Real Book

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Cello

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Hallo Hasenbein,

ich denke du hast mich falsch verstanden. Erstens ich bin nicht weinerlich sonst noch was. Es ist eher so das du beleidigt auf meine Aussage reagiert hast und das jetzt irgendwie überspielen musst in dem du mich runter machst. Kein Problem. Interessiert hier aber keinen das war früher auf dem Schulhof. Keine Ahnung wie alt du bist, dass muss aber nicht hierher.
Ich würde gerne mal Unterricht bei dir nehmen du scheinst ein Gott der Musik zu sein. Alles wonach ich gefragt habe ist ein Grundgerüst auf dem man Improvisieren kann namens Real Book. Ich weiß verdammt nochmal wie man Improvisiert und habe zu keiner Zeit gefragt "wie improvisiert man? Das klingt cool und einfach will ich auch!!"
Also kann mir jmd. hier einen Tipp geben der vernünftig ist?
Zu meiner Lehrerin die du so schön hier aufgegriffen hast. Etwas beleidigend oder? Ich meine sie war ein Wunderkind und ihr ding ist nun mal Klassik und das versucht sie mir zu vermitteln. Das ist ihre einzige Aufgabe.

LG,

Cello
 
hasenbein

hasenbein

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Ja? Was sind denn die Basics? Und was genau beherrscht Du bereits?

Die anderen "hecheln" mir nicht hinterher, sondern sie (auch einige Amateure) haben bereits ein wenig mehr Wissen und Erfahrung in Sachen Jazz als Du und merken genau, daß Du hier in dieser Sache den Schlauen raushängen läßt, in Wirklichkeit aber voll das Greenhorn und etwas besserwisserisch bist. Deswegen tuten sie eher mit in mein Horn.
 
C

Cello

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Hallöchen,

ich denke jetzt kommen wir uns doch schon ein bisschen näher oder?
Ich entschuldige mich dafür, dass ich das so erklärt habe. Es wird wahrscheinlich so sein, dass du mehr beherrschst als ich. :-)
Aber ich verstehe nicht wieso jmd. nicht fähig ist meine einfache Frage zu beantworten statt so ein sinnloses Gefecht woran ich sicherlich nicht ganz unschuldig bin auszutragen.
Weiß jmd. denn wo ich eine real book der 5th edition finden kann habe bisher erfolglos gesucht wurde mir aber in einem anderen Forum empfohlen.
 
hasenbein

hasenbein

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Das 5th Edition ist illegal, daher zwecklos und verboten, hier danach zu fragen. (Urheberrechte etc.)
Die Hal Leonard 6th Edition wirst Du ja wohl selber auffinden können in den entsprechenden Shops.

Und nun sag doch mal bitte: Was sind die Basics, und was davon beherrschst Du bereits?
 
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Cello

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wieso ist die second edition denn legal? =)
Soll ich hier mal ein Video reinstellen mit einer improvisation? Dann kannst du mich ja beurteilen :)
 
hasenbein

hasenbein

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Ja, mach, wenn Du Bock drauf hast...
 
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Cello

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Habe ich.. davor noch.. was ist mit meiner oberen frage? =)
 
hasenbein

hasenbein

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Welche Second Edition?

Ach sooo, Du meinst diesen 2. Band!

Der ist sooo schlecht und fehlerhaft, daß die Urheber und Behörden den als warnendes Beispiel erlauben...
 
S

Schnicki

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Hallo Cello,

erstmal finde ich deinen gedanklichen Ansatz gut.
Ich bin mit dem "Real Jazz Book" von Hal Leonard angefangen.
Dazu hab ich mir einige Stücke entweder auf youtube oder sonstwie angehört und versucht nachzuspielen.
Ach ja, ich hab von Jazz keine Ahnung, aber genau das macht die Sache erst wirklich spannend.
So finde ich eben selbst heraus was mir Am besten gefällt.
Das eben dieser Ansatz von der "Jazz Polizei" zerissen wird ist mir schon klar, kümmert mich aber wenig.
Denn, was macht Jazz zu Jazz? frag das mal die schlauen Jazzmusiker, da wirst du wenig brauchbares an Antworten bekommen.
Also, ran an die Songs und mach es auf deine Weise.

Beste Grüße

Dirk
 
Tastenjunkie

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OT, aber dennoch das hippste Statement des 20. Jahrhunderts:

"Play your own shit!" :trompete::cool:
 
hasenbein

hasenbein

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Ach ja, ich hab von Jazz keine Ahnung, aber genau das macht die Sache erst wirklich spannend.
So finde ich eben selbst heraus was mir Am besten gefällt.
Das eben dieser Ansatz von der "Jazz Polizei" zerissen wird ist mir schon klar, kümmert mich aber wenig.

Nein, dieser Ansatz ist einfach a) dumm und b) etwas... wie soll ich sagen... kulturlos.

Wie ich weiter oben schon sagte: Diese Fake Books sind nur sehr unvollkommene und überdies oft genug fehlerhafte Abbilder dessen, was reale Musiker spielen bzw. mal (z.B. auf Platte) gespielt haben. Lediglich Hilfsmittel für bereits Bescheid wissende Spieler, die die Akkordsymbole richtig zu deuten wissen und richtig abstrahieren können und auch z.B. wissen, wie Melodietöne rhythmisch abgewandelt / verziert werden müssen, damit es wie vorgesehen klingt.

Ihr aber haltet sozusagen die Karte der Landschaft für die Landschaft selber. Das kann nicht klappen. Das Ergebnis wird garantiert Scheiße klingen!

Das hat nichts mit "Jazzpolizei" (wird zusammen geschrieben oder wenigstens mit Bindestrich...) zu tun, sondern ist simple Tatsache, da könnt Ihr noch so sehr im Dreieck springen.

Warum man, nur damit man das Gefühl hat, "was Eigenes zu machen", in Kauf nimmt, viiiel schlechter zu klingen als mit ernsthafter Beschäftigung / Unterricht, ist mir schleierhaft.

Aber das mit dem "Eigenen" ist in Wirklichkeit gar nicht Eure Motivation, Ihr gebt das nur nicht zu. Eure wirkliche Motivation ist, daß Ihr entweder keinen Bock habt, Geld für Jazzunterricht auszugeben, oder bei Euch in der Gegend gibt es keinen vernünftigen Jazzlehrer, oder Ihr seid zu faul, Euch autodidaktisch ernsthaft mit der Sache auseinanderzusetzen (das würde u.a. bedeuten: Berühmte Aufnahmen hören, raushören, nachspielen, analysieren..., also Arbeit). Deshalb redet Ihr Euer Gedaddel schön.

Das ist schlicht und einfach Dilettantismus der GANZ schlechten Sorte.

Und solche wie Ihr, das sind dann die, die mit 30, 40, 50, 60 Jahren dann zu mir kommen und sagen: "Öhm, äh, also, ich hab immer so autodidaktisch Jazz gespielt, und ich komm nicht weiter, und es klingt bei mir immer doof, kann ich biiiitte Jazzunterricht haben?" Und dann muss man versuchen, die ganzen schlechten Angewohnheiten wieder auszubügeln. Selten ein Spaß und oft genug nicht erfolgreich.

LG,
Hasenbein
 
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Tastenjunkie

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Dear Hasenbein,

... daß Ihr entweder keinen Bock habt, Geld für Jazzunterricht auszugeben,
...dann selbst schuld!


... oder bei Euch in der Gegend gibt es keinen vernünftigen Jazzlehrer...
da hat man dann eben einfach Pech...

... Berühmte Aufnahmen hören, raushören, nachspielen, analysieren..., also Arbeit).

Ja klar, so sollte es eigentlich laufen, da hast Du bestimmt recht!

Aber versetz Dich doch mal in den gemeinen Amateur rein, der im Schnitt nur 1 bis 1.5 Stunden tgl. Zeit fürs Klavier aufbringen kann (auch wenn er liebend gerne mehr machen würde).

Es gibt so verdammt viel zu lernen, zu üben, zu festigen: Voicings, Skalen, Rhythmik, Stücke spielen (Solo oder mit Band)... Und das Zeitaufwändige daran ist ja noch nicht mal, Voicings, Skalen und Rhythmik zu verstehen und geduldig zusammen zu puzzeln, sondern sie in das eigene Spiel zu integrieren, sie souverän anwenden zu lernen. Die gängigsten harmonischen Wendungen und die üblichen Skalen, kann ich mir in ein paar Stunden anlesen, dann dauert es (bei oben genanntem Zeitbudget) ein paar Wochen bis ich sie in den wichtigsten Tonarten mal angespielt habe. Dann fange ich auch langsam an zu registrieren, wann und wo diese Elemente in den berühmten Aufnahmen auftauchen. Und dann: Brauche ich sehr sehr sehr viel Zeit (in meinem Fall ein paar Jahre) bis ich zumindest mal einen beträchtlichen Teil von dem ganzen in meinem eigenen Spiel halbwegs sicher und flüssig umsetzen kann.

Zum Raushören: Ich habe selbst immer mal wieder damit angefangen (zuletzt Wynton Kelly's Solo in "This I Dig" von Hank Mobley's Soul Station Platte), habs aber nie durchgezogen, Asche auf mein Haupt... Aber guck mal: Bei so einem kompletten Solo mit virtuosen Passagen schaffe ich in 10 Minuten (und ich will/muss ja auch noch andere Sachen in mein Übeprogramm einbauen) maximal 8 Takte, oft auch nur 2, das heißt es dauert Tage, eher Wochen bis ich es transkribiert habe. Dann brauche ich nochmal ein paar Wochen bis ich es im Tempo spielen kann. Ok, wenn ich das jetzt ein paar Jahre mache, dann habe ich ein ordentliches Spektrum an Soli verinnerlicht und wahrscheinlich eine gute Basis. Hab ich bisher so nicht durchgezogen, Scheiße!

Dafür habe ich viel Zeit investiert erstmal das Voicing- und Skalen-Material zur richtigen Zeit parat zu haben und damit dann ....tja.... irgendwas zu spielen. Dann fehlen natürlich im Ergebnis Konzept und Struktur und häufig artet mein Spiel in planloses "Genudel" aus (aber immerhin auf den richtigen Tönen). Suboptimal! Dilemma! Aber ich frage mich, ob mit 1 Stunde tgl. mehr überhaupt möglich ist?

Und an dieser Stelle bist Du als Unterrichtender von Amateuren gefordert ein entsprechendes Konzept anzubieten. Mit 1 Stunde tgl. wird man kein Keith Jarrett. Punkt! Also sag doch nicht immer: "Mach kein Buhu, sondern klotze kompromisslos ran!" Denk Dir doch mal was aus, was die armen Laien im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterbringt und was abseits von jedem Erlebnis-Pädagogik-Gedöhns Spaß (im Sinne von Motivationsförderung) macht. Als späteinsteigender Freizeit-Jazzer weiß man, dass die Möglichkeiten begrenzt sind. Man will da einfach ein bisschen reinfinden und das Gefühl haben, bei dieser geilen Mucke im Ansatz mitmachen zu können. Und wenn Du da immer mit dem Knüppel kommst, streicht manch einer bestimmt irgendwann frustriert die Segel, anstatt fröhlich weiter zu daddeln.

Und solche wie Ihr, das sind dann die, die mit 30, 40, 50, 60 Jahren dann zu mir kommen und sagen: "Öhm, äh, also, ich hab immer so autodidaktisch Jazz gespielt, und ich komm nicht weiter, und es klingt bei mir immer doof, kann ich biiiitte Jazzunterricht haben?" Und dann muss man versuchen, die ganzen schlechten Angewohnheiten wieder auszubügeln. Selten ein Spaß und oft genug nicht erfolgreich.

BTW: Mein Lehrer macht sich gerade rar, hatte schon seit Wochen keinen Termin mehr für mich frei. Tatort Mainz/Wiesbaden. Weißt Du da jemanden im Umfeld? :D
 
S

Schnicki

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Naja, jedem seine Meinung. Aber trotzdem danke für den freundlichen Hinweis zur Schreibweise.

Dirk
 
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searcher

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als ob ich nie weg gewesen bin

Hasi in Hochform :D
 
Tastenjunkie

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Hier bin ich auf einen schönen Artikel zum (Streit-) Thema gestoßen.

Jazz Mobile - Gary Bartz: "Students are learning but they are learning backwards!"

Tja... der Tenor deckt sich mit dem was Hasi postuliert. Trotzdem: Zwar sollte man auch als Amateur das volle Profi-Programm anstreben (also quasi "nach den Sternen greifen"), aber natürlich hat das seine Grenzen, allein schon wegen des Zeitbudgets. Und letzteres sollten die involvierten Pädagogen vor Augen haben...
 
 

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