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Ich würde eher sagen: "abgefackelt"verdämmert
.Es ist wie ein spannender Kinofilm. Barbara und ich haben gesagt: "oh, schon wieder Pause?"Die Musik selbst ist sehr kurzweilig, weil sie ständig weiterfließt.
Den Ring sollte man unbedingt in der gegebenen Reihenfolge anhören, sonst wird es schwierig. Der Zug der Handlung sollte nicht unterbrochen werden.
Obwohl ich moderne Inszenierungen nicht mag (s.o.), fallen mir Paralellen zur real existierenden Wirtschaftswelt ein: Topmanager (Wotan) verliert Bodenhaftung, setzt sich Prestigedenkmäler ( Walhall) mit unklarer Finanzierung (Freya), verschafft sich kurzfristig Mittel durch feindliche Firmenübernahmen (Alberich Bergbau AG), verstrickt sich in weitere Schwierigkeiten (Sigmund), feuert verdiente Mitarbeiter (Brunhilde), wird von seinem Ziehsohn (Siegfried) - dessen hoffnungsvolle Unternehmungen durch Firmenintrigen (Hagen, Alberich) seinerseits jäh scheitern sollen - als Vorstandsvorsitzender vorgeführt (Siegried zerbricht Wotans Speer), verfällt in Stagnation, bis ein Börsencrash den Konzern (Walhalla) und die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt.
Lehmann Brothers lassen grüßen.
(Ok, alles schon bekannt, alter Schnee


, bleib ich halt bei meinen Leisten und überlasse die Dramaturgie den Profis
...)


. Diesen Klang habe ich seither nie wieder erlebt. In Reihe 8 gegen die rechte Seite habe ich Parsifal 2008 (Dirigent: Daniele Gatti, Regie: Stefan Herheim) nicht so schön erlebt, dennoch besser als in den anderen Häusern in denen ich Parsifal sah (Stuttgart, Mannheim, München).
Also, wenn da zufällig mal an Reihe 8 oder davor oder Reihe ab 15 kein Interesse besteht, dann wäre ich durchaus bereit, die Karten abzukaufen, bzw. mich in die Liste einzutragen. 
