KAWAI K-2 ATX oder etwas anderes?

  • Ersteller des Themas w1seman
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... ich bin auch zufrieden

Hallo w1seman,
verehrte Vor-Poster,

ich habe nun auch seit einem halben Jahr ein K2 ATX und ich bin sehr zufrieden.

Das Bass-Diskant-Verhältnis ist bei meinem Klavier ausgewogen. Gegenüber dem Yamaha-Silent-System gibt es m. E. einen entscheidenden Vorteil: Die Y.-Systeme messen meines Wissens irgendwie den Druck unter der Taste welcher dann vom System interpretiert wird. Das Kawai-System wurde neu entwickelt. Hierbei wird per Laser die Geschwindigkeit des Hammers abgetastet bevor dieser (nicht) auf die Saite prallt. Das hat zur Folge, dass das Auslöseverhalten nicht beeinflusst wird, da der Hammer erst nach dem Auslösen abgefangen wird. (Die Klavierbau(er)-Profis hier können Dir sicher mehr erklären.) Das physische Spielgefühl ist jedenfalls bei aktivierter Stumm-Schaltung genau das selbe wie ohne. Einziger Nachteil: Die Klaviersamples sind bei Yamaha besser, irgendwie lebendiger. Bei mir war jedoch das Spielgefühl ausschlaggebend und somit das Kawai die bessere Wahl.

Wenn Dir meine Vorposter eher zu einem K3 raten, so ist das nicht ganz unberechtigt, das K3 wäre schon grundsätzlich besser. Wenn Dein Limit bei 6.000 Euronen liegt, so kannst Du bei den diversen Internet-Händlern hierfür auch ein K3 ATX bekommen. Ich werfe jedoch einfach mal den Einwand in den Raum, dass ein höheres Klavier mehr Klangvolumen hat, was nicht immer passend zu den örtlichen Gegebenheiten ist und erinnere da mal an mein Problem vor einem halben Jahr mit dem vieeeel zu mächtigen Yamaha B3.

Egal, wie Du Dich nun entscheidest, ich wünsch Dir viel Spaß mit dem neuen Klavier.

Grüßle (auch von der Pflegerin)
Hustnguzzi
 
Gegenüber dem Yamaha-Silent-System gibt es m. E. einen entscheidenden Vorteil: Die Y.-Systeme messen meines Wissens irgendwie den Druck unter der Taste welcher dann vom System interpretiert wird. Das Kawai-System wurde neu entwickelt. Hierbei wird per Laser die Geschwindigkeit des Hammers abgetastet bevor dieser (nicht) auf die Saite prallt.
Das stimmt so nicht ganz. Auch beim Yamaha Silent erfolgte die Abtastung schon immer berührungslos und verschleißfrei über mehrere optische Sensoren, die die Bewegung der Taste verfolgen und daraus die benötigten Daten (u. a. die Geschwindigkeit, mit der die Taste angeschlagen wird) ermitteln. Also nichts mit "Druckmessung". Was beim ATX-System anscheinend neu ist, ist, dass die Sensoren nicht mehr unter den Tasten sind, sondern in der Mechanik (die Hämmer selbst werden aber glaube ich nicht abgetastet). Ob das was bringt, wer weiss. Die Mechanik ist mit dem Tasten direkt verbunden, d.h. was auch immer ich in der Mechanik messe, müsste ich genausogut durch Anwendung einer geeigneten mathematischen Funktionen aus den Messdaten eines Tastensensors ableiten können.

Das hat zur Folge, dass das Auslöseverhalten nicht beeinflusst wird, da der Hammer erst nach dem Auslösen abgefangen wird. (Die Klavierbau(er)-Profis hier können Dir sicher mehr erklären.) Das physische Spielgefühl ist jedenfalls bei aktivierter Stumm-Schaltung genau das selbe wie ohne.
Die verwendete Sensortechnik hat mit dem Auslöseverhalten überhaupt nichts zu tun. Auch beim Yamaha-Silent-System werden die Hämmer erst nach dem Auslosen abgefangen, und das Spielgefühl ist mit und ohne Stumm-Schaltung gleich.

Noch zu dem Thema "andere Klaviere". Mir ist gerade erst aufgefallen, dass das Klavier auch als Masterkeyboard dienen soll. OK. Dann fällt die B-Serie von Yamaha tatsächlich aus. Allerdings könnte man sich mal das P-114 (gleiche Größe wie K2) und das P116 (etwas größer) ansehen, die bekommt man beide mit dem neuen SG-System. Und auch das K-3 würde ich mir auf jeden Fall ansehen. Das Argument
dass ein höheres Klavier mehr Klangvolumen hat, was nicht immer passend zu den örtlichen Gegebenheiten ist
ist, sagen wir mal, sehr umstritten. Ein höheres Klavier hat erstmal vor allem einen besseren Klang. Wenn es einem zu laut ist, dann muss man halt etwas leiser spielen (was auch aus anderen Gründen eine gute Idee ist). Oder man man kann durch eine geeignete Nachintonierung die subjektiv erlebte Lautstärke reduzieren.

Warum ich übrigens so auf Yamaha herumreite: Ich habe damals Klavier von Kawai und Yamaha ausprobiert, und mein persönliches Ergebnis war, dass Kawai sehr schöne und klangvolle Klaviere fertigt, aber dass Yamaha-Klaviere mir ein differenzierteres Spiel mit einer größeren Spannweite möglicher Klänge ermöglichen. Zu denken gegeben hat mir auch, dass alle meine Klavierlehrer Yamaha-Flügel für den Unterricht benutzt haben. Das kann nun jemand anderes wieder anders sehen, aber man sollte zumindest mal den Vergleich gehabt haben ...
 
Die Mechanik ist mit dem Tasten direkt verbunden, d.h. was auch immer ich in der Mechanik messe, müsste ich genausogut durch Anwendung einer geeigneten mathematischen Funktionen aus den Messdaten eines Tastensensors ableiten können.

Nein, die Mechanik ist nicht mit der Taste direkt verbunden, zumindest nicht bei der die letzten 80 Jahre gebräuchlichen Bauart.

Auf der Tate ruht das Hebeglied und auf dem Hebeglied bzw. der Stoßzunge wird die Hammernuss geführt.
Weder die Hammernuss ist starr mit dem Hebeglied verbunden, noch das Hebeglied mit der Taste.

Gerade bei schnellen Repetitionen (Trillern) macht der Hammer, der von der Saite abprallt u.U. eine ganz andere Bewegung als die Taste.

Die Hammer- und nicht mehr die Tastenbewegung zu erfassen ist mehr als konsequent.
 
Nein, die Mechanik ist nicht mit der Taste direkt verbunden, zumindest nicht bei der die letzten 80 Jahre gebräuchlichen Bauart.

Auf der Tate ruht das Hebeglied und auf dem Hebeglied bzw. der Stoßzunge wird die Hammernuss geführt.
Weder die Hammernuss ist starr mit dem Hebeglied verbunden, noch das Hebeglied mit der Taste.
Mit "direkt" meinte ich nicht "starr". Auch eine lose Verbindung zwischen Bauteilen erlaubt prinzipiell eine Vorhersage der Bewegung eines Bauteil aufgrund der Bewegung eines anderen Bauteile. Relativ simpel beim einzelnen Anschlag, aber auch bei Trillern geht es. Dazu braucht man nur ein genügend detailliertes physikalisches Modell der Mechanik.

Allerdings, ich gebe zu, es gibt doch ein Problem bei komplexeren Verläufen. Für eine 100%ig exakte Berechnung müsste ich auch die "Kraft", mit der die Taste angeschlagen wird, wissen (physikalisch exakt gesprochen, geht es eigentlich nicht um Kräfte, sondern um den Impuls der Taste und der mit ihr in Kontakt stehenden Hand, der sich auf den Rest der Mechanik überträgt), diese kann ich aber nur mittels Tasten-Bewegungssensoren nicht eindeutig bestimmen.

Diesen Nachteil kann das Kawai-System eventuell ausgleichen, da es das Endresultat, die Bewegung des Hammers misst. Dafür sehe ich aber ein anderes Problem: durch die Stummschaltung wird der Hammer vor dem Erreichen der Saiten abgestoppt. D. h. die Daten, die ich z. B. bei einem schnellen Triller bekomme, entsprechen nicht genau dem Verhalten des Hammers in einem "normalen" Klavier.

Übrigens, ich habe nochmal recherchiert, und auf der folgenden Seite findet man Bilder der neuen ATX-Technik:

http://www.kawai.co.jp/piano/upright/k-vanish/atx.html

Auf der Seitenansicht der Mechanik erkennt man deutlich ein kleines Plastikteil auf dem Gegenfänger. Also wird tatsächlich die Hammerbewegung erfasst. Leider wird nicht gezeigt, wo die Sensoren sitzen. Ich kann nur vermuten, dass die Sensoren über der Mechanik sitzen und diese Plastikteile von oben "beobachten". Eine lichtschrankenartige Messung von der Seite dürfte nicht realisierbar sein. Weiß jemand mehr?
 
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Eine lichtschrankenartige Messung von der Seite dürfte nicht realisierbar sein. Weiß jemand mehr?

Ja, ich.

Die Messung bei den Kawai ATX erfolgt über IR-Gabellichtschranken seitlich, die Abnehmerleiste sitzt unter der Hammerruheleiste und greift von oben mit ihren Gabellichtschranken zwischen die Shutter, diese schwarzen an der Hammernuss angebrachten Kunststoffteile.

Pro Ton gibt es eine Doppel-Gabellichtschranke, also zwei IR-Lichtstrahlen.
Wenn die Taste nicht gedrückt ist, haben beide Lichtstrahlen Durchlass, das ist der Ruhezustand.
Drückt man die Taste und bewegt sich der Hammer, wird erst der erste Lichtstrahl unterbrochen, dann der zweite. Nähert sich der Hammer weiter der Stoppleiste, dann wird der erste Strahl wieder freigegeben und mit der Auslösung dann der zweite.
Die Hammergeschwindigkeit wird aus dem zeitlichen Abstand zwischen Freigeben des ersten und des zweiten Lichtstrahles errechnet.

Das System kennt also in der Reihenfolge des Drückens folgende Zustände der Lichtschranken:

Hammer zur Saite hinbewegend, ausgehend von der Ruheposition:
II - 0I - 00 - I0 - II (Ton erzeugt aus zeitlicher Distanz zwischen I0 und II, Hammer befindet sich nun im Fang)

Hammer zurück in Ausgangsstellung:
II - 0I - 00 - I0 - II (Note off)

Noch kniffeliger wird es, da das System auch noch die Pedale einbeziehen muss:
Im Silent-Modus wird die Hammer-Klappleiste arretiert, denn eine Betätigung des linken Pedales bewirkt beim Klavier eine Hammerbewegung und würde somit als ein "all notes on" interpretiert werden.

Dieses System ist schon irre aufwändig, aber auch genial.


Dafür sehe ich aber ein anderes Problem: durch die Stummschaltung wird der Hammer vor dem Erreichen der Saiten abgestoppt. D. h. die Daten, die ich z. B. bei einem schnellen Triller bekomme, entsprechen nicht genau dem Verhalten des Hammers in einem "normalen" Klavier.

Das ist bei allen Silent-Pianos so:
Der Hammer trifft nicht mehr auf die Saite sondern auf eine Stoppleiste, er muss nicht mehr auf die Saiten treffen und soll dies natürlich auch gar nicht.
Bei den Silent-Pianos ist der Zeitpunkt der Tonerzeugung idealerweise der, wenn der Hammer (bzw. genauer gesagt: der Hammerstiel) auf die Stoppleiste aufschlägt.
So wie beim akustischen Klavier der Hammer von der Saite abprallt, prallt er auch auf der Stoppleiste ab, vollkommen entkoppelt von Taste und Hebeglied.
Das Kawai ATX-System "kennt" aber trotzdem immer die Position des Hammers.


Liebe Grüße,

Thilo
 
Nochmals vielen Dank an alle, die mir hier ihre Meinung und Anregungen gegeben haben.
Ich habe die letzten beiden Tage, entgegen meiner ursprünglichen Ausrichtung nun doch auch gebrauchte Klaviere bei den Händlern angesehen.

Kurze Rede, langer Sinn: Es ist letztendlich trotzdem das K-2 ATX geworden.
Warum? Aus folgenden Gründen:

1. Das K-2 ATX ist hervorragend verarbeitet, laut allen gefragten Händlern/Klavierbaumeistern die Spitze aus Sicht der reinen Ingenieursleistung. Keineswegs stellen die Kunststoffmaterialien ein Problem dar, ganz im Gegenteil, sie sind mechanisch den Holzlösungen weit überlegen. Alle hatten nur Worte des Lobes für die Millenium III Technik, auch solche, die keine KAWAI verkaufen!

2. Das K-2 ATX ist für mein Wohnzimmer (35qm) vollkommen ausreichend dimensioniert. Der direkte Vergleich mit dem K-3 hatte keinerlei hörbare Unterschiede gebracht, wie auch, es ist bis auf die Höhe mit der identischen Technik versehen. Jedenfalls haben weder meine Partnerin, noch andere anwesende einen Unterschied ausmachen können. Der Unterschied zum K-5 war für mich so gering, dass ich keinen Sinn im Mehrpreis sehe.

3. Das Silent-System in der neuen Kawai Serie ist das derzeit beste auf dem Markt - angeblich auch besser als jenes von Yamaha!?
Jedenfalls ist es laut Aussage aller Händler allen aktuell verfügbaren Nachrüstsets sowohl technisch als auch von der Ausgereiftheit und der Ausstattung - zum Teil deutlichst - überlegen.
Ausserdem ist es optisch und von der technischen Lösung (Einbau unter der Tastatur) am besten realisiert. Es ist einfach toll, wenn die Bedieneinheit sanft aus seiner Halterung herausgleitet und ebenso schnell wieder darin verschwindet. Die "Billigoptik" der Nachrüst Steuereinheiten jedenfalls ist in meinen Augen eine Beleidigung für jedes Klavierdesign.

4. Und damit der wichtigste Punkt. Sowohl meiner Partnerin, als auch mir hat der Klang des K-2 von allen angetesteten Klavieren mit am besten Gefallen. Einziges Klavier, das preislich/klanglich vergleichbar war, ist ein gebrauchtes U3. Weil das Nachrüstset des U3 aber dem ATX unterlegen ist, und ausserdem das U3 in meinem Wohnzimmer viel zu laut sein dürfte, schied es zuletzt aus.

Getestete neue Klaviere waren unter anderem von:

- Seiler Primus & Console
- Sauter Carus, Cosmo & Vision
- Zeitter und Winkelmann 122
- George Steck US12, US22 & US32
- Yamaha U1 & U3
- Ravenstein 109, 112 & 118
- Rönisch 115, 118 & 123
- Wendl & Lung 110, 115 & 122
- Kawai K-2, K-3 & K-5
- Steinway & Sons KP 132
- Diverse Schimmel
- Diverse Steinberg

Die Liste der gebrauchten aufzuzählen würde nun den Rahmen sprengen, es waren jedenfalls derer genug...

Von einer Diskantschwäche des K-2 war weder etwas zu hören, noch war dies den Händlern bekannt. Auch ist es nicht bekannt, dass die Filze schlecht wären oder gar nach kurzer Zeit den Geist aufgäben.
Im Gegenteil, alle haben sich sehr positiv über die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der gesamten Konstruktion, von K-2 bis K-8 geäussert.

Das gute Stück ist auch bereits bestellt, der Kaufvertrag unterschrieben.
Lieferung hoffentlich in ca. 2 Wochen.

Mein Händler, bei dem ich das Klavier gekauft habe ist mir preislich entgegen gekommen, hat mir ein tolles Paket geschnürt und ist wirklich sehr seriös und auch unglaublich sympatisch. Ich denke also, dass ich bis hierher alles richtig gemacht habe.

Sobald ich das gute Stück einmal eine Zeit lang habe, werde ich gerne weiteres berichten.
 
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Herzlichen Glückwunsch zum K2 !

Mich würde interessieren wie dir der Klang vom Seiler, Steinberg und Sauter gefallen hat ?
Wie würdest du den jeweiligen Klang beschreiben ?
 
@Klavierladen: Danke für die ausführliche Information.

Ja, aber bei den anderen Silent-Pianos wird nicht die Hammerbewegung, sondern die Tastenbewegung abgenommen, und die ist von der Stoppleiste nicht beeinflusst ... das war es was ich meinte. Theoretisch ist die Abnahme der Hämmer besser, weil näher am Geschehen, aber durch die Stoppleiste wird das alles wieder verkompliziert, weil die "Flugbahn" des Hammers verfälscht wird gegenüber einem Hammer, der auf die Saiten prallt und wieder zurückkommt.

@w1seman: Gratulation zu dem neuen Piano!

Ich muss zugeben, nachdem ich mich jetzt genauer mit dem ATX-System beschäftigt habe, bin ich fast etwas neidisch. Kawai's System wird regelmäßig upgedatet, so dass es immer nahe an ihrem jeweiligen Digitalpiano-Spitzenmodell ist. Yamaha ist da etwas langsamer ...
 
:confused:
Entweder prallt der Hammer an der Saite ab oder im Silent-Betrieb an der Stoppleiste. Da wird nichts verfälscht.
:confused:
Der Hammer wird abgestoppt, bevor er die Saiten erreicht. Also ist seine "Flugbahn" (der Ort, an dem sich der Hammer zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet) auf jeden Fall anders, denn zu dem Zeitpunkt, an dem der "ungestoppte Hammer" die Saiten trifft, befindet sich der "gestoppte" Hammer bereits auf dem Rückweg. Ob dieser theoretische Unterschied in der Praxis allerdings einen Unterschied macht, ist eine andere Frage - keine Ahnung.
 
Herzlichen Glückwunsch zum K2 !

Mich würde interessieren wie dir der Klang vom Seiler, Steinberg und Sauter gefallen hat ?
Wie würdest du den jeweiligen Klang beschreiben ?

Danke!

Grundsätzlich muß man sagen, dass bis auf Wendl & Lung keines der getesteten Klaviere irgendwie "schlecht" geklungen haben. Lediglich die Pianos von George Steck fand ich sehr unangenehm und "Metallisch" im Klang.
Letztendlich befinden sich imho alle Pianos im Bereich 5-10K auf einem vergleichbaren Niveau.
Ausnahme ist hier Wendl & Lung, fand ich persönlich nicht hinnehmbar, sehr aufdringlich in den Mitten und stellenweise sehr schrill.

Das Seiler hatte einen sehr analytischen, irgendwie transparenten Klang.
Das Steinway war mit einem sehr angenehm warmen und trotzdem detailierten Klang fast das Beste aller getesteten, aber auch das mit Abstand teuerste...
Steinberg habe ich leider nicht mehr in Erinnerung, war aber sicher nicht schlecht!
Sauter war sehr ausgewogen, aber auch unspektakulär, vielleicht in den Mitten etwas zu stark!?
 
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Inhalt gelöscht
 
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Die Millenium III-Mechanik ist nicht besser als eine Renner-Mechanik. Keinesfalls von der Spielgeschwindigkeit, vielleicht von der langlebigekeit und unempfindsamkeit gegen LF, dass kann sein. Das ist zum größten Teil Marketing! Dass die gute Verarbeitung bei Kawai gelobt wurde, kann ich trotzdem nicht nachvollziehen.

Ich hoffe, dass Du das Klavier vorher angespielt hast und auch exakt dieses bekommst.

Was kostet ein neues Klavier mit Renner-Mechanik, welches gibt es mit einer werkseitigen, auf dem Niveau von Kawai befindlichen Silent-Ausstattung?
Wir wollen hier mal nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

Nach wie vor kann ich Deine nahezu aggressive Abneigung gegenüber Kawai im Allgemeinen und dem K-2 im Speziellen nicht im Geringsten nachvollziehen!
Selbstverständlich habe ich das K-2 angespielt und ich werde auch meines vorher anspielen, bevor es geliefert wird.

Wie willst Du eigentlich die Qualität von Kawai beurteilen können? Wieviele Jahre hast Du bereits im Bereich Klavierbau gearbeitet, woher nimmst Du Deine Grundlagen für die gemachten Behauptungen?
Weil Dein eigenes (eines von tausenden) nicht in Ordnung war?
Willst Du ernsthaft behaupten, dass eine weltweit hochgelobte Qualität der Kawai Produkte Schummelei ist und Kawai in Wirklichkeit Schrott produziert?
Wie kann es sein, dass ausser von Dir keine ähnlichen Beschwerden bei einem Produkt zu finden sind, dass seit 4 Jahren auf dem Markt ist und dazu eines der am meisten Verkauften Einsteigerpianos ist?

Ganz ehrlich, wenn verschiedene Klavierhändler und -Bauer sich lobend über ein Produkt äußern - auch solche die es nicht im Sortiment haben - und ein User in einem Forum, der nicht einmal das 18. Lebensjahr erreicht hat darüber
herzieht, wem soll man da eher Glauben schenken?

Wie bereits Eingangs erwähnt, entweder Du hast besonders viel Pech gehabt, oder Du nimmst etwas wahr, was für andere nicht wahrnehmbar ist.
Anders kann ich mir das nicht erklären.

Völlig richtig - Es WIRD wohl - schon rein physikalisch betrachtet - durchaus ein Unterschied sein, ob ein Hammer (elastisch mit Filz) von einem doch elastischen Objekt (Saite) abprallt oder von einem eher nicht so elastischen Objekt (Stopleiste) unmittelbar davor. Die exakten Weg-Zeit-Funktionen und die Impulsübertragungen werden unterschiedlich sein. Das "Rückgeschleudertwerden" des Hammers KANN nicht dasselbe sein, ob nach Saitenkontakt oder nach Stopleistenkontakt.

Was aber ganz sicher auch eine Frage der Arithmetik sein wird.
Sprich, man wird genau berücksichtigen können, wie sich der Hammer in Relation zur nicht abgebremsten Variante verhält.

Fakt ist, dass bei allen Silent-Systemen der Hammer vor Erreichen der Saite abgebremst werden muß. Somit ist dies ein "Problem" all dieser Systeme.
Ich habe jedoch den Eindruck gehabt - zumindest bei meinen Tests - dass das Kawai IHSS-System wesentlich zuverlässiger arbeitet.
Bei den Nachrüstsets war zwischendurch eine Taste viel zu laut und nicht im Verhältnis zum tatsächlichen Anschlag. Das ist bei Kawai nicht einmal passiert.
Auch hatte ich den Eindruck, das IHSS arbeitet in einem größeren "Dynamikumfang". Ich will aber nicht ausschliessen, dass dies eine Einstellungssache ist und auch bei den Nachrüstsets konfigurierbar ist.

Schlussendlich bleibt für mich festzuhalten, auf dem könnerischen Niveau auf dem ich mich und wahrscheinlich die meisten Hobbypianisten befinden, sind die Unterschiede der heutigen Markenanbieter im von mir angestrebten Preisbereich akademischer Natur. Die Klaviere lassen sich durch Veränderung der Intonation auf sehr viele Geschmäcker trimmen, es bleibt am Ende ohnehin eine Frage der persönlichen Vorlieben. Schlecht im eigentlichen Sinne ist wohl keines dieser Markenklaviere.

Im übrigen finde ich es hoch bedenklich, wenn man ein Klavier "nach Ladenmuster" kauft - wenn das dann nach Lieferzeit gelieferte (=andere) Klavier (desselben Typs) kommt, WIRD es sich anders anhören als das gehörte Klavier im Laden - allein wegen des Holzes, das immer (!!) Einfluss auf dem Klang hat.

Man KAUFT schlicht ein Klavier nicht nach Katalog oder Muster. Man kauft immer exakt DAS Klavier, was da steht - oder keines. Klare Aussage. Alles andere ist unzureichend - und bietet Grund für u.U. reichlich Ärger hinterher. Dass das dann gelieferte Klavier BESSER klänge als das konkret im Laden angehörte, wäre ein Wunder.

Richtig, daher habe ich mit dem Händler vereinbart, das Klavier vor Auslieferung nocheinmal im Laden Probezuspielen/hören.
Aber auch dann ist keine Garantie gegeben, dass das Klavier zu Hause den Wünschen und dem Klang im Ausstellungsraum entspricht. Denn die örtliche Akustiksituation kann ein Klavier nochmals völlig anders klingen lassen.
Von daher muß gesagt werden, dass es keine 100%ge Sicherheit gibt beim Klavierkauf.
Man kann das Risiko nur versuchen einzugrenzen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Glückwunsch zum neuen Klavier!

Hauptsache ist doch DU fühlst Dich im Reinen mit Deiner persönlichen Kauf-Entscheidung. Dass manche es immer besser zu wissen meinen, auch manchmal bei fraglicher Datengrundlage, ist halt so eine menschliche Marotte schätz ich mal ;)

Wo finde ich heraus, welche Händler bei mir in der Nähe solche Silent-Kawais führen?
Ich finde was Du berichtest klingt cool und ich würde mich auch dafür interessieren, so ein Instrument mal zu testen.

Viel Spass jedenfalls wünscht

Sookie
 
Glückwunsch zum neuen Klavier!

Hauptsache ist doch DU fühlst Dich im Reinen mit Deiner persönlichen Kauf-Entscheidung. Dass manche es immer besser zu wissen meinen, auch manchmal bei fraglicher Datengrundlage, ist halt so eine menschliche Marotte schätz ich mal ;)

Wo finde ich heraus, welche Händler bei mir in der Nähe solche Silent-Kawais führen?
Ich finde was Du berichtest klingt cool und ich würde mich auch dafür interessieren, so ein Instrument mal zu testen.

Viel Spass jedenfalls wünscht

Sookie

Danke für Deine lieben Worte!

Um herauszufinden, welcher Händler die Silents hat, bleibt Dir neben der Internetaquise nur der Griff zum Hörer.
Aber es sollten fast alle größeren Händler die Pianos in der Ausstellung haben.

Viel Erfolg!
 
Was die Preise angeht, da hast Du natürlich Recht. Und auch das Silentsystem bei Kawai ist sicher eines der Besten und ich halte es auch für noch besser als das bei Yamaha.

Zum Punkt der Qualität kann ich nur sagen, dass ich inzwischen von mehreren Personen, die auch ein Kawai der K Serie besitzen, schlechte Urteile zur Qualität gehört habe. Aber sicherlich hast Du auch Recht, Du sollst ja Freude an dem Instrument haben und die will ich Dir keinesfalls nehmen. Was hätte ich auch davon?

Wenn das Kawai dann bei Dir steht, freue ich mich auf deine Meinung. Und das ist nun wirklich nicht ironisch gemeint.

Glaub ich Dir alles. Wenn das Piano dann tatsächlich nicht meinen Vorstellungen entspricht, habe ich a. einen sehr guten Händler und b. die Möglichkeit auf ein anderes umzusteigen.

Alles also relativ entspannt.

Ich berichte!
 
Also ich war noch nie Kawai Fan, geb ich offen und ehrlich zu. Aber die K2 und K3 fand ich wider Erwarten vom Klang her doch toll, und die Silent-Technik auch ziemlich gut.

Qualitätsmängel gibt es wahrscheinlich bei jedem Produkt hin und wieder mal. Das einzige, was ich bei Kawai diesbezüglich bemängeln würde ist, dass die gelegentlich mal Probleme mit den Bass-Stegen haben. Die haben ganz selten mal echt fette Risse. Das kommt daher, dass die Stege komplett maschinell hergestellt werden. Da schiebt dann ein Arbeiter ein Stück Holz in eine Maschine und am Ende kommt der fertige Steg samt Stegstiften heraus. Wenn der Arbeiter das Holz verkehrt herum hinein schiebt und nicht die Richtung der Maserung beachtet, kann das zu Rissen führen. Ich selber habe es schon bei 2 oder 3 Kawais gesehen und im Ami-Forum gab es vor einigen Monaten einen Thread dazu bei einem 2 Jahre alten K3. Das Schöne ist, dass ein Steg wie der andere ist. Man kann also bei Kawai einfach einen neuen bestellen und der passt dann wie angegossen.

Was ich auch noch gehört habe (Hörensagen!) ist, dass beim K2 alles recht eng gebaut ist, also enges Gehäuse. Kann dazu führen, dass nach einiger Zeit wenn Schnabelluft und Fang nicht mehr stimmen die Fänger an den Oberrahmen klappern. Ist aber anscheinend nicht schlimm, muss man dann halt wieder regulieren.
 
Ich habe mir hier jetzt alles mit großer Begeisterung durchgelesen, da ich zufällig auch gerade vom K-2 ATX angetan bin.
Ich lade regelmäßig Klaviersongs auf Youtube hoch
( www.youtube.de/Pian0FreakK ) und daher hatte ich bis jetzt ein Yamaha P-155, ein Digital Piano´gemietet. Nun muss ich ich es kaufen oder zurückgeben, daher befinde ich mich gerade auf der Suche nach einem Silentsystem und da kam mir das k-2 ATX sehr recht ;-)

Ich wollte mir zuerst zusätzlich zum digitalen Piano ein gebrauchtes Klavier kaufen, doch mir wurde gesagt das die digitalen Pianos nicht lange halten. Hat da schon irgendjemand ähnliche Erfahrung gesammelt?

Ansonsten bin ich jetzt durch diesen Thread umso bestärkter mir das K-2 ATX zu holen...

LG
Jack
 
Ein digitales Piano ist einfach kein Klavier. Die Mechanik im Klavier ist einfach viel besser und der Tastenbelag meist auch. Für ein sehr gutes E-Piano wird man sicherlich 3000 Euro ausgeben müssen, und da kann man sich auch für ein gebrauchtes Klavier entscheiden.

Ich würde aber in deinem Fall auf jeden Fall einmal ganz andere Klaviere ohne Elektronik anspielen, je mehr umso besser. Dann hast Du größere Vergleichswerte!

Hab ich auch schon. Bin von diesen Silent Systemen eh kritisch, da mir mal ein Händler sagte, das man so sein Spielverhalten versaut da sie irgendwie ein müh anders gebaut sind?!
Stimmt das denn?
Als ich Silent System und Normal verglichen habe, spürte ich vielleicht einen winzigen Unterschied.... Aber ich denke viel mehr das war eingebildet...

LG
Jack
 
Muss es denn bei Dir zwangsläufig ein Silent sein? Du spielst sehr schön Klavier. Wäre es Dir nicht umgekehrt wichtiger, mehr Geld in die akkustische Anlage zu stecken?

Danke schön :-)
Dann hätte ich nur ein akkustisches und die Mikrofone sind sehr teuer um dann so aufzunehmen. Und dann wäre die Qualität immer noch nicht so gut wie jetzt bei dem Digital Piano. Deshalb wollte ich ein Silent...
Ansonsten gefällt mir der Klang vom Kawai gut und ich habe bis jetzt auch nur gutes darüber gehört. Außer das mit den Bass Stegen, aber da denke ich das Sie das in den Begriff bekommen haben...

LG
Jack
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.

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