Meinen Traum wahrmachen: Beethovens Pathetischer Mond

Kannst die Frage an mich vielleicht etwas eindeutiger formulieren? Danke.
Nichts zu danken - allerdings muss ich gestehen, dass ich inzwischen keine Fragen an dich habe.

Du machst das alles prima. Und du zeigst all den Eseln hier, die deine Vorgehensweisen nicht gutheißen, so richtig was eine Harke ist. Also lass´ dich nicht beirren, bleib´ deinem Vorgehen treu und stell´ keine Fragen zu irgendwelchen Notenbeispielen, das ist unnötig, raubt dir wertvolle Zeit und egal wie die Antworten ausfallen, wird es dir nicht nützlich sein. Glückauf!
 
Wenn ich da irgendwo überreagiert habe, dann tut es mir leid und ich werde mich ab sofort etwas mässigen. Die Entscheidung ist gefallen und ich will hier jetzt ein neues Kapitel aufmachen, vielleicht mit einer besseren Atmosphere, wenn alle mitmachen.
oh! :-)

das letzte der Notenbeispiele aus dem Rondo zeigt eine für viele Spieler sehr unangenehme Stelle, es ist das hier:
geht gern schief 4.png
R. Kratzert bespricht und erklärt diese Stelle in seinem "Handbuch für Pianisten" und gibt da ein paar sehr gute Übungstipps.
Diese Stelle nicht nur deswegen unangenehm, weil die linke Hand so weit oben spielen muss, sondern auch weil viele ein locker leises staccato in hohem Tempo nicht beherrschen und darum an dieser Stelle sowohl verlangsamen als auch holperig spielen.
Kratzert gibt den Tipp, erst mal zwei und dann eine Oktave tiefer und sogar - gegen den Notentext - legato zu üben (weil das für viele quasi normaler ist) und ausgehend davon dann allmählich zum stacc und dem Originaltext übergehen.
Du siehst: allein aus der Beschäftigung mit dem Originaltext kommt man nicht auf solche Übungsmethoden, es sei denn, man beherrscht das alles (wie Kratzert) schon. Und das solltest du dir zu Herzen nehmen: du hast einen Nachholbedarf an Übungsmethoden.

Und ganz allgemein: es ist sinnvoll, nach dem ersten kennenlernen des Notentextes, erstmal und hauptsächlich die schwierigsten Stellen eines neuen Stücks zu üben. Wenn man noch nicht genug Kenntnis von spieltechnischen Problemen hat, dann sollte man sich dazu professionellen Rat holen - schon allein, um wissen, womit man sich am intensivsten befassen sollte.

(übrigens ist dieses Notenbeispiel nicht die einzige schwierige Stelle im Rondo)
 
Schuberto, ich bin klaviertechnisch, amateurpianistisch ein klitzekleines Lichtlein und hatte einen grausigen Anschlag, der mir das Klavierspielen fast vergällt hat.

Ich hab mit Hilfe meines Klavierlehrers, dieses Forums und dem Buch von Herrn Kratzert daran gearbeitet und sehr profitieren können .

Auf meinem Klavier kann ich jetzt Töne herbeiführen, die mich richtig glücklich machen. Einlassen auf etwas kann oft erfüllend sein.

Im Buch von R. Kratzert würde ich unbedingt raten ganz vorn anzufangen, du wirst dich wundern, wie eine richtige Sitzhaltung und andere Voraussetzungen dein Klavierspiel verbessern.

Nur Mut !
 
oh! :-)

das letzte der Notenbeispiele aus dem Rondo zeigt eine für viele Spieler sehr unangenehme Stelle, es ist das hier:
Den Anhang 9065 betrachten
R. Kratzert bespricht und erklärt diese Stelle in seinem "Handbuch für Pianisten" und gibt da ein paar sehr gute Übungstipps.
Diese Stelle nicht nur deswegen unangenehm, weil die linke Hand so weit oben spielen muss, sondern auch weil viele ein locker leises staccato in hohem Tempo nicht beherrschen und darum an dieser Stelle sowohl verlangsamen als auch holperig spielen.
Kratzert gibt den Tipp, erst mal zwei und dann eine Oktave tiefer und sogar - gegen den Notentext - legato zu üben (weil das für viele quasi normaler ist) und ausgehend davon dann allmählich zum stacc und dem Originaltext übergehen.
Du siehst: allein aus der Beschäftigung mit dem Originaltext kommt man nicht auf solche Übungsmethoden, es sei denn, man beherrscht das alles (wie Kratzert) schon. Und das solltest du dir zu Herzen nehmen: du hast einen Nachholbedarf an Übungsmethoden.

Und ganz allgemein: es ist sinnvoll, nach dem ersten kennenlernen des Notentextes, erstmal und hauptsächlich die schwierigsten Stellen eines neuen Stücks zu üben. Wenn man noch nicht genug Kenntnis von spieltechnischen Problemen hat, dann sollte man sich dazu professionellen Rat holen - schon allein, um wissen, womit man sich am intensivsten befassen sollte.

(übrigens ist dieses Notenbeispiel nicht die einzige schwierige Stelle im Rondo)

Danke für die Erklärung und den Hinweis. Beim Durchspielen an der Stelle bin ich daruf gestossen, dass linke Hand weit noch rechts muss mit der Gefahr die Hand zu verdrehen. Das Staccato-Problem habe ich da weniger beachtet. Auch gibt es andere Stellen, die beim langsamen Spielen noch mehr Probleme machen. z:B. Arpeggios auf der 4.Seite (henle) mit den Pausen in der linken Hand, später die "gebrochenen" 3 über 2, da muss ich aufpassen um im Rhythmus zu bleiben. Ich finde der Zwang zum Metronom deckt viele Probleme auf neben Rhythmusproblemen auch Schwierigkeiten beim Umgreifen, Akkorde etc. Das ist sicher noch nicht hinreichend aber für den zweiten Schritt (nach erstem kennenlernen des Stücks) sehr hilfreich bzw. unerlässlich. Ich werde mal nach Tutorials suchen. Auch der Krazert bleib in meinen Wunschkorb. Geht der Band gezielt auf bestimmte Werke ein? Es findet sich sicherlich ein Inhaltsverzeichnis irgendwo. Auf Amazon sagt man "Für fortgeschrittene Pianisten". :denken:

Uebrigens werde ich mich hier nach dem Einstieg demnächst etwas rarer machen. Erstens um ein wenig Luft zu holen und Gemüter abkühlen zu lassen, zweitens um mehr Zeit mit üben zu verbringen.

Viele Grüsse Schubi
 
Schuberto, ich bin klaviertechnisch, amateurpianistisch ein klitzekleines Lichtlein und hatte einen grausigen Anschlag, der mir das Klavierspielen fast vergällt hat.

Ich hab mit Hilfe meines Klavierlehrers, dieses Forums und dem Buch von Herrn Kratzert daran gearbeitet und sehr profitieren können .

Auf meinem Klavier kann ich jetzt Töne herbeiführen, die mich richtig glücklich machen. Einlassen auf etwas kann oft erfüllend sein.

Im Buch von R. Kratzert würde ich unbedingt raten ganz vorn anzufangen, du wirst dich wundern, wie eine richtige Sitzhaltung und andere Voraussetzungen dein Klavierspiel verbessern.

Nur Mut !


Ok, danke für deine Meinung zum Krazert, die hier vielseitig bestätigt wurde. Da muss ich Knausriger dann 41 EUR für ein Taschenbuch löhnen. Aber es ist für einen guten Zweck gespendet :-D

Danke auch für den Zuspruch. Grüsse Schubi.
 
Du brauchst allerdings eine ziemlich große Tasche, falls du es einstecken willst (Notenbuchformat und nicht grade dünn).

Das stimmt...ich wills immer in der S-Bahn lesen und nehms am nächsten Tag wieder aus der Tasche, groß und sperrig *lol*
Na ja, die Experimente etc. kann man dort eh nicht machen ohne komisch angeschaut zu werden ;)
 
oh! :-)

das letzte der Notenbeispiele aus dem Rondo zeigt eine für viele Spieler sehr unangenehme Stelle, es ist das hier:
Den Anhang 9065 betrachten

Ich habe mal genauer in eine Aufnahme (von Stephan Kovacevich) reinghört betreffend notiertem Staccato und gespielter Ausführung. Die Staccatos werden häufig NICHT ausgeführt. z.B. Takte 7, 11, 42 44 usw. Bei deinem Beispiel ist bei entsprechender Geschwindigkeit ein wirkliches Staccato-Spiel eh kaum noch rauszuhören. Die Vereinfachung bei den Achteln auf legato umzustellen halte ich für unkritisch und für weniger Geübte sogar für ratsam. Ich gebe zu, dass Staccato für mich oft eine zusätzliche Schwierigkeit. Ich wäge deshalb ab welche für die Interpretation wichtig und welche weniger wichtig sind (für mich).
Wie war eigentlich mit Staccato im Phrasierungsbogen, da eine "Grundregel" doch eigentlich besagt Phrasierung=Gebunden (hab ich mal so gelernt)?

Wenn die Profis das dürfen, dann nehme ich mir diese "Ungenauigkeiten" auch heraus, selbst wenn sie bei mir als Fehler bezeichnet werden und beim Profi als Interpretation. :-D
 
Bei deinem Beispiel ist bei entsprechender Geschwindigkeit ein wirkliches Staccato-Spiel eh kaum noch rauszuhören.
oh doch!
Wenn dort im Tempo nicht stacc. gespielt wird, dann hört es sich pampig/matschig an - hört sich diese Stelle klar an, dann wird stacc. gespielt (in hohem Tempo sorgt der Nachhall des Flügels dafür, dass die Töne beinahe wie gebunden klingen; konsequenterweise verschmiert der Klang, wenn man sowas im Tempo legato spielt)
 
oh doch!
Wenn dort im Tempo nicht stacc. gespielt wird, dann hört es sich pampig/matschig an - hört sich diese Stelle klar an, dann wird stacc. gespielt (in hohem Tempo sorgt der Nachhall des Flügels dafür, dass die Töne beinahe wie gebunden klingen; konsequenterweise verschmiert der Klang, wenn man sowas im Tempo legato spielt)

Dann bleibt mir noch die Option Legato in langsamerem Tempo zu spielen bzw. auch die Option Flügel zu meiden. ;-)
 

Hi,

naja, ich denke als Genuss-Spieler können technische Feinheiten, die man noch nicht in Perfektion ausführen kann, erstmal als später zu lösende Probleme geparkt werden.
Das wichtige ist aber das zu erreichende Klangziel und das ist bei schnellen Staccati, wie schon oben gesagt, meistens eine Art perlender, nicht vermatschender Klang. Das sollte man zu mindestens als Klangziel haben und daran arbeiten.

Allerdings sollten man sich natürlich auch nicht unterfordern. ;-)
Technische Schwierigkeiten sind dazu da, daß man sich an ihnen weiterentwickelt.
...
2) Von hinten: mit Metronom 60 bpm und Notenblatt in Viertaktschritten nach vorn, meist ...

3) Von hinten: Teile, die ich mit Metronom (2) gut beherrsche auf bis zu 100 bpm beschleunigen von hinten nach vorn (eher seitenweise aber mit gezielten übungstellen wo schwierig), ..
...

Ich würde musikalisch sinnvolle Abschnitte bilden und nicht einfach nur taktweise.
Gerade Beethoven Sonaten bestehen aus vielen strukturellen musikalischen Sinneinheiten, die verändert und neu angeordnet werden.
Auch das Auswendiglernen würde ich darauf beziehen.

Die musikalisch sinnvollen Übe-Abschnitte verändern sich und wachsen auch im Laufe des Übefortschritts.

Gruß
 
Hi,

naja, ich denke als Genuss-Spieler können technische Feinheiten, die man noch nicht in Perfektion ausführen kann, erstmal als später zu lösende Probleme geparkt werden.
Das wichtige ist aber das zu erreichende Klangziel und das ist bei schnellen Staccati, wie schon oben gesagt, meistens eine Art perlender, nicht vermatschender Klang. Das sollte man zu mindestens als Klangziel haben und daran arbeiten.

Allerdings sollten man sich natürlich auch nicht unterfordern. ;-)
Technische Schwierigkeiten sind dazu da, daß man sich an ihnen weiterentwickelt.


Ich würde musikalisch sinnvolle Abschnitte bilden und nicht einfach nur taktweise.
Gerade Beethoven Sonaten bestehen aus vielen strukturellen musikalischen Sinneinheiten, die verändert und neu angeordnet werden.
Auch das Auswendiglernen würde ich darauf beziehen.

Die musikalisch sinnvollen Übe-Abschnitte verändern sich und wachsen auch im Laufe des Übefortschritts.

Gruß

Hallo Bachopin,

Dem Namen nach bist du ja wohl nicht der Beethoven-Spezialist. ;-) Ist aber kein Problem ich bin auch Fan von Bach (vom Gesamtwerk her wahrscheinlich der grösste/aktivste Komponist aller Zeiten!?) und Chopin (der Etüdenrevoluzzer).

Deine Hinweise sind richtig und gut plaziert. Das mit dem Legato-Matsch sehe ich im Moment als nebensächlich. Ich habe logisch sowieso noch nicht verstanden warum dort Tonleiterläufe drin sind die vermatschen (in Staccato zu spielen) und andere Tonleiterläufe die dies scheinbar nicht tun (als legato zu spielen). :denken:

Das mit den musikalischen Sinneinheiten, da stimme ich dir voll zu. Meine beschriebene Einteilung war nur grob, die Ausführung ist da weniger strikt (insbesondere Beschleunigung "pro Seite"). Soweit ich es kann, mache ich es meistens so, dass ich ich solche Sinneinheiten bilde. Bei dem 3.Satz meist so grob über eine halbe Seite.

Danke für deine Hinweise und ein schönes musikalisches Wochenende

Schubi
 
Ich übe im musikalischen Kontext.... keine Ahnung wieviel Seiten das hat:konfus:

LG lustknabe
 
Das mit dem Legato-Matsch sehe ich im Moment als nebensächlich. Ich habe logisch sowieso noch nicht verstanden warum dort Tonleiterläufe drin sind die vermatschen (in Staccato zu spielen) und andere Tonleiterläufe die dies scheinbar nicht tun (als legato zu spielen).
Da sagste was ... der angemessene Pedaleinsatz kommt ja noch erschwerend hinzu. :dizzy: Daran knabbere ich traditionell auch gern herum. Ich neige leider zur Bleifüßigkeit. :cry2:
 

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