Steinway-Preisliste 1985

  • Ersteller des Themas Wiedereinaussteiger
  • Erstellungsdatum


agraffentoni
agraffentoni
Dabei seit
13. Jan. 2011
Beiträge
10.284
Reaktionen
5.872
sehe ich es richtig, dass heute der vier- bis fünffache Preis fällig ist?
Sind die Löhne auch so gestiegen?
 
SternimMeer
SternimMeer
Dabei seit
24. Mai 2021
Beiträge
249
Reaktionen
272
Der schwarze Steinway A kostete 1985 genausoviel wie die Mercedes S-Klasse mit kleinster Motorisierung in Grundausstattung (260SE: 49 TDM). Im Jahr 2022 kostet die kleinste S-Klasse (S 350d) 109TEUR - und das kostet in etwa auch ein neuer Steinway A. Ich würde sagen, die Lohnentwicklung ist hier nicht relevant, sondern die Balance aus Angebot und Nachfrage. Eine Rolex bekam man damals ab 1.300 Sfr, dieser Betrag ist seitdem auch stärker gestiegen als die Löhne.
 
Wiedereinaussteiger
Wiedereinaussteiger
Dabei seit
1. Feb. 2011
Beiträge
2.396
Reaktionen
1.427
Die nachrechenbare Referenz, des privaten Piano-Liebhabers Träumchen-Instrument, der Steinway B-211, kostet mittlerweile etwas über 120.000 Euro.


Die alten 53.000 DM mal umgerechnet, wären an die 26.500 Euro, wir sind also beim ca. knapp Fünffachen seit 1985.
 
SternimMeer
SternimMeer
Dabei seit
24. Mai 2021
Beiträge
249
Reaktionen
272
Die nachrechenbare Referenz, des privaten Piano-Liebhabers Träumchen-Instrument, der Steinway B-211, kostet mittlerweile etwas über 120.000 Euro.


Die alten 53.000 DM mal umgerechnet, wären an die 26.500 Euro, wir sind also beim ca. knapp Fünffachen seit 1985.
Das könnte sein wie mit Immobilien - der Zins spielt auch eine Rolle. Zumal die Zielgruppe von S&S nicht unbedingt das Lohnniveau von Arbeitern und Angestellten hat, sondern oft auch das von Unternehmern, Ärzten und Selbständigen. Die dürften ihre Einnahmen stärker gesteigert haben. Wenn die Kunden die Preise nicht zahlten, wären sie nicht so hoch. Eklatant ist die Entwicklung natürlich trotzdem.
 
NoEPiano
NoEPiano
Dabei seit
22. Sep. 2020
Beiträge
106
Reaktionen
122
Sehr interessant finde ich, daß "Nußbaum poliert" tatsächlich teurer war, als "Mahagoni poliert". Hätte ich aus heutiger Sicht nicht gedacht.
Umso bedauerlicher ist es, daß diese Nußbaum Flügel oder Klaviere heute oft schwarz überpoliert werden. Wahrscheinlich weil sie sich dann schneller oder teurer wieder verkaufen lassen.

Bei Mahagoni macht man das nicht.
 
Moderato
Moderato
Dabei seit
5. Jan. 2009
Beiträge
4.175
Reaktionen
2.601
Nussbaum war damals sehr beliebt. Das kann der Grund für einen Preisaufschlag gewesen sein.
 
K
Klavierbauermeister
Dabei seit
10. Jan. 2008
Beiträge
2.193
Reaktionen
963
Die Flügel hatten damals alle noch Elfenbein und die Klaviere gegen Aufpreis.
Der Handel/Verkauf egal gewerblich oder privat ist bei diesen Baujahren nun verboten - Cites oder andere Handelsausnahmegenehmigungen sind nicht mehr erhältlich.
 
K
Klavierbauermeister
Dabei seit
10. Jan. 2008
Beiträge
2.193
Reaktionen
963
Ja das ist was Neues und wird ab 15 Januar 2023 noch verschärft.
 

S
Stefan379
Dabei seit
12. Feb. 2017
Beiträge
1.645
Reaktionen
1.056
Die nachrechenbare Referenz, des privaten Piano-Liebhabers Träumchen-Instrument, der Steinway B-211, kostet mittlerweile etwas über 120.000 Euro.

Der D-Flügel wird wohl in Kürze die 200.000er-Marke knacken:


Die Flügel hatten damals alle noch Elfenbein und die Klaviere gegen Aufpreis.
Der Handel/Verkauf egal gewerblich oder privat ist bei diesen Baujahren nun verboten - Cites oder andere Handelsausnahmegenehmigungen sind nicht mehr erhältlich.
Da bleibt dann nur noch, das Elfenbein durch Kunststoff zu ersetzen?
 
S
sheep
Dabei seit
29. März 2020
Beiträge
173
Reaktionen
127
Wo kein Kläger da kein Richter.…
 
Peter
Peter
Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
23.950
Reaktionen
23.887
Ausnahmen gelten nur für Musikinstrumente aus der Zeit vor 1975 und Antiquitäten, die vor dem 03.03.1947 hergestellt wurden und vor allem für Museen vorgesehen sind. Diese dürfen mit entsprechenden Genehmigungen auch weiterhin gehandelt werden.
Habe ich was überlesen oder wo ist das Problem?
 
Tastenscherge
Tastenscherge
Dabei seit
10. Dez. 2007
Beiträge
3.873
Reaktionen
3.041
In den Amtsstuben. Ein Sachbearbeiter könnte argumentieren, dass das Instrument zwar vor 1975 gebaut wurde, aber er ja nicht beurteilen könne, ob die Klaviatur nicht danach aufgebracht wurde. Genau so ein Fall ist tatsächlich passiert. Der Kollege hatte alle möglichen und unmöglichen Unterlagen beigebracht. Trotzdem hat es nicht geklappt. Ok, der Fall lag ein wenig anders, aber zeigt doch das Problem im Prinzip. In dem Fall war Baujahr 1976 und der Kollege hatte von Steinway die Bestätigung, dass original mit Elfenbein ausgeliefert wurde. Der Klaviaturhersteller konnte auch sogar noch belegen, woher er das Elfenbein hatte. Aber der Importeur, der das Elfenbein damals nach Europa und zum Klaviaturhersteller gebracht hatte, existierte nicht mehr und man konnte auch nicht beweisen, dass das legal nach Europa kam. Obwohl alle Lieferscheine vorhanden waren (was ja eh schon ein Wunder ist). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Kollege fast schon Detektivarbeit geleistet. Trotzdem keine Genehmigung. Also Elfenbein runter und dafür Plastik drauf. Voll Öko.

Als Klavierbauer oder Händler ist man also gut beraten, komplett die Finger von allen Instrumenten mit Elfenbein zu lassen. Bei Privatverkäufen mag das anders aussehen nach dem Motto: wo kein Kläger, da kein Richter. Ist aber trotzdem eine Straftat und könnte relevant werden, wenn der Käufer seinerseits das Instrument wieder verkaufen will (oder in die Schweiz auswandert) und noch den Kaufvertrag hat.
 
Peter
Peter
Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
23.950
Reaktionen
23.887
Klar, dass das Probleme gibt.
Bei Privatverkäufen mag das anders aussehen ... Ist aber trotzdem eine Straftat
Warum das? Das Gesetz bezieht sich nach meiner Interpretation auf Ein-/Ausfuhr und auf gewerblichen Handel.
Ansonsten denke ich, dass es nach dieser Regelung für Instrumentenhändler kein Problem geben dürfte, die Genehmigung zu bekommen* (in der Baubranche sind diverse Ausnahmegenehmigungen schon reine Alltagsroutine).

*) vereinzelte Idioten auf den Amtsstuben gibt es natürlich immer wieder
 
Wiedereinaussteiger
Wiedereinaussteiger
Dabei seit
1. Feb. 2011
Beiträge
2.396
Reaktionen
1.427
Straftat setzt nahezu immer Vorsatz voraus.
Den zu beweisen dürfte gegen Privatleute betreffs Elfies fast unmöglich sein.

A - weil Wissen nicht vorhanden, und
B - wenn wissend, wäre man dumm, Wissen zuzugeben.
C - bin ich doch wohl iwie blöde..., hier immer mal wieder Wissen hinzustellen?

Ein Käufer soll doch ggfs. selber zusehen, wie er die Ware seines Begehrs über Grenzen schafft.
 
 

Top Bottom