Verstimmter Flügel-merkwürdig-

  • Ersteller des Themas Scaramouche
  • Erstellungsdatum
S

Scaramouche

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
911
Reaktionen
275
Habe folgendes Phänomen:

Hatte den Flügel, einen Yamaha, im März gestimmt. Nun hat sich der Flügel wieder verstimmt, allerdings so, dass immer die rechte Saite eines Chores verstimmt ist, die anderen Saiten sind ok. und das regelmäßig. Wie kann das sein?

Vielleicht kennt ja einer dieses Phänomen?
 
HoeHue

HoeHue

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.254
Reaktionen
117
Riss im Stimmstock?
 
xentis

xentis

Dabei seit
Sep. 2011
Beiträge
1.075
Reaktionen
250
Über wie viele Töne erstreckt sich denn dieses Phänomen und in welchem Bereich liegt es? Hast Du beim Stimmen gefühlsmässig nicht gemerkt, daß sich die Wirbel anders verhalten ?
 
K

Klavierbauermeister

Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.962
Reaktionen
711
Kann man das sagen, ohne ihn auszubauen (da er doch unter der Gußplatte versteckt ist)? Ich würde hier mit HoeHue konform gehen, die Wirbel der rechten Chöre liegen in einer Reihe (ganz hinten), genau dort müsste ein Schaden am Stimmstock vorliegen.

Grüße,
Martin
Das glaube ich nicht weil sich das beim Stimmen deutlich bemerkbar machen würde wenn einzelne Wirbel nicht mehr fest genug halten.
 
Klavierhaus Langer

Klavierhaus Langer

Dabei seit
Feb. 2013
Beiträge
21
Reaktionen
2
Hallo!
Ich würde auch auf einen Riß im Stimmstock tippen.
Wie alt ist der Flügel? Sollte bei einem Yamaha aus den Letzten 30 - 40 Jahren eigentlich nicht der Fall sein, außer er wurde klimatechnisch mißhandelt.
 
S

Styx

Guest
vielleicht sollte man mal einen Blick auf den Steg werfen, gut möglich das da der eine oder andere Stegstift etwas nachgibt.

Viele Grüße

Styx
 
Stechbein

Stechbein

Dabei seit
März 2013
Beiträge
168
Reaktionen
3
Das glaube ich nicht weil sich das beim Stimmen deutlich bemerkbar machen würde wenn einzelne Wirbel nicht mehr fest genug halten.
Möglicherweise trat der Schaden erst nach dem Stimmen auf bzw. verschlimmerte sich danach. Es ist halt merkwürdig, daß es immer die rechte Saite ist, und die einzige Gemeinsamkeit derer ist nun mal, daß die Wirbel in einer Reihe liegen. Vieleicht ist auf dem Instrument mal ein Getränk umgekippt o.Ä.
 
xentis

xentis

Dabei seit
Sep. 2011
Beiträge
1.075
Reaktionen
250
Also wenn es ein Riss ist und der Riss Auswirkung auf die Stimmhaltung hat, muss man das doch beim Setzen der Wirbel spüren. Spätestens jetzt, beim Nachstimmen der bewussten Saiten, kann man doch explizit darauf achten, wie fest der Sitz des Wirbels ist.

War das nicht ein "günstiger" Gebrauchtimport? Gabs da nicht auch schon Probleme mit den Achsen?
 
S

Scaramouche

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
911
Reaktionen
275

S

Scaramouche

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
911
Reaktionen
275
Also wenn es ein Riss ist und der Riss Auswirkung auf die Stimmhaltung hat, muss man das doch beim Setzen der Wirbel spüren. Spätestens jetzt, beim Nachstimmen der bewussten Saiten, kann man doch explizit darauf achten, wie fest der Sitz des Wirbels ist.

War das nicht ein "günstiger" Gebrauchtimport? Gabs da nicht auch schon Probleme mit den Achsen?
Ja, richtig, es ist ein Gebrauchtimport. Aber das mit den Achsen war zuerst meine Vermutung, hat sich dann aber als Irrtum heraus gestellt. Nur die Tastatur hat in den Stiften geklemmt. Zumindest was die betroffenen, etwas schwergängigenTasten angeht.
 
K

Klavierbauermeister

Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.962
Reaktionen
711
Dann hast Du ihn ja von einem Händler mit entsprechender Garantie.
 
xentis

xentis

Dabei seit
Sep. 2011
Beiträge
1.075
Reaktionen
250
Wie stark verstimmen sie sich denn innerhalb 3 Monaten? 0,5 Cent, 1Cent, 1 Hz oder gar mehr?
 
K

Klavierbaumeister

Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.328
Reaktionen
188
Meine These:

Ein wenig routinierter Stimmer, der nur den Ton auf die gewünschte (vom Stimmgerät angezeigte?) Tonhöhe hingezogen hat, ohne die Stimmung "zu setzen".

Die rechte Saite eines Chores hat einen etwa doppelt so langen vorderen Saitenanhang wie die linke, da ist es viel schwerer, einen Zugausgleich zwischen vorderen Saitenanhang und klingender Saitenlänge herzustellen als bei der linken.
 
S

Styx

Guest
Meine These:

Ein wenig routinierter Stimmer, der nur den Ton auf die gewünschte (vom Stimmgerät angezeigte?) Tonhöhe hingezogen hat, ohne die Stimmung "zu setzen".

Die rechte Saite eines Chores hat einen etwa doppelt so langen vorderen Saitenanhang wie die linke, da ist es viel schwerer, einen Zugausgleich zwischen vorderen Saitenanhang und klingender Saitenlänge herzustellen als bei der linken.
Die Vermutung kam mir auch daß der Ton einfach ned g´scheit gesetzt war - bin da allerdings immer etwas vorsichtig mit den Äußerungen, da man damit dem Stimmer (welchen man ja ned kennt) in gewisser Hinsicht Pfuscherei unterstellt. Wenn nun tatsächlich ein technisches Problem vorliegt, wie nachgebender Stegstift z.Bsp. tut man dem Kollegen doch arg unrecht.

An Stimmstockschaden glaube ich beim Yamaha ned - hab mal welche verschrottet, die delignitähnlichen Stimmstöcke allerdings sind fast unverwüstlich.


Viele Grüße

Styx
 
 

Top Bottom