Überfordert mit der Entscheidung für das erste Instrument


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Philipp88
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Erstmal danke für die vielen Antworten :) Werde nun auch ein paar Stunden nehmen und weiter testen gehn. Denke aber mein aktuelles Gefühl geht dahin mir ein Gerät mit Silent-Funktion zu mieten (Mietkauf) und dann nach 12 Monaten das Instrument weiter zu nutzen oder auf ein anderes umzusteigen. Muss ich doch nochmal die Yamahas B1, B2, B3 anspielen :)
 
Robinson
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Mit Kopfhörern spielen ist für mich ein Graus, mache es nur wenn es unbedingt sein muss. Daher ganz klar meine Entscheidung für ein sehr hochwertiges DP, weil es eben auch einen Lautstärkeregler hat der einem Silent oder akustischem Klavier fehlt.
 
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Klavierbauermeister
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Mit Kopfhörern spielen ist für mich ein Graus, mache es nur wenn es unbedingt sein muss. Daher ganz klar meine Entscheidung für ein sehr hochwertiges DP, weil es eben auch einen Lautstärkeregler hat der einem Silent oder akustischem Klavier fehlt.
Wenn die Argumente ausgehen dann muß jetzt der Kopfhörer herhalten !
Für dieses wohl sehr spezielle Problem das wiederum kaum jemand hat gibt es die Yamaha TransAcoustic- oder Kawai AURES-Modelle ... oder man stöpselt statt des Kopfhörers ne Aktivbox an das Silent .
 
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Flieger
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eine Nachbarin, die dann oft nach einiger Zeit (20 Minuten/halbe Stunde) geklingelt hat und ums Aufhören gebeten hatte, weil sie Migräne hatte. Da kann man einfach nicht mehr weiter üben, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen und das hatte ich dann auch ganz oft, wenn sie nichts gesagt hatte.
Es stimmt, dass die Beschwerden von Nachbarn geistig etwas 'nachhallen'. Aber dann muss man mit ihnen reden und sich auf Übezeiten einigen.

Abgesehen davon fällt es mir schwer, zu glauben, dass jemand vom Üben oft innerhalb von 20 Minuten Migräne bekommt. Das ist ein medizinisches Wunder oder eine Lüge - und wenn mich jemand anlügt, verschwindet mein Mitleid sehr schnell...
Oder hat(te) sie einfach oft Migräne? Dann soll sie einfach sofort anrufen, wenn sie das Klavier hört, und nicht 20 Minuten warten.
 
Robinson
Robinson
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@Klavierbaumeister

Was ist eine Aktivbox ???
davon habe ich noch nie etwas gehört.
Wie funktioniert das und wieviel Technik muss ich dann dazu anschliessen???
 
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Klavierbauermeister
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Z.B. YAMAHA MSP3a - man braucht nur die Box und ein Kabel.
 
Marlene
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Mit Kopfhörern spielen ist für mich ein Graus, mache es nur wenn es unbedingt sein muss. Daher ganz klar meine Entscheidung für ein sehr hochwertiges DP, weil es eben auch einen Lautstärkeregler hat (…)

Auch ein sehr hochwertiges Digitalklavier – das Yamaha AvantGrand N2 gehört vermutlich in dieses Segment - kann einen grausigen Klang haben, zumindest meiner Hörwahrnehmung zufolge. Daher ertrage ich den Klang des N2 nur mit Kopfhörern.

... oder man stöpselt statt des Kopfhörers ne Aktivbox an das Silent.

Würden solche Lautsprecher auch den Klang des N2 vergessern? Oder gibt es eine andere Lösung um den Klang zu verbessern?

@Klavierbauermeister, warum kann man für ein teueres Teil keine alternativen Klavierklänge hochladen? Oder habe ich etwas übersehen?
 
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Klavierbauermeister
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Würden solche Lautsprecher auch den Klang des N2 vergessern? Oder gibt es eine andere Lösung um den Klang zu verbessern?

@Klavierbauermeister, warum kann man für ein teueres Teil keine alternativen Klavierklänge hochladen? Oder habe ich etwas übersehen?
Ob Dir der Klang damit besser gefällt kann ich Dir nicht sagen.
Die Klangerzeugung ist ein geschlossenes System , da kann man nicht einfach was hochladen .
 
Tastenscherge
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Technisch sollte das kein Problem sein. Geht ja auch beim Nord Stage oder Nord Electro. Ist wohl eher eine Frage der Produktpolitik.
 
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Stefan379
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Oder einen Software-Sampler zwischenschalten.
 

Robinson
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@Marlene
Bei Yamaha N2 gibt es weniger Klavierklänge zur Auswahl soweit ich mich erinnere.
Meistens spiele ich den EXConcertGrand. Der Klang ist bei meinem CA97 sehr angenehm und weich. Ich habe auch Teppiche, schwere Gardinen, Echtholzmöbel und Holzboden sowie Bilder und Mobiliar in meinem Musikzimmer/Büro.
 
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Klaus60
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@Philipp88
Ich spiele seit knapp zwei Jahren.
und habe
ein akustisches Piano mit Bechstein-Silentfunktion ,
ein 73 Tasten Yamaha P-121 Digi portabel (passt quer ins Auto) und
jetzt in Afrika nur ein 61 Tasten M-Audio Keystation 61 Mk3 + iPad / Garageband
zur Verfügung.
Nach den zwei Jahren üben:
1. Tasten: inzwischen: ich spüre einen Druckpunkt, ob ein Anschlag leichtgängig ist, ob einzelne Tasten "abweichen" . Die Funktionalität der Tasten ist inzwischen das Wichtigste für mich. Inzwischen würde ich das seit > 10 Jahren bei vorhandene akustische Klavier wegen der schwergängigen Tasten nicht mehr kaufen. Hätte ich am Anfang nicht gemerkt.
2. Usability: es muß Dir klar sein, dass ein akustisches Piano Pflegeaufwand bedeutet, was durchaus Nachfolgekosten nach sich zieht. Vica versa sind die Plastik Klappertasten bzw. Filze von günstigen E-Pianos irgendwann "durch". ICH zerlege kein 700 Euro E-Piano nach Ablauf der Garantie und repariere.
3. Silent: für mich ein absolutes Muss. Auch mit dem akustischen Klavier wird zu 80% silent geübt.
4. Klang: wenn Midi in/out (!) - und bitte verkabelt, nicht BT - vorhanden, kann man jeden Klang erhalten. Mir ich das zum Üben ziemlich egal, wie sich bei Garageband Standard Pianoklang im Urlaub gezeigt hat.
 
Kritischer Kritiker
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3. Silent: für mich ein absolutes Muss. Auch mit dem akustischen Klavier wird zu 80% silent geübt.

Das ist mir ganz fremd. Was mir – beim Digi-Piano wie bei Silent-Systemen – fehlt, ist im Wortsinne die Resonanz. Selbst an einem kleinen Klavier sitzt man vor einer wall of sound: Die Schwingungen gehen nicht nur durch die Ohren, sondern durch den ganzen Körper; das Dröhnen der Bässe, das Klirren im Diskant ist nicht nur hör-, sondern spürbar. Die Finger bekommen Feedback, wenn das Instrument reagiert. Im Silence-Modus ist das alles weg; zwischen Fingern und Ohr ensteht in meiner Wahrnehmung eine Lücke.

Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind auf einem richtig dicken (wenn auch billigen) Konzertklavier geübt habe und deshalb auf fette Resonanz konditioniert bin – aber bei meinem Wiedereinsteig vor zwei Jahren sind alle Versuche mit Digi-Instrumenten krachend gescheitert. Es war wie der Unterschied zwischen der Wirklichkeit und einem Foto: Mir fehlte eine Dimension. Als würde ich nicht selbst spielen, sondern mir eine Aufnahme über die Anlage anhören.

Andere, die vielleicht vom Keyboard zum Klavier kamen, mögen das anders empfinden. Da ist sicher viel subjektive Prägung dabei. Aber ich brauche das ganze, akustisch-schwingende Instrument, um mich beim Üben und Spielen wohlzufühlen.
 
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HbMuth
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2. Usability: es muß Dir klar sein, dass ein akustisches Piano Pflegeaufwand bedeutet, was durchaus Nachfolgekosten nach sich zieht. Vica versa sind die Plastik Klappertasten bzw. Filze von günstigen E-Pianos irgendwann "durch". ICH zerlege kein 700 Euro E-Piano nach Ablauf der Garantie und repariere.
Mit dabei auch der Umzugsaufwand. Wer heute weiß, dass er bald umzieht, oder das eh relativ regelmäßig tut, kann gleich den Klaviertransporteur grob hinzukalkulieren. Hängt wohl auch davon ab, welche Generalumzusspedition engagiert ist, sprich, ob bei ihr auch Klaviertransporte versichert sind. Ein Digi ist da anspruchsloser.
 
OE1FEU
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warum kann man für ein teueres Teil keine alternativen Klavierklänge hochladen? Oder habe ich etwas übersehen?

Du hast was übersehen, nämlich die technischen Voraussetzungn, um einen deutlich besseren, also dynamisch differenzierteren Sound zu erzeugen. Dazu braucht man a) wirkliche Samples eine echten Konzertflügels und keine "Modellierungen" wie sie in Silent-Systemen verbaut sind und b) Hard- und Software, die so etwas auch weitestgehend latenzfrei wiedergeben kann.

So etwas gibt es aktuell am Markt nicht.
 
Marlene
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Bevor ich das N2 gekauft habe, hatte ich es (Ausstellungsstück) in einem Klaviergeschäft in Köln (ohne Kopfhörer) angespielt, mir sind dabei keine unangenehmen Klänge aufgefallen.


Dann tröste ich mich damit, dass der Hauptgrund für den Kauf des N2 das flügelähnliche Spielgefühl ist (und dass ich mit dem N2 keinen Krach mache wenn ich früh morgens übe).
 
chopinfan
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Das ist mir ganz fremd. Was mir – beim Digi-Piano wie bei Silent-Systemen – fehlt, ist im Wortsinne die Resonanz.
Das stimmt definitiv. Für mich ist bzw. war ein Silent-System bzw. ein Digi einfach Mittel zum Zweck. Ich kann üben, ohne dass es jemand wirklich mitbekommt, d.h. eben gerade ohne diese Resonanz bzw. Schallwellen. Anschließend genieße ich diesen schwingenden Klangkörper. Aber ich kann wirklich gut verstehen, was Du meinst.
 
virtualcai
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Wenn die Argumente ausgehen dann muß jetzt der Kopfhörer herhalten !
Ich weiß nicht, vor allem Du argumentierst hier immer ideologisch während die meisten anderen eben ihre Erfahrungen teilen.
Meine Lösung besteht aus echtem Flügel und einem Stage-Piano, welches ich fast nie nutze - Silent würde ich wohl genauso wenig nutzen.
Bei der Auswahl eines akustischen Instruments würde ich mich nicht durch die verfügbare Silent-Option einschränken lassen wollen und zumindest was den nachträglichen Einbau angeht sind wir uns hier alle weitgehend einig, dass das nicht zu empfehlen ist.
 
Lingner
Lingner
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Hallo zusammen,

erstmal ein freundliches Hallo in die Runde. Nachdem ich schon länger mitgelesen habe beschäftigt mich nun auch ein Thema. Ich bin mittlerweile 33 und hab schon seit Jahren vor Klavier spielen zu lernen. Jetzt hab ich mich endlich dazu entschlossen das Thema anzugehen und war auch bereits in ein paar Läden, um mir passende Instrumente anzusehen.

Als erstes war ich in einem Geschäft, das rein Digitalpianos vertreibt und habe mich dort beraten lassen. Ja, spielen kann ich (noch) nicht, aber zumindest Unterschiede zwischen den Geräten konnte ich nachvollziehen und auch hören. Aus Mangel am direkten Vergleich zu einem akustischen Instrument dachte ich: Hört sich ja bereits richtig gut an. Von der Überlegung war ich dann dort letztlich bei einem Yamaha CLP 745 bzw. 775.

Als zweites war ich dann bei einem Klavierbauer, der sowohl akustische, wie auch digitale Instrumente vertreibt. So im direkten Vergleich dann war ich vom Klang, der Raumfülle eines Akustischen direkt angetan. Leider war ich dann dort in Preisbereichen 5000€ aufwärts.

Jetzt bin ich was die Entscheidung angeht momentan einfach überfragt.
Sollte ich erstmal anfangen und später ggf auf ein anderes Instrument wechseln, soll ich zum besseren Lernen direkt auf einem akustischen beginnen, soll ich mein Budget ggf erhöhen, usw.

Ggf noch ein paar Randdaten:
Spielen über Kopfhörer fände ich (wahrscheinlich) schon wichtig, da ich in nem Altbau wohne und meine Nachbarn auch nicht immer strapazieren will.
Budget hatte ich ursprünglich an 3 bis max. 4000€ gedacht (gerne aber auch mit Silent System).

Ich weiß, viele Sachen sind sehr subjektiv, aber ggf. könnt ihr mir ja dennoch helfen ein bisschen Licht ins Dunkelnzu bringen. Möchte ungern in einem weiteren Laden noch mehr Möglichkeiten anschauen, was mir eine Entscheidung dann noch schwerer machen würde.

Vielen Dank für eure Antworten im Voraus

Viele Grüße
Philipp
 
 

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