Tipps und Tricks die sich bewährt haben

Um den Einfluss des Fingersatzes, also die Repräsentierung der Skala anhand ihrer spezifischen Fingerabfolge auszuschalten, kann man die Skala (oder Akkord/Arpeggien) einfach als Oktaven immer mit 1-5 spielen. Dadurch wird man automatisch gezwungen die Skala nicht mehr anhand ihrer Fingerabfolge zu spielen, sondern nur noch aufgrund ihrer Töne.

Hi Bachopin,

super, ich hoffe ich hab es verstanden, da kommt mir doch eine Idee.

nehmen wir mal eine simple 7-tönige Skala, z.B. C-Dur

Ich beginne also die Skalen-Töne 1-5 mit Finger 1-5.
Dann setze ich neu an und wiederhole den 5. Ton wieder mit 1 und spiele die Skalentöne 5, 6, 7, 1, 2 mit Finger 1-5.

Damit habe ich die beiden Tetrachorde+1 gleich mit "eingetütet".
Danach beginne ich wieder beim 2-ten Tetrachord und drehe dann ganz bequem eine Runde rechtsrum im QZ.

also C-Tetrachord+1 (5-Finger) plus G Tetrachord+1 (5-Finger)
----------------------G Tetrachord+1 plus D Tetrachord+1
--------------------------------------- D Tetrachord+1 plus ...

War das so in deinem Sinne?
Das bricht jedenfalls die elende Routine und abwärts kann ich linksum durch das Hamsterrad joggen.
Hab schon ne Runde hinter mir :p

Lieber Gruß, NewOldie
 
wenn ich es richtig verstanden habe meinte Bachopin, dass die Tonleiter(n) in Oktaven gespielt sein sollen (mit 1-5): C-c, D-d, E-e usw. - jeder Tonleiterton als Oktavengriff. Auf und ab.
 
danke rolf,
die Welt kann so einfach sein :p::p

LG NewOldie
noch einfacher ists, wenn man statt einer Oktave einen Finger nimmt. also meinetwegen 2-2-2-2-2-2-2 ;)

Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr man da plötzlich nachdenken muss. Kann man z.B. mal mit einem Stück probieren, das man meint auswendig zu beherrschen ;)

lg marcus
 
wenn ich es richtig verstanden habe meinte Bachopin, dass die Tonleiter(n) in Oktaven gespielt sein sollen (mit 1-5): C-c, D-d, E-e usw. - jeder Tonleiterton als Oktavengriff. Auf und ab.

danke rolf,
die Welt kann so einfach sein :p:p:p

LG NewOldie

Was für den einen einfach ist, versteht der andere gar nicht. Ich stehe anscheinend voll auf der Leitung. Die Tonleiter(n) in Oktaven von C-c oder von D-d haben bei meinem Klavier jeweils acht Töne. Meine Hände haben jeweils fünf Finger. Wie geht sich das aus?

Grüße
Thomas
 
Was für den einen einfach ist, versteht der andere gar nicht. Ich stehe anscheinend voll auf der Leitung. Die Tonleiter(n) in Oktaven von C-c oder von D-d haben bei meinem Klavier jeweils acht Töne. Meine Hände haben jeweils fünf Finger. Wie geht sich das aus?

Grüße
Thomas

also:
Du spieltst C mit dem rechten Daumen
Du spielst c mit dem rechten kleinen Finger
und bitte gleichzeitig

danach verfährst Du mit D und d ebenso

usw.

bis die Tonleiter fertig ist

also: oktaviert, in Oktaven

-- und wenn das zu anstrengend ist, dann ist marcus Vorschlag ebenfalls sehr gut, nämlich die zu lernenden Skalen mit nur einem Finger spielen
 
Was für den einen einfach ist, versteht der andere gar nicht. Ich stehe anscheinend voll auf der Leitung. Die Tonleiter(n) in Oktaven von C-c oder von D-d haben bei meinem Klavier jeweils acht Töne. Meine Hände haben jeweils fünf Finger. Wie geht sich das aus?

Grüße
Thomas

Hallo Thomas,

Du spielst C - c mit 1 und 5 dann D - d mit 1 und 5 etc.

also die ganze Tonleiter durch mit Daumen und Knirps. ;)

LG, PP
 
jetzt hat er's aber verstanden. ;-)
 
Danke, jetzt hab ich's kapiert.
Mein Fehler war, das (1-5) als 1 bis 5 zu lesen.

Grüße
Thomas
 

Update

Hallo,

Habe den Thread vorerst mal auf Vordermann gebracht und alles im ersten Beitrag zusammenkopiert. Aus der Tipp- und Tricksammlung ist jetzt eher eine Sammlung von Links geworden. Das gibt mir einerseits weniger Möglichkeit, Blödsinn zu verzapfen, andererseits wären sonst auch nicht wirklich genug Ideen zusammgekommen, um noch eine halbwegs sinnvolle Zusammenstellung zu machen.

Herzlichen Dank an alle, die sich hier beteiligt haben, ich habe versucht, die Themen so gut wie möglich in den ersten Beitrag zu integrieren.

Das Thema, oktaviert Tonleitern zu spielen, habe ich vorerst einmal ausgespart, da ich es gern mit Terz-, Sexten- und Oktavläufen verbinden würde. Allerdings weiss ich nicht, ob solche Sachen für Anfänger einen Sinn machen. Wer eine Idee oder einen guten Link dazu hat, kann ja mal posten.

LG, PP
 
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H
Das Thema, oktaviert Tonleitern zu spielen, habe ich vorerst einmal ausgespart, da ich es gern mit Terz-, Sexten- und Oktavläufen verbinden würde. Allerdings weiss ich nicht, ob solche Sachen für Anfänger einen Sinn machen. Wer eine Idee oder einen guten Link dazu hat, kann ja mal posten.

LG, PP

Hallo PianoPuppy,

vielen Dank für das Zusammenstellen. :p

... ich oute mich gleich auch als Interessent zum Thema Terzläufe.

wobei es mir weniger um den Aspekt von parallelen Terz- oder Sextläufen in beiden Händen geht, als vielmehr um das Duchlaufen einer Skala bzw. eines Modus in diatonischen Terzschritten in einer Hand.

Also zum Beispiel: C E /D F / E G / F A / G B/ hoch ad lib und dann wieder runter.
(Je nach Lesart des B also C-mixolydisch oder C-dur)

Segmente daraus lassen sich immer als "Verlegenheitsprasen" in Improvisationen einbauen und es hilft, sich in den Skalen orientieren zu lernen.

Falls es hier gute allgemeingültige Fingersatzregeln in allen Tonarten/Modi gibt, wäre das segensreich.:D

Lieber Gruß, NewOldie
 
Hallo Leutz,

Habe mir gedacht, es wäre mal interessant die Tipps und Tricks zu sammeln, die für das Klavierüben eine grosse Hilfe sind. Natürlich handelt es sich nicht um neue, revolutionäre Dinge - irgendwo im Forum geistert wohl alles schon herum - aber konzentriert in einem Thread findet man dann vielleicht doch die eine oder andere Sache, die man mal ausprobieren möchte.


Hallo PP,

den Faden finde ich generell eine gute Idee. Etwas ähnliches schwebte mir auch schon vor zu starten, aber von der Idee bis zur Durchführung manchmal....

Also dann, mal los ((smiley 5))

Ich würde aus meiner Warte heraus wie folgt erweitern/ergänzen, sofern es den kritischen Augen der erfahrenen Forenmitglieder standhält. Ich bitte in dieser Hinsicht um Einspruch bzw. Kritik - Cum tacent, consentiunt.
(Neu ist das mit **** wobei man das **** dann entfernen soll):


==== ALLGEMEINE TIPS ====****


Fehlerfrei Üben

Fehler, die während des Übens gemacht werden, kommen später immer wieder zurück, daher gilt es Fehler von vornherein zu vermeiden.

Hier noch ein interessanter Link: http://clavio.de/forum/showthread.php?t=12363


Mit entspannten Muskeln Üben****

Verspannungen, Verkrampfungen, oder gar "mit Gewalt" sich etwas aneigenen zu wollen: all das stellt sich in der Praxis als kontraproduktiv heraus.


Mitsingen (auch Brummen erlaubt :p)


Keine Ahnung warum, aber es verbessert automatisch die Qualität des Spiels, und ich verspiele mich auch seltener.


Durch das Klavierspiel mit anderen "sprechen / kommunizieren" ****

Sich beim Üben Pubilkum vorstellen, mit dem man nicht verbal, aber übers Klavier kommuniziert. Vielleicht ist dieser Tip zu abstrus (?), kann aber dabei helfen, Vorspielsituationen gleich "mit zu üben". Ebenso kann man sich hinter seinem Instrument ein Konzertpublikum vorstellen, während man spielt.


==== SPEZIELLE TECHNIK-TIPS ====****


Singen der jeweiligen 2. Hand

Eine Hand spielt, die Noten der anderen Hand werden gesungen.

http://clavio.de/forum/showpost.php?p=191777&postcount=2


Paralleles Mitspielen mit der rechten Hand - die Wunderwaffe, um die linke auf Trab zu bringen

Manchmal gibt es Stellen, da will die linke Hand einfach nicht. Habe unlängst ein Stück zum Üben aufbekommen, wo 4. und 5. Finger der linken Hand immer wieder alternierend (noch dazu forte :rolleyes:) spielen müssen. Ich bin einfach nicht weitergekommen, erst als ich mit der rechten Hand eine Oktav höher spielte, kapierte auch die linke Hand was zu tun ist. Dabei ist es nicht einmal mehr Aufwand, denn die beiden Hände bewegen sich parallel automatisch richtig, man muss also die Stelle nicht doppelt links und rechts einüben.


Links und Rechts, unterschiedliche Dynamik

Ein Problem, mit dem sicher jeder Anfänger zu kämpfen hat. Wie schaffe ich es, dass die linke Hand (oder auch mal die rechte) leiser spielt. Hier der Link zu Rolfs Tipp, der sehr schnell Erfolg brachte - obwohl es natürlich noch viel Raum für Verbesserung gibt. :rolleyes:

https://www.clavio.de/forum/showpost.php?p=174267&postcount=2


Differenzierte Dynamik in einer Hand

Sehr gut gefällt mir in diesem Thread das von Rolf beschriebene Bild von Stand- und Spielbein.

https://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=7698&highlight=Melodiefinger


Tonleitern spielen/üben


Allgemein

http://clavio.de/forum/showthread.php?t=10443&highlight=tonleiter&page=1

https://www.clavio.de/forum/showpost.php?p=192257&postcount=18

Chromatische Tonleiter

http://clavio.de/forum/showpost.php?p=165273&postcount=7


Neues Stück

Schwierige oder technisch problematische Stellen isolieren und separat zuerst üben

Transponieren

Einfache Stücke transponieren - trainiert die Gehörbildung und verbessert die Orientierung auf der Klaviatur


Weil der Thread so schön ist

http://clavio.de/forum/showthread.php?t=10926&highlight=tonleiter


Ausprobieren / Experimentieren****

Sich Tips anlesen im Forum bzw. Fragen stellen - und solche Forums-Tips ausprobieren, bis man Dinge hat, die gut für einen selbst funktionieren. Evtl. auch nach eigenen Methoden suchen und kreativ sein (aber absichern, daß diese nicht grundfalsch sind)


Üben, üben, üben...

Letztendlich noch Neronicks Rat: Mehr üben und weniger surfen!
Das kann man natürlich beliebig erweitern mit weniger arbeiten, lesen, fernsehen, schlafen... :D

.... Geduld, Geduld, und nochmals Geduld ****

Dreiklang meint: "tausendmal" ein Stück üben - dann wird es langsam.


LG, PP
 
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den Faden finde ich generell eine gute Idee. Etwas ähnliches schwebte mir auch schon vor zu starten, aber von der Idee bis zur Durchführung manchmal....

Hallo Dreiklang,

Leider hat sich der Faden bisher nicht sehr bewährt, und ich wollte ihn eigentlich schon in der Versenkung verschwinden lassen. Ich schau mal, ob sich bis zum Wochenende noch was tut, dann werde ich ihn aktualisieren, ansonst denke ich, wäre es besser ihn seinem Schicksal zu überlassen.

LG, PP
 
Der Faden ist gut.
Trotzdem kann er verkümmern.
Das Schicksal ist hart.​
 
Hallo Dreiklang,

Leider hat sich der Faden bisher nicht sehr bewährt, und ich wollte ihn eigentlich schon in der Versenkung verschwinden lassen. Ich schau mal, ob sich bis zum Wochenende noch was tut, dann werde ich ihn aktualisieren, ansonst denke ich, wäre es besser ihn seinem Schicksal zu überlassen.

LG, PP

Hallo PP, das denke ich nun gar nicht...! Seinem Schicksal überlassen: höchstens dann, wenn sich irgendwann nichts mehr tut - weil er eben eine gute Sammlung ist...!
Ich hoffe jemand könnte etwas zu meiner seltsamen Idee "Durch das Klavierspiel mit anderen "sprechen / kommunizieren"" sagen, denn ich weiß nicht ob es ein allgemeingültiger und/oder hilfreicher Tip sein kann. Es ist eine recht "seltsame" Idee, auch wenn wohl alles "schonmal irgendwo da war" wie Du ja auch schon schriebst.

Wenn wir schon dabei sind: mein "Ausprobieren / Experimentieren" kommt eigentlich schon in Deiner Einleitung vor, hatte ich gestern zu spät gesehen. Mein ".... Geduld, Geduld, und nochmals Geduld" ist nichts viel anderes als das "Üben, üben, üben", nur nochmals eine Betonung. Man kann auch alles einfach übernehmen - ich würde Dir die Gestaltung überlassen.

@Thomas: liegt doch nur an uns ;) - man muß sich halt an den Faden erinnern, daß es ihn gibt, wenn man wieder mal etwas neues probieren will.

Schöne Grüße!
Dreiklang
 
Hallo Dreiklang

Hallo PP, das denke ich nun gar nicht...! Seinem Schicksal überlassen: höchstens dann, wenn sich irgendwann nichts mehr tut - weil er eben eine gute Sammlung ist...!

Naja, Klickse hätte der Thread ja einige, wird aber wohl am Titel liegen. ;)

Ich hoffe jemand könnte etwas zu meiner seltsamen Idee "Durch das Klavierspiel mit anderen "sprechen / kommunizieren"" sagen, denn ich weiß nicht ob es ein allgemeingültiger und/oder hilfreicher Tip sein kann.

Na dann geb' ich mal meinen Kren dazu. Wenn ich übe, vergesse ich alles um mich herum, zumindest bis der Nikotinspiegel zu tief absinkt ;-) und selbst das merke ich später als sonst. Diesen Zustand erreiche ich nicht, wenn mir jemand zuhört, Ausnahme KL - bei der vergessen wir immer gemeinsam die Zeit. :p Wenn ich mir diesbezüglich ein Ziel setzte, dann wäre es das, diesen Zustand der Konzentration auch dann zu erreichen, wenn ich Zuhörer habe. Aber da ich eine Vorspielverweigerin bin, ist mir das ziemlich egal. Meine KL fährt jetzt schon schwere Geschütze auf, a la "Ein Stück kann man erst dann richtig spielen, wenn man es zumindest einmal aufgeführt hat", aber bislang kommt sie mir auch mit diesem Argument nicht bei. Mal sehen was sie sonst noch auf Lager hat. :D.


"Geduld, Geduld, und nochmals Geduld" ist nichts viel anderes als das "Üben, üben, üben", nur nochmals eine Betonung. Man kann auch alles einfach übernehmen - ich würde Dir die Gestaltung überlassen.

Man könnte auch sagen, dass es heissen müsste geduldig üben, ohne Geduld hat das üben relativ wenig Sinn. Obwohl manchmal habe ich das Gefühl, dass wenn ich mich über mich selbst ärgere und dann wieder herunterkomme, die Geduld umso grösser ist - das mag aber Einbildung sein.

@ Thomas, freue mich, dass dir der Faden gefällt.

LG, PP
 
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Paralleles Mitspielen mit der rechten Hand - die Wunderwaffe, um die linke auf Trab zu bringen

Manchmal gibt es Stellen, da will die linke Hand einfach nicht. Habe unlängst ein Stück zum Üben aufbekommen, wo 4. und 5. Finger der linken Hand immer wieder alternierend (noch dazu forte :rolleyes:) spielen müssen. Ich bin einfach nicht weitergekommen, erst als ich mit der rechten Hand eine Oktav höher spielte, kapierte auch die linke Hand was zu tun ist. Dabei ist es nicht einmal mehr Aufwand, denn die beiden Hände bewegen sich parallel automatisch richtig, man muss also die Stelle nicht doppelt links und rechts einüben.

Hier gäbe es noch eine weitere Möglichkeit, an die ich mich gerade erinnere: https://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=8271. Ich habe es mal eine Zeit lang gemacht und fand es ganz hilfreich.

Grüße von
Fips
 

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