Steinway-Preisliste 1985

  • Ersteller des Themas Wiedereinaussteiger
  • Erstellungsdatum

Kann ja jeder machen wie er will - ob privat oder gewerblich ist egal - ob man es weiß ist auch egal - man steht auf der gleichen Stufen wie ein Drogendealer - egal ob der das privat macht oder "gewerblich".
Und ob "über die Grenze" oder nicht spielt auch keine Rolle.
 
Wenn nur der Handel (egal ob privat oder gewerblich) verboten ist, könnte man ja den Flügel explizit ohne Tasten verkaufen und dem Käufer die Tasten unentgeltlich (zur Entsorgung natürlich :blöd:) überlassen.
Hach, im nächsten Leben werde ich Rechtsverdreher... :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeglicher Handel ohne Genehmigung ist strafbar. Egal ob privat oder gewerblich. Und Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe.
 
Straftat setzt nahezu immer Vorsatz voraus.
Das halte ich für einen folgenschweren Irrtum. Wenn ich mit dem Auto aus Versehen jemanden umfahre, ist das fahrlässige Körperverletzung und damit eine Straftat. Und wenn ich Noten kopiere und ins Netz stelle, ist auch das eine Straftat - selbst wenn ich vom Urheberrecht nichts weiß.

Mit Vorsatz wird das Strafmaß vermutlich anders ausfallen, aber im Grundsatz ändert das nichts.
 
...hier sind wieder F.U.D.-Marketinger unterwegs ...

Man sät Angst, Unsicherheit und Zweifel.
Wozu? Um seine Geschäftchen zu befördern?

Wie bekommt man das Geld von
A (Taschen der zu verängstigenden Omi mti Geld) nach
B (in der Händler Taschen)?

Wie kriegt man es hin, dass einem die verängstigte Kundschaft Flügel MIT Elfies zum "Entsorgen" andient, und gleich mal einen neuen mit Tharan einkauft?

Welche schandbare Lobby hat da wieder Branchen-"Infos" rundum verteilt? Wer hat in Brüssel oder Paris mal wieder satt und feist lobbyiert?

Mich ängstigt man nicht. Meinem Schulfreund, RA, werde ich bei Gelegenheit die Frage stellen, ob er sich mein Testament zu eröffnen traut - unter vielem anderen die Weitergabe einer Kaps-Klaviatur mit Elfies, wenn denn ich eines späten Tages in die Letzte Kiste gekommen sein sollte (und er, gleich alt, noch nicht).

Nicht, dass er sich eines Verbrechens" (der Organisation der Weitergabe von Elfenbein) schuldig macht - ich höre ihn da schon lauthals auflachen am Brausewindhang zu Essen-Schönebeck.
 
@Wiedereinaussteiger mit allem Respekt, aber das ist totaler Blödsinn, den du da schreibst. Ich kenne keinen Kollegen, dem es Spaß macht, eine bestens erhaltene Elfenbeintastatur gegen Plastik zu tauschen. Und auch wenn du es ins Lächerliche ziehst: die Rechtslage ist seit neuestem genau so wie beschrieben, daran kannst du nichts ändern. Und zum Thema Lobby in Berlin und Brüssel: unsere Verbände sind deswegen in heller Aufregung und alle sind stinksauer und versuchen bereits auf europäischer Ebene noch zu intervenieren. Man versucht, Ausnahmeregelungen für die Branche zu erreichen. Das würden wir nicht machen, wenn wir das toll fänden, Kunden abzuzocken wie du da unterstellst.

Was du da schreibst ist also irgendwo zwischen Verschwörungstheorie und Unwissenheit einzuordnen. Sorry. Frag mal deinen Schulfreund RA nach CITES.
 
Wenn es so ist, wie du sagst (mag ja sein..., doch wozu hat man dann Verbände und und und...), dann haben dennoch Myriaden von Leuten in Paris oder Brüssel oder sonstwo tief und fest gepennt - bis es zu spät war.

Wie beim Gendern, das eine Brüsseler Mafia solange im "Kleinen" stiekum, hintenherum vorantrieb, bis in einer schwachen Stunde das EP den Krams in geltendes Recht goss - und auf einmal alle Blöden oder gepennt Habenden wach wurden.

Dann aber war das Geheule groß. Diese Sprachpanscherei seither. Der Glottisschlag. Kann man ja alles machen, liebe Clavierspielerinnen und Clavierspieler, liebe Claviotinnen und Clavioten, Clavinnenclavioten und Clavinnenclavios. Hoffentlich niemanden vergessen (zu gendern).

Ich werde auf einmal kriminell gemacht, weil ich eine 100 Jahre alte Flügelmechanik aufbewahre? Die Kaps..., 85 Tasten aus Dresden, ca. 1920..

Wer hier reinrennt und wegen der paar uralten Elfies den Dicken mimt, der kann was erleben. Und draußen sind zweieinhalb Öltropfen,..., ja, der alte Benz war zuletzt bissel undicht - ist weg. auf der Kriminalisierung von Bürgern versuchen irgendwelche Behörden sich dann eine Amtstätigkeit zu braten? Per so neuerer Gesetze oder Auslegungen? Pfah.


All das mag Gesetz sein. Jaa ja, durchaus. Dann sind das Gesetze der Art, bei deren Anwendung durch Richter erst noch in Erfahrung zu bringen sein wird, was da ggfs. Übles passiere. Sollte mich nicht wundern, wenn das so Gesetze sind wie die gegen Straßengewalt, und durchgesetzt (...nicht ...) auf der Altendorfer zu Essen, wo sich mehrere Clans bekriegen und die Polizei nur hin rückt, wenn sie gerade min. acht Peterwagen frei haben.

Respekt (der Bürger) (betreffs den Sinnn von Gesetzen) geht ziemlich gewiss anders.

Dann gilt auch noch: Recht haben ... und Recht bekommen ... ist min. zweierlei.

Klar..., ein Händler, ein Profi kann es sich erstmal nicht leisten, hiergegen zu verstoßen. Da wartet man mal ab, was die ersten Verfahren ergäben ...

Und man guckt gewiss auch mal neugierig nach Polen, was damit so in Kalisz passiere ...
 
und versuchen bereits auf europäischer Ebene noch zu intervenieren


u.a. hat sich Monika Hohlmeier damals für den Orgelbau eingesetzt.
 
Wer hier reinrennt und wegen der paar uralten Elfies den Dicken mimt, der kann was erleben.
Das wird nicht passieren. Du darfst den guten Gewissens behalten, das ist legal. Es wird erst dann ein Problem, wenn du den zum Verkauf anbietest. Und ja, das ist der absolute Schwachsinn. Wobei ich die Idee natürlich verstehen kann: den Handel mit Elfenbein verhindern um Elefanten zu schützen. Aber gut gemeint ist leider nicht gut gemacht.
 
Und zum Thema Lobby in Berlin und Brüssel:

Bonn, nicht Berlin. Dort sitzt das Umweltministerium. Und der dortige Abteilungsleiter kennt sich mit der ganzen Thematik extremst gut aus, im Gegensatz zu den eigentlichen Vertretern des Gewerbes, die es kalt getroffen hat, weil sie sich ansonsten um Entwürfe einen Dreck geschert haben und den Zeitpunkt zum möglichen Intervenieren verschlafen haben. Dasselbe in Österreich.

Sowohl in Deutschland auch beim österreichischen Pendant war ich der erste, der explizit nach dem Thema in Bezug auf Klaviere nachgefragt ht, nicht irgendein Klavierbauer oder gar die Innung selbst.

Die Beamten in Brüssel haben Klaviere überhaupt nicht auf dem Radar gehabt, es ging vor allem darum, den Handel mit Kunsthandwerk ohne nachvollziehbaren Ursprungshinweis komplett zu unterbinden. Dass da plötzlich Klaviaturen von betroffen sind, war denen nicht bewußt.

Wenn die Lobby komplett schläft, dann passiert halt so etwas. Dumm gelaufen.
 
Bonn, nicht Berlin. Dort sitzt das Umweltministerium. Und der dortige Abteilungsleiter kennt sich mit der ganzen Thematik extremst gut aus, im Gegensatz zu den eigentlichen Vertretern des Gewerbes, die es kalt getroffen hat, weil sie sich ansonsten um Entwürfe einen Dreck geschert haben und den Zeitpunkt zum möglichen Intervenieren verschlafen haben. Dasselbe in Österreich.

Sowohl in Deutschland auch beim österreichischen Pendant war ich der erste, der explizit nach dem Thema in Bezug auf Klaviere nachgefragt ht, nicht irgendein Klavierbauer oder gar die Innung selbst.

Die Beamten in Brüssel haben Klaviere überhaupt nicht auf dem Radar gehabt, es ging vor allem darum, den Handel mit Kunsthandwerk ohne nachvollziehbaren Ursprungshinweis komplett zu unterbinden. Dass da plötzlich Klaviaturen von betroffen sind, war denen nicht bewußt.

Wenn die Lobby komplett schläft, dann passiert halt so etwas. Dumm gelaufen.
Und das ist auch ein gutes Beispiel dafür, weshalb Lobbyismus nicht grundsätzlich falsch ist, sondern in einer Demokratie pure Notwendigkeit. Politiker kennen die Tragweite ihrer Entscheidungen nicht, wie sollen sie auch?
 

Und das ist auch ein gutes Beispiel dafür, weshalb Lobbyismus nicht grundsätzlich falsch ist, sondern in einer Demokratie pure Notwendigkeit. Politiker kennen die Tragweite ihrer Entscheidungen nicht, wie sollen sie auch?
Ja und nein. Die Politiker sollten Experten haben, die sie beraten. Die Gesetze werden auch nicht von Politikern geschrieben, sondern von Beamten / Juristen.
Eigentlich sollten bei einem Gesetzgebungsverfahren (und mehreren anderen Verfahren) die sogenannten Stakeholder eingeladen werden, damit sie ihre Kommentare abgeben können, damit genau so etwas nicht passiert.

Beim Lobbyismus geht es üblicherweise darum, dass eine Gruppe ihre Interessen durchdrückt; meistens zum Schaden der restlichen Bevölkerung (zB Steuererleichterungen für gewissen Firmen). Hier wäre es echte Interessenvertretung gewesen, die Kollateralschaden verhindert hätte.
 
Eigentlich sollten bei einem Gesetzgebungsverfahren (und mehreren anderen Verfahren) die sogenannten Stakeholder eingeladen werden, damit sie ihre Kommentare abgeben können, damit genau so etwas nicht passiert.

Nein.

Es gibt so etwas wie eine Holschuld, die man als Vertreter einer Interessensgemeinschaft wahrzunehmen hat. Der Gesetzgeber, in diesem Fall Brüssel, kommt seiner Bringschuld dadurch nach, dass Entwürfe veröffentlicht werden. Man hätte als Vertreter der Klavierindustrie längst vor Inkrafttreten der entsprechenden EU-Direktiven aktiv werden können.
 
Hallo zusammen,
heute war mein Klaviertechniker zum Stimmen bei mir zu Hause. Er meinte, dass Steinway zum Jahreswechsel seine Preise um 15% anpasst. Irre…Irgendwann kann doch diese Rechnung nicht mehr aufgehen.

LG
Christian
 
Bechstein geht um gut 10% hoch… der B212 kostet dann schlappe 126k€
 
Sehr interessant finde ich, daß "Nußbaum poliert" tatsächlich teurer war, als "Mahagoni poliert"
Nussbaum war damals sehr beliebt. Das kann der Grund für einen Preisaufschlag gewesen sein.
Mahagoni wird in den Köpfen der Menschen gerne mit Exotischer Pracht gleichgesetzt.
Tatsächlich verbergen sich dahinter etwa 50 Gattungen mit 1400 Arten (nicht alles sind Bäume!) - hinzu kommen noch diverse andere Holzarten wie z.B. Sapeli, die ebenfalls unter dem Namen Mahagoni an den Endverbraucher gebracht werden.

Bei Steinway verbirgt sich m.W. hinter „Mahagoni“ das relativ preiswerte Sapeli, das die meisten im Rohzustand als Zigarrenkistenholz bezeichnen würden. Bei normaler Maserung (nicht zu verwechseln mit sog. Pyramiden, Maser, Riegel oder Pommele) ist der Furnierpreis DEUTLICH niedriger als für gut gemaserten Europäischen Nussbaum. Und weil das glatte Sapeli keine ausgeprägte Maserung hat, muss man bei Auswahl und Zusammensetzen der Furniere viel weniger Zeit investieren als bei einem Nussbaum mit betont streifigem oder gar blumigem Aufbau.
Viele (die meisten?) Flügel haben übrigens auf der Innenseite des Rims Sapeli/Mahagoni-Furnier, als Abweichler fällt mir gerade nur Steingräber mit seinem schönen Vogelaugen-Ahorn ein.

Die Furnierkosten sind übrigens nahezu vernachlässigbar - der drastische Preisunterschied zu lackierten Instrumenten (die übrigens meist auch furniert sind) resultiert aus dem hohen Arbeitsaufwand, angefangen schon beim zeitintensiven Einkauf mit selektiver Auswahl, über das fachgerechte Zusammensetzen der Furniere bis hin zur mehrfachen Lackier- und Polierdurchgängen.
 
Das halte ich für einen folgenschweren Irrtum. Wenn ich mit dem Auto aus Versehen jemanden umfahre, ist das fahrlässige Körperverletzung und damit eine Straftat. Und wenn ich Noten kopiere und ins Netz stelle, ist auch das eine Straftat - selbst wenn ich vom Urheberrecht nichts weiß.

Mit Vorsatz wird das Strafmaß vermutlich anders ausfallen, aber im Grundsatz ändert das nichts.
Es kann auch noch schlimmer kommen. Wenn man - wie bei illegalen Autoren - jemanden versehentlich totfährt, ist das nicht mehr fahrlässig. Es wurden Opfer billigend in Kauf genommen und damit ist es bereits bedingter Vorsatz. Die Anklage lautet dann auf Mord. In die Situation könnte man womöglich auch kommen, wenn man jemanden durch viel zu schnelles Fahren versehentlich totfährt. Aber das ist dann etwas für Fachleute. Den bedingten Vorsatz wird es sicher auch geben, wenn das Opfer überlebt.
 

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