klangcharakteristik verschiedener marken?

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lavendel

lavendel

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hallo,

mich beschäftigt die frage, was (an hardware ;))den klang eines klaviers/flügels charakterstisch macht. ist es das holz, der resonanzboden, der korpus? sind es die saiten? die mechanik?

jeder hat doch eine bestimmte vorstellung davon im kopf, wie "ein" steinway klingt, oder "ein" bechstein, was einem gefällt und welche marke mit welcher epoche, welchem komponisten.... harmoniert, obwohl sich die instrumente selbst innerhalb einer markenfamilie doch wieder unterscheiden. was macht das charakteristische aus? oder gibts auch einen steinway, der wie ein bechstein klingt, oder ein yamaha, das wie ein blüthner klingt? neugierig...

lavendel
 
A

atom99

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achtung... alles was ich jetzt schreiben, kommt vom berüchtigten "hörensagen"...

yamaha: eher blechern im vergleich zu anderen, hohe töne etwas schriller
steinway:soweit ich weiß, eher ausgeglichen... deshalb wohl auch recht beliebt...
bösendorfer: ( sowieso das beste wo gibt;)) einen schönen tiefen klang, manchen etwas zu verwaschen und scheinbar für viele eschwere kontrollierbar...

interessiert mich aber auch , wie welche marke klingt...

ich finde, das sich das meiste, was für klavier geschrieben wurde, auf einem imperial bösendorfer gut klingen kann, lebendiger beweis dafür ist ja meine libelingspianisten val. lisitsia...
z.b. für mache bachstücke währe ein echte cembalo oder ähnlcihe zupfinstrument sicher ein vorteil...

bin als doch rechtparteiisch ;)

aber es klingt eh kein klavier wie das andere.
 
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lavendel

lavendel

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hallo atom,

das meinte ich nicht. DASS die instrumente unterschiedlich klingen, höre ich auch. ich möchte gerne wissen WARUM. deshalb die frage nach der hardware ;).

lavendel
 
fisherman

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Sicherlich gibt es eine Grundtendenz des Klangs einzelner Marken - der rührt aber nicht von einzelnen Komponenten her, sondern ist das Zusammenspiel vieler Einzelfaktoren, mit dem Klavierhersteller im Rahmen Ihrer Preiserzielungsabsicht (und der damit einhergehenden Kostenüberlegungen) versuchen, einen für möglichst viele Abnehmer optimalen Klang zu erzeugen, bzw. ihre Eigenständigkeit / Ihr Gesicht / Ihre Identität / Marktposition bestätigen wollen. Dein Essen schmeckt auch nicht wegen einer einzigen Zutat hervorragend - es ist stets die gesamte Komposition UND auch die Zubereitung selbst.

Das gelingt aber nur im groben Rahmen. Ich persönlich finde z.B. die Yamaha-Flügel von Typ zu Typ äußerst unterschiedlich, wobei der C3 der einzige ist, der mir persönlich gefällt. Auch bei den Klavieren gelingt dies nur zum Teil - ich habe Yamahas gespielt, die wirklich blechern waren und andere, die schon sehr nahe an Steinway rankamen, bzw sogar besser waren!
 
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jomo

jomo

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Servus Lavendel,

an dieser Stelle wäre es auch interessant, gute Aufnahmen von Musikern anzuhören und zu wissen, worauf die gespielt haben.
Ich habe bei Kawai im Forum die Frage gestellt, ob es da evtl. eine Liste von Musikern gibt, die ihre Stücke auf dem großen Kawai-Flügel eingespielt haben.
Leider habe ich dort noch keine Antwort bekommen...., kann doch wohl nicht sein, daß die alle nur Steinway spielen:confused:

Grüße
jomo
 
K

koelnklavier

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In der Zeitschrift "Partituren" (März/April 2006) gab es zum Thema "Die Welt der Flügel" eine Audio-CD mit Einspielungen auf verschiedenen Konzertflügeln (Bechstein, Blüthner, Bösendorfer, Fazioli, Steinway) und auf einigen historischen Instrumenten.

Im Jahr 2001 hat die belgische Verbraucherorganisation Conseur 22 Klaviere getestet und darüber eine CD-ROM und Audio-CD veröffentlicht. Bestell-Nr.: Conseur 1126.
Weitere Infos hier,
E-Mail-Adresse: pianos@conseur.org
 
klaviermacher

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DASS die instrumente unterschiedlich klingen, höre ich auch. ich möchte gerne wissen WARUM.

lavendel
Hallo Lavendel,

Ich kenne schon bautechnische Unterschiede, aber der charakterliche Unterschied der Marken ist von da her nicht eindeutig erklärbar. Man kann es einfach nicht fest machen daran, zumindest nicht einleuchtend.

Wie ein Klavier klingen soll, liegt in der Vorstellungskraft der Menschen, die es erzeugen, und da kommt der Hauptunterschied ins Spiel. Die Instrumente klingen wie die Menschen, die es erzeugen.

Versuche den Charakter des Menschenschlags zu beschreiben, und Du kommst auf des Rätsels Lösung. Ist er eher warmherzig, einschmeichelnd, kühl, gemütlich, aufdringlich, klar, weltoffen, liebenswürdig, marktschreierisch, vorlaut, etc. solche Dinge....Was sind seine Vorzüge/Nachteile! Woran erkennt man (landschaftlich) einen typischen Berliner, Hamburger, Wiener etc.

Würde man die Werke austauschen, d.h. die gleichen Instrumente jeweils am anderen Produktionsstandort von den dort ansässigen Mitarbeitern bauen, würden die Instrumente in kürzester Zeit den Charakter vollkommen wechseln - so viel macht dieser Unterschied aus.

LG
Michael
 
 

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