Was gehört zu einem "brillant" dargebotenem Stück...?

Dieses Thema im Forum "Professionell Klavierspielen" wurde erstellt von Dreiklang, 10. Mai 2018.

  1. FünfTon
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    FünfTon

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    Ich habe noch @Joh s Frage beantwortet, wo die Frage zu finden ist und du hast mich zitiert. Was du sonst für Probleme mit dem Thementitel hast, ist mir egal und das kannst du gern ohne mich weiter vertiefen.
     
  2. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    Ich nehme an, @Klavirus fragt sich lieber, was zu einem brilliant dargebotenen Stück gehört. Als ich anfing darüber nachzudenken, war ich mir selbst nicht mehr sicher, ob dies vielleicht ein spezieller Fall sein könnte, wo beides möglich ist. Mit "n" fühlt es sich bei mir auch richtiger an... @Ambros_Langleb bitte sag was... :-)
     
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  3. Fips7
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    Fips7

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    Der Witz ist, dass es mit "einen" noch falscher wird, als es ohnehin schon ist. Deshalb Klavirus' sarkastischer Vorschlag. Aber wenn man an dem Punkt ist, dass man das erklären muss, dann ist es zu spät...
    :-)
     
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  4. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Also es geht um den doppelten Dativ im Fadentitel "einem [...] dargebotenem Stück"? Wer auch immer das geschrieben hat, sollte mal zwei Stichwörter googeln: 1. starke vs. schwache Flexion der Adjektive, 2. Monoflexionsprinzip.

    Das ist tatsächlich wieder so eine Eigenheit des Deutschen, die die Leute, die es lernen sollen, rasend machen kann. Im Prinzip geht es um Sprachökonomie, vulgo Bequemlichkeit. Bevor ich jetzt selber hier was zusammenschreibe, zitiere ich, ebenfalls aus Bequemlichkeit, eine ungarische Seite (ungarisch ist eine agglutinierende Sprache, deren Sprecher für Sachen wie Flexion und Kongruenz überhaupt kein Verständnis haben):

    "Das Prinzip der Monoflexion ist in einer aus Artikelwort, Adjektiv und Substantiv gebildeten Nominalgruppe charakteristisch. Die Arbeitsteilung zwischen den Artikelwörtern des Substantivs und dem attributiven Adjektiv beruht auf einem ökonomischen Prinzip: Die grammatischen Kategorien (Genus, Kasus und Numerus) werden in der Nominalgruppe jeweils nur einmal gekennzeichnet. Dieses für das Deutsche typische Prinzip nennt man Monoflexion. Übernimmt das Artikelwort die Anzeige grammatischer Kategorien, flektiert das Adjektiv nach der N-Deklination (schwache Adjektivdeklination). Kann das Artikelwort diese Aufgabe hingegen nicht leisten, nimmt das Adjektiv die starken Flexionsendungen des bestimmten Artikels an."

    Also, in dem besagten Fadentitel liegt der Autor mit besagtem Monoflexionsprinzip über Kreuz. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2018
  5. Pedall
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    Pedall

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    Oder er hat geliegt.
     
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  6. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    Ich werde immer froher, dass ich diesen Scheiß nicht mehr lernen muss :-D
     
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  7. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Immerhin ist das Wort zwischen dem doppelten Dativ richtig geschrieben. Das ist gar nicht so selbstverständlich bei diesem Wort, denn es wird von ca. 50% der Deutschen phonetisch (und damit falsch) geschrieben.
    Ich wollte mich gerade darüber lustig machen, dass sich niemand an dem Wort stört, denn bis gerade eben gehörte ich genau so wie @Stilblüte zu den 50%. :lol:
     
  8. Marlene
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    Marlene

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  9. Steinbock44
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    Steinbock44

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    Tja, Stilblüte … es ist halt eine grammatikalische Analyse eines Textes.

    Handumdrehend, oh bin ich froh, dass ich diesen Scheiss nicht mehr lernen muss ;-)
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  10. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    @Peter ups. Hatte nie drüber nachgedacht und ist mir beim Lesen auch nicht aufgefallen. Aber bei der Rechtschreibung bin ich in manchen Fällen unsicher bzw. ärgere mich darüber. Warum wird fühlen mit h geschrieben, spüren und spülen aber nicht? Dämlich. Ich werde mich auch weiterhin strickt weigern, selbstständig mit einem st zu schreiben, das tut mir beim Schreiben und Lesen körperlich weh :D hier ist aber glaub ich beides erlaubt.
     
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  11. Pedall
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    Pedall

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    Wie wird das Wort denn ausgesprochen? Tatsächlich mit der Konsonantengruppe "-b-s-t-sch-t-"? So habe ich es noch nie gehört.

    Früher war "selbständig" korrekt, die neue Rechtschreibung erlaubt auch "selbstständig".


    "Selbstander" und "selbstdritt" haben sich noch nicht breitgemacht.

    https://www.clavio.de/threads/welch...or-dem-aussterben-bewahren.22280/#post-497018
     
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  12. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    Für mich macht es in der Aussprache tatsächlich einen Unterschied. So etwa wie es auch einen macht, ob ich "Häuptling" oder "Häupling" schreibe.
     
  13. Pedall
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    Pedall

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    Also Du sprichst tatsächlich "-b-s-t-sch-t-"?
     
  14. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Eben nicht; deswegen verweigert sie ja das zweite st. :-)

    Und deswegen schreiben so viele brillant auch falsch, denn ausgesprochen wird es brilliant ("weiches l" aus dem französischen).
     
  15. Pedall
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    Pedall

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    Im Gegenteil: @Stilblüte weigert sich doch, selbstständig mit nur einem st zu schreiben:

    Ich frage mich selbst ständig, wie ich das Geschriebene ausspreche.
     
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  16. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    Selbständig: "Selb-schdändig"
    Selbstständig: "Selbß-schdändig"
     
  17. Pedall
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    Pedall

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    Und weil Dir "Selb-schdändig" beim Aussprechen weh tut, sprichst Du "Selbß-schdändig"?
    Ich müßte mich da verrenken.
     
  18. Steinbock44
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    Steinbock44

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    Die doppelte l werden Französisch weich als lj ausgesprochen wie z.B. médaille, billard usw.
     
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  19. DonMias
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    DonMias

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    Was hat denn jetzt die Fertigung von Wollpullovern damit zu tun? Und müsste es nicht "strickend" heißen? :-D

    Sorry, konnte nicht widerstehen.
     
  20. Dreiklang
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    Ja, bei der Überschrift ist mir die Grammatik wohl durch die Lappen gegangen :musik: Und ändern kann ich es auch nicht mehr, sonst steht die Hälfte aller Beiträge ohne Kontext da :-D

    Im Grunde ganz einfach: ein "em" am Ende eines Adjektivs in unserer Beispiel-Konstellation gibt's überhaupt nie... wenn, dann ist es immer ein "en". Wenn ich das richtig verstanden habe...