Le Tombeau de Couperin Fuge, bzw. generell mit Fugen anfangen.

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GeneralBass

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Hallo,

Ich glaub das ist die most clueless Frage die ich hier bisher gestellt habe, aber auch im restlichen Internet wie auf den englischsprachigen Foren hab ich dazu nicht so viel gefunden.

Ich glaube diese Fuge ist mittlerweile meine Lieblingsfuge, und ich würde sie auch gerne spielen können. Der Notentext sieht auch eigentlich auf dem ersten Blick "relativ" angenehm aus... Aber es gibt kaum Hinweise wie schwer das Stück jetzt eigentlich einzuordnen ist. Mich würde interessieren ob das Stück irgendwelche verdeckten Schwierigkeiten hat, und wie weit man sich vorbereitet haben sollte, um das Stück in Angriff zu nehmen. Bisher habe ich noch keine mehr als 2 stimmige Fuge von Bach hinbekommen, von daher denke ich mal dass es zu früh für das Stück von Ravel ist.

Die generelle Frage wäre wie man sich generell am besten auf Fugen vorbereitet wenn man das noch nie so richtig gemacht hat xD Hat euch euer Lehrer da irgendwelche wertvollen Tipps als Anfänger gegeben, mich würde es wirklich sehr reizen endlich Fugen spielen zu können, aber das ist als momentaner Autodidakt irgendwie eine ziemlich große Hürde, weil das einfach so wirkt wie eine Art des klavierspielens, die man erst ganz neu erlernen muss. Hoffentlich wird auf der Musikschule bald ein Platz für mich frei, oder ich finde einen Lehrer anderweitig, aber dieses Forum wird wohl weiterhin immer sehr nützlich bleiben :D

Ich wünsche euch noch ein frohes neues Jahr! (ich glaube bis 1 Woche danach ist es ok das zu wünschen).
 
Stilblüte

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Diese Fuge ist vielleicht die anspruchsvollste, die ich je gespielt habe... Technisch ist sie ziemlich leicht, da gibt es kaum Probleme. Aber den Überblick über dieses melodisch und rhythmisch ungewöhnliche Thema zu behalten, noch dazu unter Ravel-Stück Dynamik und Artikulation, ist nicht so ganz trivial.

Anfangen kannst du damit, das Thema überall zu finden und alle Stimmen einzeln durchzuspielen. Dann zwei Stimmen zusammen in jeder Kombination usw.
 
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Hallo,

Ich glaub das ist die most clueless Frage die ich hier bisher gestellt habe, aber auch im restlichen Internet wie auf den englischsprachigen Foren hab ich dazu nicht so viel gefunden.

Ich glaube diese Fuge ist mittlerweile meine Lieblingsfuge, und ich würde sie auch gerne spielen können. Der Notentext sieht auch eigentlich auf dem ersten Blick "relativ" angenehm aus... Aber es gibt kaum Hinweise wie schwer das Stück jetzt eigentlich einzuordnen ist. Mich würde interessieren ob das Stück irgendwelche verdeckten Schwierigkeiten hat, und wie weit man sich vorbereitet haben sollte, um das Stück in Angriff zu nehmen. Bisher habe ich noch keine mehr als 2 stimmige Fuge von Bach hinbekommen, von daher denke ich mal dass es zu früh für das Stück von Ravel ist.

Die generelle Frage wäre wie man sich generell am besten auf Fugen vorbereitet wenn man das noch nie so richtig gemacht hat xD Hat euch euer Lehrer da irgendwelche wertvollen Tipps als Anfänger gegeben, mich würde es wirklich sehr reizen endlich Fugen spielen zu können, aber das ist als momentaner Autodidakt irgendwie eine ziemlich große Hürde, weil das einfach so wirkt wie eine Art des klavierspielens, die man erst ganz neu erlernen muss. Hoffentlich wird auf der Musikschule bald ein Platz für mich frei, oder ich finde einen Lehrer anderweitig, aber dieses Forum wird wohl weiterhin immer sehr nützlich bleiben :D

Ich wünsche euch noch ein frohes neues Jahr! (ich glaube bis 1 Woche danach ist es ok das zu wünschen).
Wenn du Fugen spielen willst kannst du auch den bewährten Weg über Bachs Inventionen und Sinfonien gehen.
 
rolf

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...eine andere Möglichkeit wäre, erst mal ein schlichteres fugato zum eingewöhnen üben und später dann richtige Fugen - hier ein hübsches Exempel:
29760-90890e3241180bf2b304301b5fc5beda.jpg
29761-a478dea6ae1023751c1b31af9e0c0808.jpg
;-)
 
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...eine andere Möglichkeit wäre, erst mal ein schlichteres fugato zum eingewöhnen üben und später dann richtige Fugen - hier ein hübsches Exempel:
Was ist das denn für ein Stück?

Diese Fuge ist vielleicht die anspruchsvollste, die ich je gespielt habe... Technisch ist sie ziemlich leicht, da gibt es kaum Probleme. Aber den Überblick über dieses melodisch und rhythmisch ungewöhnliche Thema zu behalten, noch dazu unter Ravel-Stück Dynamik und Artikulation, ist nicht so ganz trivial.

Anfangen kannst du damit, das Thema überall zu finden und alle Stimmen einzeln durchzuspielen. Dann zwei Stimmen zusammen in jeder Kombination usw.
Musikalisch hört sich die Fuge auch wirklich ziemlich schwierig an. Besonders diese Artikulation braucht bestimmt einiges an Übung. Den Tipp werde ich mal probieren, ist bestimmt generell bei Fugen sehr hilfreich, vielen Dank dafür!

Wenn du Fugen spielen willst kannst du auch den bewährten Weg über Bachs Inventionen und Sinfonien gehen.
Ich denke mal damit wird es auch erstmal weitergehen. Ich versuche mich gerade an der Sinfonie in e-moll, die rolf in dem anderen Thread vorgeschlagen hat, und es gibt da bestimmt noch ein paar andere, mit denen man sich bis zum Ziel die Zeit verschlagen kann.

Eine sehr hübsche Sammlung mit vielen kurzen Fugen sind diejenigen Pachelbels:
Handelt es sich hierbei um dieses Heft?
https://www.amazon.de/Fugues-Magnif...eywords=pachelbel+dover&qid=1578630685&sr=8-6

Das habe ich mir irgendwann schon mal gekauft als ich auf der Suche nach leichteren Noten war, die man vielleicht auch gut auf einer Orgel vortragen könnte. Da gibt es scheinbar auch ein paar Stücke die nicht so schwer sind.

Die kleine Fuge von Schumann aus dem Album für die Jugend ist bestimmt auch eine gute Fuge für den Anfang?

Ravel wird wohl noch etwas warten müssen, aber immerhin kann ich mich bis dahin noch mit seinem Prelude begnügen.
 

Stilblüte

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Das Schwierige ist leider nicht die Artikulation, sondern die Fuge halbwegs zu verstehen, beim Spielen einen Überblick zu haben und die einzelnen Stimmen einigermaßen hörbar zu machen.
 
GeneralBass

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Achso ja, ich meinte damit unter anderem auch dieses differenzierte Ausdrücken der verschiedenen Stimmen. Rhythmisch sind mir beim Notentext studieren auch die ganzen Triolen aufgefallen. Das Thema ist wirklich ziemlich schwer.

Was bedeutet eigentlich dieser Strich genau?
 

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rolf

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das @GeneralBass hat @Stefan379 schon beantwortet - es ist das berüchtigte fugato aus der Lisztsonate.

Am ;-) unter den Noten war unschwer erkennbar, dass das Notenbeispiel scherzhaft gemeint war*) - aber der Hinweis oben drüber, erst mal ein "fugato" zu probieren, ist kein Scherz.
"fugierte" einfache Sachen findest du durchaus in romantischer und spätromantischer/frühmoderner Klaviermusik, z.B. in Schumanns Album für die Jugend (2.Teil) und Chatschaturjans Bildern der Kindheit.

Zum manuellen Einstieg sind "romantische" polyphone Stücke angenehmer, weil man hier die gewohnten Spielweisen (cantabile Melodik, Pedal, große Dynamik usw usf) wie in Preludes, Liedern ohne Worte etc erstmal mit dabei hat und sich noch nicht mit barocker Ornamentik und Themengestaltung befassen muss. In diesem Sinne ist auch das erste Drittel der Fuge aus Beethovens op.110 ein sehr schöner Einstieg (das klingt schwerer, als es ist - erst die Rückleitung nach dem arioso ist technisch schwierig).
Nach etwas Erfahrung mit romantischen fugatos dann dreistimmige Inventionen und dann WTK Fugen.
______________
*) das ist sackschwer, wie auch das fugato im Finale von Beethovens op.101 oder das fugato im Kopfsatz op.106
 
GeneralBass

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Ok danke, die Liszt Sonate hab ich glaub ich erst einmal gehört, aber sofern ich mich erinnere bräuchte das bestimmt ein paar Stunden mehr Arbeit :D
"fugierte" einfache Sachen findest du durchaus in romantischer und spätromantischer/frühmoderner Klaviermusik, z.B. in Schumanns Album für die Jugend (2.Teil) und Chatschaturjans Bildern der Kindheit.
Dann schaue ich mir beide mal an, aus dem Album für die Jugend habe ich auch schon ein paar Sachen gemacht, da sind im hinteren Teil auch recht viele mehrstimmige Stücke drin. Z.B. figurierter Choral oder wie das hieß.

Zum manuellen Einstieg sind "romantische" polyphone Stücke angenehmer, weil man hier die gewohnten Spielweisen (cantabile Melodik, Pedal, große Dynamik usw usf) wie in Preludes, Liedern ohne Worte etc erstmal mit dabei hat und sich noch nicht mit barocker Ornamentik und Themengestaltung befassen muss. In diesem Sinne ist auch das erste Drittel der Fuge aus Beethovens op.110 ein sehr schöner Einstieg (das klingt schwerer, als es ist - erst die Rückleitung nach dem arioso ist technisch schwierig).
Nach etwas Erfahrung mit romantischen fugatos dann dreistimmige Inventionen und dann WTK Fugen.
Ja das stimmt, die romantischen polyphonen Stücke die ich bis jetzt gelernt habe sind mir irgendwie nicht so schwer gefallen, damit könnte ich auch problemlos erstmal weiter arbeiten und nebenbei von Bach noch ein paar zweistimmige Stücke machen. Vom Gefühl her scheinen mir romantische Stücke auch bisher noch etwas mehr zu liegen als Bach oder Mozart. Die op.110 ist eine tolle Sonate, besonders die Fuge. Ich habe zwar noch nie nur Teile aus einem Stück gelernt, aber da könnte ich das echt mal probieren.
 
 

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