Keith Jarret: Köln Concert

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Tastenscherge

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Ein hörenswerter Radiobeitrag über das Köln Concert, das vor 45 Jahren als Album erschien. Ich halte den Teil über den alten Bösendorfer Flügel, der quasi unspielbar war, für Legende. Zumindest für übertrieben. Ich glaube, jedesmal, wenn diese Geschichte erzählt wird, wird der Flügel ein wenig kaputter. Außerdem macht es nicht den Eindruck, dass Keith Jarret sich nur auf die mittleren Tasten beschränken musste, weil die oberen bzw. unterne nicht recht funktionierten. Allerdings hab ich die Aufnahme lange nicht mehr gehört um das wirklich beurteilen zu können.

 
S

Stefan379

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Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass an der Kölner Oper kein besserer Flügel zur Verfügung gestanden haben soll.
 
hasenbein

hasenbein

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Da ist halt der Jazz-Flügel zum Einsatz gekommen.

Die Techniker hatten wohl keine Anweisung bekommen, dass an dem Abend ausnahmsweise mal der richtige Flügel benutzt werden durfte, weil Herr Jarrett ja auch gut Klassik konnte. :musik064:
 
mberghoefer

mberghoefer

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Als fast auf den Tag genau vor zwei Jahren in meinem Wohnzimmer zwei Flügel standen, von denen ich einen vielleicht erstehen wollte, war ich beim "Herumklimpern" zwischendurch ganz überrascht, als dabei zufällig die Anfangstöne des Köln Concert entstanden. Mit etwas Probieren brachte ich ungefähr die ersten drei,vier Takte zustande und dann versuchte ich diese Sequenz parallel zur Aufnahme von Keith Jarrett zu spielen - und bemerkte verblüfft, dass einer der beiden Flügel den nahezu identischen Klang produzierte. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte die Tasten gar nicht weit genug herunter gedrückt und nur die Aufnahme gehört, so ähnlich war der Klang dieses alten Bösendorfer Stutzflügels in meinem Wohnzimmer.
Tags drauf fragte ich den Anbieter dieses Flügels nach der Herkunft dieses Instruments, und es stellte sich heraus, dass er einst aus Wien fabrikneu nach Köln kam, und dort bis zuletzt beim selben Besitzer blieb: Einer Sängerin, die in den Siebzigern an der Oper Köln beschäftigt war.

Vera Brandes, die damalige Konzertveranstalterin, erzählte in einem langen Interview einmal, dass der von Keith Jarrett in der Oper genutzte kleine Bösendorfer aus der Garderobe einer Sängerin geholt worden war, weil man den Imperial ja nicht fand. Und dass dieser Flügel Jahre später leider verschrottet worden wäre. Ich hab beschlossen, nur die Hälfte davon zu glauben.
 
 

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