Was beachte ich beim Kauf eines gebrauchten Digitalpianos?

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IceE

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Hallo!

Vor einigen Jahren habe ich das Klavierspielen aufgegeben und möchte dies nun ändern. Da ich in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt wohne und meine Nachbarn nicht zu sehr belästigen möchte, habe ich mich zum Kauf eines Digitalpianos entschieden. Ich habe ein Angebot für ein gebrauchtes Kawai CA-970 gefunden. Ca. 1000 Euro soll es kosten. Der Verkäufer scheint selbst ein erfahrener Klavierspieler zu sein. Kommende Woche werde ich mir das Piano anschauen und soll Probe spielen. Das letzte Mal habe ich vor ca. neun Jahren vor einem Klavier gesessen, sodass mir das sicherlich nicht ganz leicht fallen wird... Nun habe ich folgende Fragen:

1. Worauf muss ich achten um mich zu vergewissern, dass das Piano nicht in wesentlichen Eigenschaften beschädigt ist?

2. Gibt es typische Abnutzungserscheinungen, die die Funktion des Pianos beeinträchtigen können, wie z.B. Abnutzung der Tasten o.ä.?

3. Das CA-970 scheint ein älteres Modell zu sein. Ist der Preis von um 1000 Euro dennoch angemessen oder hat sich die Technik entschieden verbessert, sodass das Modell "veraltet" ist?

Für rasche Hilfe wäre ich seeeeeeeeeeeehr dankbar ;)

Beste Grüße und guten Rutsch!
 
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Guest
Ich würde mir gut überlegen, ob ich 1000 Euro für ein elektronisches Produkt ausgeben würde, das A) ein ausgelaufenes Modell und B) gebraucht ist. Gerade bei elektronischen Sachen kann von heute auf morgen was kaputt gehen, dann hast Du keine Garantie und nichts. Ich würd mir beispielsweise auch nie eine gebrauchte Digitalkamera kaufen, eben weil man die Technik nicht überblicken kann. Eine analoge, bzw. eine vollmanuelle Kamera hingegen kann man bedenkenlos gebraucht kaufen, vorrausgesetzt man kennt sich etwas aus.

Wenn der Vorbesitzer wie Du ja schreibst selbst ein "erfahrener Klavierspieler" ist, dann hat der das Gerät sicherlich auch oft benutzt und womöglich extremst gespielt. Also ich würds Digitalpianis grundsätzlich nicht gebraucht kaufen, schon gar nicht von Privat. Eben weil Du keine Garantie hast und die Katze im Sack kaufst, noch dazu nicht weißt, ob der Preis ok ist. Selbst wenn es Dir beim Anspielen gefällt und alles OK ist, wer sagt Dir dass es nach dem Kauf bei Dir nicht nach zwei Tagen den Geist aufgibt? Und dann; keine Garantie, keine Gewährleistung.
 
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Pilo

Pilo

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Ich hab bei diesem Modell nirgends etwas von Multisampling gelesen und einen DM Preis gesehen, folglich ist das Gerät schon ziemlich alt. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es 2003 einen kleinen Sprung punkte Tastaturen gab, falls das stimmt, hat es dem wohl nicht intus.

Sowohl von der Samplingqualität als auch von der Tastaturmechanik dürfte es mit einen neuen Gerät um 1000€ vergleichbar sein, es hat aber deutlich stärkere Lautsprecher und Echtholztasten, dafür ist das Risiko eines vier Jahre alten Elektronischen Geräts gegeben.
 
fisherman

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Meine Vorredner haben beide recht.

Zur Entscheidungsfindung: Wenn Du "nur" 1000,- Euros hast, wäre das ganze überlegenswert, wenngleich das Gebrauchtrisiko bleibt.
Kannst/Willst Du aber mehr (1500- 2.000,-) investieren (wozu ich rate), dann gilt: Finger weg!

Nachtrag: Habe von Pilo die "vier Jahre" unbesehen übernommen. Stammt das Teil aber aus der DM-Ära, würde ich generell abraten!!!!
 
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Guendola

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Das CA970 scheint zur Oberklasse von 2003 zu gehören. Seitdem hat sich einiges getan aber ob sich der Unterschied tatsächlich lohnt, bleibt fraglich. Sicherlich mußt du für ein vergleichbares Neuinstrument das Doppelte oder Dreifache hinlegen.

Ich habe allerdings gute Erfahrungen mit einem einfachen neuen Digitalpiano von Yamaha für unter 800 Euro gemacht, das ich seit 1-1/2 Jahren intensiv spiele, ohne daß es Anzeichen von Verfall zeigt. Natürlich hat es Plastiktasten und die mechanischen Geräusche sind nicht gerade schön aber mit Kopfhörer fallen sie nicht auf - und es sind noch die originalen Geräusche, da hat sich also nichts verändert. Der wesentliche Punkt ist aber, daß ich 28 Jahre Klavierpause gemacht hatte und inzwischen deutlich besser spiele als damals, als ich nach rund 8 Jahren Unterricht aufgehört hatte. Und genau das ist der Zweck dieses Instruments, auftreten werde ich damit nicht.

Noch ein paar Tips zum Testen:

Wenn du einen Kopfhörer hast, den du benutzen willst, nimm den mit.
Laß dir Zeit, mit Kopfhörer hört dich eh keiner, also keine falsche Bescheidenheit àla "ich kann nicht mehr spielen".

Achte darauf, daß du auch ein Handbuch bekommst, damit du alle Features nutzen kannst. Vor allem MIDI-Einstellungen (falls du MIDI verwenden willst) sind ziemlich kryptisch und rumprobieren hilft da nicht viel.

Tasten nebeneinander sollten mehr oder weniger gleich leicht beweglich sein. Mechanische Probleme treten logischerweise vor allem bei den Tasten bzw. beider Mechanik dahinter auf. Wenn dir da etwas komisch vorkommt, solltest du lieber weiter suchen.

Vielleicht solltest du vor dem Testen ein oder zwei Klavierhäuser aufsuchen und dort ein paar echte und digitale Instrumente ausprobieren, damit du einen Vergleich hast.
 
Pilo

Pilo

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Ich hab nach dem Modell gesucht und ein Gebrauchtangebot für 1000€ gefunden, in dem ein Alter von 4 Jahren angegeben wird, ich nehme an, dieses Angebot ist im Ausgangspost gemeint.

Zum CA970 als Modell hab ich einen Bericht von 2001 gefunden, des es als Modell bezeichnet, das schon länger am Markt ist, also ziemlich antik.
Bereits ein YDP-140 hat Multisample und ist günstiger, von der Tastaturgrundmechanik kann ich nichts genaues sagen, aber bei dem Alter wohl bis auf das Material gleichwertig. Holz ist ganz nett, aber beim Spielen spürt man sogut wie nichts davon, Lautsprecher sind zum Üben nicht allzuwichtig, vor allem wenn man es nicht in einem großen Salon betreiben will, Kopfhörer sowieso empfehlenswert. Das Yamaha ist neu, günstiger und schätzungsweise sogar besser.
(Yamaha war jetzt nur ein Bsp, auch Roland bzw ein neues Kawai sind ähnlich, Casio soll sich auch in den letzten Jahren verbessert haben und gute Qualität liefern)
 
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IceE

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Hey Leute, vielen, vielen Dank für Eure bemühten, hilfreichen, zahlreichen und dazu so raschen Antworten!!!
Was Multi-Sampling ist, weiß ich noch nicht einmal, sodass ich nicht sicher bin, ob ich das tatsächlich brauche. Am meisten Sorgen macht mir tatsächlich der Privatkauf, denn wenn etwas am Piano defekt sein sollte, habe ich so gut wie keine Chance, den Defekt erfolgreich zu reklamieren... Der Tipp mit den Kopfhörern beim Probespielen ist auch sehr gut. Mit ihnen werde ich sicher wesentlich entspannter ausprobieren.
Leider kann ich nicht mehr als 1000,- Euro aufbringen. Ich habe aus verschiedenen Foren mehr oder weniger extrahieren können, dass Kawai unter Klavierspielern die, oder zumindest eine der beliebtesten Marken bei Digitalpianos ist. Deshalb habe ich auch das CA-970 in die engere Auswahl genommen. Lassen sich denn die Neugeräte unter tausend Euro aus dem Kawai-Sortiment auch einigermaßen spielen? Sind sie zu empfehlen? Das wäre etwa die CL- oder CN-Serie?
Euch allen unter bestem Dank und vielen Grüßen ein frohes neues Jahr!!!
 
Pilo

Pilo

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Es gibt da kein bestes, einige schwören darauf, dass Kawai die besten Tastaturen hat, da sie dem Flügel am nächsten kämen, so einen Flügel hab ich aber noch nie gespielt und bei dem Eindruck, den ich von den Kawais habe, hoffe ich, es bleibt mir auch erspart.

Wenn das Modell so alt ist, wie meine Recherche sagt, sind die Tastaturen der heutigen Generation<1000€ besser. Genauso der Klang und dessen Beeinflussbarkeit.

Multisampling heißt, es gibt mehrere Samples pro Ton. Technisch gesehen ist ein DP kein Klangerzeuger, sondern ein Wiedergabegerät. Ein Sample das einmal aufgenommen wurde, wird wiedergegeben. Wenn ein DP nur ein Sample hat, klingt immer die selbe Klangfarbe, nur die Lautstärke ist anschlagdynamisch, mit mehreren Samples ist auch die Klangfarbe dynamisch(er) (und una corda Pedal klingt so, wie es soll)


Letztendlich kommt man um den Standardrat nicht herum, ins Geschäft gehen, Neugeräte in der akzeptablen Preisklasse aller gängigen Marken anspielen, hören, fühlen, dann das Gebrauchte, wenn sich die Tastatur besser anfühlt und sich das Gerät auch über Kopfhörer besser anhört, genau die Tasten durchprobieren, ob sie sich gleichmäßig spielen.
Und nicht allzuviel beraten lassen, der Tastaturenstreit gleicht einem Glaubenskrieg, qualitativ sind sie ähnlich, dir muss sie gefallen.
 
violapiano

violapiano

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Hallo Rosenspieß,
oups,:o wie kann den sowas passieren? Das habe ich ja noch nie gehört? Wechselt das Digi den modus, ohne dass man es will????

LG
VP
 
Altistin

Altistin

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Das war der Digi-Klabautermann! Der dachte, den Rosenspieß, den ärgern wir heute mal ein bisschen! :-)
 
Altistin

Altistin

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@ Rosenspieß

Vielleicht solltest Du es beim nächsten Mal mit karibischen Rhythmen versuchen! ;)
 
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guido48

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Hallo Ice,

ich bin auch noch ein ziemlicher "Frischling" sowohl am Digital-Piano als auch beim Spielen selbst, aber ich möchte Dir empfehlen mal ein Roland RP 101 anzuspielen.

Es liegt genau in Deiner Preislage als Set mit Hocker und Kopfhörer zusammen sogar noch knapp unter 1000 €.

Ich spiele es seit einem dreiviertel Jahr und muss sagen ich bin sowohl von der Tatastur wie auch vom Klang sehr überzeugt. Es ist von einem der gängigen Markenhersteller und stellt vom Preis-Leistungsverhältnis wohl ein sehr gutes Angebot dar. Du kannst es auf der Roland seite mal anschauen und probehören. Einziger Wermutstropfen meinerseits , es gibt es leider nur in Rosewood.

Aber wenn man wirklich Spass daran hat ,kann man es ja nach ein paar Jahren immer noch für ein paar Hundert Euro in Zahlung geben und sich dann nach noch etwas Besserem umschauen. Vor allem hättest Du im Gegensatz zu einem Gebrauchtkauf 3 Jahre Garantie, was ich finde ein grosser Vorteil ist.


Liebe Grüsse sendet Dir

Wolfgang
 
fisherman

fisherman

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@ rosenspieß: Das kenn ich. Liegt am manierierten Spiel mit abgespreizten Fingerchen ...:D
 
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Jörg

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Hallo IceE,
einen Stecker sollte es unbeding haben!
Bitte jetzt nicht gleich hauen, sollte nur ein Spass sein.
Bei gebrauchten Digis schließe ich mich fisherman an, lieber neu wenn möglich.
Grüße Jörg
 
J

Jörg

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Hallo zusammen!
Auch wenn ich bald noch gevierteilt werde, aber der Schalk sitzt mir halt immer wieder
im Nacken. Gott sei Dank es ist heute Freitag und um 5 Uhr endlich Feierabend.

Das ist wie bei einem Auto mit Automatik, die auch immer schaltet wann sie will.
Zugegeben natürlich nur unter bestimmten technischen Voraussetzungen.

Schönes Wochenende von Jörg
 
Petz

Petz

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oder irgendein Ableger von Windows als Systemgrundlage....;)
 
 

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