Klavierschule für autodidaktisches gewurschtel

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MegaChip

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Hallo ihr Lieben,
Folgendes. Ich lerne seit 5 Jahren Klavier, wobei mir bestimmt einige hier widersprechen würden und sagen, ich klimpere nur. Und da hätten sie vermutlich auch recht.

Die ersten ~3 Monate war ich bei einem Klavierlehrer, dann noch weitere 3 Monate bei einem Kumpel der seit Jahren spielt und den Rest der Zeit allein (am üben). Grund ist einfach die Geldnot als Student.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich vermutlich einiges falsch mache, von Spiel bis Haltung und dass eigentlich ein Klavierlehrer für mich am sinnvollsten wäre. Das weiß ich auch, nur ist es einfach nicht drin. Daher suche ich momentan etwas nach Literatur, die mir hilft mein Spiel zu verbessern. Stücke, die vielleicht nicht einfach nur (subjektiv) schön klingen, sondern die möglicherweise verschiedene Techniken oder andere wichtige Fertigkeiten schulen.

Ich kann mir vorstellen, dass eben diese Stücke mit einem KL geübt werden sollten, eben damit man diese "Neuerungen" richtig lernt. Wenn dem so ist, akzeptiere ich das auch nur dachte ich, es sei wie bei dem Notenlesen. Am besten lernt man das alleine nicht an einem Stück das nur 3 Noten hat, wenn ihr versteht was ich meine.

Am Klavier mag ich (die Worte des damaligen Klavierlehrers) vor allem eher "romantisches". Canon in D, Memories aus dem Cats Musical, Schindlers Liste, ein bisschen Einaudi (Kopf einzieh), Bachs Präludium, speziellere Filmmusik. Vom Niveau her spiele ich beispielsweise den klassischen Canon in D bis zum 42 Takt bei dieser Version https://musescore.com/user/2760196/scores/2232771 , Schindlers Liste bis 2:45
View: https://www.youtube.com/watch?v=LqXDmuDfksY
(finde die Noten gerade leider nicht). Ich hoffe das hilft bei der groben Einschätzung aber auch da muss man sagen: Ich treffe vermutlich die richtigen Noten, ob das deswegen auch richtiges spielen ist kann ich schwer beurteilen :)

Ich bin aber auch offen für andere Bereiche wie Klassik, da ich auch regelmäßig Konzerte besuche. Nur fehlt mir da leider von den Stücken oft der Zugang da ich mich einfach zu wenig auskenne (KL würde helfen). Es kann auch ruhig noch mal von klein an anfangen, da mir viel Musiktheoretisches fehlt, nur Kinderlieder wie die Vogelhochzeit kann ich nicht mehr sehen.
Ich habe furchtbar viel Spaß an Liedern bei denen man viel mit der Artikulation spielen kann - Nur fehlt mir da die eigene Kreativität und ich bin auf die Notation angewiesen. Und in 3 Klavieranfängerbänden die ich mal bekommen habe, findet man zu eben diesem Punkt beispielsweise kaum was.

Wenn mir jemand also irgendwelche Literatur/Klavierschulen empfehlen kann die in meinem Fall helfen würde und sei es auch nur ein bisschen, bin ich immer offen dafür. Der KL muss leider noch 2 Jahre warten.

Lg Chip
 
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Muck

Muck

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Am Klavier mag ich (die Worte des damaligen Klavierlehrers) vor allem eher "romantisches
Pachelbel und Bach romantisch?
Übrigens hat der alte Bach mehr als ein Präludium geschrieben (und alle lohnen sich gespielt zu werden).

Ich bin aber auch offen für andere Bereiche wie Klassik,
Nachdem du Bach in die Romantik gebeamt hast, was verstehst du unter Klassik? Musikhistorisch wärst du da bei Mozart, Haydn, Beethoven (zu schwierig für dich), den Bach-Söhnen,...

Ganz ehrlich, die Zeit die du ohne KL vor dich her stümperst ist einfach nur verlorene Zeit. Du "spielst" seit fünf Jahren und so besonders hören sich deine Fortschritte ja nicht an. Zwei weitere Jahre werden daran wahrscheinlich nichts ändern. Im Gegenteil, du wirst dir wahrscheinlich viele Unarten angewöhnen, die mühsam wieder abtrainiert werden müssen. Vielleicht kannst du es dir finanziell ja erlauben, wenigstens eine Stunde im Monat zu nehmen. Es wäre doch schade um die vergebene Mühe.

Du schreibst, du magst es mit verschiedenen Artikulationen zu spielen. Du musst in nahezu jedem Stück an der Artikulation akribisch arbeiten und differenzieren, teilweise in einer Hand unterschiedliche artikulieren (gerade bei Bach). Und gemeinerweise steht das nicht im Notentext, sondern das lernst du über Jahre im Klavierunterricht...

Ich bewundere aber dein Durchhaltevermögen!
 
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MegaChip

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Pachelbel und Bach romantisch?
Übrigens hat der alte Bach mehr als ein Präludium geschrieben (und alle lohnen sich gespielt zu werden).



Nachdem du Bach in die Romantik gebeamt hast, was verstehst du unter Klassik? Musikhistorisch wärst du da bei Mozart, Haydn, Beethoven (zu schwierig für dich), den Bach-Söhnen,...
Ich wollte keineswegs sagen, das Bach der Romantik angehört. Ich habe mit Absicht die Wortwahl des Klavierlehrers gewählt und da ging es glaub ich weniger um die Epoche und mehr das Gefühl dabei :). Ich finde es schwierig zu beschreiben. Harmonisch, eher langsam?
Vor allem Debussy, Chopin und vllt auch. Haydn sagen mir zu was Klassik angeht. Wobei ich mit Klassik eigentlich einfach jegliche "ältere" Musik meine, bitte steinigt mich nicht,



Ganz ehrlich, die Zeit die du ohne KL vor dich her stümperst ist einfach nur verlorene Zeit. Du "spielst" seit fünf Jahren und so besonders hören sich deine Fortschritte ja nicht an. [...] Zwei weitere Jahre werden daran wahrscheinlich nichts ändern. Im Gegenteil, du wirst dir wahrscheinlich viele Unarten angewöhnen, die mühsam wieder abtrainiert werden müssen.
Ich bewundere aber dein Durchhaltevermögen!
Ich verstehe wie du es meinst, aber Zeit in der ich viel Spaß habe ist für mich keineswegs verloren.
Wenn ich mir in der Zeit weiter Unarten angewöhne dann ist das so, damit komm ich tatsächlich gut klar! Und auch an dem Unarten dann wieder abgewöhnen werde ich vermutlich genug Freude haben.
Klar, wenn ichs vermeiden kann, versuche ich es zu minimieren, deswegen stelle ich ja diese Frage hier. Aber an dem von mir beschriebenem Sachverhalt führt leider nichts herum.

PS: Bevor ein Zyniker es anmerkt. 2 Jahre nicht spielen um mir keine Unarten anzugewöhnen ist übrigens keine Option ;)
 
Hekse

Hekse

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@MegaChip .

Auch wenn ich mein Abo gekündigt habe, zu Gunsten von Noten in papierform und KL: Hast du schon mal FlowKey probiert?
Die haben eine Chatfunktion, in der die Pianisten Stücke vorschlagen, die thematisch zu deinen bisherigen Stücken passen und du kannst auch technische Fragen zu den Stücken stellen. Allerdings nur schriftlich- ohne Video oder so.
Sozusagen KU in light.

LG, Hekse
 
Klimperline

Klimperline

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Klavierschulen für Autodidakten gibt es aus bereits oben beschriebenen Gründen keine, zumindest keine empfehlenswerte.

Was Du aber nutzen kannst sind Youtube-Tutorials wie z.B. von folgendem Pianisten, der nicht nur einzelne Stücke erklärt und zeigt sondern auch Techniken erklärt:
View: https://www.youtube.com/watch?v=qg1-jVFk5bk


Noch ein Beispiel:
View: https://www.youtube.com/watch?v=C4_LdrP0c1A&list=PL5488Hx-S2AfRaQRbAMRRA76WNP78CnD-&index=2&t=96s


Die kostenlosen Noten, die Du u.a. unter den folgenden Links abrufen kannst, sind eigentlich nur zum Nachschlagen gedacht, aber bevor Du zwei Jahre warten musst...:

https://imslp.org/wiki/Main_Page
https://musescore.com/hub/piano
https://www.liveabout.com/piano-sheet-music-for-beginners-2456300

Musiktheorie ist hier wunderbar erklärt:


View: https://www.youtube.com/watch?v=zdF9g7jScak

Und zusätzlich darfst du gern auf Clavio Fragen stellen, gern illustriert mit kurzen Notenbeispielen und/oder ebenfalls kurzen von dir selbst gespielten Passagen Deiner Stück - möglichst als Video hochgeladen, damit man Deine Bewegungen beurteilen kann.
 
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hasenbein

hasenbein

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"Geldnot".

Natürlich existiert Geldnot bei manchen Leuten - aber in der Regel handelt es sich, wenn jemand dies vorbringt, um reinen Bullshit.

Chip, trinkst Du niemals einen Kaffee irgendwo außerhalb? Gehst Du niemals außerhalb essen? Machst Du niemals Reisen? Kaufst Du Dir niemals etwas rein aus Spaß und Unterhaltung? Hast Du keinerlei Abonnements wie Spotify, Netflix o.ä.?

Siehst Du - bei ehrlicher Beantwortung dieser Fragen musst Du eingestehen, dass Klavierunterricht nehmen einfach nur nicht hoch genug auf Deiner Prioritätenliste steht und Du Dir in Wirklichkeit problemlos zumindest ab und zu eine Klavierstunde leisten könntest.
 
Klein wild Vögelein

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"Geldnot".

Natürlich existiert Geldnot bei manchen Leuten - aber in der Regel handelt es sich, wenn jemand dies vorbringt, um reinen Bullshit.

Chip, trinkst Du niemals einen Kaffee irgendwo außerhalb? Gehst Du niemals außerhalb essen? Machst Du niemals Reisen? Kaufst Du Dir niemals etwas rein aus Spaß und Unterhaltung? Hast Du keinerlei Abonnements wie Spotify, Netflix o.ä.?

Siehst Du - bei ehrlicher Beantwortung dieser Fragen musst Du eingestehen, dass Klavierunterricht nehmen einfach nur nicht hoch genug auf Deiner Prioritätenliste steht und Du Dir in Wirklichkeit problemlos zumindest ab und zu eine Klavierstunde leisten könntest.
Mit 17 rannte ich in Düsseldorf rum, ach Quatsch das war ja Marius.

Kaffee trinken und auswärts essen ist nur in seltenen Fällen vorgekommen.

Gereist bin ich, als Kind, nach Holland mit meinen Eltern, logiert haben wir bei einer holländischen Familie. Deren Kinder haben dann im Elternschlafzimmer geschlafen und wir für‘n Appel und ein Ei im Kinderzimmer.

Unsere Clique ging am Wochenende in Jugendzentren, der Eintritt war preiswert bis umsonst, Getränke ebenfalls.
„Hasse ma ne Mark für ein Bier?“ lautete die oft gehörte Frage. Selbstverständlich halfen wir uns gegenseitig, wenn der eine klamm war, half ein anderer aus.

Mit 17 ging es mit der Clique auf eine 4 wöchige Reise. Damals gab es
"Interrail ". Für 4 Wochen konnten wir für 250 DM durch Europa reisen mit der Bahn.
In Südfrankreich hatten einige Jugendherbergen geschlossen, also haben wir nachts am Strand geschlafen, oft verjagt von der hiesigen Polizei.
Die Züge waren ständig überfüllt, Sitzplätze hatten wir so gut wie nie. Zusammengepfercht saßen wir zwischen den Abteilen (hallo Greta).

In Paris haben wir einmal bei einem Typen genächtigt, den wir auf den Treppen vor Sacre Coeur kennengelernt haben.
Oje, wenn das meine Eltern gewusst hätten.

Auf dem Rückweg (von London) reichte das Geld noch gerade für die Fähre und für ne preiswerte Stulle.

Für ein Klavier reichte das Geld nicht, dafür bekam ich ein Akkordeon und Unterricht in der Musikschule.

Ganz ehrlich kann ich sagen: „Wir konnten wir uns den Kauf eines Klaviers und Unterricht nicht leisten.“
 
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MegaChip

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"Geldnot".

Natürlich existiert Geldnot bei manchen Leuten - aber in der Regel handelt es sich, wenn jemand dies vorbringt, um reinen Bullshit.

Chip, trinkst Du niemals einen Kaffee irgendwo außerhalb? Gehst Du niemals außerhalb essen? Machst Du niemals Reisen? Kaufst Du Dir niemals etwas rein aus Spaß und Unterhaltung? Hast Du keinerlei Abonnements wie Spotify, Netflix o.ä.?

Siehst Du - bei ehrlicher Beantwortung dieser Fragen musst Du eingestehen, dass Klavierunterricht nehmen einfach nur nicht hoch genug auf Deiner Prioritätenliste steht und Du Dir in Wirklichkeit problemlos zumindest ab und zu eine Klavierstunde leisten könntest.
Ich verstehe dein Argument, in dem Fall hätte ja aber niemand jemals zu wenig Geld für irgendwas, man kann ja einfach immer an allen anderen Ecken des Lebens sparen nicht wahr?

Kaffee schmeckt mir nicht, Theater, Oper und Konzerte sind als Student für mich kostenlos, eben so reisen in ganz Niedersachsen mit der Bahn. Alles im Studententicket enthalten und das muss ich - außer du schlägst vor ich solle doch einfach die Uni wechseln - so oder so bezahlen um immatrikuliert zu bleiben. Wenn man nur ~800€ zur Verfügung hat und davon knapp 600€ allein Fixkosten für Wohnung, Essen, Kleidung etc. ist, sind 40-50€ im Monat ne Menge, wenn man nebenbei noch für den Master und die spätere Ausbildung danach spart. Klar könnte ich ein übertrieben gesagt ein asketisches Leben beginnen, jegliche weiter Hobbys aufgeben, Netflix + Spotify (was 7€ im Monat sind) kündigen, nicht mehr alle 2 Monate mal für 15€ essen gehen und statt 4 mal Pro Monat 8 mal im Monat Plasma spenden gehen um mehr Geld zu haben.
Irgendwo kann man irgendwie immer Geld auftreiben. Nur "problemlos" ist das dann wohl keineswegs :). Und wie sinnvoll z.B. eine Stunde alle 2 Monate wäre ist natürlich ein anderes Blatt Papier.

Vielen Dank für die anderen hilfreichen Antworten!
 
hasenbein

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Ich staune ja, wie Studenten das alles so in anderen Ländern schaffen, wo man a) das Studium nicht gratis bekommt, b) nicht gratis Bahn fahren und in Theater, Opern und Konzerte gehen kann...

Die sitzen vermutlich alle mit dem Hut unter Brücken, wenn die hiesigen Studenten schon so arme Schlucker sind...:-D
 

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MegaChip

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Ich staune ja, wie Studenten das alles so in anderen Ländern schaffen, wo man a) das Studium nicht gratis bekommt, b) nicht gratis Bahn fahren und in Theater, Opern und Konzerte gehen kann...

Die sitzen vermutlich alle mit dem Hut unter Brücken, wenn die hiesigen Studenten schon so arme Schlucker sind...:-D
Ich weiß, dass du das etwas ironisch meinst aber: Die sitzen nicht alle unter ner Brücke. In den USA verschulden sich dafür beispielsweise meines Wissens nach rund 70% der Studierenden. Zum Zeitpunkt des Abschlusses mit 37.000$. Tolle Lösung was?

Wobei ja auch hier die von dir in b) genannten Punkte nicht gratis sind, wird halt unter anderem über nen Semesterbeitrag von jeweils z.B. 420€ bezahlt.

Hier in DE gibt der durchschnittliche Student 323€ für Miete , 168€ für Essen, 42€ für Kleidung, 20€ für Lernmittel, 94€ für Auto oder andere Verkehrsmittel, 80€ für Krankenversicherungen, Arzt, Medikamente, 31€ für Telefon und Internet u.a.m., und 61 € für Kultur, Sport und Freizeit aus, stand 2016. Wenn dich das aber mehr interessiert empfehle ich dir die 21. Sozialerhebung, sonst wird das hier zu offtopic :)
 
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Muck

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Die Lösung lieferst du selbst: da Öffis im Semesterticket drin sind einfach Auto verkaufen! Schon hat man 94 € mehr im Monat, kann alle zwei Wochen Klavierunterricht nehmen und hat noch was übrig für ein paar Bierchen (wo ist diese Position überhaupt in deiner Auflistung???)
 
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MegaChip

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Die Lösung lieferst du selbst: da Öffis im Semesterticket drin sind einfach Auto verkaufen! Schon hat man 94 € mehr im Monat, kann alle zwei Wochen Klavierunterricht nehmen und hat noch was übrig für ein paar Bierchen (wo ist diese Position in deiner Auflistung???)

Leider (oder Gott sei dank? da streiten sich die Geister), habe ich kein Auto. Die 94€ sind ein Durchschnitt aus der 21. Sozialerhebung und beziehen sich nicht nur auf Auto, sondern auch auf die Kosten für Öffis u.ä.. D.h. was ich dafür in meinem Semesterbeitrag zahlen muss, würde in der Erhebung in diesen Punkt fließen. Das sind ja auch nicht meine Ausgaben, nur schien hasenbein so interessiert wo denn das ganze Geld bei den meisten Studierenden hinfließt ;)

PS: Bier wird denke ich unter Kultur und Freizeit eingeordnet. Oder Essen, denn eigentlich heißt der Punkt "Ernährung". Was dir lieber ist!
 
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Ich finde die Diskussion unfair. Wenn ich an meine Studienzeit zurück denke, hätte ich dort auch kein Geld für Unterricht gehabt. In der Zeit war ich zum Ende des Monats regelmäßig auf 0 und habe jeden Euro umgedreht. Keine Streaming Dienste, kein Coffee to Go, kein Essen gehen.
Mein erster Unterricht hat irgendwas um 70 Euro im Monat gekostet und das wäre definitiv nicht drin gewesen. Natürlich gibts auch Studenten mit Geld, aber das kann man nicht verallgemeinern.
 
GeneralBass

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Hmm also ich hätte als jetzt als Schüler bzw Student auch nicht genug Geld für "professionellen" Unterricht, bei Leuten die das für 10€ die Stunde machen vielleicht schon, aber die guten Lehrkräfte nehmen meistens doch um einiges mehr, von daher bin ich echt froh dass meine Eltern mich da immer noch etwas unterstützen, wenn sie es nicht könnten dann wäre das schlecht möglich zu realisieren, dann müsste ich echt ganz schön sparen um mir 1-2 Stunden im Monat zusammenkratzen zu können (was ich auch tun würde, aber leider ist es hier auch gar nicht mal so einfach Lehrer zu finden die Einzelstunden anbieten, die meisten sitzen halt in ner Musikschule und können von daher nicht so flexibel sein).

Ich wollte auch eigentlich nur die ersten 2-3 Bände des Mikrokosmos von Bartok empfehlen, habe mich damit immer mal autodidaktisch beschäftigt (mein Lehrer war nicht so angetan von Bartok, deswegen haben wir da immer was anderes gemacht). Und ich finde dass es mir gut geholfen hat, besonders weil das auch erstmal alles etwas ungewöhnlich klang, da konnte ich irgendwie einfach was völlig neues entdecken.
 
Barratt

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Keine Streaming Dienste, kein Coffee to Go, kein Essen gehen.
;-) Eben.


Übrigens ging es nicht um eine Kritik an der Vorgehensweise des TE (das darf wirklich jeder machen wie er will!), sondern nur um ein bestimmtes "Argument".

Ehrlich wäre die Aussage: "Mir steht wenig Geld zur Verfügung, und das wenige möchte ich lieber anders ausgeben, denn soooo wichtig ist mir der KU auch wieder nicht."

Diese Aussage wäre völlig legitim und vor allem: Ehrlich.
 
cwtoons

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Hmm also ich hätte als jetzt als Schüler bzw Student auch nicht genug Geld für "professionellen" Unterricht, bei Leuten die das für 10€ die Stunde machen vielleicht schon, aber die guten Lehrkräfte nehmen meistens doch um einiges mehr, von daher bin ich echt froh dass meine Eltern mich da immer noch etwas unterstützen, wenn sie es nicht könnten dann wäre das schlecht möglich zu realisieren, dann müsste ich echt ganz schön sparen um mir 1-2 Stunden im Monat zusammenkratzen zu können (was ich auch tun würde, aber leider ist es hier auch gar nicht mal so einfach Lehrer zu finden die Einzelstunden anbieten, die meisten sitzen halt in ner Musikschule und können von daher nicht so flexibel sein).
'N bisschen kurz, der Satz.

CW
 
Klein wild Vögelein

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;-) Eben.


Übrigens ging es nicht um eine Kritik an der Vorgehensweise des TE (das darf wirklich jeder machen wie er will!), sondern nur um ein bestimmtes "Argument".

Ehrlich wäre die Aussage: "Mir steht wenig Geld zur Verfügung, und das wenige möchte ich lieber anders ausgeben, denn soooo wichtig ist mir der KU auch wieder nicht."

Diese Aussage wäre völlig legitim und vor allem: Ehrlich.
Das sehe ich anders: Ehrlich ist, zu sagen, dass mir das Klavierspiel sehr wichtig ist, aber dass es für mich auch wichtig ist soziale Kontakte zu pflegen, ob in der Kneipe beim Kaffee oder Bier, oder über WhatsApp auf dem Smartphone.

Das sage ich als Frau, die sich Klavierunterricht und 3 wunderbare Klaviere leisten kann, aber sehr viele Menschen kenne , die das nicht können.

Mutig und ehrlich ist, wenn sie das offen zugeben!

Ich habe vor einigen Jahren zunächst autodidaktisch mit Alfreds Klavierschule für Erwachsene angefangen.

https://www.amazon.de/Alfreds-Klavi...qid=1588069602&sprefix=Alfreds,aps,159&sr=8-1

Die fand ich ganz gut.
 
GeneralBass

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Hahaha, da hast du recht, wenn ich nicht aufpasse und zu schnell schreibe, bin ich manchmal etwas wirr unterwegs beim Satzzeichen verwenden :D

Das sehe ich anders: Ehrlich ist, zu sagen, dass mir das Klavierspiel sehr wichtig ist, aber dass es für mich auch wichtig ist soziale Kontakte zu pflegen, ob in der Kneipe beim Kaffee oder Bier, oder über WhatsApp auf dem Smartphone.
Und genau so sieht es bei den meisten "kleinen" Leuten auch aus, die es ernst meinen. Es mag Leute geben die genau so drauf sind wie Barratt das ausdrückt, aber auch viele die nicht viele Möglichkeiten haben und einfach versuchen aus ihrer Situation das beste zu machen.

Die meisten wollen aber einfach nicht so ehrlich sein und das so zugeben wie es ist, unter anderem auch oder gerade weil sehr oft solche Reaktionen kommen, wie man hier teilweise lesen kann.

denn soooo wichtig ist mir der KU auch wieder nicht."
Wie gesagt, es gibt sicherlich viele, die so denken und deswegen das Klavierspielen sausen lassen, das will ich überhaupt nicht bestreiten. Aber wenn man mit dem Existenzminimum leben muss geht es gar nicht anders, da muss man einfach Prioritäten setzen. Wenn man wirklich große Wünsche hat kann das wegen den mangelnden Möglichkeiten auch sehr schmerzlich verlaufen, wenn man bei gewissen Dingen immer verzichten muss.

Finde das auch unfair wenn dann auf einmal irgendwelche Leute meinen, dass es einem "unwichtig" wäre, die vermutlich auch nie unter solchen Umständen, wo man jeden Cent umdreht, leben mussten.

Z.B. Streamingdienste.... Da müsste man schon auf ungefähr 10 Dienste im Monat verzichten, (falls man unwahrscheinlicherweise so viele Abos hat) um sich ein 1-2 Klavierstunden im Monat leisten zu können. Das kommt teilweise hier so rüber, dass die Leute auf einmal Geld für Unterricht hätten, wenn sie auf die 10€ für Netflix und/oder Spotify im Monat verzichten würden, oder wenn sie auf den Coffee to go verzichten (das werden btw Leute, die es ernst meinen auch bestimmt machen. Ich kaufe mir zum Beispiel kaum teure Getränke oder Klamotten, und habe auch keine Abos am laufen, weil mir Musik machen einfach wichtiger ist).

Es gibt bestimmt viele Leute die rumheulen dass Klavierunterricht zu teuer ist, obwohl sie genau so viel Geld in Konsumgüter investieren, aber es gibt auch viele, die sehr bescheiden leben, aber sich den Unterricht dennoch nicht leisten können. Diese "Konsumhuren" sind halt meistens etwas lauter, und das färbt dann leider auch auf alle anderen ab....
 
 

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