Wo stehe ich?

  • #41
Aber da Du eine Frau bist (vermutlich Almut mit Vornamen), sei Dir dieser bemerkenswerte Mangel an Logik- und Selbsteinsichtsfähigkeit mal verziehen
Da ist aber jetzt (mindestens!) ein Fuffi in die Macho-Kasse fällig! Und fünfzig mal handgeschrieben der Satz: „Ich, hasenbein, bin in Wahrheit ein Macho-Schwein!“
 
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  • #42
Da ist aber jetzt (mindestens!) ein Fuffi in die Macho-Kasse fällig! Und fünfzig mal handgeschrieben der Satz: „Ich, hasenbein, bin in Wahrheit ein Macho-Schwein!“
Ich habe das natürlich extra geschrieben, um Euch mal so richtig zu triggern. Hat ja auch geklappt 😅

Übrigens hätte kein Hahn danach gekräht, wenn jemand etwas Entsprechendes über einen Mann geschrieben hätte (die ja bekanntlich standardmäßig Nixmerker und Trottel, wahlweise Arschlöcher sind).
 
  • #43
"Nicht cool sein zu wollen, ist ja soo cool".
 
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  • #45
Ich nehme das mal nur als Aufhänger. Hat gar nix mit Dir oder diesem Faden zu tun:
Ich empfehle mal Hanno Sauer "Klasse - die Entstehung von oben und unten" zu lesen und soweit wie möglich nüchtern zu reflektieren.
Es liegt in der Natur des Menschen, sich mit anderen zu vergleichen...
Oh ja, super Buch! Ich fand es auch sehr spannend!
 
  • #46
Es liegt in der Natur des Menschen, sich mit anderen zu vergleichen...
Im übrigen (und ohne jetzt besagtes Buch von Hanno Sauer zu kennen) wäre ich skeptisch, wenn irgendetwas angeblich in einer menschlichen "Natur" begründet sein soll, die schwer bis gar nicht von menschlicher Kultur, Geschichte, Gesellschaft etc. zu unterscheiden und quasi in Reinform herauszudestillieren sein dürfte. Derartige Behauptungen dienen zwar gerne dazu, bestimmte Positionen als vermeintlich unhintergehbar und unbezweifelbar in den Raum zu stellen und so zu zementieren - wenn es in der Natur des Menschen liegt, sich mit anderen zu vergleichen, ist gar nicht denkbar, dass das auch anders möglich wäre, dann ist das so gesetzt und gehört einfach unabdingbar zu seinem Menschsein, so wie laut Sauer offenbar auch der ewige Kampf um Status und Ansehen und Klassenzugehörigkeit, fertig, aus -, bringen in aller Regel aber keinen wirklichen Erkenntnisgewinn.

Viel entscheidender finde ich in dem Zusammenhang die Frage, ob diese Vergleicherei und dieses "Wo stehe ich (im Vergleich zu anderen)?" einen motiviert und beflügelt oder im Gegenteil eher demotiviert und lähmt oder ob sie - insbesondere wenn man sich "nach unten" vergleicht - gar nur der Bestätigung des eigenen Egos dient. Es gibt beim Klavierspielen ja kein festgelegtes Curriculum, keinen allgemein verbindlichen Zeit- und Lehrplan nach Schema F (zum Glück) und jeder hat wahrscheinlich auch sein individuelles Lerntempo, seine Wege und Umwege. "Originalliteratur" gibt es in allen Schwierigkeitsstufen, sicher auch schon für Anfänger. Und sofern es mir nicht in irgendeiner Weise hilft, mein eigenes Spiel zu verbessern, ist das Vergleichen mit anderen wohl ziemlich nutzlos.
 
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  • #47
Gar keine Frage: mein Post ist extrem verkürzt und überspitzt. Aber zuerst kommt die Reflexion und die (bittere) Einsicht und Akzeptanz.
Und dann kann jeder überlegen, was man damit macht, z.B. ob das für irgendwas motiviert oder nur deprimiert.
Allerdings kann das - für mich - nicht in einem Faden in einem Forum diskutiert werden. Braucht Diskussion in persönlicher Form. Daher auch nur der Hinweis auf das Buch - und es gibt sicher noch etliche andere.
 
  • #48
Im übrigen (und ohne jetzt besagtes Buch von Hanno Sauer zu kennen) wäre ich skeptisch, wenn irgendetwas angeblich in einer menschlichen "Natur" begründet sein soll
Da liegt der Verdacht auf eine "naturalistische Legitimationsfigur" schon sehr nahe.

Aber eigentlich kennt man es ja ... meist wird damit versucht, etwas als "widernatürlich" hinzustellen, bzw. den Menschen zu sagen, dass es den Aufwand ohnehin nicht lohnt, weil sich ihre Natur ja doch immer wieder durchsetzen wird.

Ich finde es erfrischend, dass ich sowas mittlerweile relativ selten zu hören bekomme ... in den 1990ern kam mir das noch fast vor, als wolle man die "Natur des Menschen" irgendwie konditionieren, um am Ende endlich mal Recht zu behalten.
 
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  • #49
Daher auch nur der Hinweis auf das Buch - und es gibt sicher noch etliche andere.
Sicher gibt es das. Die Frage "Was ist der Mensch?" ist Kant zufolge ja auch eine der Grundfragen der Philosophie - da gibt es eine Menge an Material und die Aussicht, dass es auf solche Fragen endgültige Antworten gibt, hält sich in Grenzen :003:. Sehr lesenswert fand ich da unter anderem etwa auch Hans Blumenbergs postum erschienene Beschreibung des Menschen oder - apropos "Natur" - auch den Essay "Zurück zum Alten? – Natur und Ideologie" von Michael Hampe. Reflexion kann ja auch dazu führen, manche Dinge zu hinterfragen, statt sie einfach als gegeben zu akzeptieren und als bittere Einsicht zu kultivieren. Wobei ich nicht in Abrede stellen will, dass Sauer damit eine durchaus zutreffende (und wohl eher deprimierende) Gegenwartsdiagnose unserer Gesellschaft stellen mag - aber eben letztlich auch nicht mehr als das. Und das ermöglicht doch zumindest die Aussicht, dass es durchaus auch anders sein kann.
Darüber hinaus ist das Vergleichen mit anderen wohl hauptsächlich eine Gewohnheit. Und auch Gewohnheiten lassen sich ändern, wenn sie einem nicht guttun, sondern schaden.
 
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  • #50
Gegenwartsdiagnose
Genau das ist das Problem. Wenn man beobachtet, wie Menschen sich verhalten, dann erscheint sehr vieles davon natürlich ... stellt man es in einen historischen Kontext, wird aber oft ziemlich schnell klar, dass die Menschen sich eben nicht "schon immer" so verhalten haben, das Verhalten seinen Ursprung also keineswegs in etwas haben kann, was sich den Erkenntnissen aus der Genetik zu folge seit Jahrtausenden nicht geändert hat.
Das verweist dann doch eher auf Kultur und Gesellschaft, denn diese Einflüsse sind ständigem Wandel unterzogen und eignen sich daher viel eher, sich über Jahrzehnte wandelndes Verhalten zu erklären.

Leider gewöhnt uns unsere Gesellschaft von klein auf an Ranglisten und übersimplifizierte Bewertungssysteme ... ein tolles Beispiel dafür sind Schulnoten ... die ermöglichen eine klare Rangfolge (die ist nur nicht so genau, wie die Ranglisten aus Sportveranstaltungen), sind aber für die individuelle Leistungsbewertung eigentlich ziemlich ungeeignet.
Eine Kombination aus beidem wäre sinnlos ... die Beurteilung liest doch eh kleiner, wenn er sich auch an einer Zahl orientieren kann ... das ist letztlich ja viel bequemer und Bequemlichkeit liegt sogar mMn in der Natur des Menschen.
 
  • #51
Darüber hinaus ist das Vergleichen mit anderen wohl hauptsächlich eine Gewohnheit.
Sehe ich anders. Ich denke, das ist ein wichtiger Urinstinkt. Es ist nämlich unersetzlich für das Nachahmen, ohne das der Mensch nicht mal Sprache sprechen lernen könnte. Man lernt von der Geburt an vor allem durch das Nachahmen und Vergleichen von Soll und Ist.
Diese "Gewohnheit" abzulegen, wäre grotesk.
 
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  • #52
Die wesentliche Frage ist doch nicht, ob verglichen wird (ja, immer) , sondern ob das Vergleichen zu Konkurrenz führt.
 
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  • #53
Sehe ich anders. Ich denke, das ist ein wichtiger Urinstinkt. Es ist nämlich unersetzlich für das Nachamen, ohne das der Mensch nicht mal Sprache sprechen lernen könnte. Man lernt von der Geburt an vor allem durch das Nachamen und Vergleichen von Soll und Ist.
Diese "Gewohnheit" abzulegen, wäre grotesk.
Das ist lernen durch Nachahmung.

Ein Beispiel:

-Japanmakaken sind lernfähig und können Verhaltensweisen von anderen Gruppenmitgliedern übernehmen. Ein Beispiel hierfür ist das „Kartoffelwaschen“: Auf der Insel Kōjima hatten Forscher Süßkartoffeln auf den Strand gestreut, um eine Gruppe von Affen aus dem Wald zu locken. Ein Weibchen dieser Gruppe begann, die Süßkartoffeln im Wasser zu waschen und nach einigen Jahren hatten fast alle Gruppenmitglieder diese Verhaltensweise übernommen. Später entdeckten sie auch das Waschen im Salzwasser, das sogenannte „Salzen“.-

-Während die anderen Gruppen die Techniken schlicht durch Nachahmen erlernten—

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Japanmakak

Es handelt sich also um Lernen durchNachahmung und Beobachtung und meiner Meinung nach nicht durch Vergleichen.
 
  • #54
  • #56
Ooops :-D
Es handelt sich also um Lernen durchNachahmung und Beobachtung und meiner Meinung nach nicht durch Vergleichen.
Schrieb ich doch. Vergleichen ist, zumindest meiner Meinung nach, essenzieller Bestandteil von Nachahmung.
Gibt's doch auch bei jedem Klavierunterricht. Lehrer zeigt, wie es gespielt wird, Schüler spielt nach (ahmt nach), Ergebnisse werden verglichen. Ich halte es für ganz natürlich und sogar notwendig, sich ständig zu vergleichen. Optimalerweise mit dem Ziel, besser zu werden, und nicht, sich besser zu fühlen, wobei auch das hilfreich sein kann. Blöd isses natürlich, wenn man sich schlechter fühlt. Dann macht man was grundlegend falsch.

Amen! (um beim Thema zu bleiben).
 

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