Was kann ich?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von GrafZahl, 24. Nov. 2006.

  1. GrafZahl
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    GrafZahl

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    Also, zu meiner Person, ich bin 15 Jahre alt, spiele seit 1 jahr klavier, jedoch nicht im herrkömlichen sinne. Ich nehme keinen Unterricht, kann nicht wirklich Noten lesen, sondern lerne "mit" meiner mutter immer klavierstücke. Das funktioniert meistens so, sie spielt, ich schaue zu, irgendwann frag ich sie ob sie einzelne teile wiederholen kann und dann hab ich das stück im kopf. danach setze ich mich immer wenn ich aus der shcule komme 20-40 minuten an das klavier und spiele drauf los, bis mir das stück zum hals hängt. Jetzt hab ich nur leider folgendes "problem". im April (is ja noch ein weilchen) werde ich anfangen Klavierunterricht bei einem richtigen Lehrer zu nehmen, doch weis ich nicht, wo ich mich anmelden soll. Vom standpunkt des Noten vom blatt ablesens und dann spielen bin ich praktisch bei Null. Jedoch kann ich auch für meine mutter schwierige stücke (beispielsweise von Yann Tiersen - Comptine autre ete. lapres midi), blind und fehlerlos spielen. Ich spiele ausschliesslich nach meinem gedächtnis und gehör. Soll ich wirklch von vorne anfangen? oder können klavierlehrer meistens auf solche dinge eingehen und ich sollte mich als Fortgeschritten einstufen?
    Es ist mir wichtig einige meinungn zu hören, denn ich habe keine lust am ende 2 jahre lang "morgen kommt der weihnachtsmann" von notenblättern abzuspielen.

    MFG
    the count
     
  2. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Ganz bei null wirst Du nicht anfangen, natürlich geht der Kavierlehrer auf Dein bisherigens Können ein. Evtl. wird er Korrekturen in der Technik (Haltung, Fingersatz...) vornehmen und Du wirst umlernen müssen. Um´s Notenlesen jedoch wirst Du nicht herumkommen. An Deiner Stelle würde ich bis April einfach Noten lesen lernen, dann brauchst Du nicht wertvolle Unterrichtszeit damit zu verschwenden.
     
  3. piallo
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    piallo

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    gute Lehrer können differenzieren! Z.B. indem man einen Teil des UInterrichts auf das Abspielen von vorhandenen Noten verwendet(das wahrscheinlich erstmal auf niedrigerem Niveau), aber deine Gabe des nachGehörUndGedächtnisSpielens weiter fördert! Ich beneide dich sehr um diese Fähigkeit!
     
  4. Geli
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    Geli

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    Stimme dem bisher Gesagten durchaus zu. Ich habe mit 5 Jahren angefangen nur nach Gehör zu spielen. Ich bekam dann eine ganz liebe, geduldige Klavierlehrerin, die mich aber immer wieder darauf hinwies, ich müßte die Noten so spielen, wie sie auf dem Blatt stehen, offensichtlich war das damals so, wenn man nicht gerade einen "studierten, professionellen" Klavierlehrer hatte. Jedenfalls ist mir das "nach Gehör spielen" leider ziemlich abhanden gekommen, so das ich mir heute Vieles wieder neu aneignen muß. :cry: :cry: Ich wünsche mir heute, daß ich etwas mutiger im "drauflos spielen" wäre. Ein Lehrer, der Beides vereint wäre sicher das Optimale!
    LG
    Geli
     
  5. Christoph
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    Christoph

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    Bezüglich des Notnlesens gilt was Peter gesagt hat. Nur mit "nach Gehör und Gedächnis spielen" kommt man nicht weit. Spätesten wenn die Stücke komplizieter werden hört's dann auf.

    Find's toll mit 15 mit Klavier anzufangen. Die Meisten hören bei dem Alter auf!
    Und übrigens tolle Signatur :wink:
     
  6. keyla
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    keyla Guest

    wow- um das nach gehör speilen kann ich dich nur beneiden- solltest du einen lehrer kriegen, der das nicht fördert, dann versuch es nicht zu verlernen, aber eigentlich müsste jeder lehrer das fördern.
    und ich würd auch raten, jetzt schon mit noten lernen anzufangen, weil man es sowieso machen muss und man dafür eigentlich keinen lehrer braucht
     
  7. Katze
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    Katze

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    Hallo Graf Zahl!
    Beim Notenlesen musst du wahrscheinlich von vorne anfangen.
    Trotzdem keine Bange!
    Ein guter Klavierlehrer kennt wesentlich interessantere Stücke als "Morgen kommt der Weihnachtsmann".
    Außerdem: Wenn du schon blind spielen kannst und die Tasten von alleine findest, geht es sowieso schneller.
    Ein gutes Gehör und Gedächtnis ist beim Notenlesen auch eine große Hilfe.
    Dein Klavierlehrer sollte allerdings auch auf deine Wünsche eingehen.
    Falls es doch mal langweilig wird, denk einfach dran:
    In Klavierunterricht lerne ich das Handwerkszeug, was ich später daraus mache ist meine Sache.

    Außerdem hindert dich keiner daran, neben dem Klavierunterricht noch was anderes zu üben. :P

    Ich würde mir auch keine Sorgen darüber machen, ob du Anfänger oder Fortgeschrittener bist. Das findet dein Lehrer schon von alleine raus.

    Falls dein Klavierunterricht trotz allem demotivierend ist:
    Einen Klavierlehrer kann man auch wechseln
     
  8. GrafZahl
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    GrafZahl

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    hab mich lang net mehr gemeldet aber danke für die vielen antworten.
    Mit dem Notenlernen habe ich bereits begonnen jedoch klappt dat noch net so gut, was jedoch klar is da ich ja noch net lange übe, aber dat pack ich shcon, frei nach dem motto "mühsam ernährt sich das murmeltier"
    Thx @ all
     
  9. Tamerlana
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    Tamerlana

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    GrafZahl, bleib dran mit dem Notenlesen - auch hier gilt: "Übung macht den Meister".
    Am Anfang wirst du vermutlich schon noch eher zu einfache Stücke ab Noten spielen müssen. Doch das sollte nicht lange dauern. Und falls dein Klavierlehrer überhaupt nicht auf deine Wünsche eingehen will, ist ein Wechsel zu jemand anderem auch noch eine Möglichkeit.
     
  10. Hartwig
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    Hartwig

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    Hallo GrafZahl,
    ich wiederhole hier gern an anderer Stelle bereits Gesagtes:

    Mit hat 4-händig Spielen mit dem Klavierlehrer sehr viel gebracht für das Notenlesen. Man ist da gezwungen im Voraus zu lesen, um dranzubleiben.

    Es gibt viele Stücke für 4-Hände, für jedes Niveau passend.

    Als ich 18-21 war, hatte mein Lehrer mit mir nur 4-händig gespielt, weil Schulabschluß und Beruf/Sport mir zeitweise wichtiger erschienen, und das alle 2 wochen für 1 Std.
    Er hat mich damals schon darauf hingewiesen, daß es mir später, wenn ich unbekannte Stücke, die wir nie zusammen erarbeitet hatten, spielen wollte, dann hätte ich große Vorteile durch das erlernte Noten vom Blatt lesen, bei bisher nicht gespielten Stücken.
    Und er hat bis heute Recht behalten.

    Gruß Hartwig