Kurse bei Volkshochschulen

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Lustknabe

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Aufgrund diverser Anregungen aus dem Forum und auch beim erarbeiten diverser Stücke fiel mir immer mehr auf, wie viel schneller sich "bekannte" Passagen erlernen lassen, gegenüber Stellen mit eher unbekannterem Terrain (unbekannte Tonarten und deren kadenzen, etc.). Infolgedessen und auch aus anderen Beweggründen, überlege ich den einen oder anderen Kurs an einer Volkshochschule zu besuchen und dort in Richtung Noten, -Harmonie, -Formenlehre unterricht zu nehmen. Meine Frage richtet sich am besten an diejenigen, die mit soetwas Erfahrung gemacht haben oder jene die die Qualität von Lehrern an einer VHS empirisch bestätitigen können.

LG Lustknabe
 
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Josef

ehemals jbs
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Das hängt in erster Linie von den Vortragenden ab. Es gibt ja auch keinen vorgegebenen Lehrplan. Und zu einem weiteren großen Teil hängt es meiner Erfahrung nach an den Teilnehmern.

Ich hab ein paar Mal Wochenend-Kurse über Fotografie besucht, einmal von einem ambitionierten Amateur, und zwei mal von einem Profi. Die ersten 2 Mal war's super, beim dritten Mal war's immer noch ganz OK.
 
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Freddyboy

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geh einfach zu einer der Berliner Musikhochschulen oder zur Uni und frag die Dozenten für Theorie/Formenlehre, ob du teilnehmen kannst.
 
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Lustknabe

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@dilletant kein Problem, das gleiche habe ich auch gedacht und musste schmunzeln :lol:

geh einfach zu einer der Berliner Musikhochschulen oder zur Uni und frag die Dozenten für Theorie/Gehörbildung,

Da ist das Problem wahrscheinlich die tagesanwesenheit, wenn man arbeiten geht mitunter schwer realisierbar ausser man nimmt gezielt Urlaub.

Aber das wäre für die Zukunft, bei Erlangung kleinerer Werkzeuge wahrscheinlich eine Idee.

Lg lustknabe
 
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elli

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An einer Hochschule als Gasthörer (muss man sich offiziell einschreiben, früher kostete es nichts -heute weiß ich es nicht) sich an Theorie-Seminaren usw. beteiligen dürfte doch weit über das Ziel hinausschießen.

Das was die VHS-Kurse bieten, kann man sich auch selbst anlesen, generell auf verschiedensten Seiten, zu speziellen Musikstücken gibt es noch und nöcher in öffenlichen Bibliotheken, wozu übrigens auch Unibibliotheken in Deutschland zählen. Vhs-Kurse dieser Art sind weniger Erweiterung des Horizonts, sondern Freizeit mit Gleichgesinnten verbringen (meine Mutter etwa hat über 20zig Jahre Französich Konversationskurs auf dem Dorf an der VHS gemacht- )

Was du genau willst, ist doch das vorzubereitende Stück durchzulesen, Bausteine erkennen, Variationen - die Tonart steht ja bekannt und Tonartänderungen werden angezeigt. Akkorde seien sie zerlegt oder nicht werden auch nicht einfacher zu erlernen, insbesondere in schnellem Wechsel, wenn man weiß wie sie heißen.

Wenn man nicht am Stück lernen will, muss man eben entsprechende Etüdenwerke durchackern.
 
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elli

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hängt vom Dozenten ab. Ich gehe derzeit außer Montags, jeden Tag in irgendeinen Kurs an der Uni. Ganz praktische Sachen wie BigBand-Satz, Chorleitung oder Liedbegleitung. Man muß die Dozenten direkt per mail anschreiben, dann spart man sich Gasthörerstatus, Gebühren und Aussschluß von den interessantesten Kursen ;-)

Tja und beim Sozialamt, dass man als quasi Student keinen Anspruch auf Hilfe hat....

Wenn Dozenten wissentlich an der Hochschule vorbei private Leute in ihre Kurse einschleusen, finde ich es daneben - aber hochgradig! Es gibt den Gasthörerstatus, und es ist ein Minimum an Anstand, diesen wahrzunehmen - ist immer noch erstaunlicherweise erheblich billiger als jeder VHS-Kurs übrigens - hat sich bloß nicht herumgesprochen.
 

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elli

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Weil der Unterricht eine Leistung ist, die speziell an der Universität von der Allgemeinheit bezahlt wird. In meinen Augen kann kein Dozent einfach so Privatpersonen zu seinen Veranstaltungen einladen - für mau. Er kann ja gern für mau bei sich zuhause Leute unterrichten.

Gerade bei Kursen, die Studenten vorbehalten sind, geht es um bestmögliche Betreuung dieser, die durch jeden weiteren Teilnehmer eben abnimmt. Außerdem wer doch alle Verantstaltungen besucht, kann sich doch gern einschreiben, ich glaub Musikwissenschaften haben kaum Zulassungsbeschränkungen...., warum muss man sich eine Leistung erschleichen und noch den Hochschullehrer kompromittieren, denn nichts anderes tust du, wenn du inoffiziell mit seinem Wissen an seinen offiziellen Veranstaltungen teilnimmst,

Nur wenn du sowieso Student bist, und im Rahmen einer studium generale die Verantstaltungen besuchst. ist es ok.
 
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Freddyboy

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ah...
Vielen Dank für die moralische Aufklärung. Wir könnten jetzt das Thema komplett diskutieren - vor Allem danach fragen, wer in DE überhaupt die Chance auf ein offizielles Studium bekommt. Denk einfach mal darüber nach, wen die Allgemeinheit hier alimentiert. Dann relativiert sich ganz schnell deine Parteinahme für die achso gebeutelten Studenten. Aber lassen wir das. Ich fühle mich dort wohl und lasse mich von deiner Doppelmoral nicht so beeindrucken.
 
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elli

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ah...
Vielen Dank für die moralische Aufklärung. Wir könnten jetzt das Thema komplett diskutieren - vor Allem danach fragen, wer in DE überhaupt die Chance auf ein offizielles Studium bekommt. Denk einfach mal darüber nach, wen die Allgemeinheit hier alimentiert. Dann relativiert sich ganz schnell deine Parteinahme für die achso gebeutelten Studenten. Aber lassen wir das. Ich fühle mich dort wohl und lasse mich von deiner Doppelmoral nicht so beeindrucken.
Was ist denn Doppelmoral? Natürlich kann jeder in Deutschland studieren, und Gasthörerstatus ist von überhaupt nichts abhängig. Und stell dir vor, sogar aus der gesamten Welt studiert man in Deutschland, weil nirgends so einfach Studiengänge belegt werden können wie in Deutschland.

Selbstgerechtigkeit ist anscheinend ein gutes Polster. Schreib dich doch ein, wenn du meinst, du hast das Studium verdient, mit Abitur normal, ohne eben als Gasthörer. Du verstehst außerdem nicht den Punkt, kein Hochschullehrer darf Hochschulfremde zu seinen offiziellen bezahlten Veranstaltungen einladen! Für den Hochschullehrer ist es allemal besser, Eingeschriebene in seinen Kursen zu haben, sonst könnte seine Stelle demnächst gestrichen werden. Im Übrigen hast du das Vertrauen des Hochschullehrers schon missbraucht, indem du öffentlich die inoffizielle Infiltrierung der Uni promotest unter Heranziehung deines Gönners.

Zu deiner Frage wer, am besten alimentiert ist, ist übrigens nicht der aus priviligierten Elternhäuseren, der sogenannte Mittelschichtsstudent ist der ärmste, denn der kriegt weder genug Geld von zu hause, noch Bafög im Unterschied zum sogenannten Unterprivilegierten! Und die richtig Reichen siehst du nicht, die studieren nämlich gleich im Ausland ,im lukrativen.....
 
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jk82

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Doppelmoral ist es, sich universitäre Leistungen zu erschleichen, ohne den dafür geforderten (geringen) Gasthörerbeitrag zu zahlen und das Ganze damit zu begründen, dass ohnehin nur die sogenannten Privilegierten von den Universitäten profitieren.

Wenn man bedenkt, wie skandalös wenig Geld Lehrbeauftrage an deutschen Unis bekommen und zudem noch jedes Semester um ihren schlechtbezahlten Job bangen müssen, dann stößt solch eine Haltung schon sauer auf. Denn die Gasthörerbeiträge versickern nicht in irgendeiner öffentlichen Kasse, sondern stehen den chronisch unterfinanzierten Hochschulen als freie Mittel zur Verfügung, mit denen sie genau diese latent gefährdeten Jobs erhalten können.

Darauf ein kräftiges grunz, grunz!

Grüße, Jörg
 
ChristineK

ChristineK

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Ich dachte immer, für ein Musikstudium an einer Universität müsste man eine Aufnahmeprüfung machen? Es würde mich daher wundern, wenn man da so mir nichts, dir nichts in die Lehrveranstaltungen reinschneien könnte... Ob man bei einem so stark zulassungsbeschränkten Studienfach wie Musik genauso (offizieller) Gasthörer sein "darf", wie beispielsweise in den Geisteswissenschaften, würde mich interessieren. Nicht für jetzt, da ich tagsüber eh im Job bin. Aber vielleicht irgendwann später als Seniorenstudentin... ;-)
 
LMG

LMG

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[...] in öffenlichen Bibliotheken, wozu übrigens auch Unibibliotheken in Deutschland zählen. [...]

Wohl kaum :-). Macht aber nix, liebe Elli - das ist Spezialwissen. :super:

Folgendes:

Ein wichtiges Buch, das alle Bibliothekswesen-Studenten durcharbeiten mussten ( so auch ich ), da im ersten und 2. Semester in Prüfungsklausuren mehreres daraus abgefragt wurde, ist:

Hacker, Rupert: Bibliothekarisches Grundwissen ( K.G. Saur - Verlag ).

Zitate daraus:

Zitat von Rupert Hacker:
[...]
4. ) Die verschiedenen Bibliothekstypen

Innerhablb der beiden Hauptgruppen der Öffentlichen und der Wissenschaftlichen Bibliotheken gibt es, je nach Aufgaben und Zweckbestimmung, verschiedene Arten oder Typen von Bibliotheken:

Die WISSENSCHAFTLICHEN BIBLIOTHEKEN kann man nach ihrer jeweiligen Hauptaufgabe in vier Gruppen einteilen, je nachdem, ob sie (1) nationale ( = überregionale ) Aufgaben der Literaturversorgung erfüllen, oder ob sie (2) eine Region ( Land, Bezirk, Stadt ) oder (3) eine Universität oder Hochschule mit Literatur versorgen oder ob sie (4) Literatur eines bestimmten Faches oder Spezialgebiets bereitstellen ( meist für eine bestimmte, fachlich spezialisierte Institution ). Demgemäß unterscheidet man:

- Bibliotheken von nationaler (überregionaler) Bedeutung
- Landesbibliotheken und andere Regionalbibliotheken
- Universitäts- und Hochschulbibliotheken
- Spezialbibliotheken (Fachbibliotheken)

________

Die ÖFFENTLICHEN BIBLIOTHEKEN sind normalerweise für eine Gemeinde, einen Stadtteil, eine Stadt oder einen Landkreis zuständig. Es gibt also Gemeinde-, Stadtteil-, Stadt- und Kreisbibliotheken. In größeren Städten existiert meist ein städtisches Bibliothekssystem mit einer Zentralbibliothek und mehreren Zweigstellen ( Stadtteilbibliotheken ) und Fahrbibliotheken. Ähnliche Bibliothekssysteme bestehen in Landkreisen, wo eine zentrale Kreisbibliothek mit Bücherbussen die kleineren Gemeinden versorgt. Daneben gibt es im öffentlichen Bibliothekswesen Sonderformen für bestimmte Aufgaben, z.B. Jugend-, Musik-, Krankenhaus- und Blindenbibliotheken. Die Bestandsgröße und die Personalstärke der Bibliotheken sind außerordentlich verschieden. Die Skala reicht von "Ein-Mann-Bibliotheken" ( Anm. Olli: "OPL", one-person-libraries ) mit 5000 oder 10000 Büchern bis zu Großbibliotheken mit Millionen Bänden und Hunderten oder gar Tausenden von Beschäftigten. [...]

Eine besondere, seltene Mischform sind übrigens die Wissenschaftlichen Stadtbibliotheken, und ganz besonders diejenigen davon, die zusätzlich eine hervorragende interne Musikabteilung haben. An genau einer solchen wurde ich ausgebildet ( einer der beiden Praxis-Anteile im Studium ), sie hat einen Bestand von ca. 50000 Bänden Noten, ferner tolle Altbestände, Inkunabeln usw., und alte Zeitschriften, sowie Regionale bzw. Stadt-relevante Sammlungen und Dokumente.

LG, Olli!;-)
 
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elli

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Wohl kaum :-). Macht aber nix, liebe Elli - das ist Spezialwissen. :super:

Folgendes:

Ein wichtiges Buch, das alle Bibliothekswesen-Studenten durcharbeiten mussten ( so auch ich ), da im ersten und 2. Semester in Prüfungsklausuren mehreres daraus abgefragt wurde, ist:

Hacker, Rupert: Bibliothekarisches Grundwissen ( K.G. Saur - Verlag ).

Zitate daraus:



Eine besondere, seltene Mischform sind übrigens die Wissenschaftlichen Stadtbibliotheken, und ganz besonders diejenigen davon, die zusätzlich eine hervorragende interne Musikabteilung haben. An genau einer solchen wurde ich ausgebildet ( einer der beiden Praxis-Anteile im Studium ), sie hat einen Bestand von ca. 50000 Bänden Noten, ferner tolle Altbestände, Inkunabeln usw., und alte Zeitschriften, sowie Regionale bzw. Stadt-relevante Sammlungen und Dokumente.

LG, Olli!;-)

Danke für die Information!

Mit öffentlich meinte ich allerdings weniger den Träger oder so, sondern in punkto zugänglich für jedermann.
 
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Freddyboy

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Selbstgerechtigkeit ist anscheinend ein gutes Polster.
Deshalb sitzt du so bequem vor deinem Rechner und kannst moralinsaure Endlospostings verfassen, ohne zu ermüden. An Argumenten mangelt es ja eher. Die Behauptung, Musikstudenten, denen im Schnitt schon 15-20 Jahre teurer Einzelunterricht bezahlt wurde, seien "die Ärmsten", macht dich lächerlich. Wer kann sich schon 20.000 Euro als Zugangsvoraussetzung für ein Studium leisten? Die Ärmsten sicherlich nicht.

kein Hochschullehrer darf Hochschulfremde zu seinen offiziellen bezahlten Veranstaltungen einladen!
wie wär's, wenn du hingehst und sie alle ausschimpfst? Sie werden beeindruckt sein.

Übrigens haben die regulären Studenten keine Probleme mit meinem Status. Du mißbrauchst sie hier als "schutzbedürftige Opfer", um deine triefende Moral durchzusetzen. So, und jetzt sei wieder brav.
 
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