Clavierhaus
ehemals OE1FEU
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Nachdem ich mit der Portierung von GNU Backgammon (https://f-droid.org/en/packages/com.clavierhaus.gnubg/) einiges im Umgang mit KI gelernt habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, eine Lücke in der Open Source Welt zu schließen. Es gibt zwar noch den Entropy Tuner, allerdings ist dessen letztes Update von 2017 und auch nicht auf F-Droid verfügbar.
Was macht es:
Die Software ermittelt zunächst den gewünschten Wert für A4, entweder mit Voreinstellung oder durch ein selbstgewähltes Ziel beim Stimmen.
Danach wird der Flügel* gesampled d.h. eine repräsentative Anzahl von Tönen mit einzelnen Saiten werden erfasst und mit "Accept" bestätigt. Idealerweise berücksichtigt man Übergänge wie einchörig zu zweichörig, umsponnen zu Blankdraht und um die Streben in den Diskantfeldern herum. Mit diesem Sampling wird die Inharmonizität des Instruments erfasst und dadurch dessen Spreizung ermittelt.
In den Einstelllungen kann man noch verschiedene Oktavtypen für die jeweiligen Bereiche angeben, also 10:5 für den Bass, 4:2 für die Mittellage etc.
Das eigentliche Fenster zum Stimmen ist recht intuitiv gehalten, man fokussiert sich auf das rechte Stroboskop und versucht, die zu stimmende Saite im Stroboskop als statisch zu setzen. Die im linken Fensterteil sichtbaren Glocken dienen lediglich dazu unreine Saiten als "Ausreißer" oder aber auch periodische Schwingungen darzustellen. Diese "Glocken" sind kein Ziel auf das man hin stimmen kann und sollte.
Hat man eine Saite gesetzt und geht zum nächsten Ton wird die Saite als fertig registriert und der Stimmfortschritt lässt sich mit "Progress" ansehen, wo sich auch die sich langsam entwickelnde Kurve zur Darstellung der Spreizung befindet. Jeder gestimmte Ton wird auch als neues Sampling für die Verfeinerung zur Bestimmung der Inharmonizität genutzt.
Chöre muss man mit den Ohren stimmen; bei einem sehr guten Instrument ohne jegliche unreine Saite könnte man ein statisches Stroboskop für zwei oder drei gestimmte Saiten als "Chor gestimmt" abhaken, aber man sollte sich nicht darauf verlassen, Ohren sind immer noch das zuverlässige Mittel. In der Leiste mit den Teiltönen kann man einzelne Teiltöne ausblenden, sodass nur noch der übrig bleibt, auf den man beim Chor-Stimmen hört, bei F3 z. B. der 10. Teilton um A6. Steht das Stroboskop dann für beide Saiten, ist dieser Teilton schwebungsfrei. Aber wie gesagt: lieber den Ohren trauen.
Die App ist noch im Review-Prozess bei F-Droid, aber eine bytegenaue und von mir signierte Version ist hier:
Release Clavier Tuner 0.1.0 · clavierhaus/clavier-tuner-foss
First release: measure the piano's inharmonicity from a few sampled strings, tune every note by the strobe and the bells against the string's own target, follow the key as you play, keep the sessio...
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anbringen.
N.B.: App ist ausschließlich im Querformat nutzbar, Android 9 ist Minimalvoraussetzung und die ganze Software steht unter der Apache 2.0 Lizenz. Eine eingedeutschte Version ist in Arbeit, aber hier möchte ich auf Nummer sich gehen und die zweisprachige App erst dann veröffentlichen, wenn sich jemand findet, der mit mir die korrekten Begrifflichkeiten durchgeht. https://github.com/clavierhaus/clavier-tuner-foss/blob/main/docs/GLOSSARY.md enthält das entsprechende englische und deutsche Glossar.
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