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Anektode dazu: @klaviermacher hat mir mal eine Oktave im Bass angeschlagen und mich aufgefordert, mir die zu merken. Dann hat er mir gezeigt: Es war keine Oktave, es war eine kleine Septime.Und für die letzte Bassoktave hört man mal so und mal so, sehr viel Geschmackssache dabei.
Das wusste auch Ravel: Bei seinem G-Dur-Klavierkonzert spielen beim Schlußton alle beteiligten Instrumente (Cello, Kontrabass, Fagott, Trommel und Pauke) im ff ein tiefes G. Für das Klavier ist als "Oktave" ein Kontra-G und Subkontra-A notiert (letztere mangels Tastenumfang bei einem normalen Flügel*). Fällt nicht weiter auf, in diesem Fall ist es sogar eine kleine Septime.Anektode dazu: @klaviermacher hat mir mal eine Oktave im Bass angeschlagen und mich aufgefordert, mir die zu merken. Dann hat er mir gezeigt: Es war keine Oktave, es war eine kleine Septime.
Im Bassbereich lässt sich unser Ohr/Gehirn sehr leicht veralbern.
Das wusste auch Ravel: Bei seinem G-Dur-Klavierkonzert spielen beim Schlußton alle beteiligten Instrumente (Cello, Kontrabass, Fagott, Trommel und Pauke) im ff ein tiefes G. Für das Klavier ist als "Oktave" ein Kontra-G und Subkontra-A notiert (letztere mangels Tastenumfang bei einem normalen Flügel). Fällt nicht weiter auf, in diesem Fall ist es sogar eine kleine Septime.
Tja, das weiß ja nicht mal ich als Profi. Deswegen sollte eine gute Software das voreingestellt haben mit der Option, das individuell anzupassen.Aber woher soll man wissen, was man da für einen Oktavtypen verwenden soll, für Bass, Middle, Treble und Breaks?
@Clavierhaus ich würde deine Software ja gerne mal ausprobieren und dir Rückmeldung geben. Aber da ich ja keinen Laden mehr habe, müsste ich das beim Kunden machen. Und das wäre dann doch zu großer Aufwand. Ich würde beim Kunden damit rumhampeln um nachher evtl. festzustellen, dass das Ergebnis doch nichts taugt und dann nochmal stimmen. Vielleicht halluziniert die KI ja auch bei so etwas.

Verituner macht das übrigens so, dass es einen groben Vorstimm- und einen Feinstimmmodus gibt. Der grobe ist fürs Hochstimmen gut und sammelt laufend Teiltondaten und verändert darauf aufbauend auch die Zieltonhöhe der noch nicht gestimmten Töne. Da man ja nachher eh noch fein stimmt. In Feinstimmmodus dann werden die Zieltonhöhen nicht mehr geändert. Und wenn man in nur einem Durchgang ohne hochstimmen sofort im Feinstimmmodus stimmt, dann sammelt Verituner zwar auch laufend die Teiltondaten, aber man profitiert erst beim nächsten Kundenbesuch davon, wenn man alles speichert. Beim nächsten Aufrufen der Datei fragt Verituner dann, ob die gesamte Stimmung neu berechnet werden soll. Ja, sollte sie.eklatant dummen Fehlers von Claude
Ist es nicht so, das ein Klavierstimmer per Ohren eben nach dem Stimmgemisch stimmt, bestehend aus Obertönen mit Inharmonizitäten und Grundton?Ich finde, ich habe mich da schon sehr elegant aus der Affäre gezogen![]()
Es gibt Defaults, aber es es ist notwendig, a) das A4 korrekt zu setzen und b) mindestens 6 Töne zu samplen, um die Inharmonizität zu erfassen, bevor man in den Stimmodus wechselt. Dauert keine Minute.Muss man bei der Software die Einstellungen vorab machen oder gibt es eine default Einstellung?
Oder macht das diese App bereits (ich habe es noch nicht ausprobiert)?
Das habe ich bei mir gemacht - trotzdem weiß ich immer noch nicht genau, was mit den erfassten Inharmonizitäten denn gemacht wird. Bei mir ist im Baß der Oktavtyp 6:3, ansonsten 4:2 dargestellt in der App. Wenn das die allgemeine Defaulteinstellung ist, werden dann die Inharmonizitäten der Default-Obertöne (oder des ansonsten ausgesuchten Oktavtypes) verwendet, um daraus eine Cent-Abweichung für die Spreizung im Baß und Diskant zu generieren?Es gibt Defaults, aber es es ist notwendig, a) das A4 korrekt zu setzen und b) mindestens 6 Töne zu samplen, um die Inharmonizität zu erfassen, bevor man in den Stimmodus wechselt. Dauert keine Minute.
Ah, sehe, die Nachrichten haben sich überschnitten, lasse aber meine Frage trotzdem.
Schon klar, und was mich angeht, habe ich keineswegs vor, meinen Flügel* selber zu stimmen. Habe meine Erfahrungen diesbzgl. mit der Stimmung eines alten Klavieres im Ferienhaus gesammelt und weiß, wie schwer es ist, die Chorreinheit gerade bei den hohen Tönen gut hinzubekommen. Meinen Stimmhammer nutze ich höchstens, um die ersten Ausreißer nach einer Stimmung bzgl. Chorreinheit zu versuchen, in den Griff zu bekommen.Ob eine Stimmung brauchbar ist, entscheidet sich auch nicht durch diese Einstellungen, sondern durch die Reinheit der Chöre Und bisher gibt es keine Stimmsoftware, die Dir diese Arbeit abnimmt.
Wer nicht versteht mit dem Stimmhammer umzugehen und mehr, wird scheitern!Respekt @Clavierhaus . Sehr gute Idee, diese Opensource-Lücke zu schließen! Ich bin gespannt auf meinen ersten Test und wie sich die Software bei absoluten Anfängern schlägt.
Es wäre schlimm, wenn es anders wäre.Ich bin der Meinung, dass ein guter Stimmer ohne den Heckmeck das bessere Ergebnis liefert.
Und was heißt denn Heckmeck. Selbst Micha nutzte Stimmsoftware. Die soll das Ohr ja nicht ersetzen, sondern lediglich Arbeitsabläufe effizienter gestalten.