Verständigungsschwierigkeiten inhaltlich?

violapiano

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Hallo, ich wollte mal eines gerne mit euch diskutieren, kennt ihr es, manchmal nicht zu verstehen, was der KL euch mitteilen will? Oder ihr Klavierlehrer, habt ihr manchmal das Gefühl, ihr kommt nicht an, mit dem was ihr sagen wollt?:confused:
Hab manchmal das Gefühl, da sind unterschiedliche Denk- und Ausdrucksmuster....:confused:

Gerade hatte ich eine Klavierstunde, und ehrlich, ich war verwirrt, der Nebel hat sich inzwischen etwas gelichtet, aber ich bin verunsichert.

Nachgefragt habe ich, aber so richtig klar ist es mir nicht......:confused:

Wie sich verhalten, was würdet ihr tun?

LG
violapiano
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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Ich glaube zu ahnen, was du meinst. Aber ich weiß es nicht genau. Daher wäre es gut, wenn du die Situation schilderst, damit die Diskussion nicht in die falsche Richtung läuft.
 
H

Hacon

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Ich kenne das zu 100%. Meine Lehrerin liebt es leider, sich in Rätseln bzw. über Metarphern auszudrücken, was mich regelmäßig verwirrt und meist auf die Palme bringt.

Wie oft musste ich schon hören: " Du musst die Stelle langsamer spielen, weil du hörst dir nicht genau zu." Und sowas kommt dann meist auch noch genau bei Stellen, die ich definitiv kann und bei denen ich mir definitif zuhöre.
Und aus diesem Grunde, weil ich mir dann da eben nicht genau zuhöre, soll ich das Tempo reduzieren:-x

Nach zig-mal fragen, habe ich dann übrigens herausgefunden, dass sie mit " nicht genau zuhören", " die Stelle ungenau/ undsauber spielen", meinte.
Warum nicht gleich so?

Oder sie fängt bei einer Stelle an, wie blöd auf die Tasten einzudräschen, dass ich Angst ums Klavier und vor nem Gehörschaden hab, und in gutem Willen mache ich das dann sogar nach Aufforderung nach.
Dann heißt es aber wieder: " Was soll denn das? Steht da irgendwo fortissimo?!"
Dann sitzen wir erst mal beide da und schauen uns gegenseitig dumm an:shock:

Später hat sich dann herausgestellt, dass sie mir mit dem Eindräschen auf die Tasten vermitteln wollte, welche die Zieltöne sind.
 
Klavirus

Klavirus

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@Hacon: Vielleicht wollte sie Dir auch nur zeigen, wie man es nicht macht??

Es gibt immer Missverständnisse, die man aber sofort ausräumen kann, wenn man zugibt, einfach nicht zu schnallen, was sie eigentlich will.

Manchmal demonstriert ein Lehrer auch, wie es eben nicht klingen soll oder macht das Spielen des Schülers nach, dann kommt die "richtige" gewünschte Version- und das beides noch vll. abwechselnd, so dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wie es nun sein soll!?

Da muss man sofort intervenieren und sich nicht genieren, dass man blöd da steht, denn das tut man in ersterem Falle ja dann sowieso.:floet:

@VP: aber die Problematil ist völlig normal, wenn man einen neuen Lehrer hat. Da muss man eben abwarten, man lernt sich gegenseitig besser kennen.
Bei uns reicht jetzt manchmal schon ein gewisser Blick...

Klavirus
 
K

koelnklavier

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Ich kenne das zu 100%. Meine Lehrerin liebt es leider, sich in Rätseln bzw. über Metarphern auszudrücken, was mich regelmäßig verwirrt und meist auf die Palme bringt.
Vieles in der Musik läßt sich auch gar nicht klar formulieren, weil Musik die Sprache transzendiert - wie Eduard Hanslick so schön schrieb: "Musik ist tönend bewegte Form". und selbst bei Sachverhalten, die man mit Parametern wie "laut, "leise", "langsam", "schnell" beschreiben kann, ist es mitunter sinnvoller, auf Bilder oder Metaphern zurückzugreifen, weil es eben nicht nur darum geht, laut, leise, langsam oder schnell zu spielen, sondern weil es wichtiger ist, den musikalischen Gehalt dahinter aufzuspüren.

Wenn ich einem Schüler sage, er solle lauter spielen, so macht er das (mir zuliebe), ohne unbedingt zu wissen, warum. Wenn ich ihm aber ein Bild, eine Stimmung schildere, die er mit seinem Spiel evozieren soll, ist er gezwungen, (sich) auszuprobieren, sich vorwärtszutasten. Solche Prozesse können durchaus eine ganze Stunde in Anspruch nehmen und auch über die Stunde hinaus "verunsichern". Ich halte diese Vorgehensweise für gewinnbringender und künstlerischer, als nur eindeutige Direktiven zu geben.
 
violapiano

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Hallo,

pro primo: warum hierher verschoben? Ich fand das im Klavierlehrer-unterrichtforum schon richtig. Denn- es ist ein Problem was sich hin und wieder auftut, nicht aber auf der Sachebene läuft, sondern ein Kommunikationsproblem zwischen KL und Schüler bzw. zwischen zwei Menschen, die unterschiedliche Arten haben, sich auszudrücken.


Es war so, dass ich hinkam mit einer Vorstellung die recht genau war, die KL aber meinte, ich hätte das Stück genau andersrum aufgezäumt, als sie es sehen würde. Hm:confused: Also, schwer zu erklären..... Natürlich läuft das Stück noch nicht stabil, wodurch ich natürlich etwas auf Sicherheit gespielt habe und nur zweitrangig meine Interpreation durchgezogen habe. Es war ihr zu linear, tja... ist schwierig, man müsste genauer das Stück vorliegen haben und daran zeigen was gemeint ist.
Jedenfalls war ich etwas verwirrt, weil ich nicht verstanden habe, was ich wie ändern sollte und warum.

Jetzt ahne ich etwa, worum es geht, werde es morgen mal probieren.

Jetzt seid ihr wahrscheinlich auch nicht schlauer als vorher.

LG
violapiano
 
H

Hacon

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[LEFT
Manchmal demonstriert ein Lehrer auch, wie es eben nicht klingen soll oder macht das Spielen des Schülers nach, dann kommt die "richtige" gewünschte Version- und das beides noch vll. abwechselnd, so dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wie es nun sein soll!?
[/LEFT]
Klar, das gibts natürlich auch. Aber mit sowas hatte ich bisher keine Probleme.
Es ist allerdings wirklich öfters so, dass meine Lehrerin wie von der Hornisse gestochen auf das Klavier eindonnert, um mir irgendwas damit zu sagen.
Was sie dann damit sagen will, kapier ich aber oft nicht.

Das Problem geht dann aber oft auch insofern weiter, dass, selbst wenn ich verstanden habe, was sie will, nicht verstehe, warum das an dieser Stelle nun angebracht ist, weil ich selbst ein vollkommen anderes Verständnis davon habe, wie die betreffende Stelle.

Die Lösung dessen lag dann oft darin, dass meine Lehrerin mir eine Übung für eine Stelle vorgeführt hat, jedoch ohne mir zu sagen, dass es nur eine Übung ist. Durch solche Verständnisprobleme habe ich dann teils die halbe Welt nicht mehr verstanden...
 
violapiano

violapiano

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Ja, Hacon, so ungefähr. Ich hatte nicht verstanden warum und wie, dann meinte sie, ob wir es jetzt stehenlassen wollen, nein, habe ich gesagt, dann wäre ich mit ganz wirrem Kopf nach hause gefahren...:confused: Wir haben dann länger gemacht, und ein Teil der Irritation konnte entwirrt werden.

Man kann mir vieles sagen, nur muss ich es verstehen, sonst machts ja keinen Sinn. Vllt stehe ich selbst auch auf dem Schlauch?

Na, ich hoffe, am WE werde ich einen Dreh finden.

LG
violapiano

Klar, das gibts natürlich auch. Aber mit sowas hatte ich bisher keine Probleme.
Es ist allerdings wirklich öfters so, dass meine Lehrerin wie von der Hornisse gestochen auf das Klavier eindonnert, um mir irgendwas damit zu sagen.
Was sie dann damit sagen will, kapier ich aber oft nicht.

Das Problem geht dann aber oft auch insofern weiter, dass, selbst wenn ich verstanden habe, was sie will, nicht verstehe, warum das an dieser Stelle nun angebracht ist, weil ich selbst ein vollkommen anderes Verständnis davon habe, wie die betreffende Stelle.

Die Lösung dessen lag dann oft darin, dass meine Lehrerin mir eine Übung für eine Stelle vorgeführt hat, jedoch ohne mir zu sagen, dass es nur eine Übung ist. Durch solche Verständnisprobleme habe ich dann teils die halbe Welt nicht mehr verstanden...
 
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Melodicus

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Wenn solche kommunikativen Entgleisungen nur gelegentlich vorkommen, finde ich das akzeptabel. Wenn das häufig ist, stimmt was nicht an der Kommunikation bzw. am didaktischen Ansatz des KL. Ein Mangel, der anscheinend verbreitet ist.
Ein KL sollte sich ausdrücken können, sagen was/warum es falsch ist. Und nicht zuletzt vormachen, was er/sie meint, wenn man es nicht kapiert.
Der Ansatz/zugrunde liegende Gedanke den koelnklavier beschreibt kann ich gut nachvollziehen. Sowas kann auch mal verwirren. Aber ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß jemand wie koelnklavier ständig mit seinen Schülern so umgeht wie ihr es hier beschreibt.
 
rainerboettchers

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Hallo erstmal,

ich denke man sollte auch nicht vergessen, dass Kommunikation zwischen Leuten mal besser und mal schlechter funktioniert. Der Eine ist eher verbal orientiert, der Andere eher nonverbal. Funktioniert es regelmäßig schlecht, sollte man Schlüsse und eventuell Konsequenzen daraus ziehen. Mir geht es im Job auch so, dass es Leute gibt, wo es unheimlich schwer ist zu einem Verständnis zu kommen, und mit anderen geht das vollautomatisch.

In diesem Sinne bin ich mit meinem KL sehr zufrieden. Wir sind altersmäßig nicht weit auseinander (was Verständnis erleichtert) und ähneln uns auch etwas in der Persönlichkeit. Bis hin zur vegetarischen Ernährung ...

Rainer
 
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Haydnspaß

Haydnspaß

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Es war so, dass ich hinkam mit einer Vorstellung die recht genau war, die KL aber meinte, ich hätte das Stück genau andersrum aufgezäumt, als sie es sehen würde. Hm:confused:
Sowas kann natürlich vorkommen. Ob es sich da um ein Verständigungsproblem oder um eine Meinungsverschiedenheit handelt, ist mir noch nicht recht klar. Bei Meinungsverschiedenheiten heißt es halt kämpfen für seinen Standpunkt. Man soll nicht dem Irrtum erliegen, der Klavierlehrer hat immer recht 8)
 
violapiano

violapiano

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Gerade ist mir ein Licht aufgegangen über das Missverständnis der letzten Stunde, ich hoffe, ich bin nun auf dem richtigen Weg, das mal umzusetzen, was die KL meinte:p.

Habe das Stück noch mal neu untersucht und eben diese Alternative, die meine KL meinte, nun, hoffe ich, gefunden und verstanden.:-D

*frohbin*

Komisch, dass man manchmal so aneinander vorbeiredet und sich nicht versteht...
Naja, kommt ja hier im Forum auch vor:cool:

LG
violapiano
 
violapiano

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alles, Haydnspaß, Technik Artikulation, Phrasierung,..... bei dem Präludium Nr. 11 WTK.

Ich glaube, mit meiner Version sind ein paar Betonungen verunglückt, was an der technischen Ausführung lag.
Denoch ist ihre Idee insgesamt eine Andere, meine war linearer, diese ist, wie soll ich sagen, weicher und auspielender.:confused: Schwer zu formulieren- also, schwierig auszudrücken. Andere Taktzeiten treten mehr hervor, außerdem dadurch zum Beispiel die Septakkorde, die versteckt sind im Stück.
Ich wollte auch die Akkorde klingen lassen, es ist mir aber offentlich nicht so gelungen, wie ich es gedacht habe.
Es ist eben auch immer nicht so leicht, die Idee gut umzusetzen.

LG
violapiano
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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alles, Haydnspaß, Technik Artikulation, Phrasierung,..... bei dem Präludium Nr. 11 WTK.
Oh ja, das F-dur Präludium ist ein sehr trickreiches Stück, auch wenn es von den Noten her total simpel aussieht. Wenn du dir das Präludium mal nicht im 12/8 sondern im 4/4 Takt vorstellst, betone ich die Zählzeiten 1 und 3 in der LH und die Zählzeiten 2 und 4 in der RH. Wenn man es in beiden Händen gleich betont (auf 1 und 3 oder auf 2 und 4) dann hört es sich irgendwie ungelenk an.
 
Chaotica

Chaotica

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Oh ja, das F-dur Präludium ist ein sehr trickreiches Stück, auch wenn es von den Noten her total simpel aussieht. Wenn du dir das Präludium mal nicht im 12/8 sondern im 4/4 Takt vorstellst, betone ich die Zählzeiten 1 und 3 in der LH und die Zählzeiten 2 und 4 in der RH. Wenn man es in beiden Händen gleich betont (auf 1 und 3 oder auf 2 und 4) dann hört es sich irgendwie ungelenk an.
Ein bisschen OT, aber ich übe das Stück auch hin und wieder und wirklich gemein finde ich, dass die Sechserfiguren rechts jeweils in zwei Dreier zerfallen, während man links die drei Achtel spielen muss. :mad: Ist der Chopin-Etüde 25/2 ganz ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass bei Bach vorne 12/8 und nicht 4/4 steht.
 
violapiano

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Triolisch?! Kann ich mir garnicht vorstellen, wie das?:confused:
Ich sehe es bislang 3x6 rechts. Bestimmte spiele ich portato, linke Hand auch gemischt portato mit einigen wenigen Bindungen.
Das Stück ist schon gemein, besonders mit Verzierungen, die ständig anders sind und dazu noch nicht gerade glücklich liegen.
Je Tempo desto fieser.:twisted:
Dynamik: auch nicht einfach.... Manchmal meine ich links und rechts sogar gegenläufig spielen zu müssen. Also, die Stimen in sich ausbauen, ohne jedoch mit crescendo und decrescendo zu arbeiten, und dann noch das Stück als Ganzes..:confused:

Ich finde bei dem Stück ist sehr viel zu beachten, Lautstärke, Betonungen, wechselnd auf und in beiden Händen.

Ja, ein tricky Stückchen. Hats in sich.

LG
VP
 
 

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