Neue Stimmsoftware: Clavier Tuner - Free und Open Source Software für Android

  • #41
Wer nicht versteht mit dem Stimmhammer umzugehen und mehr, wird scheitern!
Ich bin der Meinung, dass ein guter Stimmer ohne den Heckmeck das bessere Ergebnis liefert.
Ich habe 18 Jahre ohne Heckmeck (also ohne Software) gestimmt. Seit 20 Jahren nun aber mit Software. Jetzt sind meine Ergebnisse besser als ohne. Mit dem Stimmhammer kann ich umgehen. Und die Theorie ist mir auch geläufig.
 
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  • #42
Mit diesem Sampling wird die Inharmonizität des Instruments erfasst und dadurch dessen Spreizung ermittelt.

Fun Fakt: Nur um mal den Blick in eine andere Welt zu wagen :-) ... denn nicht nur das Klavier besitzt die "Inharmonizität".

Die meisten von uns kennen nur das klassische Bild eines Gitarrenhalses mit graden Frets. Allerdings würde sich bei Akkorden immer etwas Reibung einstellen und die Profis lösen dies durch leicht angepasste "Abweichungen" in der Stimmung, oder durch über Jahre antrainierten unterschiedlichen Druck einzelner Finger auf die Saite (mehr Druck, Ton wird leicht höher). Mit anderen Worten, sie lösen es mit den Ohren. Auch hier liegt ein Grund für häufigen Gitarren-Wechsel bei Konzerten, denn natürlich ist eine leicht angepasste Stimmung nur für genau eine Tonart zu gebrauchen. Das Instrument ist halt nicht perfekt :-)

Die in Schweden ansässige Firma True Temperament berechnet dazu - speziell für jede Gitarre/Saitenstärke - eine Kompensation. Einige Profis - vorzugsweise mit Hang zur Perfektion und gut ausgebildeten Gehör - nutzen True Temperament besonders gerne im Studio.

Bildschirmfoto 2026-10-13 um 10.27.48.webp

Sieht ungewohnt aus, funktioniert aber sowohl klanglich als auch für die Finger beim Spielen.

Gruß
Martin
 
  • #43
Erstmal ganz großes Lob für die Erstellung einer anscheinend doch sehr komplexen und anspruchsvollen Software. Tolle Leistung.
Ich finde das was hier darüber geschrieben wird total interessant und teilweise lehrreich. Teilweise deswegen, da ich nur ca. 30% von dem verstehe was hier so gesagt wird.
Und die Theorie ist mir auch geläufig.
Und da ist bei mir der Knackpunkt, die zugrunde liegende Theorie. Deswegen muss ich das jetzt einfach fragen: gibt es da Literatur drüber, in Buchform oder im Netz?

Danke und Gruß, Axel
 

  • #44
Und da ist bei mir der Knackpunkt, die zugrunde liegende Theorie. Deswegen muss ich das jetzt einfach fragen: gibt es da Literatur drüber, in Buchform oder im Netz?

Es gibt ein deutschspracheige Standardwerk von Ulrich Laible dazu, aber ich würde inzwischen eher eine KI befregen und die Ergebnisse an eine zweite KI füttern. Dann kannst Du auch konkrete Fragen stellen, wenn Du etwas nicht verstehst. Trotzdem - immer mindestens zwei KIs befragen und die gegenseitig mit den Ergebnissen füttern. Bei der Entwicklung habe ich das konsequent mit drei KIs gemacht und immer wieder selbst nachgefragt und wieder neu gefüttert.
 
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  • #45
Es wäre schlimm, wenn es anders wäre. :-)
Aber falls Du Dich erinnerst: Ich habe mir ja extra nur zum Stimmen üben ein Bastelklavier zugelegt. Da ist das Ergebnis wurscht.
Und was heißt denn Heckmeck. Selbst Micha nutzte Stimmsoftware. Die soll das Ohr ja nicht ersetzen, sondern lediglich Arbeitsabläufe effizienter gestalten.
Micha hat die Software mit Sicherheit nur benutzt, das Gehör zu entlasten.
Mache ich auch so.
Lege Quinten-Quartenzirkel eine Oktave mit Hilfe von Software. Bei der Stimmung der Oktaven nach oben und unten lasse ich den Heckmeck mitlaufen, nur zur groben Orientierung.
Alles Andere ist Käse, oder so.
Gauf :017:
 
  • #46
Ich finde, ich habe mich da schon sehr elegant aus der Affäre gezogen :-D
Auf jeden Fall.
Und danke für die Erklärungen. Die Problematik im Bass ist mri auch schon aufgefallen. Der erste Stimmer, den ich nach knapp 20 Jahren wieder an mein Klavier gelassen habe, konnte die untersten 5 Tasten nicht wirklich stimmen. Sein Stimmgerät gab keine brauchbaren Daten und sein Gehör hat offensichtlich auch nicht ausgereicht. Wenn es nicnht auffällt, ist das ja OK, aber DAS fiel auf. Wenn man ein A1 still hielt, und das A0 anschlug, passierte ... nichts ... der untere Ton hat es nicht geschafft irgendeinen Partialton der freien Saite anzuregen. Und das setzte sich fort. Der erste Ton, bei dem das klappte, war das Es1 ... die 6. Taste von links.
Der Zweite Stimmer kam dann ohne Stimmgerät (der hatte nur ein paar Stimmgabeln für den Kammerton dabei), und hat auch die untersten Tasten brauchbar gestimmt. Ich war hellauf begeistert.
 
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  • #48
@Clavierhaus ich hab bisher immer nur über Google Play Store meine Apps installiert. Dein Link sagt mir nichts. Was muss man machen, um die App zu installieren?
 
  • #49
Die "apk"-Datei runterladen und die Installation erlauben
 
  • #50
Die "apk"-Datei runterladen und die Installation erlauben

Entweder das oder noch ein zwei Tage warten, dann ist die Open Source Version auch auf f-droid.org verfügbar. Das ist ein alternativer Play Store, ausschließlich für Open Source Software, der von Betreibern wirklich mit harter Hand nur gut kuratierte Software veröffentlicht. Wenn ich nach etwas suche, dann zuerst auf F-Droid, nicht auf Play Store.
 
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  • #53
Du hast es getestet? Wo waren Unterschiede zur alten Version?
Der Unterschied war (bei meinen Stimmversuchen) zur Tunelab-App: alle Intervalle klingen gleich schlecht (subjektiver Eindruck).
 
  • #56
Hmm, komisch: Auf F-droid.org finde ich die App. Auf der F-Droid-App unter Android finde ich sie nicht.

Nachtrag: Habe irgendwas mit Inkompatibilität aktiviert. Jetzt findet er sie und wird sogar auf der ersten Seite (Neues) angezeigt.
 
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  • #57
Und installiert. Bin gespannt.
 
  • #59
Hab´s gerade heruntergeladen und mit meinem Digi ausprobiert. Auf Anhieb fällt mir auf:

die App zu schließen ist gar nicht mal so einfach. Ich muss erst das Handy "aus" machen. Also nicht ganz, sondern Bildschirm aus. Dann wieder an und erst dann erscheint unten rechts dieses Zeichen, mit dem man Apps schließen kann.

Die Stroboskop Anzeige ist erst mal ungewohnt. Mal sehen, wie ich damit zurecht komme. Zusätzlich würde ich mir eine Cent Anzeige wünschen. Also wie weit ich weg bin (drunter oder auch drüber).

Die App erkennt manche Töne nicht oder nur sehr schlecht bzw. langsam.

Der Bildschirm geht nach der auf dem Handy eingestellten Zeit aus. Die App überschreibt diese Einstellung leider nicht.
 
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  • #60
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