schwarze Taste abgefallen - wie nun reparieren??

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Biillii

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Hallo zusammen

Ich besitze nun seit knapp einem halben Jahr ein etwas älteres Klavier, welches ich gebraucht übernehmen konnte. Nun ist mir aber kürzlich eine schwarze Taste abgefallen, das heisst konkret: Sie ist eigentlich nicht komplett abgefallen. Die Taste an sich ist noch in einwandfreiem Zustand vorhanden. Sie befindet sich einfach auf gleicher Höhe wie die weissen. Wenn man sie drückt, gibt sie aber den normalen Klang von sich. Aber auf dieser eigentlich schwarzen Taste, die nun einfach die Holzfarbe trägt, befindet sich ja normalerweise ein schwarzer "Deckel". Und der ist abgefallen. Ich weiss nun nicht wie ich den wieder anmachen kann. Darf ich einfach Flüssigleim oder Heissleim benutzen? Oder muss ich dafür echt den Profi ranlassen?

Bin dankbar für jede Hilfe
Liebe Grüsse
 
klaviermacher

klaviermacher

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Hallo Biillii,

Das kannst sehr einfach mit Weißleim oder Warmleim ankleben. Einfach schön einrichten, damit sie sauber an der richtigen Stelle sitzt und ruhen lassen.

LG
Michael
 
B

Biillii

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herzlichen Dank. Werd ich gleich morgen früh probieren! :-)

schönen Abend
 
S

Styx

Guest
Etwas Druck sollte allerdings beim Leimen schon ausgeübt werden - ich gehe mal da von aus, daß Du Dich vielleicht etwas schwer tust damit die gesamte Taste rauszunehmen um sie nach dem leimen mit entsprechender Schraubzwinge zu fixieren. Die Taste eine Zeit lang gedrückt halten macht wohl auch nicht jeder, dank Mangel an Geduld oder Zeit, gerne. Schau also daß Du 2 Lineale Findest, so 30 cm etwa, leg eines vorne das andere hinten auf die schwarzen Tasten, und positioniere darauf Dinge mit Gewicht - achte aber dabei darauf daß die geleimte Taste ihre Position nicht verändert. Bei Weißleim wie Ponal Express zum Beispiel, reichen 10 min Druck völlig aus, damit sie gewünschte Haltbarkeit erreicht.

Ach ja, achte beim leimen darauf daß keine ausquellenden Leimreste trocknen, wisch sie gleich mit einem feuchten Tuch weg, ansonsten klemmt diese und die Nachbartasten und Du müßtest einen Klavierbauer rufen.....dann hättest Du auch gleich die Taste von ihm richten lassen können :D

Viele Grüße

Styx
 
B

Biillii

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danke für den hinweis. werde darauf achten.

liebe grüsse
 
Drahtkommode

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Zur Sicherheit noch zwei Schrauben von oben reindrehen - aber Senkkopf, sonst spielt sich das schlecht! :D
 
Wiedereinaussteiger

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Das Phänomen einer abgebrochenen schwarzen Obertaste bedarf einer genauen Untersuchung. Schadensverursachend dürfte eine vom Klavierkonstrukteur konstruktiv nicht vorgesehene Krafteinwirkung mit parallelverschobener Konterkraft (Kraftpaar) um die Längsachse der Klaviertaste sein. Vulgo ein Drehmoment, ausgelöst entweder durch einen seitlichen Kraftangriff an der Obertaste ("schiefes Spiel"), undoder ein an der unteren Taste im Gefach asymmetrisch ("schief") hinterlegter Fremdgegenstand ("Mäusenest", "Elsterdiebstahlschlüssel"). Anders ist bei bekannt hoher Qualität der Leimungen ein Abbruch der Obertaste kaum erklärbar. Es gilt also, systematisch die mechanischen Wirkungen und Gegenwirkungen ("actio gleich reactio") zu untersuchen, die zu diesem Schadensfall führten. Außerdem sind die Gebrauchsanweisungen des später zur Schadensbehebung systemisch als korrekt erkannten Klebstoffs genauestens zu beachten: korrekte Umgebungstemperatur, korrekte Luftfeuchtigkeit. Richtige Mondphase. Insbesondere die Anweisungen zur mechanisch-dynamischen Präparation der verbindenden Erst-Fluides (Dann-Feststoffes) bedürfen extremer Aufmerksamkeit. "Vor Gebrauch schütteln." (Kenner ahnen dann oftmals, "..nach Schütteln nicht mehr zu gebrauchen." So mir gestern geschehen. Ein Sekundenkleber. Er klebte. Nach Jahren erst. In sich zusammen.)
 
HoeHue

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Das Phänomen einer abgebrochenen schwarzen Obertaste bedarf einer genauen Untersuchung. Schadensverursachend dürfte eine vom Klavierkonstrukteur konstruktiv nicht vorgesehene Krafteinwirkung mit parallelverschobener Konterkraft (Kraftpaar) um die Längsachse der Klaviertaste sein. Vulgo ein Drehmoment, ausgelöst entweder durch einen seitlichen Kraftangriff an der Obertaste ("schiefes Spiel"),
Zu dicke Finger, die versuchen, ein G oder A zwischen den benachbarten schwarzen Tasten anzuschlagen?
Anders ist bei bekannt hoher Qualität der Leimungen ein Abbruch der Obertaste kaum erklärbar.
Da häufig waserlöslicher Leim verwendet wurde, gehen die wie ich erfahren durfte bei zu hoher Feuchtigkeit auch ganz leicht ab.
Außerdem sind die Gebrauchsanweisungen des später zur Schadensbehebung systemisch als korrekt erkannten Klebstoffs genauestens zu beachten: korrekte Umgebungstemperatur, korrekte Luftfeuchtigkeit. Richtige Mondphase. Insbesondere die Anweisungen zur mechanisch-dynamischen Präparation der verbindenden Erst-Fluides (Dann-Feststoffes) bedürfen extremer Aufmerksamkeit. "Vor Gebrauch schütteln." (Kenner ahnen dann oftmals, "..nach Schütteln nicht mehr zu gebrauchen." So mir gestern geschehen. Ein Sekundenkleber. Er klebte. Nach Jahren erst. In sich zusammen.)
Wobei man dabei nicht nur die Idealen Bedinugngen für die Verarbeitung des Klebers beachten sollte, sondern auch die Eigenschaften des zu klebenden Werkstücks im Auge behalten sollte. Hier wurde versucht, die Taste eines Digis mit UHU Endfest, einem 2-Komponenten Epoxydharzkleber, dessen Gebrauchsanweisung eine Festigkeit von 3000N/cm² bei einer Verarbeitungstemperatur von 180°C verspricht, zu reparieren:


Grüße.
 
 

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