Valentina Lisitsa in der Royal Albert Hall - 19.06.2012 Live

Marlene

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Hallo,

über ihre Proben wurde schon berichtet, aber morgen um 21:00 h kann man das Konzert in der Royal Albert Hall (sie spielt an ihrem geliebten Bösendorfer Imperial) hier ansehen:

ValentinaLisitsa - YouTube

LG,
Marlene
 
Marlene

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Schade, das war nix!

Es hat mich eh gewundert, dass diese Übertragung bei YouTube zu sehen sein sollte, denn das hätte ja bedeutet, dass man das Konzert auf die heimische HDD hätte speichern können.

Aber als Trost für ihre Fans: Es wird eine DVD vom Konzert geben, was ja der Grund für o.g. ist.
 
Marlene

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Dreiklang

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Das Konzert ist auch jetzt noch auf YT zu sehen

Der Kontrast ist interessant: zuerst die Ansprache in gebrochenem Englisch, man sieht eine etwas schüchterne und verlegene Pianistin... und beim Spiel: keine Verlegenheit mehr, und man hört nur noch die universelle Sprache, die jeder verstehen kann...

(aber ich gehe davon aus, daß dieses Konzert auch wieder durch etwas neues ersetzt werden wird auf dieser Seite)
 
Kulimanauke

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(aber ich gehe davon aus, daß dieses Konzert auch wieder durch etwas neues ersetzt werden wird auf dieser Seite)
Wenn man vom Deivel spricht, dann ist er nicht weit. Bist vielleicht Du das Etwas????? (Augenzwinker, Zwinker, Zwinker)
lg
Kulimanauke
 
Dreiklang

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Marlene

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Soll das bedeuten, dass Ihr es nicht sehen könnt? Das Video lässt sich aufrufen und nach etwa 18 Minuten geht es los. Ich habe mir das Konzert gerade angeschaut - es ist etwas für Ohren und Augen.
 
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Wiedereinaussteiger

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Sie füllt die Royal Albert Hall - die fasst ca. 8.000 Zuhörer..

Ich vermute, ohne Verstärkungstechnik ist das am absoluten Limit dessen, was überhaupt mit akustischen Klavieren geht. Ein Bravo der Pianistin.

Und auch dem Bösendorfer-Flügel.
 
Jazzpiano

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Musik völlig losgelöst

Ich bin frei, sagt die Musik. Keine Plattenfirma presst mich mehr in Rillen, nicht mehr gefangen in CDs.

Wer Musik hören möchte, muss in Konzerte gehen. Wie verdient ein Musiker seinen Lebensunterhalt? In dem er öffentlich auftritt. Je besser je lieber desto mehr Geld.

Wie wird ein Künstler bekannt? Er zeigt sein Können im weltweiten Netz, seine Auftritte werden auf Youtube hochgeladen und jeder darf sie kostenlos hören und herunterladen, alles legal.

Es gibt keine Plattenfirmen mehr und keine Knebelverträge für die Künstler.

Lisa Lisitsa macht seit Jahren Eigenwerbung im Netz; vielleicht zählt mal jemand, wie viele Videos sie selbst hochgeladen hat. Dann kündigt sie Monate voraus im Netz ihr Konzert in der Royal Albert Hall an und lässt weltweit abstimmen, was sie spielen soll. Man kann bei Decca eine DVD erwerben, muss aber nicht. Das Konzert ist auf Youtube zu sehen und zu hören und man darf es herunterladen.

Noch ein Beispiel. Der Pianist Igor Levit, 2005 einer der Gewinner beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv, ist nicht auf CDs zu hören, nur in Konzerten. Eigenwerbung auf Youtube. Ist das der Trend?

Hier zwei Aufnahmen von nicht alltäglicher Klaviermusik:

http://www.youtube.com/watch?v=zazqTDfREO0&feature=player_detailpage

http://www.youtube.com/watch?v=Aryr6euKQeo&feature=player_detailpage


LG

Jazzpiano
 
Marlene

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Wer Musik hören möchte, muss in Konzerte gehen.

Hallo Jazzpiano,

YouTube ist eine tolle Plattform um sich einen Einblick zu verschaffen. Z.B. haben schon einige Beiträge hier im Forum mit Links zu Videos bei YouTube meinen Horizont erweitert. So habe ich Stücke kennengelernt oder bei Stücken die ich kannte erfahren wer es komponiert hat (z.B. aktuell der Beitrag über Bachs „Jesus bleibet meine Freunde“). Ja, ich weiß: Setzen, sechs! Sollte man wissen so bekannt wie es ist ;).

Aber kein Video, keine CD und keine DVD kann ein Konzert ersetzen, das man im Konzertsaal erlebt. Dieser Klang, wenn man genau hört von welchem Teil der Bühne das eine oder andere Instrument erklingt, oder der Klang des Flügels, dieses Erlebnis kann man durch nichts ersetzen das die Musik auf andere Art und Weise hervorbringt.

LG,
Marlene
 
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Walter

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Hallo Marlene,

vielen Dank für den Tipp, Lisitsas Konzert auf youtube anzusehen.

Ich habe es in zwei Etappen geschafft, die erste direkt, für die zweite habe ich den Computer still laufen lassen und einen Wecker für mich gestellt, um die zweite Hälfte nicht zu verpassen.

Phänomenal, wie die Frau spielt! Ich habe eigentlich jedes einzelne Stück genossen - und bei ihrer Technik schlägt sie aber die Klassiker nicht kaputt sondern musiziert sehr fein.
(Kritteln kann man immer irgendwo, aber das lasse ich lieber.)

Walter
 
Jazzpiano

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Hallo Jazzpiano,

YouTube ist eine tolle Plattform um sich einen Einblick zu verschaffen. Z.B. haben schon einige Beiträge hier im Forum mit Links zu Videos bei YouTube meinen Horizont erweitert. So habe ich Stücke kennengelernt oder bei Stücken die ich kannte erfahren wer es komponiert hat (z.B. aktuell der Beitrag über Bachs „Jesus bleibet meine Freunde“). Ja, ich weiß: Setzen, sechs! Sollte man wissen so bekannt wie es ist ;).

Aber kein Video, keine CD und keine DVD kann ein Konzert ersetzen, das man im Konzertsaal erlebt.
Dieser Klang, wenn man genau hört von welchem Teil der Bühne das eine oder andere Instrument erklingt, oder der Klang des Flügels, dieses Erlebnis kann man durch nichts ersetzen das die Musik auf andere Art und Weise hervorbringt.

LG,
Marlene

Hallo Marlene

ganz meine Meinung!

Was ich fragen wollte ist, ob das ein neuer Trend ist. Die Künstler stellen sich im weltweiten Netz vor, in dem sie eigene Videos hochladen und für sich Werbung machen. Aber sie produzieren keine Platten mehr sondern bringen sich nur in Konzerten ein.

Es gibt keinen Ärger mit Produzenten und Plattenfirmen und illegalen downloads.

Auf, auf in's Konzert!

Mein nächster Konzertbesuch gilt dem Oboisten Albrecht Mayer in ein paar Tagen.

LG

Jazzpiano
 
H

hansss

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Servus miteinander!

Ja, es ist eine Art von Trend, geboren aus einem erst ein paar Jahre alten Mythos. Der kurz zusammengefasst lautet: Stell dein Video bei Youtube ein und du wirst schlagartig berühmt.
Der Wahrheitsgehalt dabei ist ungefähr auf demselben Niveau wie bei: In Böheimkirchen gibt es einen, der war arbeitslos, hat dann im Internet Sachen verkauft und ist innerhalb eines halben Jahres stinkreich geworden.

Wie es bei Mythen so Brauch ist, steckt ein Körnchen Wahrheit drin. Im Klassikbereich ist eines dieser Körnchen Valentina Lisitsa, in Sachen Pop wäre Colbie Caillat als Beispiel zu nennen.
Mit einigem Nachdenken käme ich vielleicht noch auf eine Handvoll Namen, das war es dann aber auch schon.
Und jetzt schauen wir mal, wie viele Musiker ähnliches versucht haben und immer noch weiter versuchen. Vor allem im Pop- und Rock-Bereich sind das unglaublich viele. Selbst wenn man die "Nichtskönner" ausfiltert, bleibt eine ganze Heerschar übrig. All diesen kann man attestieren, dass ihr Scheitern nicht an der Qualität ihres Könnens und ihrer Musik liegt.

Es ist vielleicht übertrieben, denn ich habe die gescheiterten Probanden nicht gezählt, wenn ich sage, dass man ebenso gut einen Lottoschein ausfüllen und auf ein Leben in Sorglosigkeit und der völligen Hingabe an die Musik ohne finanziellen Zwang hoffen kann.

Youtube ist ein schönes Vehikel, um bekannte Leute noch bekannter zu machen. Es ist jedoch, verglichen mit den übertriebenen Hoffnungen, kein gutes Mittel um Unbekannte ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Man darf es nicht außen vor lassen bei diesen Bemühungen, aber alle Hoffnungen darauf setzen ... nun ja, siehe Lottoschein.

Der Mythos hat leider abseits der belustigenden Seite auch eine recht unangenehme, vor allem für die Musiker.
Denn damit findet jeder Ich-bin-doch-nicht-blöd-Blödmann eine veritable Ausrede und Legitimation für den Gratiskonsum von Musik. Wozu für Musik bezahlen, wenn die Herren und Damen Musiker ohnehin durch meinen(sic!) Klick auf ihr Video berühmt und reich werden. Brauchen doch gar keine CDs mehr verkaufen, ein paar völlig überbezahlte Konzerte im Jahr und den Rest der Tage leben wie die Made im Speck.

Das Lustige (oder eher doch Traurige?) daran ist, dass diese Meinung für den überwiegenden Teil der Youtube-Klicks (bitte genau lesen!) im Prinzip sogar gilt. Denn wirklich in Massen angesehen werden ohnehin nur die Toptitel, also eh schon bekannte Sachen. Der Rest dümpelt dahin und freut sich tierisch über Klick Nummer 1.000 ... "hey, die Sache kommt ins Rollen, juhuu" ;)

Blöderweise verschiebt sich das Gefüge dadurch noch übler in Richtung Top-Acts. Deren Stellung wird zementiert, die anderen haben es durch ein zusätzliches Mittel im Beton noch schwerer sich durch zu beißen.
Und ... die einzigen, die es nach wie vor in der Hand haben unbekannte Künstler auf die Verdienebene zu bringen, verdienen weniger Geld. Wer weniger Geld verdient, kürzt nicht bei den Geldbringern, sondern bei den Risikoträgern. Das bedeutet, die bösen Plattenfirmen investieren immer weniger Zeit und Geld für den hoffnungsvollen Nachwuchs und konzentrieren sich auf ihre Melkkühe.
Kleinere, vielleicht sehr engagierte Labels haben es immer schwerer und können teils nur mehr, völlig unkaufmännisch und unberechenbar, auf einen Glückstreffer hoffen.

Ebenso wirkt sich das auf Konzerte aus, die Gagen der Stars steigen, Topkonzerte werden immer teurer und der Rest muss dem Veranstalter teilweise sogar etwas bezahlen, um überhaupt zu Auftritten zu kommen. Gang und gäbe inzwischen in der Pop- und Rock-Szene, von Gagen in der E-Musik hab ich keine Ahnung.

Das Märchen von der freien Vermarktung ohne Zwänge durch Plattenfirmen ist leider nur ein Märchen. Für manche Prinzessinnen wird es sogar wahr, der überwiegende Rest bleibt Frosch und ungeküsst.

Der Trend ist das Zugrundegehen der Vielfalt, die rasante Zunahme der Monotonie. Ein Phänomen, das sich aus obigem geradezu zwangsläufig ergibt und nicht nur auf die U-Musik zutrifft, bei dieser aber selbstredend um einiges verschärft.
Möglicherweise steuert dieser Trend auch dahin, dass professionelle Musik irgendwann wieder abhängig von Mäzenen und Speichelleckerei sein wird.
Aber die menschliche Geschichte bewegt sich ja ohnehin im Kreis, bei optimistischer Betrachtung mag man vielleicht auch von einer Spirale reden. Der Pessimist sieht die Spirale halt in der gegenläufigen Richtung :)

Disclaimer: Ich bin und war niemals Angestellter bei einer Plattenfirma. Ebenso hatte ich nie einen Vertrag mit einer solchen, und habe mich auch nie darum bemüht.
Meine Meinung über Plattenfirmen ist eine sehr schlechte nach drei Jahren tragender Mitarbeit an einem Musikmagazin. Diese schlechte Meinung unterscheidet sich aber essentiell von der landläufig gepflegten schlechten Meinung :D

LG,
Hans
 
Walter

Walter

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Hallo,

die Live-Stream Übertragung von Valentina Lisitsas Übesessions habe ich mit Gewinn für meine eigene Übetätigkeit gesehen, das hätte sie nicht einzurichten brauchen, um noch bekannter zu werden.

Sie hätte in ihrem letzten Konzert in der Pause auch nicht öffentlich Fragen beantworten müssen, das wäre für einen weiteren Erfolg und weitere Popularität ebenfalls nicht nötig gewesen.

Ich gestehe ihr die ehrliche Absicht zu, ihre Musik und ihre "Klassik"-Kunst unters Volk bringen zu wollen - unter mehr Volk als "nur" in einem Konzertsaal. Und das tut sie mit großer Leidenschaft in der Art des Spiels und in der Art ihrer Werkauswahl.

Ich bin deshalb noch kein "nur-noch-Lisitsa-Fan", aber auch kein Lisitsa-Neider.

Sie hat übrigens an mir ebenfalls überhaupt nichts verdient.

Walter
 
H

hansss

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Die Livestream-Sessions habe ich ebenfalls mit Begeisterung verfolgt. Mich dabei jedoch sehr gewundert, wie wenig Leute das überhaupt angesehen haben.
Hat mich zwar etliche Stunden Schlaf gekostet, aber das war ein billiger Preis für einen respektablen Motivationsschub und auch so einige Dinge, die ich mir möglicherweise abgucken konnte.

Und ich gönne ihr aus ganzem Herzen, dass für sie die Schiene Youtube ausnahmsweise geklappt hat. Das Glücksvogerl hat eine "würdige" Person erwischt.

LG, Hans
 
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PianoPuppy

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Valentina Lisitsa und YT ist doch auch eher ein Mythos. Sie hat eine grundsolide Ausbildung als Konzertpianistin, ist Preisträgerin eines renommierten Wettbewerbs, hat Videos und CDs aufgenommen und unter anderem in Konzertsälen wie Carnegie Hall, Wigmore Hall, Wiener Musikvereinssaal gespielt. YT ist eine der Schienen, die sie nutzt, inwiefern YT ihrer Karriere einen Schub gegeben hat, kann doch niemand wirklich sagen - jedenfalls war sie schon erfolgreich, da hat YT noch gar nicht existiert.

LG, PP
 
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K

kristian

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Valentina Lisitsa und YT ist doch auch eher ein Mythos. Sie hat eine grundsolide Ausbildung als Konzertpianistin, ist Preisträgerin eines renommierten Wettbewerbs, hat Videos und CDs aufgenommen und unter anderem in Konzertsälen wie Carnegie Hall, Wigmore Hall, Wiener Musikvereinssaal gespielt. YT ist eine der Schienen, inwiefern YT ihrer Karriere einen Schub gegeben hat, kann doch niemand wirklich sagen - jedenfalls war sie schon erfolgreich, da hat YT noch gar nicht existiert.

LG, PP

Ich meine mich an ein Interview mit ihr zur erinnern (Quelle finde ich leider nicht mehr *), dass sie vor ihrem YT-Aktivitäten erhebliche Probleme hatte, ausreichend Konzertverpflichtungen zu bekommen, trotz grundsolider Ausbildung und Wettbewerbserfolgen. Erst durch das Selbstmarketing via Internet hat sich das geändert.

*) Wahrscheinlich war es dieser Artikel: http://www.theglobeandmail.com/arts...nternational-woman-of-mystery/article1212781/
 
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