Von der Mittel-C-Lage in die normale C-Lage

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Klavierdummie

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Hallo,

da ich Selbstlernerin (so aus Büchern) bin, und jetzt ein paar Liederchen in der Mittel-C-Lage mehr oder weniger beherrsche stellt sich mir jetzt die Frage, ab wann man am besten in die C-Lage wechseln kann. Fünf/Sechs-Mittel-C´s habe ich noch aber dann muß ich mir überlegen wie ich weitermachen. Was muß man auf jeden Fall perfekt beherrschen, was wird später eh noch vertieft? Zum Beispiel sollte man erst üben bis man alles Blind spielen kann? Welche anderen Punkte sind so die typischen Anfängerfehler? Wie sieht das mit dem Taktgefühl aus? Zur Zeit kann ich mit mitlaufender CD recht gut im Takt bleiben, aber wenn ich ohne CD spiele wird der Takt eher dynamisch gelöst...
;-) Wie wichtig ist es das vor dem Lagenwechsel zu perfektionieren? Oder kommt das Taktgefühl mit der Zeit auch von selbst? Fragen über Fragen...
Über ein paar Tips würde ich mich freuen!

Schönen Gruß
Anja
 
Klavirus

Klavirus

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Mal 'ne "Dummie"-Frage: Was ist eine C-Lage?

K.
 
R

rilli

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C-Lage: Beide Hände jeweils auf einem c.

D.h. L.H. kleiner Finger am "unteren" c und den Daumen der R.H. am mittel c (also c').


Wahnsinn, nicht einmal noch ein Klavier und ich schreib schon Erklärungen... :D
Hoffentlich stimmt die auch.
 
Klavirus

Klavirus

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Komisch, habe schon fast 6 Jahre Klavierunterricht und noch nichts davon gehört von ner c-Lage...

Man lernt nie aus!
lavirus
K
 
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flynox

Guest
HI Anja,

viele Probleme wie z.B. im Takt bleiben, Lagenwechsel kommen mit der Zeit (nach 1-3 Jahren) von alleine. Da Deine Stuecke aber auch immer schwerer werden, wirst Du sicherlich immer eine Nuss zu knacken haben. Momentan ist's im Takt zu bleiben, spaeter, a.B. Laeufe und Spruenge sicher und fluessig hinzubekommen.

Folge doch einfach Deiner Uebungliteratur, sie wird Dich schon behutsam von der C-Lage zu einer anderen Lage fuehren.

Welches Uebungsbuch/-heft benutzt Du? Spielst Du schon nach Noten?

Gruesse
Wolfgang
 
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ozzy66

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wobei ganz zu Beginn, erinnere ich dunkel, gab es das Thema "Lagenwechsel" als es darum ging, bei den "Rittersleut" zwischen C-, F- und G-Dur zu wechseln. Allerdings weiß ich nicht mehr, ob die Ausgangsstellung vom KL tatsächlich C-Lage genannt wurde. Na, egal, halten wir uns nicht mit solchen Spitzfindigkeiten auf... :lol:
 
K

Klavierdummie

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HI Anja,

viele Probleme wie z.B. im Takt bleiben, Lagenwechsel kommen mit der Zeit (nach 1-3 Jahren) von alleine. Da Deine Stuecke aber auch immer schwerer werden, wirst Du sicherlich immer eine Nuss zu knacken haben. Momentan ist's im Takt zu bleiben, spaeter, a.B. Laeufe und Spruenge sicher und fluessig hinzubekommen.

Folge doch einfach Deiner Uebungliteratur, sie wird Dich schon behutsam von der C-Lage zu einer anderen Lage fuehren.

Welches Uebungsbuch/-heft benutzt Du? Spielst Du schon nach Noten?

Gruesse
Wolfgang
Hi Wolfgang,

im Moment hab ich Klavierspielen - mein schönstes Hobby von Heumann und PianoCrash-Kurs auch von Heumann... Upsala, hab jetzt erst gemerkt das das ja vom selben Autor ist. Ich war der festen Überzeugung das ich damit zwei ziemlich unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema hab... Ts, irritierend.
Beim Piano-Crash-Kurs sind die ersten Sachen mit Griffbildern drin, aber das hab ich mal ignoriert und gleich mit den Noten angefangen. Bisher krieg ich das ganz gut hin, aber ich befürchte, sobald meine Finger nicht mehr statisch auf den 9 Tasten der Mittellage liegen, werde ich wohl böse durcheinanderkommen...

Gruß
Anja
 
iLLumination

iLLumination

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Scheiß auf diese Übungsbücher. Such dir die einfachsten Dinge von Mozart raus und übe diese Stücke. Die bringen dich ganzheitlich sehr viel weiter, als dieser c-lagen-unsinn.
 

Klavirus

Klavirus

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@iLLumination: 100% Zustimmung!!!

Klavirus
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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Endlich mal Klartext :D!
 
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Klavierdummie

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Scheiß auf diese Übungsbücher. Such dir die einfachsten Dinge von Mozart raus und übe diese Stücke. Die bringen dich ganzheitlich sehr viel weiter, als dieser c-lagen-unsinn.
Ok, ich probier ja alles.
;)
Was sind den die einfachsten Dinge von Mozart? Ich bin eher nicht so der Mozart-Kenner...
Da bin ich ja mal gespannt, im Moment krieg ich ja schon ne mittlere "Das schaff ich nie"-Krise wenn ich mal so durch PianoPiano (leicht arrangiert) blättere...
 
B

Bachopin

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Hi iLLumination,

Scheiß auf diese Übungsbücher. Such dir die einfachsten Dinge von Mozart raus und übe diese Stücke. Die bringen dich ganzheitlich sehr viel weiter, als dieser c-lagen-unsinn.
na ja, nur ca. 98-99 % Zustimmung. ;-)

Es gibt ja noch die Didaktik (Wie präsentiert man einem Lernenden den Lernstoff, so dass er am effektivsten (schnellsten) lernt).
Es kann also schon sinnvoll sein erstmal losgelöst Prinzipien (C-Lage etc.) zu erklären und zu lehren. Prinzipien zu lehren ist übrigens sehr wichtig.

@Klavierdummie:

Ein Kompromiss Vorschlag von mir: Besorg dir doch noch zusätzlich einen entsprechenden Spielband (möglichst immer mit CD, das ist autodidaktisch einfach besser!) oder ähnliches:

  • Romantic Piano Anthology 1. Klavier: 30 Original Works: Vol 1 von Nils Franke von Schott music distribution. Sehr schön und einfach (hoffe ich).
  • Die Russische Klavierschule 2. Mit 2 CD's. Das ist mehr ein Spielband, keine Schule. Wird oft empfohlen.
  • Masterwork Classics Level 1-2 - Magrath, Alfred Publishing, mit CD. Die Bücher von Alfred Publishing sollte man sich unbedingt anschauen. Die sind meistens sehr gut (sorry liebe deutsche Verlage).
  • oder was ganz leckeres: Anthology of Baroque Keyboard Music with Performance Practices in Baroque Keyboard Music, Alfred Publishing. Buch mit DVD.
  • oder: Anthology of Classical Piano Music with Performance Practices in Classical Piano Music Intermediate to Early Advanced Works by 36 Composers Ed. Maurice Hinson, Alfred Publishing. Buch mit DVD.

Gruß
 
K

Klavierdummie

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Hi Bachopin,

danke für die Tipps, ich werd mir mal einen von den Bänden raussuchen.

Aber jetzt bin ich ja auch neugierig, welches ist denn nun das "einfachste" Stück von Mozart? Natürlich im Original, vereinfachte Versionen gibt es ja ohne Ende. Jetzt möcht ich mir das auch mal anschauen und gucken ob ich damit klar kommen würde...
;)
Also, welches würdet ihr als das Einfachste voten?

LG Anja
 
D

Debbie digitalis

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Hallo Klavierdummie,

habe deinen Faden gerade gelesen und mich gewundert, dass hier keiner eine eindeutige Antwort dazu gibt, was die Mittel-C-Lage ist.

Da ich seit zwei Jahren Anfänger am Klavier bin und auch eine neunjährige Tochter habe, die mittlerweile das Klavierspielen lernt, kann ich mich noch einigermaßen an die Mittel-C-Lage erinnern:

Meines Wissens befindet sich das Mittel-C des Klaviers (d.h. das C, das im Violinschlüssel auf der ersten Hilfslinie unter den Notenlinien notiert wird bzw. das C., das im Bassschlüssel - hat der jetzt drei s??? - im zweiten Zwischenraum des Notenliniensystems notiert wird) so relativ in der Mitte deines Klaviers - also an der Stelle, wo du mit deiner Nasenspitze auftreffen solltest, wenn du beim Klavierüben einnickst!:D

Mittel-C-Lage bedeutet dann, wenn du vor dem Spiel beide Daumen auf diesem C positionierst und von da aus den sich jeweils nach links bzw. rechts ergebenden Fünftonraum zum Spielen nutzt (d.h. links runter bis zum f und rechts rauf bis zum g).

Ob dieses legendäre Mittel-C nun C1 oer C2 oder sonstwie heisst, weiß ich leider nicht. Da habe ich offenbar irgendwann mal in der Klavierstunde gepennt oder geträumt.

Vielleicht kann das noch ein anderes nettes Mitglied des Forums aufklären!:D

Liebe Grüße

Debbie digitalis

kann ich mich an die
 
P

pianoboe

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Ich fürchte das Problem mit der Mittel-C-Lage ist, dass es kein feststehender Begriff ist, sondern wohl ein pädagogisches Konzept, was dieser Herr Heumann nutzt.

Da sich bisher niemand hier eindeutig geäußert hat, will ich mal im Rahmen meiner Möglichkeiten hier antworten.

Das Konzept der Lagenspiels ist bei einem Streichinstrument ein fester Begriff und die Vermutung liegt Nahe, dass der Begriff von dort übernommen wurde. Beim Streichinstrument macht der Begriff m.E. allerdings wesentlich mehr Sinn als beim Klavier.

Warum macht der Lagenbegriff für mich beim Klavier wenig Sinn? Wegen der daraus folgenden Einschränkung der Hand in den Fünftonraum beim Klavier. Das macht nur dann Sinn, wenn ich diesen Fünftonraum nicht verlasse. Wenn ich Arpeggien spiele oder Akkorde ist diese Handhaltung nicht empfehlenswert. Ich behaupte einfach mal, dass es kaum Literatur gibt, in denen die Finger über das gesamte Stück auf der gleichen Taste verharren.

Jeder Ton des Klaviers lässt sich eindeutig benennen, das gemeine mittlere C dürfe das c' sein, unterhalb das kleine c und oberhalb das c''. Ich schätze, da Herr Heumann diese Notation zu kompliziert schien für einen Anfänger ist er auf das Konzept mit der Mittel-C-Lage und der Normalen-C-Lage ausgewichen, die aber für jemanden der nicht nach dieser Methode Klavier lernt keine Bedeutung hat.
 
C

cbirkholtz

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Hallo,

Debbie digitalis hat mit der Erklärung schon generell Recht. Lediglich das

Meines Wissens befindet sich das Mittel-C des Klaviers (d.h. das C, das im Violinschlüssel auf der ersten Hilfslinie unter den Notenlinien notiert wird bzw. das C., das im Bassschlüssel - hat der jetzt drei s??? - im zweiten Zwischenraum des Notenliniensystems notiert wird)
sollte Richtig gestellt werden. Im Violinschlussel notiert ist das Mittel-C auf der ersten Hilfslinie unter den Notenlinien, dass ist soweit richtig. Allerdings ist es im Bassschlüssel notiert NICHT im zweiten Zwischenraum (das wäre eine Okave tiefer, sondern auf der ersten Hilfslinie übern den Notenlinien. Es gibt quasi zwischen dem oberen system und dem unteren System genau eine Hilfslinie in der Mitte und das ist das c' oder auch c1 oder auch Mittel-C. Kann man sich ganz leicht merken "Mitten zwischen den beiden Systemen befindet sich das Mittel-C".

Dass Herr Heumann den Begriff der Mittel-C Lage erfunden hat bezweifle ich übrigens (ohne es sicher zu wissen).

Die Tatsache, welche Debbie so schön beschrieben hat, dass nämlich in dieser Lage (5Finger) die Linke bis zum f und die Rechte bis zum g' reicht führt bei mir zu folgender Beobachtung:

Der Bassschlüssel (auch f-schlüssel genannt) zeigt den ton f im unteren System an während der Violinschlüssel (auch g-schlüssel genannt) den Ton g' im oberen system markiert. Damit bilden die Linen und Zwischenräume zwichen den beiden Schlüsseln genau den Tonraum ab, welcher ohne Streckung oder Lagenwechsel oder etc. mit eben jener ominösen 5-Finger Mittel-C-Lage ereicht werden kann.

Mir drängt sich hierbei der Verdacht auf, dass dies doch etwas historischer anzusiedeln ist als Herr Heumann. Allderings begründet sich dies ausschließlich duch meine eigenen Überlegungen nicht etwa durch "abfragbares Wissen" (von den Lagen der Schlüssel mal abgesehen).

Christian
 
 

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