Klassischer Unterricht???


S
Slow Man
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Hallo Leute,

ich hab mal ne ganz wichtige Frage!! Hoffentlich tret ich jetzt net zu sehr ins Fettnäpfchen!

Ich würde sehr gerne mit dem Klavier spielen anfangen, hab aber überhaupt keinen Bezug zur klassischen Musik. Genau genommen gefällt sie mir(bis auf ganz wenige Ausnahmen) gar nicht.

Besteht die Möglichkeit das Klavierspiel auch mit anderen Musikstilen zu lernen??
Ich hätte kein Problem damit ein klassisches Stück zu üben daß man für eine wichtige Technik braucht aber über langere Zeit würde mir das keinen Spaß bereiten.

Gibt es keine Klavierschulen(Lehrbücher) die ein wenig moderner(Pop, Rock, Blues) aufgebaut sind aber trotzdem alle wichtigen Spieltechniken beinhalten???

Gruß Tom

P.S.: Jetzt dürft ihr über mich her fallen
 
Nora
Nora
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Hallo Tom,

so ein wilder Haufen sind wir gar nicht. :-)

Klar besteht die Möglichkeit, Klavierspielen zu lernen ohne Klassik. Es gibt Musikschulen und Lehrer/innen die sich speziell auf Pop, Rock und Jazz spezialisiert haben.

Allerdings habe ich mal gehört, dass man mit klassischen Stücken das Klavierspielen besonders effektiv lernen kann. Bei der Auswahl eines geeigneten Notenbuches können Dir vielleicht andere hier noch behilflich sein.

lg
Nora
 
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Guendola
Guendola
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Es könnte - muß aber nicht - ein Problem sein, einen guten Lehrer zu finden. Natürlich braucht man kein einziges klassisches Stück zu spielen, um Klavier zu lernen. Dinge, die man nicht lernt, weil sie nur in klassischer Musik vorkommen, braucht man nicht, da sie ja nur in klassischer Musik vorkommen.

Im Gegenzug würde es mich interessieren, warum du ausgerechnet Klavier und nicht z.B. Keyboard lernen möchtest. In Pop, Rock und Blues ist Klavier eher unbedeutend, da Keyboard mit ähnlichem Sound meistens ausreicht und ansonsten viel variabler eingesetzt werden kann.
 
S
Sonatina
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Hallo Tom,

Wie schon gesagt, kannst du das Klavierspielen lernen, ohne dass du klassische Stücke spielen musst. Es gibt sogar Lehrer, die sich darauf spezialisiert haben.
Und vielleicht findest du - wie schon etliche Menschen vor dir - den Weg zur klassischen Musik über das Instrument! Denn es ist in meinen Augen die interessanteste Musikrichtung die du auf dem Klavier spielen kannst.

Gruss

Sonatina
 
fisherman
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Im Gegenzug würde es mich interessieren, warum du ausgerechnet Klavier und nicht z.B. Keyboard lernen möchtest. In Pop, Rock und Blues ist Klavier eher unbedeutend, da Keyboard mit ähnlichem Sound meistens ausreicht und ansonsten viel variabler eingesetzt werden kann.
Mit Zitat antworten
Hat slow man davon was gesagt? Vielleicht will er ja jazzen oder Standards spielen? Und was Pop/Blues angeht, so verallgemeinerst Du schon sehr ...

slow man, ich hatte auch nur geringen Bezug zur Klassik. Das Klavierspiel (bzw. Dein Lehrer) führt Dich dahin, sofern Du aufgeschlossen bist - Tipps gibts auch hier. Ich möchte eigentlich vor allem Standards und Jazz spielen, habe aber mittlerweile die Freuden des Barock kennen und schätzen gelernt. Viel Glück.

PS Gerade am Anfang wäre eine Konzentration auf "Nicht-Klassik" fast tödlich, weil alle angepeilten Richtungen für Anfänger eigentlich unspielbar sind - da gehen nur extrem vereinfachte Sachen und die wirken schnell ärmlich. Im Klassikbereich gibt es aber AnfängerMUSIK zuhauf, (evtl mag Blues eine Ausnahme sein), die Dich auch nach Jahren noch erfreuen kann.
Im ersten Jahr: Nur Klassik!
 
NewOldie
NewOldie
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Hallo Tom,

vorweg: meine Meinung ist die eines Anfängers.
Sie ist somit keinesfalls fundiert. Trotzdem bin überzeugt davon, dass sie richtig ist, sonst würde ich dir gar nicht schreiben.

Ich stehe, bzw. stand vor einem ähnlichen Problem wie du.
Ich möchte Jazz spielen, weil das "meine Musik" ist.

Klassik ist für mich eine wichtige Grundlage, in die ich aber spielend nur so weit "reinschnuppern" möchte, wie sie für das Verständnis von Musik wichtig ist.
Sozusagen als fundierte Allgemeinbildung. Falls ich dann auf den Geschmack kommen sollte, kann es auch mehr werden.
Zur Zeit höre ich neben Jazz nur Barock- und Sakralmusik.

Pop/Rock/Jazz Klavierschulen, Bücher.
In deutscher Sprache herrscht finstere Nacht, wenn man von der Pike an aufwärts lernen möchte.

Meines Wissens gibt es einen Ansatz in USA.
Christopher Norton, "American Popular Piano".
Das ist eine Klavierschule, die mit vielen Einzelbänden für Stücke, Technik, Etüden, Theorie, die den gleichen Weg geht, wie eine klassische Schule, nur eben modern.
Nachteil: "Geldschneiderei". Du musst bis zum Ende 40 Bände kaufen.
Ziemlich aufgebläht alles.

Wenn du später etwas spielen gelernt hast, ist sicher der Moser, "Rock Piano" eine gute Schule. 3 Bände. Praxisgerecht.
Sagt mein Klavierlehrer.

Und damit bin ich beim Punkt. Klavierlehrer.
Such dir einen Lehrer, der eine klassische Ausbildung hat, und dem trotzdem Jazz und Pop eine wirkliche Herzensangelegenheit ist.
Ich wiederhole: HERZENSANGELEGENHEIT!
Ich habe länger gesucht und auch gewechselt.
Mein jetziger KL ist Jazz Musiker, hat klassische Ausbildung und spielt im Studio auch mal Pop (um zu überleben).

Mein Klavierlehrer ist meine "Schule".
Er schreibt mir maßgeschneiderte Übungen. Er spielt das auf dem Digitalpiano direkt in den PC und druckt es aus. Dauert 20 Sekunden für ihn. Und ich habe stundenlang dran zu knacken.
Wir benutzen nebenbei den Heumann. Ein sehr umstrittenes Werk hier im Forum. Für den Klassiker unbrauchbar.
Im Pop Bereich möglicherweise in einer Seniorenresidenz spielbar:D. ( bin selbst 55)
Aber als roter Faden hilfreich. Aber nur mit Warnhinweis zu benutzen.

Und jetzt kommt etwas ganz schlimmes:
Falls du ohne Lehrer lernen möchtest, vergiss es!

Wenn du mehr wissen möchtest, frag einfach noch mal konkret nach.

Gruß aus Hamburg,
NewOldie
 
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Slow Man
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Erst mal Danke für eure Antworten. Ich fürchte ich bekomm ein Problem beim Klavier lernen!!

Da meine Zeit sehr knapp ist wollte ich eigentlich autodidaktisch lernen und nur gelegentlich bei nem Lehrer vorbei um kontrollieren zu lassen ob ich auf dem richtigen Weg bin. Habe gehofft es gäbe was vernünftiges an Literatur nach der sichs lernen läßt.

Und wenn ich höre das erste Jahr nur Klassik. Bin mir nicht sicher ob ich das schaff. Durchs spielen den Weg zur klassischen Musik finden wäre in ordnung, falls ich ihn aber nicht finde habe ich halt das Geld in das Instrument schon investiert.

Naja, vielleicht schreibt ja noch der ein oder andere und macht mir wieder ein wenig Hoffnung.

Gruß Tom
 
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Bachopin
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Hi Slow Hand, äh Slow Man,

ich hab' natürlich ein paar Schulen für dich (die anderen kennen mich). ;-)

  1. Wolfgang Fiedler, Das Piano Buch, Basics, mit CD
  2. Dieter Falk, Rock & Pop Piano Workshop, mit CD
  3. Jürgen Moser, Rock Piano 1 & 2, mit CD
  4. Axel Benthien, Keyboard Praxis

Wie immer besitze ich die Bücher, die ich empfehle.
Sie stammen aus meiner Band-Zeit als Keyboarder und sind daher etwas älter (man kann damit mein Alter abschätzen, besonders der Moser ;-) ).
Ich hab' jetzt nicht kontrolliert ob's die noch aktuell gibt, ev. kannst du sie in den entsprechenden Antiquariaten (ZVAB, abeBooks) finden.

Es sind aber alles keine wirklichen reine Klavier-Schulen (ausser vielleicht Nr. 1, aber die ist schon sehr Basic bzgl. Technik) mit denen man die richtige Technik lernen kann, also ich würde dir noch eine gute "klassische" Schule für Erwachsene dazu empfehlen.

Ausserdem geht eigentlich autodidaktisch als Anfänger normalerweise wirklich nicht.

Gruß

PS: Ausserdem, wenn du die entsprechenden Fähigkeiten besitzt, was ich nicht anzweifle, wirst du irgendwann klassische Klaviermusik schätzen lernen. Das kannst du gar nicht verhindern, wenn du eine bestimmte Grund-Intelligenz besitzt. :D
 
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Bachopin
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Ha,

ich hab' noch was in meinem Bücher-Schrank gefunden:

  • Klaus Gertken, Das neue Keyboard-Buch, Band 1 & 2, mit CD

Das hat sogar einen kleinen Technik Schulen Teil. Mit Keyboard (auch bei den anderen Büchern) ist hier übrigens nicht das Plastik-Keyboard mit Leuchttasten und das von selbst spielt gemeint, sondern die damals modische Variante des E-Klaviers oder E-Pianos.

Für klassische (wobei die sich im Prinzip nicht von Rock/Pop/Jazz Technik unterscheidet) Klavier Technik würde ich dir unbedingt folgendes empfehlen:

  • Seymour Bernstein, Klavier-Choreographie von Schott music distribution (Taschenbuch - 1998 )

Auch wenn es nicht so heisst, es ist eine Schule in der alle wichtigen Anschlags-Techniken für Anfänger systematisch mit vielen Fotos (für Autodidakten) erklärt werden. Allerdings ist es mehr an klassischer feiner Ausdrucks-Schulung (Choreographie) orientiert. Einen Rock-Boogie hinzurotzen wirst du damit nicht lernen. ;-) Aber mit den anderen Büchern kriegst du das dann hin.

Gruß
Ps: Mist Gomez, ich lass einfach immer die Bindestriche weg, weil ich zu stark englische Literatur gewöhnt bin. :-(
 
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fisherman
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Und wenn ich höre das erste Jahr nur Klassik. Bin mir nicht sicher ob ich das schaff. Durchs spielen den Weg zur klassischen Musik finden wäre in ordnung, falls ich ihn aber nicht finde habe ich halt das Geld in das Instrument schon investiert.
Oho :p, ich glaube Du hast falsche Vorstellungen. Im ersten Jahr wirst Du froh sein, wenn das irgendwie klingt und du die Tasten triffst und die Noten stirnrunzelnd entzifferst. Natürlich solltetst Du nur das spielen, was Du mit Dir vereinbaren kannst. Mach Dir da mal keine Gedanken über den Musikstil. Und fürs erste Jahr brauchst Du wirklich einen KL. NACHHER kannst Du notfalls kürzer treten.
 
klavigen
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Oho :p, ich glaube Du hast falsche Vorstellungen. Im ersten Jahr wirst Du froh sein, wenn das irgendwie klingt und du die Tasten triffst und die Noten stirnrunzelnd entzifferst. Natürlich solltetst Du nur das spielen, was Du mit Dir vereinbaren kannst. Mach Dir da mal keine Gedanken über den Musikstil. Und fürs erste Jahr brauchst Du wirklich einen KL. NACHHER kannst Du notfalls kürzer treten.

Ich denke, wenn er mit einem guten Lehrer z.b. die Rockpiano Bände durchnimmt dann kommt recht bald was gut Klingendes raus.

Schon die ersten Nummern machen doch richtig Laune ?
 

B
Bachopin
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Hi FM (das find ich irgendwie gut ;-) oder heisst das fis-H man?),

ist das wirklich so schwierig als älterer Erwachsener? Ich kann das nicht einschätzen.

Wir sind ja, glaube ich, ähnlich alt, nur hab ich eine mehrjährige Grundausbildung als Jugendlicher genossen (am Klavier!). Und da kann ich mich nicht erinnern, dass das so schwierig war. Das ging eigentlich ziemlich fix. Ich hatte ziemlich bald Stücke aus dem Klavierbüchlein von Bach gespielt (oder von Anfang an?).

Gruß
 
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Es könnte - muß aber nicht - ein Problem sein, einen guten Lehrer zu finden. Natürlich braucht man kein einziges klassisches Stück zu spielen, um Klavier zu lernen. Dinge, die man nicht lernt, weil sie nur in klassischer Musik vorkommen, braucht man nicht, da sie ja nur in klassischer Musik vorkommen.

Da muss ich dir widersprechen. Als Keyboarder und Saxophonist mit 3-jähriger Erfahrung in einer Reggae-Band :D hat es mir sehr geholfen, klassische Musik zu hören und zu spielen. Dadurch habe ich erst entdeckt, was es für Möglichkeiten gibt, ein Solo zu schreiben oder harmonisch interessante Sachen zu machen.

@ Slow Man:

Was magst, bzw. hörst du denn so an Musik, die du gerne spielen würdest?
 
B
Bachopin
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Hi Basti,

Hi Slow Man,

aaaalso (gleich kommen wieder die Einsprüche von allen :D),

Klavier spielen kann man auch ohne Klassik lernen. Wenn man mich fragt ist dieses "du brauchst Klassik für die Grundlagen der Technik" nur ne Ausrede damit der Klavierschüler auch Klassik lernt :D. Weil wenn ich Blues, Rock oder Pop spielen will lerne ich eben dort die spezifischen Grundlagen für diese Stile. Was bringts mir wenn ich die Besonderheiten der Klassik kenne, diese aber in bestimmten Bereichen wie z.B meinem Gebiet was ich lerne, sei es Rock, Pop oder Blues, Jazz etc., nicht vorkommen? Da ists doch besser gleich die "Eigenheiten" der Stilrichtung zu lernen die ich auch spielen will.
Genauso könnte man ja auch sagen "Um Klassik zu spielen musst du erst die Grundlagen anhand des Blues erlernen", aber wenn man das machen würde, würden die "armen Jazzer" ja gleich von den in der Überzahl vorhandenen "Klassikern" niedergemacht, Mehrheit gewinnt mal wieder, obs sinnvoll ist sei dahingestellt.
Beim Thema autodidaktisch oder nicht stimm ich zu, besser ist es mit Lehrer, wobei ich bestätigen kann, dass es komplett autodidaktisch ohne Lehrer und ohne Klassik :D auch geht (und meine Technik ist in Ordnung, ein Klavierlehrer, mein ehem. Musiklehrer hatte öfters mal drübergeschaut und gesagt es wäre alles ok - und mit ok mein ich ok und nicht perfekt... -).

Einspruch!

Mooooment, was wollt ich sagen?
Nee, du hast ja recht. ;-)

Das ist wie mit dem E-Gitarre Spielen Lernen. Da wollen auch alle, dass man erst mit einer Konzert-Gitarre anfängt. Dabei hat das fast überhaupt nichts miteinander zu tun.

Allerdings beim Klavier ist das anderst, die Grundlagen sind halt die Klass... bla bla bla ...., und da muss man ..... bla bla bla......

Gruß
 
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Pirata
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Ich seh es wie Fisherman und ich BIN grad im ersten Jahr :-P

Nehme jetzt seit 6 Monaten Unterricht und offen gestanden ist es mir egal ob über den Stücken mit denen ich mich rumschlage Klassik oder Sonstwas steht. Hauptsache es hört sich halbwegs nach was an und ich verknote mir nicht völlig die Finger dabei und kriege den Takt geregelt. Dabei bin ich schon froh, dass ich die gröbsten Kinderlieder jetzt hinter mir habe. Ich denke, da muss man durch. In meiner Klavierschule sind auch einige Klassik-Stücke und ich kenne mich damit auch nicht aus und dachte auch, dass ich das gar nicht mag und will.

Und weißt du was? Die Stücke, die sich bisher am besten anhören und die ich am liebsten spiele, das sind die kleinen Menuette. Die hören sich wenigstens schon nach Klaviermusik an ;) Ich hab mich an ein paar einfachen Popstücken versucht aus Piano Piano I und kann nur sagen: Schrecklich! Wenn du die Lieder kennst und dann hörst was daraus gemacht wurde, damit sie auf mein Spielniveau runtergebrochen sind, da kommt dir das kalte Grausen.

Und ich merke mehr und mehr: Ich glaube ich werde irgendwann wenn ich mal besser spielen kann auch in der Klassik Ecke landen. Es hört sich einfach gut an und der Geschmack kommt tatsächlich beim spielen. Auch wenn mein bester Freund neulich zu meinem neuesten Lieblingsstück (ein Menuett) meinte: Das klingt irgendwie Kirchenorgelig! Hätte ich vor nem halben Jahr auch noch gesagt. Inzwischen mag ich es.

Vielleicht ist es bei dir auch so. Probier es aus. Und wie gesagt: Im ersten Jahr und vielleicht auch noch im zweiten Jahr würde ich gar nicht so drauf achten ob das nun dein Stil ist oder nicht. Erstmal spielen lernen. Mein KL spielt mir immer mehrere Stücke zur Auswahl vor und die mit denen ich am ehesten Leben kann, die lerne ich dann. Und manchmal sind sogar kleine Perlen schon dabei, was ich nie gedacht hätte.
 
klavigen
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Hi klavigen,


Jetzt bin ich überrascht!
du kennst die Rockpiano Bände (die uralten vom Moser?)?

Du wirkst immer so "hoch-geistig". :D

Gruß

Der Moser ist doch immer wieder aktuell verlegt worden. Die Bände sind gut im Aufbau und bieten notierte Stücke aber auch jede Menge Anreiz zuir Improvisation.

Und was das jetzt von mir rot Markierte angeht?

Würdest du das im Ernst meinen, würde der Grüne wohl kaum so grinsen?

Wenn das aber wirklich so rüber kommt muss ich dringend etwas dagegen unternehmen, obwohl mir pppetc und rolf sowie Gomez immer wieder bescheinigen, dass bei mir Hopfen und Malz verloren ist.

Da passt doch ein Spruch des seligen Tegtmaier:

Haupsache, Mensch bleiben

total unernste Grüsse

Klavigen
 
N
Nuri
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Hallo Slow Man,

beim Lesen deines Fadens habe ich mich gefragt, welche Art Musik du wohl gern spielen würdest. Die musikalische Welt besteht ja nicht nur aus Klassik und Nichtklassik. Wenn es Klassik nicht sein soll, gilt das auch für Barock? Romantik? Moderne?

Was sind denn deine Interessen? Pop? Rock? Jazz? Oder was ganz anderes?

Ich vermute mal, es ist nicht zwingend erforderlich, Klassik zu lernen. Allerdings, wenn es dir z. B. um Popmusik geht: Gerade in diesem Bereich finde ich viele Anfängerstücke so sehr vereinfacht und lieblos gestaltet, dass man’s wirklich nur als Schrott bezeichnen kann. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass man durch Musik spielen eine ganz andere Einstellung zum jeweiligen Stücken bekommt als durch das bloße Musik hören. Ob man lieber Klassisches spielen möchte, jeden Abend Filmmusik oder Rund um die Uhr Boogie muss man ausprobieren.

Was den zeitlichen Faktor angeht: Ich spiel selbst erst seit vier Monaten und muss sagen: Klavierspielen ist ein ziemlicher Zeitfresser, wenn man halbwegs vorwärts kommen will. Einmal pro Woche Klavierunterricht fällt da letztendlich nicht sooo sehr ins Gewicht ;) Ich habe mit Klavierlehrerin begonnen und glaube, ohne geht es auch nicht. Wenn es bei dir aus beruflichen/terminlichen Gründen nicht immer klappt: Man kann ja mit seinem Klavierlehrer eine entsprechende Abrede treffen. Ich bin mit meiner Klavierlehrerin so verblieben, dass die Stunden nachgeholt werden, die ich nicht wahrnehmen kann (nach entsprechender Vorankündigung natürlich). Oder wie wäre es denn mit 14-tägigem Unterricht?

Ich hab das in einem anderen Faden schon mal empfohlen: Nimm doch erst mal Unterricht. Zwei, drei Stunden, einfach so, ohne Klavier. Mir hat das wahnsinnig viel gebracht. Weil ich mir dabei klar darüber wurde, ob ich wirklich Klavierspielen lernen will, wie viel Zeit ich investieren will, ob ich dafür Freizeit opfere oder es als Freizeit betrachte …

Liebe Grüße,
Nuri
 
rolf
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Wenn das aber wirklich so rüber kommt muss ich dringend etwas dagegen unternehmen, obwohl mir pppetc und rolf sowie Gomez immer wieder bescheinigen, dass bei mir Hopfen und Malz verloren ist.

...eventuell solltest Du eine Lichterkette organisieren, vielleicht auch eine volksbegehrende Unterschriftenaktion, auch flammende Reden halten (oder schreiben) wäre amüsant... war da nicht mal irgendwo die Rede von einem großen aufklärerischen Opus aus Deiner Feder?

:D :D :D
 
 

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