den vorderen Rängen spielen!

    Wir reden also nicht nur über EINEN Fehler, nein, das ganze Elaborat ist haarsträubend daneben. BILDzeitungsniveau.

    Würde ich ein ähnlich vollmundiges Filmchen hier veröffentlichen und damit beginnen, zu erklären, dass die besten PIanos aus DE kämen - ich würde geteert und gefedert!

    Dazu das "wissende" Gesicht nebst damatischer Gestik - a la Trump. Sorry, da kann ich nicht anders.
    Okay, den "Depp" nehm ich zurück. Ist halt ein Scharlatan & Schmarrkopf! Das würde ich ihm übrigens auch ins Gesicht sagen ;-)
     
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  19. frosch
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    frosch

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    Wieso? Stimmt doch. ;-)
     
  20. Holger
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    Holger

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    „and Germany“, he says